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An einem nebligen Sonntag schrieb ich unseren Jungs und Mädels ein SMS, dass wir uns am Gütsch treffen wollen. Kurz darauf standen 3 Fotografen mit kompletter Ausrüstung und ein halbes Dutzend Biker am Start! Etwas unerwartet waren jedoch die gut und gerne 15 weiteren Biker, die wir dort oben getroffen haben. Freeriding in Lucerne is getting BIG!

Ein paar Locals, ein paar Biker aus Schwyz und Zug und die übliche Zuschauerschar der Passanten waren wohl gleichermassen überrascht über den Andrang. Es ist jedoch nicht verwunderlich, denn die Strecke – die nun gute 5 Jahre praktisch Brach lag – ist in einem hervorragenden Zustand. Die Jungs der Freeride-Connection haben ganze Arbeit geleistet. Der bestehende Double wurde massig erweitert und die mikrigen Anlieger wurden allesamt mächtig ausgebaut. Die Strecke ist zwar höchstens zu einem Drittel zu Ende gestellt, aber was nun dort steht, ist eine Augenweide. So flüssig und schön zu Fahren war der Gütsch noch nie!

gigeliwald gütsch trail luzern bike downhill

Ich liebe die Spielereien, die man mit einem Funkblitz machen kann!

Ein quer liegender Baum wurde zu einem Tree-Gap umgebaut und weiter oben wurde ein saftiger Table hingestellt. Die Hindernisse sind anfängerfreundlich und bieten somit auch den etwas unsicheren Ridern die Möglichkeit, sich zu überwinden und schnell Fortschritte zu machen. Der versammelten Bikeschar schien es auf jeden Fall mächtig Spass gemacht zu haben. Die etwas versierteren und sprungfreudigeren Biker waren jedoch relativ schnell am Anschlag. Der Table wurde um gut 2 Meter übersprungen (Voll ins Flat – Bääääm!) und die Landung des Tree-Gaps war bald einmal zu kurz. Das hielt jedoch keinen vom Fahren ab und so wurde bis in die späten Abendstunden gerockt.

gigeliwald gütsch trail bike downhill luzern

Kägi beim Tree-Gap.

Zeitweise versammelten sich bis zu 20 Biker um den oberen Table und genossen den schönen Sonntag Nachmittag bei warmen und kalten Getränken, viel Fachsimpeln und der gelegentlichen „Kräuter-Zigarette“. Sowas gabs am Gütsch definitiv auch noch nie! Naja, das mit den Getränken und den Tüten schon, aber dass so viele Biker den Weg dorthin gefunden haben, ist schon eindrücklich! Langsam aber sicher wird der Gütsch zu einer ernstzunehmenden Freeride-Strecke mit Suchtfaktor.

gigeliwald gütsch bike trail downhill luzern

Der untere Double wurde schön ausgebaut. Sowohl Anfahrt als auch Landung sind erste Sahne. Daneben gibt es eine Chickenline mit kleinem Kicker.

Positive Bilanz: Keine Verletzungen, keine nennenswerten Zwischenfälle, kein Abfall liegen geblieben, viele gute Fotos geschossen und einen wirklich geilen und unterhaltsamen Nachmittag auf einer hammergeilen Strecke verbracht, die praktisch mitten in der Stadt steht. Yaay! Danke nochmals an die Freeride-Connection. Bloss nicht nachlassen Mädels! Ihr habt unseren Dank und ein viele grosse Biere verdient.

gütsch gigeliwald bike trail luzern downhill

Einer von vielen Biketouristen, die sich an diesem Tag für den Gütsch entschieden haben. Das hat bestimmt keiner bereut.

PS: Naja, einen unglücklichen Zwischenfall hätte es doch noch fast gegeben. Beim allerletzten Sprung an diesem Tag kam der Herr Leiser (Interbike Shop Luzern) beim Absprung etwas schräg und mähte mich nach der Landung nahezu um. Mit einem Reaktionsvermögen à la Ultraman konnte ich mich in letzter Sekunde noch retten.

Hier der Link zu den Bildern

Ich habe noch ein paar unbearbeitete Bilder, die etwas mehr Zuneigung und Zeit benötigen und mein Arbeitskollege wird mir bis nächste Woche auch noch ein paar Fotos zukommen lassen. STAY TUNED!

gütsch gigeliwald bike trail luzern downhill

Der grosse Table im mittleren Streckenabschnitt

Avid Juicy Seven

Preis CHF 200.-
Gewicht ab 400 Gramm
Website http://sram.com/en/avid/hydraulicdiscbrakes/juicyseven.php

Nun fahre ich schon seit einem guten halben Jahr mit Avid Juicy Seven und bin von der Einstellungsmöglichkeiten und der brachialen Bremskraft mehr als überzeugt.

