Latest Entries »

40 Jahre alt und immer noch hart am Limit. Den trinkfesten Hünen aus England muss man einfach lieben – nicht nur seiner hervorragenden Leistungen wegen, sondern auch der Art und Weise, wie er den Downhillsport geprägt hat und nicht zuletzt aufgrund seines Lifestyles.

steve peat peaty downhill

Peaty wurde am 17. Juni 1974 in Chapeltown, South Yorkshire geboren und lebt nun mit seiner Frau und zwei Söhnen in Sheffield. Alles an ihm ist durch und durch englisch – Gesichtszüge, Mimik, Humor, Trinkgewohnheiten – er scheint das zu zelebrieren. Er hört gerne britischen Indie-Rock (Arctic Monkeys) und liebt Fish & Chips. Dazu gibt’s natürlich ein paar temperierte Stella oder mal einen Cappuccino, weshalb er von der halben Bikewelt auch Cappuccino Steve genannt wird.

Zu seinen grössten Errungenschaften im Bikesport gehören der UCI Downhill Weltmeistertitel im Jahre 2009 und die 3 UCI Downhill Saisontitel in den Jahren 2002, 2004 und 2006. Bis dato hat er 17 Weltcupsiege, 52 Weltcup Podiumsplätze und weit über 100 Weltcuprennen in seinem beachtlichen Lebenslauf.

steve peat

Kaum wieder zu erkennen: Steve Peat mit Offseason-Bart

Was Peaty ausmacht, nebst seiner Hartnäckigkeit und Professionalität, sind seine menschlichen Qualitäten. Während andere Fahrer bei den Rennen verbissen auf die letzten Resultate warten, hat er bereits das erste Bier in der Hand und geniesst die Show und die Atmosphäre. Stets gelassen und bodenständig, quatscht er mit praktisch allen Fahrern und Teammitgliedern an den Rennen – nach 20 Jahren im selben Rennzirkus, kennt er sicherlich auch die Familiengeschichte der Meisten.

steve peat drinking shots

Seine Ruhe könnte aber auch daran liegen, dass der werte Herr auf die 40 zugeht und die letzten Jahre im Sport noch richtig geniessen will. Seine Karrierehöhepunkt ist sicherlich vorüber, aber eine Legende ist er bereits jetzt schon. Der Grund, weshalb er immernoch mitfährt, ist ein äusserst simpler: Er fährt gerne Bike.

steve peat voll in aktion

Inzwischen hat der bereits vorgesorgt für seine Karriere nach dem aktiven Downhillsport: Er hat ein internationales Team gestartet, welches sich ähnlich wie sein Team bei Santa Cruz nennt: Steve Peat Syndicate. Für einen Betrag, mit dem man sich einkaufen kann, bekommt man ein professionelles Downhillteam mit voller Unterstützung inklusive einem V10 von Santa Cruz: www.stevepeatsyndicate.com

steve peat

Ein weiteres Projekt, das Peaty seit 2012 begleitet, ist die beliebte Webserie THIS IS PEATY. Eine bessere Art, diesen Rennfahrer, Vater, Ehrendoktor und Menschen kennenzulernen, gibt es sicherlich nicht. Oder noch nicht, denn in Kürze soll ein Film namens WONT BACK DOWN erscheinen, welcher Steves Leben als Downhiller porträtieren soll. Bis dahin kann ich aber ein paar Folgen This is Peaty empfehlen.

2014 ist er jedenfalls wieder mit dabei und wir hoffen, dass wir noch viel Action von ihm sehen werden, auf und neben der Piste.

www.stevepeat.com

www.thisispeaty.com

www.wontbackdownfilm.com

Lapierre Gravity Republic ist das Team aus Emmeline Ragot, Sam Blenkinsop, Loic Bruni und Loris Vergier. Sie haben 2013 im Downhill Weltcup erstaunliche Leistungen erbracht, welche im Film „Life on Wheels“ sehr lebensnah und unterhaltsam dokumentiert wurden.

Web

Emmeline Ragot kennt man, wenn man den Downhillsport einigermassen verfolgt. Die kleine Französin mit Jahrgang 1986 fährt bereits seit 2002 Downhill Rennen. 2002 (mit 16!) und 2004 war sie Weltmeisterin bei den Junioren, 2009 und 2011 Weltmeisterin bei den Elitefahrerinnen – dazwischen feierte sie etliche weitere Erfolge bei nationalen und internationalen Events. Ihre Kopf-an-Kopf fights mit Rachel Atherton in den letzten Jahren sind bereits legendär.

