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München, 26. Februar 2015 – Die FMB Diamond Series feierte 2014 ihr Debüt und sorgte für Hochspannung. Brandon Semenuk lieferte sich einen harten Kampf mit Brett Rheeder, Anthony Messere und Thomas Genon. Am Ende holte er sich seinen dritten FMB World Champion Titel. Nun geht die FMB Diamond Series mit den fünf größten Events rund um den Globus in die zweite Runde. Aus diesen resultiert dann der FMB World Champion.

Neben den renommierten Diamond Events Crankworx Whistler Slopestyle (CAN) und Red Bull Rampage (USA) stehen drei weitere auf dem Plan: Crankworx Rotorua (NZL), Swatch Prime Line Munich (GER) und Crankworx Les 2 Alpes (FRA).

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Die Top 10 Athleten der 2014er FMB Diamond Series können automatisch an den diesjährigen Diamond-Events teilnehmen und bekommen somit eine Chance auf den FMB World Champion Titel 2015. Drei Wochen vor dem jeweiligen Event werden weitere acht Athleten aufgrund ihrer Platzierung im FMB World Ranking eingeladen. Für diese acht Rider sind Gold- und Silber-Events ein wichtiger Schritt, um sich für die Diamond Series zu qualifizieren oder um ihren Spot zu halten. Zu den 18 offiziell qualifizierten Ridern können noch sechs Wildcards vergeben werden: fünf durch den Veranstalter und eine durch die FMBA.

Die Top 10 der bereits qualifizierten Athleten für die FMB Diamond Series 2015 sind:

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Fahrer, die nicht direkt in die Diamond Series einziehen, sollten die Gold- und Silber-Events im Auge behalten. Bekannte Gold-Events, wie der FISE Montpellier (FRA), der 26TRIX (AUT) und das Colorado Freeride Festival (USA) sind bereits bestätigt. Der Silber-Event Vienna Air King (AUT) feiert zudem in diesem Jahr 10-maliges Jubiläum. Weitere Gold-, Silber- und Bronze-Events folgen und die Bestätigung einer der Lieblingsevents der Athleten, der Bearclaw Invitational (CAN), steht noch aus – es gibt also einiges, auf das man sich freuen kann!

Nächster FMB Diamond Series Event: Crankworx Rotorua (NY), 29. März 2015.

Hilfreiche Links:

·          Klicke hier, um mehr über den offiziellen FMB World Tour 2015 Eventkalender zu erfahren.
·          FMB Diamond Series: Zwei Events in Europa, zwei Stopps in Nordamerika und ein brandneuer Event in Neuseeland.
·          Weitere Informationen zur FMB World Tour 2015 Event-Struktur gibt es hier.
·          Das Bewerbungsverfahren für Gold-, Silber- und Bronze-Events ist noch offen. Veranstalter können sich hier anmelden.
·          Alle Events der FMB Diamond Series werden live übertragen auf www.fmbworldtour.com und Redbull.com/bike.

Weitere Informationen zur Diamond Series können auf der FMB World Tour Website abgerufen werden: www.fmbworldtour.com

Für weitere News und Updates folgt der FMB World Tour auf: facebook.com/FMBWorldTourtwitter.com/fmbworldtour & Instagram.com/fmbworldtour

Der iXS Downhill Kalender 2015 umfasst 21 Rennen und wie schon 2014 stehen wieder 7 Länder auf dem Programm. Im letzten Jahr lag die Teilnehmerzahl aller Rennen zusammengefasst bei 6’516, wobei 2’810 verschiedene Fahrer aus 43 Nationen an den Start gingen. Die Resonanz ist also weiterhin ungebrochen und somit soll die Erfolgsgeschichte der vier Serien fortgeschrieben werden.

ixs sdc lenzerheide 2014

Allen voran der iXS European Downhill Cup, welcher in seine achte Saison startet. In dieser Serie stehen diesmal sechs Stationen in 5 Ländern auf dem Programm. Die Orte lesen sich wie die Liste der Lieblingsstrecken der ganz Großen des Sports. Hier also einmal der Kalender kompakt:

15.05.-17.05. iXS European Downhill Cup #1 Maribor (SLO)
19.06.-21.06. iXS European Downhill Cup #2 Schladming (AUT)
10.07.-12.07. iXS European Downhill Cup #3 Les Deux Alpes (FRA)
24.07.-26.07. iXS European Downhill Cup #4 Pila (ITA)
14.08.-16.08. iXS European Downhill Cup #5 Spicak (CZE)
18.09.-20.09. iXS European Downhill Cup #6 Leogang (AUT)

Die nationalen Rennserien sind mittlerweile eine feste Institution. Der iXS Swiss Downhill Cup geht 2015 in sein 13. Jahr und auch der iXS German Downhill Cup findet bereits zum 9. Mal statt.

23.05.-25.05. iXS Dirt Masters – GDC #1 Winterberg (GER)
12.06.-14.06. iXS German Downhill Cup #2 Willingen (GER)
26.06.-28.06. iXS German Downhill Cup #3 Todtnau (GER)
21.08.-23.08. iXS German Downhill Cup #4 Tabarz (GER)
11.09.-13.09. iXS German Downhill Cup #5 Ilmenau (GER)
05.06.-07.06. iXS Swiss Downhill Cup #1 Morgins (SUI)
17.07.-19.07. iXS Swiss Downhill Cup #2 Lenzerheide (SUI)
28.08.-30.08. iXS Swiss Downhill Cup #3 Anzère (SUI)
25.09.-27.09. iXS Swiss Downhill Cup #4 Verbier (SUI)
02.10.-04.10. iXS Swiss Downhill Cup #5 Bellwald (SUI)

Natürlich wird auch der iXS Rookies Cup fortgeführt, schließlich trägt dieser nach nunmehr 7 erfolgreichen Jahren Früchte und immer mehr Fahrer steigen mit einer ordentlichen Portion Rennerfahrung in die Serien mit internationalem Status ein. Aber auch viele ausländische Teilnehmer finden sich in den Startlisten und schätzen somit die Möglichkeit, bereits ab 11 Jahren an Wettbewerben teilzunehmen.