Jahrelang war ich mit den Hayes MAGs oder HFX 9 unterwegs und hatte eigentlich nichts zu beklagen. Ich war vor Allem von der Wartungsfreiheit und der durchgehend konstanten Leistung der Bremse begeistert. Das Wechseln der Beläge war sogar auf dem Trail sehr einfach durchführbar und an Überhitzung litt sie eigentlich nur bei sehr langen und technischen Abfahrten. Was mir jedoch erst seit der neuen Bremse auffällt: Es fehlte die Bremspower.

Seit ich die Juicys montiert habe (vorne 200mm, hinten 180mm), muss ich nie mehr als einen Finger zum Bremsen frei haben und die Bremskraft reicht in allen Situationen völlig aus. Dadurch verbesserte sich natürlich auch die Kontrolle und die Dosierung der Bremse. Egal wie steil es ist, egal was für einen Speed ich an den Tag lege, die Juicys halten immer mit. Da die Bremsen eines der wichtigsten Komponenten an einem Bike darstellen und in kritischen Situationen den Unterschied zwischen Nothalt und Abflug ausmachen, gibt es hier nur einen kleinen Spielraum und keinen Platz für Kompromisse.

Technik - Avid Juicy Seven

Jedoch gibt es auch bei dieser Bremse einige negative Aspekte. Rein subjektiv habe ich das Gefühl, dass sich die Bremsbeläge schneller abnutzen, als bei früheren Bremsen. Die vorderen Beläge musste ich bereits einmal auswechseln, die hinteren schon zum zweiten Mal. Vielleicht lag das an den Originalbelägen, die scheinbar nicht das gelbe vom Ei sind. Hinten hatte ich zuerst auf die SwissStop gewechselt, die sich jedoch auch relativ schnell abnutzten. Nun habe ich KoolStop-Beläge drin und bin nicht nur von der besseren Verzögerung überzeugt, sondern auch von deren Langlebigkeit.

Ein ebenfalls viel gehörtes Manko dieser Bremsen, ist das sogenannte „Brems-Rubbeln“. Vorallem vorne stottern die Bremsen unglaublich stark, wenn ich mit viel Speed auf ebenem Untergrund abbremse. Dies war vor dem Wechsel der Original-Beläge sehr ausgeprägt und lästig, seit ich diese gewechselt habe, hat sich das Rubbeln zwar vermindert, ist aber immernoch vorhanden. Auf dem Trail selbst konnte ich das Phänomen noch nicht feststellen, aber dort bremse ich ja auch nicht so hart 😉

Technik - Avid Juicy Seven

Was ich ausserdem bemängeln muss, ist die lästige Fummelei beim Wechseln der Beläge. Bei den Hayes konnte man die Beläge mit den Fingern rausziehen und die neuen Beläge ebenfalls ohne Werkzeug wieder einsetzen. Bei den Avid ist dies definitiv nicht mehr der Fall. Sogar mit der Zange lassen sich die Beläge kaum herausnehmen und sie wieder einzusetzen ist ein Albtraum. Zuerst eine Feder zwischen die Beläge zu klemmen, die Kolben komplett herauszudrücken und dann beide Beläge gleichzeitig zu platzieren ist einfach fummelig, lästig und nervig. Da müssen die Entwickler definitiv noch etwas brauchbares hinzaubern. Der Ölwechsel scheint einigermassen unkompliziert zu sein, leider habe ich diesbezüglich noch keine Erfahrungswerte vorzuweisen.

Abgesehen von diesen zwei negativen Aspekten (die nicht zwingend bei jeder Bremse auftreten müssen), gibt es an diesen Stoppern absolut nichts zu bemängeln. Brachiale Bremspower, zuverlässige Performance, perfekte Einstellmöglichkeiten und eine supersofte Dosierung. Ich möchte defintiv nicht mehr auf eine Hayes zurückwechseln und gebe meine Juicys nicht so schnell wieder her. Der Preis ist absolut gerechtfertigt und die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen.

