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Heute hat GoPro den Nachfolger ihrer jetzt schon legendären Helmkamera auf den Markt gebracht. Die technischen Neuerungen könnten sogar die Besitzer des Vorgängers zum Neukauf bewegen.

Inzwischen sieht man sie überall und die Mehrheit der Biker ist nicht mehr ohne unterwegs. Die kleinen handlichen Kameras für auf den Kopf, ans Bike oder einfach zum Hinstellen. Allseits beliebt und in kürzester Zeit überaus bewährt – diese kleinen Gadgets sind super einfach in der Bedienung und halten die schönen Momente auf dem Trail fest. Mit ein wenig Kreativität und Know-How lassen sich bereits mit einer solchen Kamera ansehnliche Filme produzieren.

GoPro HD Hero2

Einige Features der GoPro HD Hero2 werden neue Standards setzen. Beispielsweise die unterschiedlichen Aufnahmewinkel von 90° – 170°, Zehn Bilder pro Sekunde (Fotomodus 11MP). Vor allem aber wird die Sportenthusiasten die neue Framerate interessieren und die beträgt sage und schreibe Hundertzwanzig Frames in der Sekunde! Somit sollten Superzeitlupe Aufnahmen in Zukunft noch besser in Szene gesetzt werden können. Danke GoPro!

GoPro HD Hero2 - Features

Hier die technischen Merkmale auf einen Blick

  • Professioneller 11 Megapixel Sensor
  • 2x Schnellerer Image Processor
  • 2X Schärferes Glas Objektiv
  • Professionelle Low Light Performance
  • Weiter 170°, Mittlerer 120°, Schmaler 90° Aufnahmewinkel in 1080p and 720p Video
  • 120 fps WVGA, 60 fps 720p, 48 fps 960p, 30 fps 1080p Video
  • 170° und 127° Aufnahmewinkel Fotos
  • Zehn 11MP Fotos pro Sekunde
  • Ein 11MP Foto alle 0.5 Sekunden
  • 3.5mm External Stereo Mikrofon Eingang
  • Kompatibles Wi-Fi BacPac™ und Wi-Fi Fernbedienung
  • Long Range Fernbedienung für bis zu 50 GoPro Kameras
  • Wi-Fi Video/Foto Vorschau + Playback
  • Live Streaming von Video + Fotos ins Web
  • Eingebauter Batterie-Wärmer für den längeren Betrieb in der Kälte

Wi-Fi Video Vorschau?!? Wirklich?? Dann geht’s bestimmt nicht mehr lange bis zur ersten iPhone App. Endlich wieder ein Schritt vorwärts in der Aufnahmetechnik für Outdoorsportler!

Hier mal ein Eindruck der neuen Cam:

Endlich ist es wieder soweit. Am 17. Dezember 2011 machen wir die Skipiste auf der Mörlialp mit den Bikes unsicher. Damit folgt die 7. Ausgabe der Snow Bike Downhill Night auf der Mörlialp presented by AuerPower.ch.

Was ist Snow Downhill auf der Mörlialp?

Die Teilnehmer fahren mit dem Bike die beleuchtete Skipiste hinunter. Als Orientierung sind einige Tore gesteckt. Eingebaut sind ebenfalls zwei bis drei spektakuläre Sprünge.

Die Piste verspricht also auch den Zuschauern und Fans einen interessanten Wettbewerb. Spass und Fun sollen nicht zu kurz kommen. Dafür sorgen bei der Sesselliftbergstation die Bully Bar, die zu einem „Mutdrink“ einlädt und die Gadä Bar, die im Zielgelände die verausgabten Biker und Fans wieder auf die Beine bringt.

Strecke

Die Rennstrecke startet bei der Sesselliftbergstation und führt die Skipiste Hale hinunter. Es sind ca. 2 km und 300 Höhenmeter, die mit dem Bike bewältigt werden müssen. In der Piste eingebaut sind zwei bis drei Sprünge.

Snow Bike Downhill Night Mörlialp - Auer Power

Kopf an Kopf - Nachts auf Eis und Schnee - Adrenalin garantiert!

Ausrüstung

Jede Art von Bike ist zugelassen. Keine Spikes montieren. Helm tragen ist obligatorisch.

Einzel- und Teamwertung

Die Zeitmessung erfolgt mittels Transponder. Die Teilnehmenden haben eine Stunde Zeit die Piste kennenzulernen. Anschliessend beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. In der Zeit von 19.15 bis 21.00 Uhr können sie rauf und runter soviel sie wollen und können. Für die Einzelwertung zählt die schnellste Abfahrt. Für die Teamwertung werden die Zeiten von drei Teammitgliedern zusammengezählt. Das Team mit der tiefsten Zeit gewinnt.

Snow Bike Downhill Night Mörlialp - Auer Power

Auf dem Weg nach oben kann man zwar sitzen - friert sich aber fast einen ab

Zeitplan

Startnummernausgabe    17.00 – 18.30 Uhr
Training    18.00 – 19.00 Uhr
Rennstart    19.15 – 21.00 Uhr
Rangverkündigung in der Gadä Bar    21.30 Uhr

Startgeld

Jeder Teilnehmer bezahlt Fr. 70.-.
Im Startgeld inbegriffen sind: Nachtskifahrbillet Mörlialp, Starterpackage, Preise für die ersten drei jeder Kategorie.

Snow Bike Downhill Night Mörlialp - Auer Power

Der beleuchtete letzte Abschnitt der Piste auf der Mörlialp

Versicherung

Jeder Teilnehmer ist für seine Versicherung selbst verantwortlich. Vom Veranstalter wird jegliche Haftung abgelehnt.

Weitere Infos, Anmeldung und alles andere auf der Website von AuerPower.ch

Nachfolgend noch einige Eindrücke vom letzten Jahr:

Second Base Films LogoDiese Woche wurde der offizielle Trailer für „From The Inside Out“ veröffentlicht – der erste Film von SecondBase, welche aus Leuten von Anthill Films und der Coastal Crew besteht.

Der Film wird ab 1. Dezember 2011 als Special Edition DVD+BlueRay und als iTunses-Download erhältlich sein. Die Weltpremiere findet am 27. Oktober in Whistler BC statt. Die Jungs sind an der Planung für 40 weitere Premiere-Stopps vor dem ersten Dezember.

Drehbuch und Regie sind von der Coastal Crew, produziert von Anthill Films. From The Inside Out wurde komplett in British Columbia gefilmt und beinhaltet einige der derzeit besten Fahrer: Brandon Semenuk, Steve Smith, Thomas Vanderham, Matt Hunter, Graham Agassiz, Mike Hopkins, Kenny Smith & The Coastal Crew.