09.05.-10.05 iXS Rookies Cup #1 Steinach (GER)
22.05. iXS Rookies Cup #2 Winterberg (GER)
01.08.-02.08. iXS Rookies Cup #3 Brandnertal (AUT)
08.08.-09.08. iXS Rookies Cup #4 Serfaus-Fiss-Ladis (AUT)
05.09.-06.09. iXS Rookies Cup #5 Schönried (SUI)

www.ixsdownhillcup.com

Brett Rheeders erste Dream Capture Episode, Airs and Alleys, war stark von einem Trip der BMX Legende Ruben Alcantara beeinflusst, wo er portable Rampen geschickt in einem urbanen Umfeld aufgestellt hat. Dieses Jahr gingen Rheeder und Ruben gemeinsam auf die Jagd nach den sweet Spots von Malaga, Spanien, der Heimatstadt von Ruben.

brett rheeder

Brett Rheeder – Groundwaves (Foto Credit: Harookz)

Tolle Aufnahmen, aus ungewohnten Perspektiven, gepaart mit der stylischen Performance der beiden Ausnahmefahrer machen dieses Video aussergewöhnlich.

Seht selber was dabei Spannendes herauskam:

Den beiden Profis zuzuschauen ist wie bei einer perfekten Surfersession zuzusehen – alles scheint so leichtfüssig und entspannt.
http://anthillfilms.com/?p=1070

ION: Neuheiten 2015

Die vom Surf Style inspirierte ION Bike Kollektion 2015 deckt jede Spielart des Radsports ab und umfasst neun technische, farblich kombinierbare Bekleidungslinien mit insgesamt 77 Styles. Dazu gehören neun Jacken und Westen sowie drei Wetterschutzhosen. Elf unterschiedliche Protektoren und eine Split Frame Sonnenbrille mit austauschbaren Zeiss-Gläsern runden ION’s Bike-Produktportfolio ab.

ion bike 2015

ION bike 2015 Outerwear Julia Hofmann RobJ Hannes Klausner (by Markus Greber)

Zur Auswahl stehen vier Linien für Frauen und fünf Linien für Männer inklusive ausgereifter Outerwear für die unbeständigen Tage. Erstklassige Fasern wie DriRelease, Cordura und Coolmax werden mit Sanitized- und Freshguard-Finishings kombiniert. Letztere wirken antibakteriell, geruchshemmend und sorgen dafür, dass die Bekleidung länger frisch bleibt und weniger gewaschen werden muss. Hinzu kommen viele technische Details, wie beispielsweise Smartphone-Taschen aus Neopren, Laser-Vent Belüftungsöffnungen, reflektierende Prints und Einsätze aus Mikrofaser für die Reinigung der Sonnenbrille. Durch das Cross-Color Konzept können die verschiedenen Teile der Kollektion linienübergreifend miteinander kombiniert werden.

ion bike 2015

ION bike 2015 SCRUB SLASH Andi Brewi (by Markus Greber)

Mit den Freeride Linien Flare (Damen) und Scrub (Herren) setzt man bei ION auf höchste technische Textilkonstruktion. Die Langarm-Tops vereinen baumwollähnliche DriRelease Front Panels mit luftigen Jersey Geweben am Rücken und an den Armen. Die wasser- und schmutzabweisenden Shorts sind aus 4-Way-Stretch konstruiert und verfügen über geklebte Säume, welche die Shorts extrem robust und gleichzeitig sehr leicht machen.
Die Linien Luzid (Damen) und Roam (Herren) sind in urbanem Stil gehalten und bestehen aus über 20 verschiedenen Styles. Sie vereinen ein legeres Aussehen im Casual Surf Style mit versteckter Funktionalität. Zur Auswahl stehen neben Funktionsshirts im klassischen T-Shirt-Look auch Tank-Tops, Hemden, Bike Hoodies und Hosen, welche sowohl auf den Trails als auch im Alltag oder abends nach dem Biken getragen werden können.

In klassisch-sportlichem Look kommen die Linien Graze (Damen) und Traze (Herren) daher, bleiben aber vom Surf Style inspiriert. Die Tops und Shorts überzeugen durch einen leichten, ausgeklügelten Materialmix aus Coolmax, Polyester und Spandex, welcher neben einer hohen Bewegungsfreiheit für einen idealen Feuchtigkeitstransport sorgt.

Für die ganz harten, rein abfahrtsorientierten Fahrer/innen verspricht die Slash Linie höchste Widerstandsfähigkeit, bei maximaler Bewegungsfreiheit (auch mit Schonern) und Ventilation: Die Shorts & Hosen sind aus atmungsaktiven, extrem flexiblen aber zugleich wasserabweisenden Materialmix aus 4way-Flex, Nylon und Neopren konstruiert. Die extrem luftigen Jerseys verfügen über ein Goggle-Putztuch & verstecktes Liftticket-Täschchen.

Regen, Wind und Schnee trotzt ION mit einer durchdachten Auswahl an Outerwear bestehend aus Westen, Wind-, Hard- und Softshell-Jacken sowie den dazu passenden Wetterschutzhosen.

Das Portfolio an Protektoren erhält für 2015 einige Neuzugänge und steigt auf fünf Protektorenlinien an, sodass jeder Mountainbiker sein gewünschtes Mass an Schutz individuell aus den verschiedenen Linien zusammenstellen kann. Sämtliche Protektoren sind mit Sanitized ausgerüstet und bleiben somit länger frisch, auch wenn sie einmal feucht in der Transporttasche deponiert werden. Besonderes Highlight ist der K_CAP Knieschoner, welcher auf dem Eurobike Award 2013 prämierten und zum Patent angemeldeten Tectonic_Fit Konstruktionsprinzip basiert (maximale Bewegungsfreiheit).

Vier Handschuh-Modelle in acht verschiedenen Farbvarianten, Materialien & Funktionalitäten ergänzen das Angebot an Schutzausrüstung. Besonderes Highlight ist hierbei der Ledge Handschuh, welcher über eine Maki_Seam Innnenhand- und Fingerkonstruktion verfügt: Durch die Positionierung der Nähte außen an der Finger- und Handkante wird ein extrem direktes Griffgefühl ermöglicht. Flex_Protection Neopren-Rubber Panele sorgen im Knöchelbereich für verbesserten Schutz gegen Äste und bei Stürzen.