Technik - Avid Juicy Seven

Das kleine rote Rädchen muss natürlich auch erwähnt werden. Mit ein paar wenigen Drehungen lässt sich damit nämlich der Bremshebel und somit auch der Druckpunkt näher an den Lenker nehmen. Wer seinen Druckpunkt noch immer etwa einen halben Meter vom Lenker weg hat, soll ihn mal probehalber etwas näher an den Lenker rücken. Abgesehen davon, dass man dann mehr Kraft im Brems-Finger hat, ist auch der Halt am Lenker viel angenehmer und kräftesparender. Aber das ist und bleibt wohl Geschmackssache…

Die Bremshebel sind meiner Meinung nach sehr ergonomisch und liegen sehr gut in der Hand. Der Vorteil, einen Finger mehr am Lenker zu haben, ist sowieso unbezahlbar! Auch die lästigen und ermüdenden Schmerzen in den Fingern nach jeder Abfahrt fallen weg und der Biker kann sich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Mein Tipp: Ausprobieren! Vorallem die Hayes-Fahrer werden das Mehr an Bremskraft zu schätzen wissen.

Edit: Die Anpassungen, welche ich am Text vorgenommen habe liegen am Erfahrungswert über 2 Saisons Nach vielen Abfahrten neigt die Bremse leider zu Fading und lässt den Fahrer im Stich. Muss wohl oder übel noch was besseres suchen…

Meine aktuelle Einstellung (2013) lautet: Avid? Nein Danke!

Die erste und einzige deutsche Mountainbike Street Contest Serie geht in die dritte Runde. Los geht’s mit der Klassenfahrt vom 2. bis 5. Januar nach Barcelona. Mitfahren kann jeder, allerdings ist die Teilnehmerzahl wieder auf 50 Personen begrenzt – von daher: Wer am schnellsten ist, fährt mit!

MRM - Klassenfahrt nach Barcelona
MRM - Klassenfahrt nach Barcelona

Die Anmeldung könnt ihr euch ab jetzt unter www.mtb-rider.net/html/article442.html runterladen.
Kostenpunkt: 200,- EUR pro Person – enthält Startgeld, Reisekosten und Übernachtung.

Weitere Stationen der Homegrown Tour 2008 sind:
Sa, 19. Januar: Wuppertal, Wicked Woods
Sa, 2. Februar: Aurich, Playground Skatehall
Sa, 16. Februar: München/Emmering, Tretlagerhalle.

MRM - Klassenfahrt nach Barcelona

Jeder, der in Sachen Street etwas zu bieten hat oder einfach Spaß am heizen hat, kann mitmachen, die Tour ist sowohl für Pros als auch für Amateurfahrer gedacht. Wie in den Vorjahren gibt es zum Aufwärmen ab 10.00 Uhr eine Streetjam, gegen Abend startet dann der Contest, bei dem Preise wie ein Giant STP mit SRAM, RockShox, Avid und Truvativ Ausstattung sowie coole Sombrio-Klamotten winken.

Startgeld:
20 Euro pro Contest
Anmeldung vorab (www.mtb-rider.net) oder vor Ort möglich.

MRM - Klassenfahrt nach Barcelona

Weitere Infos unter www.mtb-rider.net
und myspace.com/mountainbikeridermagazine

Copyright Fotos: Martin Donat

MRM - Klassenfahrt nach Barcelona

Link: http://www.mtb-rider.net

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ContactEs ist wieder einmal Zeit für einen kurzen knappen Blick auf das Geschehen bei uns.

Wie viele bestimmt schon festgestellt haben, hat sich unsere Bildervorschau gravierend verbessert. Früher öffnete sich jedes Mal ein eigenes Fenster – welches dann zwar mittig platziert und in der Grösse angepasst wurde – aber nie wirklich das Gelbe vom Ei war. Mit einem Popup-Blocker war der Ärger im wahrsten Sinne des Wortes bereits vorprogrammiert.

Neu wird das angeklickte Bild im selben Fenster angezeigt und der Hintergrund dafür etwas verdunkelt. Die Vorlage für diese Funktionalität kommt aus der Bildertool-Lawine, welche mit der ach-so-ominösen Web 2.0 „Revolution“ losgetreten wurde: Lightbox, SimpleViewer und Kompanie. Mir war es aber zu trist und banal, einfach ein fertiges Script einzubauen – davon war ich noch nie ein echter Fan. Erstens ist der Lerneffekt gleich null, zweitens macht eine mühsame Konfiguration fast genauso viel Aufwand, wie selber programmieren und drittens kann man meistens doch weniger anpassen, als man gerne möchte. Mag sein, dass diese Tools alle bestens funktionieren, plattformunabhängig sind und unglaublich viele Funktionalitäten bieten. Meistens sind sie jedoch kein bisschen individuell und vor Allem sind sie einfach furchtbar aufgebläht. Viel zu viel Schicki-Micki, viel zu viel Code und eine eher mässige Performance.