Second Base Films - From the Inside Out

„Ein Film von Bikern für Biker“ ist ihr Motto. Oder wie es die Coastal Crew ausdeutscht: „Viele frühere Filme, Fahrer und Spots haben uns inspiriert. Einige dieser Spots sind jetzt unsere Hometrails und einige dieser Fahrer sind jetzt unsere Freunde. From The Inside Out ist der Ausdruck dieser Trails, Styles und Lebensweisen. Dies ist ein Freeride Mountainbike Film – von uns Fahrern“

Second Base Films - From the Inside Out

Fans können die Filmemacher unterstützen, indem sie die DVD+BluRay Kombo vorbestellen: www.secondbasefilms.com

Second Base Films - From the Inside Out

From The Inside Out wurde ermöglicht durch Mountain Biking BC, Rock Shox, Sombrio, Evoc, Chromag, Pink Bike, Scott Sports, Contour, Trek, Specialized und Devinci.

Making off, Behind the scenes

Wir freuen uns auf diesen Film und werden darüber berichten, sobald er erhältlich ist. Hier schon mal der Vorgschmack in Form eines Trailers:

 

Hier noch die offizielle Website von SecondBaseFilms.com

Die Saison 2011 im Bikepark Leogang geht dem Ende entgegen. Nur noch bis zum 23. Oktober stehen die Pisten des „Kona groove approved Bikeparks“ im Herzen des Salzburger Landes den Besuchern zur Verfügung. Dann geht es nach einer tollen Saison in die wohlverdiente Winterpause. Auch 2011 bewiesen die Leoganger, dass ihr Bikepark zu den besten Spots für Mountainbiker in ganz Europa zählt.

Darüber ist man sich mittlerweile auch in der Mountainbike-Szene einig. Die stetig wachsenden Besucherzahlen der letzten Jahre konnten heuer erneut getoppt werden: Von Mai bis Oktober verzeichnete der Bikepark Leogang ein plus von 13 Prozent an Fahrten. Über 15 Prozent Steigerung bei den Besucherzahlen sind eine zufrieden stellende Bestätigung für die kontinuierliche Qualitätssteigerung der Park-Infrastruktur. So sieht es auch Prokurist Kornel Grundner: „Ein Riesen-Dankeschön an alle Besucher, vor allem an die vielen Stammgäste, die uns im letzten Jahrzehnt treu geblieben sind. Ein Antrieb für uns, weiterhin unser Bestes für den Bikepark zu geben! Wir hoffen natürlich, dass 2012 ebenso viele Highlights bringt wie unsere 10. Saison.“ Mit der WM 2012 in Saalfelden Leogang wird es in jedem Fall eines geben.

Die Jubiläumssaison in Leogang – der Bikepark wurde 2001 eröffnet – hatte tatsächlich so einiges zu bieten.

Einen Vorgeschmack auf die Freuden des Mountainbikens konnte man sich bereits im Januar beim Monster Energy White Style holen. Das größte Winter-Slope Style Event der Welt ist nicht zuletzt wegen den gigantischen Ausmaßen seiner Jumps absoluter Kult in der Szene. Die ungeheuerliche Airtime in der winterlichen Atmosphäre sollte man als Bikefan schon einmal in seinem Leben gesehen haben.

Beim Startschuss für die Saison Ende Mai, konnten sich die Besucher einmal mehr von der Innovationsfähigkeit des Bikepark Leogang überzeugen. Nicht nur, dass die meisten Strecken wie der Hangman oder der Bongo Bongo Freeridetrail neue Charaktereigenschaften bekommen haben, auch spektakuläre Neuerungen wie der Big Bag Airjump wurden mit viel Vergnügen von den Bikeparkgästen angenommen. Ohne Bike sorgte der Flying Fox XXL, die längste Stahlseilrutsche Österreichs, für eine extra Portion Adrenalin unter den Bikeparkbesuchern.

Noch weitaus mehr zu bestaunen gab es dann vom 10. bis 19 Juni beim „Sparkasse Erste Bank Out of Bounds Festival“, ein absolutes Muss für jeden, der auch nur ein Fünkchen für Actionsport übrig hat: Zu Besuch war zum zweiten Mal der UCI MTB World Cup mit den Disziplinen Fourcross und Downhill. Auch der „26TRIX fueled by Monster Energy“ als einer der bedeutendsten Mountainbike Dirt Jump Wettbewerbe weltweit durfte natürlich nicht fehlen. Wer damit noch nicht genug hatte, konnte sich den iXS Downhill Cup, ein Rennen der European Fourcross Series noch zusätzlich zu Gemüte führen.

Dass man in Leogang auch auf Jugendarbeit setzt, zeigte dann Ende Juli wieder das Oakley Freeride Jugendcamp. Mountainbike-Legende und Nachwuchs-Scout Rob J und seine Kollegen hatten alle Hände voll zu tun, dem mit über 100 Teilnehmern bis auf den letzten Platz ausgebuchten Fahrkurs durchzuziehen, bei dem immer wieder viel versprechende Talente entdeckt wurden und werden.

Ende August erhielt der Bikepark prominenten Besuch vom Österreichischen Downhill- und 4X-Nationalteam, die sich im Hinblick auf die bevorstehende WM 2012 im eigenen Land schon mal mit dem Gelände des Bikeparks bekannt machten. Neben dem eigenen Training standen ÖRV-Asse wie Markus Pekoll oder Petra Bernhard den zahlreich angereisten Hobby-Bikern mit Rat und Tat zur Seite.

Mit viel Spaß wurde die Sommersaison schließlich Anfang Oktober beim Closing Weekend verabschiedet: Höhepunkt war der mittlerweile legendäre Bikeabtrieb. Eine feste Größe im Saisonverlauf in Leogang, bei dem die Teilnehmer nach dem Vorbild der Senner, ihre festlich geschmückten Zweiräder die „Bikepark-Alm“ herunterbrachten.

Jetzt heißt es erst mal: Irgendwie auf Board oder Ski den Winter hinter sich bringen und sich auf die nächste Saison in Leogang freuen. 2012 hält nämlich ein besonderes Highlight bereit: Vom 29. August bis 9. September werden in Leogang und Saalfelden die Weltmeister in den fünf wohl spektakulärsten Disziplinen des Mountainbike-Sports – Downhill, Fourcross, Cross Country, Trials und erstmals im Cross Country Eliminator – gekürt. Außerdem können sich alle Bikeparkbesucher für 2012 schon auf weitere Neuerungen auf den Trails von Leogang freuen, genaueres wird noch nicht verraten.