Das Wissen über die Herstellung von Sonnenbrillen für den Wassersport fliesst auch in das Sortiment für Mountainbiker ein. Die RAM Bikebrille mit Split Frame, für den einfachen Austausch der Gläser, ist in drei unterschiedlichen Sets mit insgesamt fünf verschiedenen Gläsern erhältlich. Drei Gläser wurden zusammen mit der Firma Zeiss entwickelt. Sie bieten eine hervorragende Sicht bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen.

Für Ruhetage am Strand oder am Bergsee bietet ION auch eine breite Auswahl an Lifestyle-Bekleidung und Fashion-Sonnenbrillen. Mit der abwechslungsreichen Kollektion zielt ION auf den modebewussten Biker, der den Surf Spirit auch im alpinen Gelände ausleben will. Ganz nach dem Claim von ION – Surfing Elements.

ION – gegründet 2004 – ist Weltmarktführer für Neoprenanzüge & -Accessoires im Wakeboard, Kite- & Windsurfsport. ION steht für hochqualitative & -technische Produkte in einzigartig progressivem Design. 2013 übertrug ION diesen Ansatz erstmals auf zwei Räder, denn die zweite große Leidenschaft der Markengründer war schon immer der Mountainbikesport.

ion-products.com
facebook.com/ion.bike
instagram.com/ionactionsports
vimeo.com/channels/ionactionsports

Sam Hill

Einer der einflussreichsten Fahrer seit der Jahrtausendwende und einer der Besten überhaupt. Sam Hill hat den Sport mit seinem innovativen und inspirierenden Fahrstil mitgeprägt.

Auch wenn man ihn manchmal kaum versteht – sein australischer Akzent ist nicht leicht zu entziffern, zudem nuschelt er noch starkt – ist er einer der symphatischeren Fahrer im Rennzirkus, weil er auf dem Boden geblieben und authentisch ist. Man sieht ihn selten lachen, wenn überhaupt bekommt man ein breites Grinsen heraus. Also ein eher introvertierter und ruhiger Mensch. Auf dem Bike scheint jedoch ein anderer die Kontrolle zu haben: Wie kann man sich sonst den aggressiven Fahrstil und den Kampfgeist erklären? Seine Überlegenheit auf steilen und technischen Strecken macht ihn zu einem aussergewöhnlichen Fahrer.

Er hat den Ausdruck „Inside line“ praktisch erfunden, denn nur wenige können aus einer Downhillstrecke – dank einer gewagten Linienführung – mehr herausholen, als Sam Hill. An Stellen, wo die weltbesten Fahrer kämpfen, fliegt Sam an guten Tagen einfach vorbei oder drüber hinweg. Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. Verstehen kann man es trotzdem kaum. Dieses Video vom Direktvergleich in Méribel zwischen Loic Bruni und Sam macht es nachvollziehbar: http://www.redbull.com/en/bike/stories/1331673941819/head-to-head-bruni-vs-hill-in-m%C3%A9ribel

sam hill

Sam Hill – keine Partynudel – aber symphatisch

Bereits im jungen Alter von 18 Jahren (geb. 21. Juli 1985) erweckte er Aufsehen bei den Weltmeisterschaften in Lugano 2003. Er gewann den Junioren Weltmeistertitel mit einem Sturz und der drittbesten Tagesbestzeit – von allen Fahrern, also auch von der Elite. Wäre er nicht gestürzt, hätte er sogar Greg Minnaars Bestzeit der Pros geschlagen. Mit 18 Jahren!

Die MTB Legende Eric Carter sah Sam an diesem Tag zum ersten mal und meinte nur „Er war in einer Sektion so verdammt schnell, es war hart, steinig, matschig und rutschig, dass ich es gar nicht verstehen konnte… wie brachte er sein Bike da durch?“

Legende

Sam Hill lieferte 2007 in Champéry einen unvergesslichen Run.

Für die ersten 30 Fahrer war es ein normales, trockenes Rennen – wenn auch auf der anspruchsvollsten Strecke der Saison. Die Zeiten purzelten bis der Regen einsetzte. Die Strecke wurde regelrecht gefährlich und von den letzten Fahrern schaften es nicht mehr viele ohne Sturz ins Ziel, von einem Podestplatz ganz abgesehen.

Dann kam Sam Hills legendärer Lauf. Er fuhr dermassen losgelöst, punktgenau und schnell, dass er noch auf den zweiten Platz kam! Es wurde bestimmt noch an keinem Rennen der zweite Platz mehr gefeiert als der Sieg – dazu braucht man nur das Gesicht des Siegers Matti Lehikoinen anzuschauen, welcher nach Sams Lauf völlig perplex ist.

Comeback

In den letzten Jahren war es wieder etwas ruhig um den jungen Australier. Nach seinen Weltmeister Titeln 2006 und 2007 bei Ironhorse, dauerte es drei Jahre bis er mit Specialized 2010 erneut die UCI DH Weltmeisterschaft gewann. Dazwischen hatte er aber viele Erfolge im Weltcup, wo er regelmässig unter den Top 5 landete. 2013 kam aber dann der zweite Frühling: Mit dem Chain Reaction Cycles / Nukeproof Team belegte er wieder regelmässig Podestplätze, zweimal sogar auf dem Siegertreppchen. 2014 kam der Erfolg zurück – vermehrt konnte man ihn bei den Siegerehrungen sehen, wie wir in Méribel,  was aber noch beeindruckender war: Er fand zu seiner alten Form zurück und es machte wieder richtig Spass, ihm beim Fahren zuzuschauen.

sam hill

Sam Hill in Méribel 2014 – wieder on top!

Das ist auch das Besondere an Sam Hill: Es gibt inzwischen viele Weltklasse Fahrer, aber um aus der Menge herauszustechen, braucht es schon besondere Talente. Sam Hill besitzt einen einzigartig aggresiven Fahrstil und steckt – wenn es ein richtig guter Tag ist – die restlichen Fahrer in die Tasche.

Bei seinem Abschied von Specialized gab die Firma sogar noch ein Abschiedgeschenk in Form eines Dankesvideos. Diese Ehre wird bestimmt nicht allen Fahrern teil, aber wenn jemand einen Sport und ein Bike (Specialized Demo) dermassen beeinflusst, ist das wohl ehren

Wir hoffen, dass wir Sam Hill noch lange im Downhillzirkus sehen werden.