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Die neue Bildervorschau ist definitiv benutzerfreundlicher.

Daher bieten wir bei uns die abgespeckte und schnellere Version an: Kein unnötiges Vorladen der Bilder, keine aufwändigen Animationen, keine Slideshows. Wer auf ein Bild klickt, bekommt ein Bild und wer sich für die weiteren Bilder interessiert, kann sie einfach mit den Pfeiltasten durchblättern.

Ein paar weitere Worte möchte ich den in letzter Zeit viel zu kurz gekommenen Filmen widmen. Es ist nicht so, dass wir dieses Gebiet völlig vernachlässigt hätten. Wir sind schon seit Ende letzten Jahres mit der neuen Ausrüstung unterwegs und mehr oder weniger fleissig am Filmen und haben schon einiges an Material gesammelt. Die ersten Zusammenschnitte sind auch schon bereit und vertont. Uns plagt jedoch ein weitbekanntes und leidiges Problem: Zeitraffer.

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Herr Thalmann mit seiner HD-Kamera

Sämtliche Sequenzen wurden in HD Qualität aufgenommen und machen ohne Anpassungen eine verdammt geile Gattung. Sobald man jedoch ein wenig an der Geschwindigkeit herumspielt, ruckelt das Bild und die Aufnahme wird wertlos. So wie es aussieht, scheint dies eine bekannte Problematik in der Filmwelt zu sein. Nun spielen wir mit unterschiedlichen Frames, Bildüberblendungen und diversen Plug-Ins herum, bis es passt. Hab immer gedacht, dass man für eine SlowMotion-Aufnahme einfach die Geschwindigkeit herunterdreht und fertig ist. Schon wieder was gelernt.

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Dieser wunderschöne Sonnenaufgang wird nächstes Jahr in Centralized ebenfalls zu sehen sein

Der nächste Film wird wohl „Portes du soleil“ werden, wo wir heuer endlich ein bisschen mehr gefilmt haben, als in den vergangenen Jahren. Schon länger in der Mache ist „Centralized“ – unser Film über das Mountainbiking in der Innerschweiz. Da wird es wohl im Winter mal den ersten Teaser zu sehen geben. Der Film wird dann wohl eher gegen Ende des nächsten Jahres soweit sein. Also, stay tuned and ride on!

Wie viel Glück kann man eigentlich haben?
Vor 3 Wochen waren wir in Thun und Lauterbrunnen zum Berner Rock – Part I. Abartig geiles Wetter, fast keine Biker unterwegs und superschöne neue Trails. Letzte Woche waren wir in Zermatt und Lauterbrunnen in den Ferien. Wieder Traumwetter und unvergessliche und einzigartige Trails. Letztes Weekend fand dann gleich Berner Rock – Part II statt. Und?
9 begeisterte Biker fuhren 2 Tage bei schönstem Herbstwetter die Trails von der Winteregg und von Mürren runter und brachten das Grinsen kaum noch weg. Live’s been good!

Man kann schon sagen, dass wir uns in die Gegend um Lauterbrunnen verguckt haben. Jeder Anwesende war von der Landschaft, der Natur und natürlich von den Trails mehr als begeistert. Das Johlen und Jauchzen konnte man auf jeden Fall im den ganzen Wald vernehmen.

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Was solch einen Event perfekt macht, ist neben den gesellschaftlichen Aspekten (Wir sind auf jeden Fall mehr eingekehrt, als gefahren. Muskelkater gab’s auch mehr vom Lachen, als vom Rocken), die ganze Infrastruktur und die freundlichen Einheimischen und Touristen. So willkommen fühlt man sich als Biker wahrlich nicht überall. Von den Bahnangestellten, über die Restaurantbesitzer, bis zum Touristen und Wanderer waren alle sehr zuvorkommend, freundlich und hilfsbereit. Das ist zuhause definitiv kein alltägliches Bild… Leider.