Übrigens: Der Bikepark Leogang ist jetzt noch bis zum 23. Oktober von Mittwoch bis Sonntag 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr bis Bergstation geöffnet.

Weitere Informationen zum Bikepark Leogang stehen auf www.bikepark-leogang.com zur Verfügung.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1989 – weist die asiatische Firma Polygon aus Singapur zwei Jahrzehnte Erfahrung und technisches Know-How im Bikesektor auf. In dieser Zeit konnte sich Polygon auf dem hart umkämpften asiatischen Markt behaupten und produziert High-Quality Bikes für viele namhafte Firmen.

Für 2012 macht sich Polygon bereit, ihre Erfahrung und ihr Engagement in Form von eigenen Bikes nach Europa zu bringen. Auf der Eurobike konnte man die ersten Eindrücke davon sammeln, was auf uns zukommt..

Der Polygon Collosus Freerider - Sieht vielversprechend aus - und hübsch ist es auch noch

 

Bereits kurz nach ihrer Gründung, konnte Polygon ab 1991 Bikes in andere Länder exportieren. Seit damals konnte sich die Firma stetig entwickeln und war mit ihrer Strategie erfolgreich. Qualität, Handwerkskunst und eine ausgeprägte Liebe zum Detail zählen zu ihren Leitmotiven. Inzwischen können sie in sämtlichen Disziplinen des Bikesports ein durchdachtes und bewährtes Bike präsentieren, sei es Dirt Jump, Downhill, Fourcross oder Freeride.

 

Das Polygon Collosus DHX - Sieht durchdacht und erwachsen aus

 

Die Colossus Mountainbike Reihe weist beispielsweise drei unterschiedliche Downhill- und zwei Freeridebikes aus – alle mit zahrleichen Variationen. Die Cozmic Dirt Jump Serie alleine weist 4 unterschiedliche Basismodelle auf, welche wiederum in spezifischen Varianten erhältlich sind.

 

Das Polygon Collosus All-Mountain Modell

 

Für 2012 hat Polygon grosse Pläne bezüglich Absatz und Imageförderung im Gravity-Sektor in Europa. Innovation und Evolution sind für sie wichtige Aspekte – welche sie mit gezielter Unterstützung einzelner Athleten und Events fördern wollen. Es wird bestimmt schon bald wieder frische News zu diesen Vorhaben geben.

Die Eckdaten dieser neuen Bikes: Tapered Steuerrohr, ALX Alurahmen, Floating Suspension System, Einstellbare Lenkwinkel, und und und..

Die offizielle Polygon Bikes Website: www.polygonbikes.com

Fahrbericht des neuen Freeriders von Norco. Geschrieben von Randy Andy (http://www.indiansummer.ch):

Mein neues Truax ist da!

Soeben habe ich das neue Norco Truax Freeridebike erhalten. Schnell aufbauen, noch ein paar Teile vom Enduro drauf da ich das Bike auch viel bergauf bewegen werde. Mit den neuen Maxxis Minion 3C Exo und einer Rock Shox Reverb getunt ist das Bike perfekt als abfahrtsorientierter Allrounder.

Kaum steht das Bike, kommt schon mein Kumpel Mich mit seinem Norco Shore 1 aus dem Jahr 2009. Wir stellen die Bikes nebeneinander und bestaunen die Fortschritte an Technik und Geometrie. Tretlager, Winkel, Gewicht, X-12 Syntace, Umwerfer Direktmontage, Tapered Steuerrohr, A.R.T und feinste Hydroform-Rohre wohin das Auge blickt. An dieser Stellen ein Riesen Kompliment  an das Entwickler-Team bei Norco.


Kurz später rauschen wir meine Heimstrecke runter: Sprünge, schnelle Anliegerkurven, und ein paar Wurzelteppiche lassen ein Grinsen wachsen, das Bike passt perfekt und hat massig Reserve. Genug laufruhig und doch sehr verspielt dank dem geringen Gewicht und tiefen Schwerpunkt. Auch im Steilen mit viel Reserve, die Geo und Tretlagerhöhe passt auch hier perfekt.

Weiter gehts ins Hinterland, wir werden heute einen Trail erkunden den ich beim Überfliegen einer Wanderkarte entdeckt habe. Wir gehen bewusst an einem Tag unter der Woche, da wir möglichst wenig Wanderer antreffen wollen. Eine halbe Stunde später gehts eine mässig steile Strasse bergauf, schnell die Fox 36 abgesenkt, Stütze raus und los. Ich sitze zentral und komme auch anständige Anstiege ohne Schwierigkeit hoch. 600 Hm sind locker gemeistert, der Hinterbau verhält sich schön ruhig und spielt auch hier seine Stärken aus.

Der Traileinstieg ist dank guter Karte schnell entdeckt, und vor uns tut sich ein verspielter, flowiger mit Kurven gespickter Trail auf. Schnell Schoner und Helm auf, Gabel raus, Stütze runter und los! Ein paar kräftige Tritte und schon stellt sich der Flow ein, das gute Gefühl wenn jede Kurve passt, alle Hindernisse zu Sprüngen werden, der Berg zum Spielplatz wird, Zeit und Gedanken keine Rolle Spielen, Freiheit pur! Der Trail spuckt uns einige Höhenmeter weiter unten auf einem Schotterweg aus und wir können nicht fassen was wir da gerade gefahren sind!

Und gemäss Karte gibts nochmal 200 Hm Trail! Eine kurze Traverse später stechen wir wieder ein und weitere schnelle Kurven die zum driften einladen und einige natürliche Sprünge die nach lässigen Whips rufen erwarten uns. Erst als wir mit einem Bier in der Hand im Restaurant hocken, können wir fassen was für ein Supertrail wir da gerade entdeckt haben, oder lags doch am Bike?