Sam Hill’s Facebook Seite

 

Szymon Godziek trägt den Sieg bei der neunten Ausgabe des White Style nach Hause. Ihm folgten mit Matt Jones auf dem zweiten und Daryl Brown auf dem dritten Platz zwei Briten. Neben dem massiven Slopestyle Kurs ließen es die Zuschauer beim Big (Shr)ED – Fat Bike Battle so richtig krachen. Zum Schluss rundete ein tolles Feuerwerk den Winterabend in Leogang ab.

Der junge Pole Szymon Godziek gewinnt den ersten Contest der Saison 2015 in Leogang. Sein Sieger-Run war voller technischer Tricks und gespickt mit abwechslungsreichen Moves. Zu den Highlights gehörten ein geschmeidiger Tailwhip, ein Backflip Barspin, ein Truckdriver vom Boner Log und zum krönenden Abschluss noch ein riesiger Backflip Tailwhip. “Ich bin so glücklich. Ich bin in letzter Zeit so viel Ski gefahren, dass ich kaum Zeit für das Training hatte. Aber der Kurs war großartig und ich hab’ mich richtig gut gefühlt. Das ist der beste Start in die FMB Saison 2015 für mich”. Jetzt geht es für den 23-jährigen erst einmal zurück nach Polen, wo er seinen Sieg und den Valentinstag gemeinsam mit seiner Verlobten feiert.

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Daryl Brown am White Style 2015 (Foto Christoph Laue)

Ihm dicht auf den Versen war der Brite Matt Jones, der seit kurzem zur Red Bull Familie gehört. Matt dominierte zwar Training und Qualifying, verfehlte den Sieg aber um Haaresbreite.  Zu seinem Run gehörten ein blitzsauberer 360 und ein technisch anspruchsvoller 360 Tailwhip, ein Backflip Tailwhip, ein Truckdriver vom Boner Log und ein riesiger Backflip Superman. Wenn der White Style die Richtung für die kommende Saison vorgibt, hat Matt Jones definitiv ein aufregendes Jahr vor sich. Obwohl er den Sieg knapp verfehlte, freute sich Matt über seinen zweiten Platz: „Ich rieche nach Champagner, das Leben ist also nicht so schlecht!“.

Nach seinem Sieg beim FISE China am Ende der vergangenen Saison startet Daryl Brown nun mit einem dritten Platz ins neue Jahr. Für den Briten könnte das der Beginn einer erfolgreichen Zeit werden. Diesmal konnte er leider nicht seinen Signature Trick, den One-hand Superman Seatgrab, auf den Schnee bringen. Aber er zeigte den Zuschauern einen Opposite Truckdriver und einen massiven Backflip Tuck No-hander.

Top Ten des White Style 2015:

1.  Godziek, Szymon POL
2.  Jones, Matt GBR
3.  Brown, Daryl GBR
4.  Knopf, Lukas GER
5.  Scholze, Nico GER
6.  Vencl, Jakub CZE
7.  Testa, Torquato ITA
8.  Gani, Mehdi FRA
9.  Walenta, Eric AUT
10. Tell, Adrian SWE

white style 2015

Szymon Godziek (Foto by Christoph Laue)

Zwischen dem Qualifying des White Style und dem Finale konnten die Zuschauer bei einem Fat Bike Dual Slalom Rennen selbst ihr Fahrkönnen auf Schnee zeigen. Das Big (Shr)ED – Fat Bike Battle war ein großartiger Erfolg und hielt das Publikum so richtig warm, während sich die Rider für das White Style Finale genau nebenan vorbereiteten. Einer der Athleten hatte dann auch allen Grund zu feiern, obwohl er es nicht aufs Podium schaffte. Der Franzose Mehdi Gani feierte seinen 26. Geburtstag in Leogang. Nach dem Qualifying kamen alle zusammen, um ihm alles Gute und eine tolle Saison 2015 zu wünschen.

Perfekt! Mit diesem Wort beschrieb Veranstalter Kornel Grundner den diesjährigen White Style. „Zweitausend Menschen kamen hierher, trotzten dem Winter und sahen hier in Leogang tolle Tricks von 20 Fahrern aus elf Nationen. Perfekte Tricks, ein perfekter Kurs und tolle Fans machten die einzigartige Atmosphäre und den perfekten Event aus. Der White Style war einfach perfekt!“.

Alle Infos zum White Style 2015 finden sich auch auf der offiziellen Facebook Fanpage: www.facebook.com/White.Style.Leogang

Bike Days 2015

Wichtigstes Velofestival der Schweiz zeigt alle Facetten des Zweirads

Mit ihrem dreitägigen Vollzeitprogramm begeistern die Bike Days tausende Veloverrückte jeder Generation von Jahr zu Jahr aufs Neue. Nach der bislang erfolgreichsten Austragung im vergangenen Jahr rüsten sich die Veranstalter bereits wieder für die kommende Ausgabe. Bike Days – das bedeutet einmal mehr spektakuläre und temporeiche Wettbewerbe sowie eine schweizweit einzigartige Velomarktübersicht.

bike days 2015 solothurn

Das Festivalgelände von oben

Zum siebten Mal finden die Bike Days in Solothurn statt. Die Stadt stellt ideale Bedingungen für die Austragung des nationalen Festivals dar. Einerseits ist sie zentral in der Schweiz gelegen, andererseits bietet sie genügend Platz für die diversen Wettbewerbe und die Publikumsmesse. Die autofreie Innenstadt und Solothurns Hausberg, der Weissenstein mit neueröffneter Seilbahn, bieten ein ideales Testgelände für die Messebesucher. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Bike Days einen Besucherrekord von 23’700 Zuschauern und zählten zahlreiche zufriedene Aussteller, Partner und Sponsoren, allen voran die Migros Aare, die seit vergangenem Jahr als Hauptsponsorin mit an Bord ist. Ob jung oder alt, Profisportler oder Amateur, hip oder klassisch – die Bike Days bieten Attraktionen für alle.

Wettkämpfe von internationaler Bedeutung

Auch international hat das Festival dank seiner Contests an Bedeutung gewonnen: Der MTB-Dirtjump ist seit mehreren Jahren Teil der Freeride Mountain Bike World Tour, kurz FMB World Tour. Am BMC Racing Cup messen sich Topathleten wie der aktuelle Weltmeister Julien Absalon aus Frankreich und der letztjährige Solothurn Sieger und Vize-Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz. Für den BMX-Flatland-Contest laufen Gespräche, dass Solothurn neben Köln (GER), Quebec (CAN) und New Orleans (USA) die Startetappe des BMX Flatland World Circuit wird. Weitere Wettbewerbe wie das Promirennen Öufi Cup, das Famigros Laufrad Rennen oder der Trial-Dual-Contest, ein Parallel-Parcours mit herausfordernden Elementen als Hindernisse, sorgen für entsprechende Unterhaltung der Zuschauer.