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Ausserdem gehören zum perfekten Erlebnis auch, dass sich niemand verletzt. Nun, Mike hatte einen heftigeren Sturz, ist aber mit ein paar wenigen Prellungen noch gut davon gekommen. Auf dem sehr steinigen Untergrund hätte noch weitaus mehr passieren können. Wir hatten nicht mal einen platten Reifen und auch unsere havarierten Biker (Dave mit dreiwöchiger Auszeit und Herr Chiller mit der kürzlich erst gebrochenen Hand) fanden ohne Zwischenfall und grosse Schmerzen zurück zu ihrem Flow.

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Von unserem ursprünglichen Vorhaben, auf die kleine Scheidegg zu gehen, sind wir – nach dem Abraten einiger Einheimischer, augrund der horrenden Bahnpreise und den viel zu geilen Trails von der Winteregg – abgekommen. Hauptsächlich fuhren wir eigentlich den Trail von der Winteregg nach Lauterbrunnen hinunter. Die geile Aussicht, der abwechslungsreiche und verdammt schnelle Strecke und die Bande von 9 Bikern sorgten für eine geile Stimmung und machten diesen Besuch unvergesslich. We’ll be back for sure!

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Ich will ja jetzt nicht, dass sich Heerscharen von Bikern auf die Winteregg begeben. Im Gegenteil. Aber falls Ihr in der Gegend seid und eine Fahrgelegenheit sucht: Ab nach Lauterbrunnen, rein in die Gondel und rauf auf die Winteregg. Ihr werdet es nicht bereuen!

Ich freue mich schon auf den Berner Rock – Part III

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Hier findet Ihr noch ein paar Bilder vom letzten Weekend

Durch das ganze Geheize, kamen wir ganz schön in einen Speedrausch. Deshalb hab ich auch kein einziges Foto vom Trail. Sorry. Wird nächstes Mal nachgeholt.

Gleich mal vorne weg: Ursprünglich wollten wir uns Zermatt für 3 Tage ansehen, um mal zu schauen, was für Trails es dort hat, wie es um die Transportmöglichkeiten steht und so weiter. Wir sind eine ganze Woche in Zermatt geblieben.

zermatt matterhorn bike sunset

Wie es mit Ferien im Oktober nun mal so ist, müssen viele verschiedene Faktoren mitspielen, damit es ein wirklich gelungenes Unternehmen werden kann. Bei uns war dies glücklicherweise von vorne bis hinten der Fall. In der 1 1/2 Zimmer Wohnung angekommen, waren wir schon mal sehr überrascht. Grosszügig, modern, hell und für 50 Franken ein wahres Schnäppchen. Gut, wir sahen von der Terrasse nicht aufs Matterhorn, aber den sieht man in Zermatt sowieso an jeder Fassade, auf jedem Bild und in jedem Logo.

zermatt mtb matterhorn zmutt gletscher

Swiss Bliss – Dieses Bild bringt das Gefühl von Zermatt am Besten zur Geltung: geile Landschaft und absolute Ruhe

Wie es um das Wetter und die Streckenbedingungen stand, wussten wir bei der Ankunft noch nicht. Blauäugig wie wir sind, stiegen wir am ersten Tag einfach mal in die Gornergrat-Bahn, die einen auf gut 3000 Meter hinauf befördert. Kurz nach der ersten Haltestelle (Findelbach) begann sich bereits der Schnee zu häufen. Wir warfen uns schon die ersten unsicheren Blicke zu. Aus den Winterferien in Zermatt kenne ich die Gegend ziemlich gut und war mir sicher, dass uns auf dem Gornergrat ein ziemlich heftiger Wind entgegenblassen würde. Von meinen Befürchtungen zum Zustand der Strecken wollte ich gar nicht erst anfangen..

zermatt gornergrat

Berge hat’s ja in dieser Gegend zur Genüge. Ein verkanntes Bikemekka.

Also stiegen wir sicherheitshalber schon bei der Station Riffelalp aus. Da dieser immerhin auf 2200 Metern lag, stand uns bis hinunter nach Zermatt (1600 Meter) doch schon ein ziemlicher Abstieg bevor. Im Schnee wateten wir also bis zum Einstieg auf den Wanderweg und zogen uns dort unsere Schoner an und setzten unsere Helme auf. Ab in den Schnee!