Und der Link zum passenden Filmli handmade mit Gopro:

Bist du auch ein Nightrider oder möchtest es noch werden? Dann solltest du wissen, wie wichtig dass viel Licht nachts auf dem Trail ist. Dann weisst du aber auch, wie teuer solche Lampen oftmals sind.. Hier mal eine günstige, aber keineswegs billige Alternative: Bikelicht Incirca Helios

Will man die Bikesaison nicht bereits im Oktober an den Nagel hängen oder zumindest auch mal unter der Woche aufs Bike sitzen, dann kommt man in der kalten Jahreszeit nicht drum herum, im Dunkeln zu fahren. Viele scheuen sich davor, weil die Vorstellung etwas komisch ist und die nötige Ausrüstung oft mehrere Hundert Franken kostet.. aber lass dir sagen, dass es eine einmalige Erfahrung ist, die Wintermonate enorm verkürzt und sowohl kopf- als auch fahrtechnisch äusserst gewinnbringend sein kann. Einerseits verliert man die in den Sommermonaten aufgebaute Kondition und Fahrtechnik nicht so schnell, schlägt dem Winterblues ein Schnäppchen und erlebt den Wald, Berg und Trail auf eine komplett neue Weise.

Die gewohnte Umgebung mal anders wahrnehmen. Lucerne by night

Um auch wirklich sicher und sorgenfrei unterwegs zu sein, benötigt man jedoch mindestens ein starkes Bikelicht – besser noch eines auf dem Lenker und einen Spot auf dem Helm. Rundum bekannt, aber auch sundhaft teuer, sind die Produkte von Lupine. Die allseits beliebte Wilma kostet bereits in der günstigen Version um die 500 Euro. Leistet jedoch mit 1500 Lumen und einer langen Akkudauer eine gute Arbeit und ist auf höchstem Niveau verarbeitet. Konkurrenzprodukte hinkten vorallem bezüglich der Leistung lange Zeit hinterher.

Für ein moderates Budget bekam man entweder qualitativ fast schon grenzwertige Produkte, wie von Sigma (selber getestet: MirageEvo komplett aus Plastik, schwache Leistung und anfällig) oder schlicht und einfach zu wenig Leistung. Mit den NiteRider MiNewT X2 Dual für CHF 300.- war ich soweit sehr glücklich, mit 300 Lumen am Lenker und den Sigmas auf dem Kopf von der Helligkeit her aber eher unterbestückt. Nachts auf dem Trail kann es verdammt dunkel werden und ohne wirklich gut zu sehen, lässt es sich nunmal nicht allzu gut biken.

Jetzt noch ohne Licht auf den Trail? Lieber nicht..

Andere Konkurrenzprodukte wie der CatEye Double Shot für CHF 600.- oder Hope Vision 4 für CHF 800.- sind gleich teuer, aber halt nicht gleichwertig.

Aber für ein paar wenige Fahrten im Dunkeln gleich 500 oder im Falle der Lupine Betty sogar 1000 Franken ausgeben? Das kam für mich nie in Frage.

 

Bikelicht InCirca Helios TSH

Vor kurzem jedoch im Bergwerk.ch entdeckt und auf den ersten Blick verliebt: Die Helios TSH von InCirca. Das selbe Modell einer asiatischen Firma wird auch unter MagicShine oder Cree vertrieben. Dem ersten Anschein nach ein solides Produkt mit einem unglaublich Preis/Leistungsverhältnis. Die MagicShine scheint sich jetzt jedenfalls einige Zeit bewährt zu haben – vorallem hinsichtlich Nässeschutz.

  • Kleiner Akku, welcher bei höchster Brennstufe 2,5 Stunden läuft
  • 4 LEDs mit 1600 Lumen!
  • Angenehm leicht
  • Komplett aus Aluminium
  • Mehrfarbige Batterieanzeige
  • Vierstufig einstellbar (100%, 75%, 50%, 30%)
  • LED Lebensdauer von 50’000 Stunden
InCirca Helios TSH - Bikelicht mit 1600 Lumen (MagicShine)

Helios TSH von InCirca. Erschwingliche 1600 Lumen

Und jetzt haltet euch fest, das ganze Paket mit Helm- und Lenkerhalterung, Ladegerät und Verlängerungskabel kostet offiziell CHF 279.- Beim Händler deines Vertrauens und etwas Rabatt ein richtiges Schnäppchen!

InCirca Helios TSH - Bikelicht mit 1600 Lumen (MagicShine)

Alles dabei und nett verpackt. Verlängerungskabel, Helmhalterung, kleiner Akku und Netzteil..

Versteht sich von selbst, dass der Akku in der winterlichen Kälte kaum 2,5 Stunden halten wird, aber das ist meistens auch nicht ausschlaggebend. Beim hochtreten braucht man nicht viel Licht und kein Mensch macht zweistündige Touren in der Nacht. Für den Hometrail soll es reichen und das tut es allemal.. Den Härtetest gibt es in den kommenden Monaten und bestimmt auch noch den dazugehörigen Erfahrungsbericht.

InCirca Helios TSH - Bikelicht mit 1600 Lumen (MagicShine)

Mal schauen, wie sich das kleine Teil bewähren wird.

 

Stund LogoUnglaublicher Speed, satte Action und ein easygoing Lifestyle zeichnet die Jungs von Stund aus. In dieser Folge zeigen sie ein paar wunderschöne Trailaufnahmen, welche übrigens von Björn Enga, dem Macher der Kranked Serie gefilmt werden.

Nach zwei Jahren Pause melden sich Steve „Romaniac“ Romaniuk, Mike „Kinradical“ Kinrade, Garett Buehler und Kurt Sorge mit ihrer äusserst erfolgreichen Road-Movie Reihe „STUND“ zurück. Da die letzte Folge nicht ganz überzeugen konnte, haben die Jungs noch einen draufgelegt. Aber seht selber.

Reisebericht von einem dreiwöchigen Freeride Roadtrip durch British Columbia, Kanada. Von Jan Kiefer:

Januar. Die Frage, wohin es dieses Jahr mal ein paar Wochen zum Biken gehen sollte, war schnell beantwortet: Wie wär’s mit Kanada? Au ja, da wollte ich ja immer mal hin.

Die Frage des Zeitpunktes war ebenfalls schnell beantwortet: vor September gab’s keinen Urlaub. Naja, also 3 Wochen Kanada im Herbst. Flug gebucht, Camper gebucht – die 3 letzten Wochen im September – prima – nur noch verdammt lange hin. Und eigene Bikes werden dieses Jahr mitgenommen, denn Leihbikes wollen wir uns nicht mehr antun.