Neue Trends, Testbikes und Workshops

Nebst den Wettbewerben bildet die Publikumsmesse den zweiten Schwerpunkt der Bike Days. Diese bietet mit rund 120 Ausstellern und 300 Marken eine umfangreiche Palette an Informationsständen. Die neusten Trends und Entwicklungen aus der Velobranche werden präsentiert. Zusätzlich stellen verschiedene Destination aus dem In- und Ausland ihre Tourismus- und Freizeitangebote für Biker und Velofahrer vor.
Die Besucher profitieren von fachkundiger Beratung und diversen Workshops. Verschiedenste Modelle – von E-Bike über Mountain-, Downhill- bis Citybike – können von den Besuchern getestet werden. Nebst vielen anderen dürfen an der Publikumsmesse zwei Trends auf keinen Fall fehlen – der eine ist wohl bekannt, der andere brandneu: E-Bike und Fatbike.

bike days 2014 solothurn

Neuer Trend aus Übersee: Fatbike

Was für Laien aussieht wie ein Velo mit Monsterpneu ist tatsächlich der aktuellste Trend aus Übersee. Fast 5 Zoll breit sind seine Reifen. Sie ermöglichen Velofahren im Schnee oder auf Sand, sind aber auch stadttauglich. So oder so versprechen sie ein neues, einzigartiges Fahrgefühl. Langsam aber sicher zieht der Fatbike-Trend auch in der Schweiz an. Hiesige Fachhändler, die bereits Fatbikes im Angebot haben, sind überzeugt, dass sich der Trend langfristig halten wird. An den Bike Days 2015 werden verschiedene Fatbikes zu sehen und zu testen sein.

Ein Trend entwickelt sich weiter: E-Bike ist nicht gleich E-Bike

Aber nicht jeder Trend muss brandneu sein. E-Bikes sind seit mehreren Jahren an den Bike Days präsent und noch immer hoch aktuell. Die Anzahl an E-Bike-Marken und E-Bike-Typen steigt stetig. Zahlreiche Neuerungen werden für die Saison 2015 erwartet. Längst ist ein E-Bike mehr als nur ein E-Bike. Unterschiedlichste Modelle für unterschiedlichste Einsatzzwecke sind auf dem Markt erhältlich. Das Angebot reicht von E-Mountainbike über Kompakt-E-Bikes bis zum E-Lastenrad – in Grossstädten ein beliebter Ersatz für den PKW als Transportmittel. Somit wird das E-Bike auch an den Bike Days 2015 stark vertreten sein.

Erstmals an den Bike Days: Bikelovers Contest

Der jährliche Blikelovers Contest findet dieses Jahr erstmals im Rahmen der Bike Days statt. Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto «das Schnellste». Gesucht sind pedalgetriebene, handgebaute Fahrräder, welche auf Geschwindigkeit optimiert sind.

Bike Days 2015: 8. – 10. Mai

Weitere Informationen: www.bikedays.ch oder www.facebook.com/bikedays

Auch wenn draussen noch tiefster Winter herrscht, die nächste Bikesaison ist nicht mehr fern. Wenn Du Deine Skills aufpolieren möchtest oder mehr Sicherheit auf dem Bike suchst, dann ist unser Fahrtechnikkurs genau das richtige für Dich.

Wir bringen Dir die unerlässlichen Basics bei, helfen Dir Dich zu entwickeln, Deine Ängste zu überwinden oder an den Feinheiten zu schleifen. Know-How, Motorik, Methodik – bei uns werden sämtliche Aspekte in Betracht gezogen und transparent vermittelt. Unsere Coaches haben jahrelange Erfahrung und können auch fortgeschrittenen Fahrern noch einiges beibringen – man hat schliesslich nie ausgelernt.

Unsere Lernprozesse sind spielerisch aufgebaut und beeinhalten sämtliche Abläufe, um Dich auf dem Bike deutlich vorwärts zu bringen. Nebst vielen Praxistipps gibt es eine Menge theoretisches Wissen und eingehende Übungen zu Kurventechniken, Bremstechniken, Balance, Linienwahl, aktives Fahren, Drop- und Sprungtechniken.

Unsere Kurse sind zweiteilig: Am Vormittag üben wir im flachen Gelände an Hindernissen und Treppen. Dies dient dazu, das Verständnis und die Motorik in einem einfachen Umfeld aufzubauen. Am Nachmittag werden wir zu einem Trail geshuttelt, wo wir das frisch erworbene Wissen und die neu gelernten Abläufe sofort in die Praxis umsetzen können. Auf dem Trail vertiefen wir uns dann auch in die einzelnen Themen und gehen auf Deine Anforderungen und Wünsche ein. Das ist ein zentraler Punkt unserer Kurse: Wir gehen auf jeden einzelnen Teilnehmer ein und versuchen die grössten Schwächen auszumerzen und die Stärken weiter zu verbessern. Aus diesem Grund ist es auch nicht sehr wichtig, welches Fahrniveau Du hast – Wir gehen alles Schritt für Schritt an, stecken für jeden Fahrer eigene Ziele und überfordern niemanden. Die Lernkurve ist natürlich immer individuell, aber bei jedem Teilnehmer deutlich sichtbar. Dies ist unser grösster Lohn: Die vielen „YESSSS!“-Erlebnisse der Kursteilnehmer und die zufriedenen grinsenden Gesichter am Ende des Tages.

Deshalb freuen wir uns, Dir auch für dieses Jahr vier Termine für unsere Kurse verkünden zu dürfen. Viele Plätze sind bereits im Voraus reserviert und wir beschränken die Teilnehmerzahl auf 8 Personen. Deshalb nicht lange überlegen, sondern gleich anmelden auf bikekurs@flowzone.ch

Bei der Anmeldung bitten wir um folgende Angaben: Vollständige Adresse, Telefonnummer, Infos zu Deinem Bike, Kurzbeschrieb Deiner Erfahrungen.