Schne gab es jedoch lediglich auf den ersten hundert Höhenmetern. Danach wurde es dank dem weichen und lockeren Waldboden sehr schnell trocken und wir konnten uns dem Biken widmen, anstatt nur hin und her zu schlittern. Ohne Schnee stellte sich der Trail als traumhafter Wanderweg heraus, der von einer farbenprächtigen Flora umgeben war und technisch, aber nicht allzu steil zurück ins Tal führte. Leider wurde er gegen Ende immer technischer, bis wir die steilen und nassen Treppenstufen aus Holz schliesslich nur noch mit dem Bike auf den Schultern bewältigen konnten. Irgendwo waren wir wohl oder übel falsch abgebogen. Macht nix. Geht’s einfach nochmals rauf.

zermatt spycher

Die Sicht vom Ricola-Chrüter-Gärtli von Leander. Wallis pur!

Als zweiten Trail suchten wir uns die Abfahrt von Furri aus. Eigentlich nur, um bei unserem alten Bekannten, dem Leander, vorbeizuschauen. Seine perfekt an der Abfahrtstrecke gelegene Beiz ist im Winter ein absolutes Muss. Schon etliche Stunden verbrachten wir hier beim Aprés-Ski, mit unzähligen Flaschen Reserve Taugwalder und was sein Vorratskeller noch so hergab. Seine überbackene Steinpilzsuppe ist ein kulinarischer Traum und absolut zu empfehlen. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen. Neben einem grossen Weinangebot, bietet der gute Leander auch viele leckere Kafis (z.B. das Huiskafi mit 1 Liter Inhalt) und Schnäpse an. Doch darüber später mehr.. wir waren nicht das letzte Mal dort 🙂

zermatt blatten bike

Yours truly am Entspannen beim verdienten Bier. Die dreckigen Kleider sprechen Bände.

Beim ersten Apéro wurde uns dann auch gleich die Abfahrt vom Schwarzsee wärmstens Empfohlen. Also ab in die Gondeln und hinauf auf 2600 Meter. Wieder: Endlos viel Schnee und Match. Aber die Abfahrt war ein Traum, wie man ihn sich nicht besser ausdenken könnte. Fast flach, dafür aber mit abertausenden von Kurven gesegnet, schlängelt sich ein Singletrail hinunter bis in die Staffelalp. Keine Menschen unterwegs, blauer Himmel und ein unvergesslicher Singletrail unter den Reifen. Wir fühlten uns wie im Himmel. Diesen Trail haben wir natürlich am nächsten und übernächsten und überübernächsten Tag wiederholt und er wurde bereits am zweiten Tag trocken. Das war die absolut geilste Dröhnung. Keine Menschenseele weit und breit! Perfektes Bikewetter und dieser unbeschreiblich schöne Trail, den ich nie mehr vergessen werde. Die lange Fahrt hierher hatte sich wahrlich gelohnt.

zermatt staffelalp

Singletrail Heaven. So flüssige und lange Singletrails wie in Zermatt findet man selten.

Wie bereits angetönt, haben wir unseren Urlaub gleich bis Ende Woche verlängert. Das Wetter schien sich zu halten, die Bahnen nahmen uns ohne Probleme mit, wir waren die einzigen Biker weit und breit und wenn wir dann mal Wanderer traffen, waren die mehr als interessiert und freundlich. Wenn überhaupt haben sie einen noch angespornt schneller zu fahren. Das erlebt man bei uns ja leider viel zu selten. Das Restaurant Blatten vom Leander haben wir dann wie gesagt täglich mindestens einmal besucht, sei es auch nur, um uns eine kleine Pause in der Sonne, ein Bierchen oder ein weiteres Gläschen Wein zu gönnen. Bei so viel Bewegung, kam jedoch gelegentlich auch mal ein leichtes Knurren aus der Magengegend. Also schlugen wir beim Leander zu und gönnten uns mal einen Gemspfeffer (war halt gerade Saison), mal ein Fondue oder auch nur ein kleines Süppchen. Alles absolut fabelhaft und schwer zu empfehlen. Der Chef ist übrigens ein regelrechter Entertainer und kein bisschen auf den Mund gefallen. Wir haben uns köstlich unterhalten.

zermatt riffelalp bike mtb

Der frühe Schnee hielt uns nicht vom Fahren ab. Dass wir im Sommer wieder kommen, steht ausser Frage.