August.
 Wir haben noch keinen Plan wohin eigentlich, also wurde dank Google Maps und Tipps von Kollegen sowie Internetrecherche ein grober Überblick verschafft, was zu besuchende Stationen und was nicht, einige Parks haben leider schon zu im September, sein könnten. Eine grobe Liste entsteht: Whistler, Silver Star (die einzigen Bikeparks die noch offen waren), auf dem Weg liegt Squamish, Pemberton, Kamloops. Dann gabs noch Penticton, Kelowna und Rossland & Nelson (da müsst ihr unbedingt hin…) ok. Hm? 3 Wochen insgesamt. Naja, mal sehen, was passt…

September.
 Endlich sind unsere evoc Bike Travelbags da und wir möchten die Bikes verpacken. Beim letzten zwei-Tage-vor-Abflug-Check fällt auf: Felge gerissen, Mist. Hm. Zum Glück hat ein lokaler Shop eine passende Felge und nach gefühltem Last-Minute-Umspeichen verpacken wir die Bikes in die Bags. Jetzt wird es ernst. Kanada, wir kommen…


Vancouver

Ankunft Samstag. Das Wohnmobil gibt’s erst am Montag. Also wurde bis Montag ein Auto organisiert um mobil zu sein, die Grundidee für den Sonntag war biken. Wir fahren zur Northshore. Die Bikes sind noch verpackt und wir ziemlich erkältet. Also verzichten wir aufs biken heute und fahren zum Mt. Seymour für eine Trailbegehung. Wir laufen etwas herum und schnuppern in einen Black Diamond. Hoppla. Ganz schön viel Holz. Werden wir hier wirklich Spass haben? Es geht noch in einen Bikeshop zur groben Orientierung was die hier so haben und dann zurück – Erkältungstee trinken…
Freeride Mountain Bike Kanada BC

Mt. Seymour.


Squamish

Nach Übernahme des Campers und 1h Fahrt sind wir in Squamish, ca. 1h nördlich von Vancouver auf halbem Weg nach Whistler. Der Erkältungstee hat gewirkt, gerade noch rechtzeitig. Hier soll es einen Trail geben:  Half Nelson – a downhill pumptrack, den haben wir auf der Liste. Wir bauen die Bikes auf, verstauen sie hinten im Camper und fahren zum örtlichen Bikeshop Corsa Cycles für eine grobe Orientierung. Wir kaufen eine (ziemlich gute) Karte mit den Trails und holen uns Inputs. Als Kanada-Neulinge stellen wir Fragen wegen Bären und Wildlife und ob man einen Bärenspray mitnehmen sollten? Die nette Bikeshop Mitarbeiterin sagt uns, was man tun solle und dass sie eigentlich vor Cougars (Pumas) mehr Angst hat, denn sie hätten gerade drei Problemcougars geschossen…

 

Freeride Mountain Bike Kanada BC Squamish

Squamish

Schon treten wir hoch zum Half Nelson Trailhead, den wir aufgrund der guten Karte und der guten Markierungen sofort finden. Links und rechts Wald wie wir ihn nicht kennen, Blätter überdeckt mit einer Schicht Staub, die von der Trockenheit der letzten Zeit zeugt…
Freeride Mountain Bike Kanada BC Squamish

Squamish

Oben angekommen, schalten wir auf bergab und surfen den Half Nelson. Unten angekommen ist das Grinsen in unseren Gesichtern festzementiert. Wow. Was war das?! Hammer, sowas ist noch nicht unter die Stollen gekommen. Also treten wir gleich wieder hoch und wählen den nächsten Trail, der uns im Shop empfohlen wurde. Pseudotsuga. Weniger breit, aber ebenso flowig und fast noch lustiger als der vorige… wow. Da können wir dem Prädikat eines im Wald angetroffenen Bayern „starke Kaufempfehlung“ nur zustimmen. Da wir es locker angehen lassen und die Fitness noch nicht 100% da ist, belassen wir es bei dem. Pumas und Bären gabs auch keine – zum Glück.


Whistler

Angekommen im Bikepark der Bikeparks. Ob das stimmt? Hochmotoviert stehen wir am Verkaufsschalter für Tickets. Wie lange bleiben wir hier? Kein Plan. Motiviert kaufen wir den Herbstpass. Wir sind unter der Woche da und ausser uns sind nur gefühlt wenige Leute da. Gut so. Wir fahren hoch und begeben uns auf grüne und blaue Strecken, wobei wir schnell feststellen, dass grün doch etwas zu easy ist und fahren alle blauen. Karate Monkey, Ninja Cougar, Angry Pirate und wie sie alle heissen. Super gebaut und spassig. Wir kommen in den Flow. Auffällig ist Crank it Up – so smooth sind wir noch nie geflogen… Wow. Fahren mal oben am Garbanzo, aber erst nur easy… Hier gibt’s viel Potenzial und Todo’s. Kurz vor 5 können wir nicht mehr und verspeisen in den letzten Sonnenstrahlen einen GLC Burger in der Garibaldi Lift Co. Als die Sonne weg ist, wird es frisch und für uns ist Feierabend. Am zweiten Tag ist das Programm ähnlich, nur dass derRegen die Staubwolken wegspült.
Freeride Mountain Bike Kanada BC Whistler

Prominente Nachbarschaft, Wildhabers Slash neben unseren.

Am dritten Tag mögen wir den Regen nicht mehr. Die Motivation nimmt ab während die Liftschlange wächst, weil das Wochenende naht und irgendwie haben wir genug vom Whistlerflair. Wir fahren am Vormittag noch Crank it up und ein Stück mit Bremswellen gepflasterte A-Line gibt den Rest. Mit der Motivation können wir genausogut im Auto hocken – heute ist Freitag, morgen ist Samstag und Silver Star hat offen…


Silver Star

Eine lange Fahrt ist hinter uns, wir sind an einem Nachmittag von Whistler nach Silver Star gefahren, durch faszinierende Landschaften. Es ist Bonuswochenende, die letzte Chance in diesem Jahr hier zu fahren.
Freeride Mountain Bike Kanada BC Silver Star Bikes Balkon

Pferdestall in Silver Star

Wir kaufen uns erstmal ’ne Tageskarte, denn der Wetterbericht für den Sonntag ist nicht zu allzu gut und biken los. Nach ein paar Rides ist uns klar: verdammt geil hier! Hammer! Die Strecken sind irgendwie anders als in Whistler und die Atmosphäre am Lift hat was Familiäres: jeder scheint jeden zu kennen und die Leute sind gesprächig. Uns erinnert es vom Flair her ein bisschen an Todtnau. Nach dem ersten Run haben wir einen Bären, einen Hirsch und ungezählte Eichörnchen und Wiesenblumen gesehen. Silverstar Wildlife Bikepark. Wir fahren erst mal blau, dann auch schwarze. Gefällt. Die Holzkonstruktionen lassen wir zumeist weg, wir haben ja Urlaub und wollen noch länger fahren…
Freeride Mountain Bike Kanada BC Silver Star