Allgemeine Infos

Die Kurse finden immer am Samstag statt, die Kursdauer beträgt ungefähr 8 Stunden (von 9.00 bis 17.00). Für den Vormittag empfiehlt sich ein leichtes und agiles Bike, da wir sehr viel rumhüpfen und intensiv üben werden, dafür sind Downhillbikes schlecht geeignet, genauso wie ein Integralhelm. Schoner, Handschuhe und Schalenhelm sind jedoch sehr wünschenswert. Versicherung ist Sache der Teilnehmer.

Wir befördern Dich am Nachmittag mit einem Shuttle an den Start des Trails. Dies bedeutet nicht, dass dies ein Downhill-Kurs ist. Mit der Shuttlefahrt sparen wir unsere Kräfte, um sie auf dem Trail gezielt einsetzen zu können. Der Trail ist ein mehrheitlich naturbelassener Wanderweg, mit den nötigen Elementen, um die praktischen Übungen umzusetzen: Wechselnde Untergründe, Absätze, Wurzeln und Steine, enge und auch steile Stellen und Kurven. Es gibt immer alternative Routen, so dass sich niemand zu etwas zwingen muss.

Der Preis für die Teilnahme am Kurs beträgt CHF 120.-. Darin enthalten ist eine kleine Verpflegung am Mittag, Getränke, mind. eine Shuttlefahrt (FRT Freeridetours.ch) und zwei Coaches.

Alle Details gibt es auf unserer Bikekurs Seite

Bikekurs Termine 2015

Samstag, 28. März 2015 (Verschiebedatum Samstag 4. April 2015)

Samstag, 11. April 2015 (Verschiebedatum Samstag, 18. April 2015)

Samstag, 16. Mai 2015 (Verschiebedatum Samstag 23. Mai 2015)

Samstag, 30. Mai 2015 (Verschiebedatum Samstag 6. Juni 2015)

Fotos von unseren letzten Kursen

Alle Infos zum Kurs und die Anmeldung: Bikekurs

Wir haben schon viele Fotos, Berichte und Videos zum Adidas Slopestyle in Saalbach/Hinterglemm erstellt, doch seit 2008 ist es biketechnisch ruhig geworden um die kleine Tourismusgemeinde.

Mit Glemmride kommt Saalbach im Juli 2015 wieder zurück in den Mountainbike Eventkalender und zwar grösser als je zuvor. Ein regelrechtes Festival ist geplant, mit Live Music Acts, vielen Side Events wie Fahrtechnikkursen und Biketests und dem legendären Slopestyle Rennen am Goassstall Hang.

glemmride festival

Hier die Events im Überblick:

Slopestyle

2015 wird es einen Slopestyle Kurs geben, der sich sehen lassen kann. Er führt über den legendären „Goaßstall-Hang“, auf dem auch schon der Adidas Slopestyle ausgetragen wurde, und geht über in einen Urban-Freeride-Parcours über die Dächer von Hinterglemm.

Downhill

Auf der Pro-Line am Reiterkogel mit Zieleinlauf direkt ins Festivalgelände kämpfen eingefleischte Racer und Hobby-Sportler um den Sieg und lassen sich vom Publikum ordentlich feiern!

Kids Downhill

Bei uns kommen auch die Nachwuchstalente ganz groß raus. Auf der gleichen Strecke wie die Großen fahren auch die Jungen um den Sieg.

Expo mit Testen & Touren

Rund 50 Aussteller sorgen im Expo Gelände dafür, dass ihr die Möglichkeit habt Neuheiten der Bike Industrie zu bestaunen und zu testen.

Ride with the Pros

Profis hautnah erleben! Über das Wochenende verteilt werden geführte Touren und Fahrtechnikkurse von Profis der Mountainbike-Szene angeboten.

Party & Sound

DJs, Rock– und Punk-Bands sowie Hip Hop Sessions machen das Festival zu einem einmaligen Erlebnis.
Neben Open Air Stages kann in den verschiedenen Bars und Clubs wahlweise zu einem Genre gefeiert werden.

Glemmride Programm

Donnerstag, 02. Juli 2015

21:00 Uhr Welcome Party mit DJ

Freitag, 03. Juli 2015

10:00 – 17:00 Uhr Testen & Touren
11:00 Uhr Ride with the Pro (Treffpunkt Expo)
14:00 Uhr Ride with the Pro (Treffpunkt Expo)
21:00 Uhr Live Act am Festplatz
anschließend Partys in div. Locations

 Samstag, 04. Juli 2015

10:00 – 17:00 Uhr Testen & Touren
12:00 – 15:30 Uhr Welcome Party mit DJ
11:00 Uhr Ride with the Pro (Treffpunkt Expo)
13:00 Uhr Girls Train – Hacklberg Trail (Treffpunkt Schattberg X-Press Talstation)
14:00 Uhr Downhill Qualifikation
14:00 Uhr Ride with the Pro (Treffpunkt Expo)
16:00 – 17:00 Uhr Slopestyle Qualifications
17:00 Uhr Live Act
18:00 – 19:30 Uhr Slopestyle Finals
anschließend Siegerehrung Slopestyle
20:30 Uhr Dog Eat Dog Live
anschließend official After-Contest Party

 Sonntag, 05. Juli 2015

10:00 – 15:00 Uhr Testen & Touren
13:30 Uhr Kids DH Finals
14:00 Uhr Downhill Finals
anschließend Siegerehrung

Als kleiner Reminder noch unser Video vom Adidas Slopestyle 2008 in Saalbach/Hinterglemm

www.glemmride.at

Du hast Dich bereits mit den Grundlagen der Fotografie auseinandergesetzt und Begriffe wie ISO, Blende und Verschlusszeiten sind Dir bekannt? Dir ist zu diesem Zeitpunkt vielleicht klar geworden, dass das noch immer nicht genügt für das perfekte Foto. Der Grund liegt darin, dass die Kamera nur ein Werkzeug darstellt – was daraus entsteht, ist ein Resultat Deines Könnens und Deiner Kreativität.

Früher neigte ich dazu, die technischen Aspekte der Fotografie in den Vordergrund zu stellen. Zuerst kaufte ich mir eine teure Kamera und erhoffte mir gute Fotos. Danach erlernte ich die technischen Feinheiten der Kamera und erhoffte mir gute Fotos. Das machen scheinbar viele Anfänger. In Wirklichkeit ist es aber wie bei der Musik: Ein hochwertiges Instrument und dessen Beherrschung machen noch keine Kunst – Kreativität ist der zündende Funke.