Die besten Trails waren leider bereits vom Schnee bedeckt: Trockener Steg, Gornergrat und Blauherd. Die werden wir nächstes Jahr bestimmt noch nachholen. Trotzdem haben wir an den folgenden Tagen noch viele geile und unvergessliche Trails entdeckt. Von der Sunegga Richtung Tufteren und Zermatt führt sogar ein präparierter Downhill-Track hinunter. Ziemlich anspruchsvoll und mit Drops und Gaps und Brücken gespickt. Alle Achtung. Von der Riffelalp haben wir auch noch einige Varianten entdeckt, die sehr schön zu befahren waren. Aber der Höhepunkt bleibt ganz klar der unendlich lange Singletrail vom Schwarzsee hinunter. Soviel Flow in einer wunderschönen Landschaft ohne eine Menschenseele hätte ich nie erwartet. Ich war den ganzen Sommer auf der Suche nach einer solchen Strecke und durfte sie in Zermatt entdecken. Lucky me!

Wenn Du also die Gelegenheit bekommst, die Region um Zermatt mit dem Bike zu erkunden: Zögere keine Sekunde! Und wenn Du noch ein bisschen Zeit findest, dann schaue unbedingt beim Leander im Restaurant Blatten vorbei. Du wirst es in keinster Weise bereuen.

zermatt staffelalp zmutt gletscher indian summer

Dieses Bild sagt wohl alles über die wunderschöne Naturlandschaft der Gegend

 

Hier geht’s zur Bildergallerie

Pressemitteilung von Pie Freeride:
Am kommenden Samstag (13. Oktober) ab 14.00 Uhr findet die Vorstellung von Figis Holzgöppel statt.

In Begleitung:
-Huismuisig mit DJ Nagholz
-Kafi mit Schnaps
-Caipi
-gemütliches Beisammensein und so weiter

dibidaebi.jpg

Die Pie-Jungs freuen sich auf Dich
Les Freeriders

Link: http://www.pie-freeride.ch/

Back in the saddle

Preis

Das beste Bikemovie, das ich bis anhin gesehen habe (2003). Nur schon der Soundtrack ist überragend. Endlich mal nicht einfach nur Crossover-Gitarrengewumme-Wirsindallesogeil-Hiphop-yeah-yo sondern stimmungsgerechte und passende MUSIK. Auch der Inhalt läuft nicht den Szene-Brennern (wie Kranked oder Freewheel burning) hinterher, sondern zeigt viele Eindrücke der heutigen Bike-Vielfalt wie Street, Dual, Race, Downhill und noch echtes Freeriden…

Dieser Film stellt Ambrose Weingards und Cory Leclercs Meisterstück dar. Sie waren bereits 2 mal mit den Jungs von DropIn unterwegs, aber dieser Streifen wiederspiegelt ihre Welt und ihr Talent viel besser. Guter Sound, schöne Aufnahmewinkel und gutes Editing. Sehr sehenswert!

Die Aufnahmen stammen hauptsächlich aus Nordamerika. Da sich die Macher jedoch viele unterschiedliche und vorallem sehr schöne Locations ausgesucht haben, bietet der Film sehr viel Abwechslung. Auf jeden Fall ein Teil, dass man zuhause haben muss!

Chain Reaction 4

Die East Coast Leute sind wieder zurück auf dem Bildschirm – mit Chain Reaction 4! Eine gelungene Sammlung von innovativen Fahrern wie Lars Tribus, Aaron Chase, Jeff Lenosky und vielen weiteren Bikekünstlern. Und die Parts von besagten Fahrern sind Extraklasse! Jeff beweist ein weiteres Mal, wieso er den Trials Sport in den USA während vielen Jahren dominiert hat. Rails, Manuals, Skatepark Jams… er scheint regelrecht zu fliegen!
Lars Tribus kann hier wieder einmal seine unglaubliche Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Er ist nicht nur ein sinnlos schneller DH Pilot, auch auf Dirtjumps und auf der Strasse zaubert er unglaubliche Tricks.

Der Höhepunkt dieses Videos ist definitiv die Schlusssequenz mit Aaron Chase. Holy shit!!!! Ohne jegeliche Schutzausrüstung wie Helm, Handschuhen und andern überflüssigen Sachen zeigt Aaron die unglaublichsten Stunts wie Backflips in Pools, 360s über Leitplanken und endlos langen Grinds. Und als Zückerchen am Schluss einen BACKFLIP TO MANUAL. Unglaublich… dieser Trick eröffnet neue Horizonte!