7 Years. Nachwuchs in Silver Star

Zeitweise kommen einzelne Schneeflocken herunter, aber es ist sonnig…
Am zweiten Tag regnet es, wir fahren hoch und hoffen, oben keinen Schnee vorzufinden. Es regnet und ist kalt. Motiviert sind wir nicht wirklich. Die Befürchtung, das Nichtfahren zu bereuen, treibt uns aufs Bike. Wir fahren die restlichen Strecken, auch den doppelschwarzen Dag’s Downhill. Eine kurze Schrecksekunde einer unsauberen Landung ist schnell vergessen. Der Trail ist hammergeil, da sind wir uns ausnahmsweise einig. Wir fahren bis wir nicht mehr können. Silver Star – hat sich gelohnt.
Am Abend fahren wir 3-4h weiter in Richtung Nelson, dann parkieren wir das Wohnmobil in der Nacht am Arrow Lake. Es regnet etwas, morgens reisst es auf. Der Blick auf den See und die Landschaft verpasst uns den nächsten Flash. Fast unberührte Natur soweit man schauen kann. „Fast“ unberührt, denn vereinzelt stehen Hütten am Seeufer, schön versteckt…
Freeride Mountain Bike Kanada BC

Morgenstimmung am Arrow Lake

Nelson

Sacred Ride, Baker Street. Der Verkäufer verkauft das Trailbooklet und empfiehlt uns die Trails der Mountain Station und den Paperbag. Vorgewarnt aus dem Lift in Silverstar: „Nelson is a hippie-ish town“ verspeisen wir organic food und trinken organic coffee. Scheinbar überall sind Hippies, wie wir sie schon lange nicht mehr gesehen haben. Wir fahren zur Mountain Station und treten hoch. Links und rechts sind Trails, sie lassen erahnen was da steht. Auf Empfehlung eines Locals im Jamaica Trikot fahren wir etwas weiter hoch als geplant und fahren einen frischen Trail, der noch auf keiner Karte zu finden ist. Wow. That’s fun. Dann fahren wir Fat Chance, Tiger Beef… stellen fest, auch das blaue ist recht steil hier – in Nelson werden Höhenmeter vernichtet, fast etwas schade wenn man hochgetreten ist. Locals sagen, es sei nicht mehr so staubig wegen dem Regen – naja, wir findens schon noch trocken…
Am nächsten Tag gehen wir zu Nelson’s Northshore und suchen Newtsac. Schwarz auf der Karte. Beim Hochfahren sieht Lisa Bärenspuren. Oha, da wohnt noch jemand, den wir aber nicht treffen. Der Newtsac geht dann ordentlich zur Sache, die grossen Rockrolls sind noch ungewohnt, wir fahren die kleineren. Steil und flowig wechselt sich ab, unterm Strich – ruppig anstrengend. Wir sind pausenreif und machen Wellness in Ainsworth Hot Springs, doch nach 45 Minuten Rentnerwatching ist uns langweilig…
Biken geht’s erst wieder am übernächsten Tag. Paperbag schockt uns mit vielen kleinen Gegenanstiegen, der Flow kommt bei mir erst spät im letzten Drittel, wo es staubig steil zur Sache geht. Erstaunlich, was ein Minion hält.
Ein paar weitere Trails der Mountainstation sind noch dran, uns fehlt noch etwas Flow heute. Die sind dann erneut steil und ruppig. Zwischendrin gebaute Stunts, man erkennt: hier ist blau, was in Whistler schwarz ist. Die Macher von Kranked kommen von hier – alles klar.

Rossland

Der Stop in Rossland fällt nur kurz aus, wir fahren trotzdem ein paar Trails. Super Tipp vom Local im Shop: von Warfield mit dem öffentlichen Bus shutteln. Fast wie in der Schweiz. Wir treten hoch zum Kootenay Columbia und geniessen die Aussicht.
Freeride Mountain Bike Kanada BC

Rossland’s nützliche Bikekarte

Wir starten mit KC Ridge, am Trailstart erinnert es etwas an Boulder City (Nevada, da waren wir letztes Jahr) mit von Verwitterung gefärbten kantigen und spitzen Steinen. Dann folgt Milky Way, ein flowiger Spasstrail mit allem was gefällt. Wir surfen durch, auch wenn es etwas schwer fällt, die Linie durch die Staubwolke des Vorfahrers zu finden. Unten angekommen haben wir noch nicht genug und kurbeln 1,5 km zum nächsten Trailstart hoch. Spring Cleaning ist steil und mit Absätzen und Rockrolls gespickt, irgendwie gefällt es besser als in Nelson.
Freeride Mountain Bike Kanada BC Rossland

Rossland

Wir sitzen an der Bushaltestelle, mit einer Cola und einer Packung Beef Jerkey und grinsen. Wir hätten noch Lust auf einen Run, aber es fährt nur noch ein Bus danach und wir müssen weiter nach Penticton, denn dort haben wir für morgen einen Shuttletag mit Johnny Smoke gebucht (bushpilotbiking.com, die Guide/Shuttle Referenz in BC). Also verlassen wir die Miningstadt und fahren weiter nach Penticton mit einem Stop für ein Lachssteak in Osoyoos, quasi Kanada’s Mallorca.


Penticton

Nach einigen Tagen hochtreten haben wir Lust, mal wieder nur bergab zu fahren, also treffen wir uns um 9h mit Johnny Smoke am Freedom Bikeshop. 120$ pro Person erschien uns anfangs etwas viel, doch Johnny’s Ruf ist gut und wir sind aufgeregt wie kleine Kinder. Heute stehen 3-4 shuttled und guided runs auf dem Programm. Johnny kommt mit Andrew, einem Local Rider & Trailbauer, der zur Zeit wegen Rahmenbruch nicht fahren kann und das Shuttle für uns runterfährt.
Freeride Mountain Bike Kanada BC

BushPilotBiking.com – Johnny lädt auf

Es geht hoch von Naramata in Richtung Mount Randolph. Johnny erzählt, in der Gegend gebe es rund 250km Singletrails. Johnny fragt routinemässig, wo wir waren und welche Trails wir gefahren sind. Dann geht est erst mal los mit einem flowigen und weniger heftigen Run, doch aber sehr abwechslungsreich und spassig. Es geht durch staubtrockene Wälder und Graslandschaft runter in Richtung Okanagan See, die Bremsen braucht man kaum und man lässt es einfach rollen.
Freeride Mountain Bike Kanada BC