Deshalb gibt’s heute ein paar Anregungen, um über den Tellerrand zu schauen und Dir ein paar Ideen zu geben, was Du in Zukunft zusätzlich beachten könntest.

Bildwirkung

Ein Bikefoto sollte keine Dokumentation sein. Eine Szene aus der gewöhnlichen Sicht des Menschen zu portraitieren kommt beim Betrachter nicht sonderlich gut an, weil er das in den meisten Fällen bereits kennt. Nichts spricht gegen ein Erinnerungsfoto, aber auch das will inhaltlich ansprechend sein.

Fotos sind dazu da, dem Betrachter zu gefallen. Du solltest Dich also in den Betrachter hinein versetzen: Du konsumierst ebenfalls Bilder und musst Dich dabei nur darauf achten, was Dir selbst gefällt – was Dich fasziniert und mitreisst. Studiere die unterschiedlichen Bildwirkungen und deren technischen Hintergründe. Beim Anschauen eines Fotos geschieht vieles unterbewusst, der Fotograf muss diese unterschwelligen Kriterien aber auch bewusst wahrnehmen können. Das Wort ‚Sehtraining‘ beschreibt es am treffendsten.

Die Sicht des Betrachters einzunehmen ist deshalb so wichtig, weil der Betrachter nicht die Sicht des Fotografen einnehmen kann. Ihm sind die Denkweisen und Techniken der Fotografie fremd, welche sein Gefühl durch die Bildwirkung bestimmen. (Lektüre: Bildgestaltung von Andreas Hurni)

Die Herausforderung liegt im ständigen Wechsel zwischen den technischen und künstlerischen Betrachtungsweisen eines Fotos. Die unvoreingenommene Begeisterung für ein Foto verschwindet, wenn man es bis ins kleinste Detail seziert hat. Die Bildwirkung lässt nach.

Praxistipp: Fremde Fotos kritisch zu betrachten ist die einfachste Art, um in der Fotografie weiterzukommen.

Inhalt

Heute sind die Präferenzen der Masse in Bezug auf Sportfotos weitestgehend bekannt. Viele Studien wurden über das Thema abgefasst und das Resultat lässt sich in zwei Worte zusammenfassen: Emotion und Aktion. (Videotipp: Scott Kelby – Tips for shooting Sports)

Lerne von anderen Sportarten: Welche Fotos siehst Du in Zeitungen und Magazinen? Einen euphorischen Torschützen gleich nach seinem Siegestreffer. Schreiende Fans auf der Tribüne. Zu Tode betrübte Fussballer kurz nach dem Schlusspfiff. Diese Aufnahmen machen ungefähr die Hälfte der besten Sport-Fotos aus. Die Leute wollen Emotionen sehen: Lachende, weinende, enttäuschte Gesichter die eine Story erzählen.

Der Bereich Action ist natürlich nicht zu unterschätzen, aber es gilt: Weniger ist mehr. Man sieht sich nicht gerne viele ähnliche Bilder an – dem Betrachter wird schnell langweilig und das wertet ein einzelnes gutes Foto sogar noch ab. Drei bis vier ausgesuchte Fotos erzielen eine intensivere Wirkung und machen Lust auf mehr. Wichtig ist die Abwechslung.

Praxistipp: Du bist mit Freunden unterwegs? Dann mach nicht nur Fotos von ihnen auf dem Bike, sondern auch vor und gleich nach dem Biken. Meistens sind die Emotionen direkt nach einem Ride so gross, dass die Fahrer ein breites Grinsen im Gesicht haben – halte das ebenfalls fest.
Du bist an Events? Dann vergiss nicht die Menge zu fotografieren. Einzelne interessante Zuschauer oder eine Meute von kreischenden Fans sind immer wieder lohnende Modelle. Auch nach den emotionalen Momenten des Events suchen: Ist die Zieldurchfahrt wichtiger oder der Augenblick, wenn der Gewinner die Siegesfaust in die Höhe streckt?

Komposition

Kreativität und die Freude an Experimenten sind hier gefragt. Je mehr Du ausprobierst, desto mehr wirst Du lernen. Versuche das Besondere zu erfassen und in den Mittelpunkt zu rücken. Die technischen Möglichkeiten Deiner Ausrüstung sind nur ein Mittel dafür.

Nah und Fern

Ein 50mm Objektiv an einer Vollformat Kamera entspricht etwa einem 46° Blickwinkel und somit dem menschlichen Auge. Versuche solche Aufnahmen zu vermeiden, da sie lediglich wiedergeben, was wir selber millionenfach kennen. Geh nah heran und versuche Momente einzufangen, welche man von blossem Auge nicht sieht.

Eine Nahaufnahme von einem angestrengten Gesicht, eingefroren mitten in der Fahrt, ist interessanter, als ein mässiger Jump vom Streckenrand abgelichtet. Dann doch lieber einen ansehnlichen Sprung mit Weitwinkel fotografieren, damit man die Dimensionen sieht. Wichtig ist es, etwas Sehenswertes zu vermitteln.

Hell und Dunkel

Eine Kamera macht mit Standardeinstellungen ein Bild mit einem durchschnittlichen Farbwert von 18% Grau, habe ich mal gelesen. Das schreit förmlich nach Langeweile! Versuche bei Deinen Fotos das Besondere festzuhalten und vergiss den Rest. Als Anfänger versuchte ich krampfhaft alles richtig zu machen: Nicht zu dunkel, nicht zu hell, immer schön alle Einstellungen beachten und wehe es war mal etwas nicht ganz scharf. Alles nur technische Aspekte, die den Endbetrachter weniger interessieren – dem ungeschulten Auge fällt es nicht einmal auf.

Wenn es der Bildwirkung dient, darf man sich getrost über sämtliche Regeln hinweg setzen.

Risikobereitschaft ist gefragt: Experimentiere herum und versuch auch mal ganz neue Ansätze. Ein überbelichtetes Waldstück mit einem verschwommenen Geisterfahrer. Warum nicht? Ein dunkles Waldstück, wo nur ein paar wenige Sonnenstrahlen auf den Biker scheinen? Hauptsache nichts Gewöhnliches.