Extras? Ja, gibt es auch, und zwar jede Menge davon! Unter anderem ist die komplette Version von CR1 vorhanden, dazu die bis anhin beste Reportage über das Red Bull Rampage Utah 2002. Dazu noch Crashes, noch mehr Freeriding, Trailer…

CR4 ist wirklich empfehlenswert! Insgesamt mehr als zwei Stunden Material, tolle Fahrer und wirklich gute Szenen. Dazu noch der typische Charme der Chain Reaction Movies. Sie zeigen zwar keine exotischen Locations, dafür vermitteln sie viel Fahrspass. Let’s ride!

Chain Reaction 5 - Worldwide

75 Minuten Hardcore Mountain Biking wird einem auf dem Cover von Chain Reaction 5 versprochen. 8- und 16mm Aufnahmen aus Japan, Russland, Australien, Europa, Kanada und den Staaten. Nice! Da wird die Scheibe schon mit Vorfreude reingeschoben. Nun ja, gelogen war’s nicht, aber es wurden ganz klar falsche Hoffnungen geschürt.

Der grösste Teil der Szenen sind in besserer DigiCam-Qualität und nicht besonders gut bearbeitet. Es ist nicht schlimm, aber es verdient den Titel „16-Millimeter-Film“ nicht. Die Aufnahmen mit der teureren Technik stechen aber auch besonders hervor und wirken einerseits sehr professionell und andererseits etwas eingepflanzt.

Der Inhalt besteht aus mehreren Kapiteln, die den jeweiligen Ridern gewidmet wurden. Da sie jedoch an den meisten Spots gemeinsam unterwegs waren, wiederholen sich viele Szenen bei den nachfolgenden Fahrern. Für Abwechslung ist also gesorgt, jedoch auch für Verwirrung. Abgesehen vom Sound war’s das aber auch schon mit negativer Kritik.

Den Startschuss gibt Aaron Chase mit wieder mal hammermässiger Streetaction. Er hat defintiv seinen eigenen Style und einen schönen Flow beim Fahren, der alles spielend leicht erscheinen lässt. Das zeichnet einen Profi aus. Leider kommt die Action nicht an seine aktuellen Performances heran, da das Ausgangsmaterial mehrheitlich aus 2003 stammt. Später im Film sieht man Aaron sogar noch in voller Downhill-Ausrüstung, was ja nun wirklich ein seltenes Bild ist.

Lars Tribus, 2003 Masters World Champion, läutet den nächsten Teil des Streifens ein und er ist nicht nur extrem schnell und stylisch, sondern auch wirklich halsbrecherisch unterwegs. Als man Hardcore versprach, dachte man bestimmt an Lars. Ein Typ halt, der in seinem Backyard mit nem Mini-Bike Backflips übt.

Der Link Jam ist einer jener Parts, der hauptsächlich auf 16-Millimeter gebannt wurde und das ist deutlich zu erkennen. Sogar der Soundtrack ist mehr als bloss erträglich. Die Action besteht aus Dirtjumps mit Eric Porter, Aaron Chase, Cam Zink, Kirt Voreis, Kyle Strait, Shaums March. Ziemlich krasse Truppe mit absolut erstklassiger Aufführung.

In den nächsten Kapiteln werden Kyle Ebbett, Eric Porter und Cam McCaul näher vorgestellt. Wie erwähnt, wiederholen sich hier viele Moves und Spots, die von Chase bereits gezeigt wurden. Trotzdem sehr sehenswerte Rider mit eigenem Style. Zu sehen sind hauptsächlich Woodward und auf der ganzen Welt verteilte Dirt und Street-Spots. Diese Aufnahmen sind ganz klar während der Produktion des Match Videozines entstanden, welches auch von DH-Productions gemacht wird.

Das Highlight des Films stellt meiner Ansicht nach die Sektion mit Jeff Lenosky dar. Unglaublich flowig, stylisch und innovativ und trotzt seines Alters noch immer vorne mit dabei. Einfach sensationell dieser Typ!

Den Abschluss bieten diverse Events wie das US Open, Red Bull Bike Battle und einige DH- und 4-Cross-Rennen. Vorallem letztere Szenen sind sehenswert und wirklich gut produziert.

Highlights: April Lawyer und Tara Llanes bei der Quick Chix-Sektion. „Von Williams“, einer der meistunterschätzten Fahrer, mit Ziegenbärtchen und neuen Skills. Jeff Lenosky.

Downsides: Bis auf ein paar Ausnahmen, der Sound natürlich. Man bekommt das Gefühl, das etwas viel in den Film reingepackt wurde, wirkt einfach überladen. Die meisten Aufnahmen sind inzwischen schon etwas älter.