Staub, Staub, Staub

Hier und da ein paar Stunts, perfekt angesagt vom Guide, springen wir über so manches kleine Gap. Mit dabei ist Coolie, Johnnie’s Hund, der auf Ansage zur Seite springt (meistens). Zum Abschluss noch ein paar Turns durch Staub in einer Achterbahn und wir grinsen über das ganze Gesicht. Festzementiert. Hat sich schon jetzt gelohnt. 120$ wär der Run schon wert gewesen. Johnny telefoniert, es haben sich noch welche gemeldet. Ok, wir fahren nach Penticton, Johnny kauft Sandwiches und wir warten auf einen Gruppe alter Northshorehasen. Durchschnittsalter geschätzte 50-55. Dave erzählt uns, die Gruppe bike seit 20 Jahren zusammen. Er habe 1986 am Northshore angefangen und fahre regelmässig 2x unter der Woche. Respekt. Beim Uphill zum nächsten Run ist das Shuttle voll. Andrew sitzt auf dem Campingstuhl zwischen Fahrer und Beifahrer.
Zwischenzeitlich erfahren wir von Andrew viel über die Trailkultur in Kanada: Ob es legal ist, Trails zu bauen? Nein, ist es nicht: wenn man erwischt wird drohen bis zu 250000$ Strafe oder 6 Monate Knast. Aber es gebe nur 5 Leute in BC die sowas verfolgen und kümmern tut es auch keinen. Trailbauer gibt es sowieso nur wenige. Andrew ist einer von denen, die mit Dakine Builderspack und Fichtenmoped in den Wald ziehen und im Okanagan Trails bauen. Trailbauer kennen sich. Manchmal helfe er Trailbauern in anderen Gegenden, manchmal helfen sie ihm. Ein Trail koste rund 2000 $ für Material und Sprit, meist aus eigener Tasche der Trailbauer. 2003 habe ein heftiger Waldbrand eine Menge Trails zwischen Penticton und Kelowna zerstört, er habe einige rekonstruiert… aber halt nur einige. Das Grundproblem im Okanagan sei, dass zu wenige die Trails fahren, denn Gras wuchert die Trails zu. Es müssten einfach mehr Leute hier fahren…
Freeride Mountain Bike Kanada BC

Penticton

Wir sind oben, zweiter Run. Die Herren von der Northshore geben uns Touristen den Vortritt. Der Trail ist ähnlich wie der erste, vielleicht klein wenig steiler und technischer, aber genauso flowig und spassig. Hier und da ein Stunt, Johnny warnt vor den älteren und baufälligen. Die stünden schon lange hier – so seit Mitte der 90er.
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Dropsalot Trailhead

Der letzte Run startet mit kleinen Uphills und ist anfangs gleich dem ersten, dann sehen wir das Schild. Dropsalot. Was für ein Name. Ich überlege kurz was kommen mag, doch es geht schon los, der Trail geht über Felsen mit zumeist kleineren Drops und Kanten, ist aber trotzdem flowig. Beeindruckt sind wir, mit wie wenigen Mitteln man flowig bauen kann: hier und da ein paar Steine arangiert und schon ist es smooth. Ein Stein klappert beim Absprung,  liegt aber so, dass der nächste Biker ihn wieder so trifft. Dann kommt ein grösserer Drop. Ich fahre hinter Johnny, verweigere aber und entscheide mich für die Ladies Line. Nicht so einige vom Northshore, die uns zeigen dass man auch 20 Jahre älter noch droppen kann.
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Dropsalot – Lisa ignoriert die Ladies Line

Zuletzt droppt Lisa und erntet Anerkennung vom Northshore. Die nächsten Drops sind dann kleiner und werden genommen. Plötzlich heisst es „man down“, einer der Jungs ist an einem Drop vornüber eingeschlagen – Die Nase blutet, aber zum Glück ist nichts schlimmeres passiert. Ich erinnere mich an meinen Crash von vor zwei Jahren…
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Faceplant. Man down. Zum Glück lacht er

Es ist 5. Hell ist es bis 7. Johnny fragt, ob wir noch einen machen. Doch wir sind erledigt und man müsste sich sputen, wir trinken ein Bier mit der Gruppe. Johnny bringt uns zum Wohnmobil. Wir geben noch eins aus, am Horizont über dem Berg sind ein paar Wolken. „You see that cloud over there? That’s the end of summer.“ kündigt Johnny an, ab jetzt sind es nur noch 20° tagsüber. Schliesslich war der Tag billiger, weil die Gruppe grösser war. Wir spenden den Rest dem Trailbau in BC…
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The End of Summer


Kamloops

Wir sind schon wieder gefahren und erreichen mittags Kamloops. Es ist Sonntag, der Bikeshop hat zu.

Ich frage einen mit Bikes am Auto, wo der Rio ist. Keine Ahnung, aber es gäbe die Bikeranch irgendwo in östliche Richtung. Der Nase nach fahren wir eine Strasse lang, biegen irgendwo ab und sehen die Bikeranch. Wir erfahren, dass es ein Shuttle gibt, Mostly Mental Shuttles, netter Typ. Er fährt uns zum Half Rio und erklärt den Trail. Wir fahren zweimal, er arbeitet extra etwas länger und shuttelt uns nochmal hoch, denn das beste an seinem Job sei, dass er Biker glücklich macht.  Wir fahren den Trail, den wir aus Seasons „kennen“…

Ride on Rio. from Jan Kiefer on Vimeo.

Besser als nur auf Video, definitiv. Als wir Kamloops verlassen, flasht uns die Natur mit ihrem Lichtspiel.
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Kamloops

Pemberton

Wir sind in Pemberton, die Fahrt von Kamloops war landschaftlich beeindruckend, doch hier regnet es nun in Strömen.

Nach einem Snack im „Swiss“ Restaurant und sind wir unschlüssig. Egal, wir fahren. Cream Puff haben wir uns vorgenommen. Wir kurbeln hoch. Am Mosquito Lake suchen wir den Weg, schliesslich kämpfen wir uns einen Black Diamond hoch, da wir die anderen Uphills nicht gefunden haben. Der Trail ist fast zugewuchert, es tropft überall Wasser runter. Etwas mühsam finden wir den Trailhead. Endlich.
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Wir fahren nasse Rockrolls, der Trail verzweigt. Markierung Fehlanzeige, hm.  Muss ein anderer sein. Wir kommen an ein Gap, sicher 8-10 Meter über grünes… Ein No-Go für uns. Am Ende gelangen wir auf eine Logging Road mit viel Gestrüpp, irgendwie war das mehr suchen als rollen. Vielleicht hätten wir länger in Kamloops bleiben sollen für den Harper Mountain? Hinterher ist man immer schlauer.