Solange Du ohne ein Ziel abdrückst, wirst Du nichts anderes erhalten, als eine Momentaufnahme aus Deiner Sicht – solange Du nicht das Aussergewöhnliche suchst, wirst Du es auch nicht fotografieren.

Oben und Unten, Hinten und Vorne..

Fotografiere das, was man sonst nicht sieht. Nicht aus der Sicht des normalen Zuschauers am Streckenrand, sondern etwas Besonderes: Aus der Vogel- oder Froschperspektive, extrem rein gezoomt oder so weitwinklig wie möglich. Leg Dich auf den Boden oder steig auf einen Baum, wenn es nötig ist.

Hilfreiche Techniken

Der Sportfotografie sind technische Grenzen gesetzt: Die verspielten HDRs der Landschafts- und Architektur-Fotografie kann man bei der Actionfotografie nur bedingt umsetzen. Das Geschehen ist oft zu schnell und der technischen Ausstattung sind Grenzen gesetzt. Auch die aussergewöhnlichen Effekte von Makros kann man in dieser Sparte schlecht nutzen. Sehr häufig findet man jedoch Parallelen zur Portraitfotografie und davon solltest Du profitieren. Eines der höchsten Gebote dabei: Das Objekt vom Hintergrund abheben.

Nachfolgend einige Techniken, wie Du dies erreichen kannst:

Mitzieher

Mitzieher sind eine besondere Technik, welche vor allem im Rennsport viel Anwendung finden. Indem man dem Fahrer mit einer längeren Belichtungszeit folgt, kann man ihn scharf abbilden und den Hintergrund verwischen, was zusätzlich das Tempo gut vermittelt. Beim Biken bedeutet dies: Von der Seite knippsen und mit einer Belichtungszeit von ungefähr 1/50 Sekunde arbeiten (je nach Tempo). Die etwas längere Belichtungszeit hat den Vorteil, dass man mehr Licht einfangen kann, falls die Bedingungen mal ganz schlecht sind. Das Ergebnis wird erst mit viel Übung gut – der Ausschuss ist riesig.

Wenig Tiefenschärfe

Wenig Tiefenschärfe ist das beste Mittel, um ein Objekt vom Hintergrund abzuheben. Durch eine grosse Blende, wird nur ein kleiner Bereich des Bildes scharf – Vordergrund und Hintergrund rahmen das Objekt mit sanften Konturen ein, was für das menschliche Auge als angenehm empfunden wird.

Beim Sport sollte das Objektiv also eine Blende von f2.8 bis mindestens f4 erreichen können, damit eine angenehme Unschärfe erreicht wird. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass viel Licht auf den Sensor trifft und man deshalb mit niedrigen ISO-Werten und kurzen Belichtungszeiten arbeiten kann, was gleichbedeutend mit wenig Bildrauschen und Bewegungsunschärfe ist.

Bildgestaltung

Es gibt viele sogenannte Regeln für die Bildgestaltung und es ist von Vorteil, dass man sich damit beschäftigt. Nicht aus jenem Grund, dass man alles so machen muss, wie es als scheinbar optimal angesehen wird. Es geht vielmehr darum, dass man die Möglichkeiten kennt und sich bewusst für oder gegen eine Gestaltungstechnik entscheidet. Auf der Suche nach mehr Kreativität ist es allemal hilfreich. (Geometrie von Andreas Hurni)

Praxistipp: Halte die Kamera nicht nur im Hoch- oder Querformat. Das mag in anderen Bereichen der Fotografie wichtig sein, aber wenn man Dynamik und Bewegung vermitteln will, kann eine schief gestellte Aufnahme sehr hilfreich sein. Noch einfacher: Versuche bei Bildern mit mangelnder Bildwirkung nachträglich mal an der Ausrichtung zu schrauben, manchmal wirkt das Wunder.

Praxistipps

Kamera kennen: Du musst Deine Kamera praktisch im Schlaf benutzen können. Die Bewegungen müssen automatisiert sein, damit Du Dich wohl fühlst. Da hilft nur sehr viel Übung und Know-How. Unser Ein-mal-Eins hilft Dir über die ersten Hürden.

Experimentieren: Es ist ein Fluch und man kommt manchmal mit nur einer Handvoll guter Fotos nach Hause – aber der Lernfaktor ist riesig. Immer wenn Dir die Ideen ausgehen oder die Bedingungen ungünstig sind, solltest Du etwas riskieren.

Ganz nah ran: Dem Betrachter gefällt es besonders gut, wenn er das Gefühl bekommt, ganz nah am Geschehen zu sein.

Auf den Boden: Geh in die Knie oder leg dich komplett auf den Boden. Somit kannst Du mehr vom Trail ins Bild nehmen, die Tiefenschärfe kommt oft deutlicher zur Geltung, der Fahrer sieht grösser und dadurch aktiver aus. Viele Vorteile mit nur einer kleinen Bewegung. Grundsätzlich gilt: Suche einen ungewöhnlichen Blickwinkel.

Tiefe schaffen: Nimm etwas Unscharfes in den Vordergrund des Bildes, das den Fahrer oder die Szene umrahmt – dadurch schaffst Du räumliche Tiefe und das Bild gestaltet sich automatisch interessanter. Beim Biken bieten sich da Pflanzen und Bäume gut an.

Objekt hervorheben: Beim Biken ist man oft im Wald und die vielen Bäume, Blätter und Äste sind manchmal ein schlechter Hintergrund für ein gutes Foto. Deshalb ist es wichtig, den Hintergrund mit Bedacht auszuwählen und bewusst zu manipulieren – mit einer offenen Blende oder einem Mitzieher beispielsweise. Eine weitere gute Möglichkeit ist es, aus grosser Entfernung mit einem Tele zu fotografieren, da dann weniger vom Hintergrund zu sehen ist.

Schau über den Tellerrand: In anderen Bereichen der Fotografie kannst Du wichtige gestalterische Techniken lernen, welche auch bei der Sportfotografie nützlich sind.

 

Nützliche Quellen:

Behind the Lens – Pinkbike Fotografen zeigen ihre Arbeiten

Sportknipser – Einführung in die Sportfotografie

Bike Fotografie 1-mal-1

Bike Fotografie: Fokus und Schärfe

 

Ich hoffe meine Anregungen konnten Dich inspirieren.