Whistler

Wieder da. Wir fahren wieder im Regen. Das hasendrahtlose Holz ist glatt, mir schmiert das Hinterrad mal weg – aber ich kann mich noch fangen. Irgendwie ist heute der Wurm drin. Garbanzo ist zu. Hat nur noch am Wochenende auf. Shit, wären wir da mal vorletzte Woche mehr gefahren, aber wir wollten ja nach Silverstar. Wir schauen uns Detroit Rock City an, am Start für uns unfahrbar. Als wir uns runterarbeiten kommt aber auch kein anderer Biker. Der nächste Tag ist besser, es ist trockener und wir fühlen uns wohler. Wir wagen uns an den Canadian Open und können tatsächlich viel fahren. Tiptop. Wir fahren den Dirt Merchant, doch die Sprünge sind uns doch zu gross. Hier muss man definitiv ungebremst unterwegs sein. Unterm Strich ist der Tag super. Wir fahren unsere Lieblingsstrecken bis wir nicht mehr können. Letzte Fahrt? Es ist viertel vor 5, wir entschliessen uns aufzuhören und schauen zum Lift. Wir entdecken ein paar Bekannte und beenden den Tag mit einem Bier mit Holger Meyers Gruppe. Unser Bekannter erzählt, wie’s ihnen geht und von der Schreckminute, auch genannt Joyride. Whistler halt. Die Gruppe shuttelt am nächsten Tag mit Johnny, wir fragen nach freien Plätzen, natürlich gibt es keine 😉 Holger erzählt uns von Trailsperrungen in Squamish wegen einem Cougar. Shit, da wollten wir morgen hin.
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Sea to Sky

Mt. Fromme/Northshore

Wir machen uns schlau, in Squamish ist ein Berg gesperrt wegen einem Cougar. Da wir uns mit Cougars nicht wirklich auskennen fahren wir gleich weiter an den Northshore. Eine Runde auf Mt. Fromme ist angesagt.
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Mt. Fromme Uphill

Das war der Tipp der Northshorer aus Johnnny’s Shuttle. Wir entschliessen uns zur Lower Oilcan. Schwarz,anfangs spassig, werden die Skinnies zahlreicher und schmaler. Irgendwie doch ordentlich. Nach der Oilcan fahren wir kurz blau, dann verirren wir uns auf einen Double-Black Diamond. Shit nochmal. Etwas angestrengt sind wir dann unten. Neben den Skinnies runter gekommen.
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Mt. Fromme

Letzter Tag und noch viel zu wenig Fotos gemacht. Ok, nochmal Mt. Fromme und mit Kamera, aber heute bitte etwas flowiger. Beim Ausladen der Bikes quatschen wir mit einem Local, Alter ist bestimmt schon an die 70. Er istgerade Seven Secrets gefahren und macht das seit über 20 Jahren. Man kann’s halt nicht lassen. Gut so, da haben wir ja noch was vor uns. Wir fahren Bobsled, dann Floppy Bunny.
Freeride Mountain Bike Kanada BC

Mt. Fromme

Wir legen ein paar kurze Fotostopps ein und bekommen wenigstens ein paar Fotos. Keine Riesendrops aber wir sind ja nicht das letzte mal da. Wir beenden den Tag mit einem einfachen Trail unten raus… und rollen zurück zum Wohnmobil. Bikes putzen, einpacken, Abflug.

Fazit

Das war also BC. Das war Kanada. Alles heil geblieben, Mensch und Maschine, zum Glück. (Wir haben schon andere Geschichten gehört vom Selbstabschuss am 2. Tag oder selbstverschuldeter längerer Bikepause gegen Ende… ) Auf jeden Fall lohnenswert und man sollte es auf jeden Fall mal erleben, bei uns war es jedenfalls überfällig. Biken ist Biken, Biker sind Biker, süchtig sind alle. Aber Trails sind nicht gleich Trails. Irgendwie anders und trotzdem ähnlich wie hier in Europa. Nur mehr Holz und trockener, viel trockener und wenn’s mal nass ist, dann ist’s doch einfach anders nass. Matschreifen braucht man da nicht, nur Minions.
Freeride Mountain Bike Kanada BC

100% Minion DH F

Wir hatten zwei Liteville 901 dabei,  mit 170/185 und 180/200mm Federweg. Unterm Strich eine gute Wahl auch wenn man auf den Bremswellen auf Whistler’s A-Line doch noch eine schluckfreudigere Front gehabt haben könnte, aber eigentlich nur da. Für unsere Gefühle wären schwere Downhiller zu viel gewesen, da man doch mal hochtreten muss oder halt sehr gut organisiert shutteln muss.
Einen neuen Trip würden wir vielleicht etwas anders machen, die Schwerpunkte verlagern. Whistler macht vielleicht organisiert Sinn um weniger zu regeln  zu haben. In Nelson würde ich einen Helidrop buchen, in Pemberton shutteln und länger in Rossland rippen. Und in Kamloops noch den Mt. Harper fahren. Und es gibt noch…. Und. Und. Aber es war auch so geil, richtig geil. Insgesamt bräuchte man angesichts der Menge an Trails aber sowieso mehr Zeit, viel mehr Zeit. Und wir haben eigentlich das maximale rausgeholt. 17 Tage auf dem Bike in BC in 3 Wochen, mehr geht eigentlich nicht wirklich. Man bräuchte halt einfach einen ganzen Sommer da…

Nach einem Jahr Pause kehrt die berühmt berüchtigte Flying Mortadellas Party zurück.

Hier die Infos der Mortadellas:

Schon zum sechsten Mal rufen die Flying Mortadellas zu ihrer in der Bike-Szene berühmt berüchtigten Seasonend-Pary, um das Bikerjahr 2011 mit einer Megasause zu besiegeln, welche die Mehrheit der Partysportler den nächsten Tag gezwungenermassen im Bett verbringen lässt. Ein Knaller dürfte im Vorfeld um 20:00 Uhr das zweite Short-Downhill-Race beim Klub werden, der sinnigerweise «wIXiS-Cup» heisst. Neugierige Zaungäste werden dabei mit Grillspezialitäten für ihr Beisein belohnt.

Datum: 29. Oktober 2011 im Uferlos, Luzern