Sam Blenkinsop ist ebenfalls schon ein paar Jahre dabei und hat trotz seinem Worldcup Sieg in Schladming 2008 und dem dritten Rang im Gesamtweltcup 2010 den Durchbruch nicht ganz geschafft, obwohl er fährt wie ein junger Gott.

Loic Bruni ist ein Nachwuchstalent aus Frankreich, welcher schon viele Erfolge und eine steile Karriere aufzuweisen hat. Er gewann die Junioren Weltmeisterschaft 2012 und war auch Sieger des Gesamtklassements. 2013 fuhr er in seinem ersten Jahr als Pro bereits auf den vierten Platz der Gesamtwertung. Ihm ist in Zukunft eine Menge zuzutrauen!

Loris Vergier ist der jüngste im Bunde und hat in seinem ersten Jahr als professioneller Fahrer den Gesamtsieg bei den Junioren geholt.

Lapierre Gravity Republic wurde während der ganzen Saison von einem Filmteam begleitet und hat auch selber viele Aufnahmen beigesteuert, um eine sehr lebensnahe Dokumentation namens „Life on Wheels“ zu produzieren. Nicht die Marke steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Und zwar auf eine ungezwungene und sympathische Art und Weise.

Ich kann den Film nur wärmstens weiterempfehlen – er wurde hochwertig produziert und besitzt viel Charme. Die Art und Weise, wie es der Produzent Aaron Bartlett geschafft hat, dass der Film wie aus den 80er Jahren kommt, ist beeindruckend und sympathisch zugleich.

Viel Spass!

Offizielle Webseite: http://teamlapierreinternational.com/en/tag/lapierre-gravity-republic

Die spannende Downhill Weltcup Saison 2013 ist längst Geschichte und nach der Dominanz von Aaron Gwin in den Jahren 2011 und 2012, war es schön, etwas Abwechslung zu sehen.

Steve Smith hat die Saison 2013 mit 78 Punkten Vorsprung auf Gee Atherton für sich entschieden. Bei den Frauen hat dieses Jahr Rachel Atherton ganz klar dominiert und fast alle Rennen verdient gewonnen.

Wie wird sich Smith nächstes Jahr schlagen? Auf dem Podium werden wir ihn sicherlich ein paar mal sehen. Der junge Kanadier hat Blut geleckt und ist in Topform.

Auch Loic Bruni hat eine steile Erfolgskurve vorzuweisen und darf nicht unterschätzt werden. 2012 konnte er bei den Junioren den UCI Gesamtsieg und den Weltmeistertitel einsacken. Das letzte Rennen 2013 in Leogang hat er mit nur einer Sekunde Abstand zu Steve Smith beendet und lag im Jahresklassement hinter Gregg Minnaar auf Platz 4. Vielleicht schafft es der junge Franzose dieses Jahr mit seinem 650er Lapierre ganz oben aufs Podest.

steve smith leogang 2013

Kann Steve Smith seinen Titel verteidigen?

Die Termine und Locations vom UCI Downhill Weltcup 2014

13. April 2014 – Pietermaritzburg, Südafrika

27. April 2014 – Cairns, Australien

8. Juni 2014 – Fort William, Grossbritannien

15. Juni 2014 – Leogang, Österreich

3. August 2014 – Mont Sainte Anne, Kanada

10. August 2014 – Windham, USA

24. August 2014 – Méribel, Frankreich

World Champs:
Die UCI Downhill Weltmeisterschaften 2014 finden am 7. September 2014 in Hafjell, Norwegen statt

Wird sich Aaron Gwin 2014 endlich mit seinem Demo anfreunden?

Wird sich Aaron Gwin 2014 endlich mit seinem Demo anfreunden?

Schön, dass es dieses Jahr 8 Rennen geben wird, es dürften auch noch mehr sein. Schade, dass Val di Sole dieses Jahr nicht dabei ist, dafür ist das Rennen in Windham wieder auf dem Terminplan. Méribel kannte ich bisher noch nicht mal, obwohl es nicht weit weg liegt. Offenbar wurden dort bereits nationale Meisterschaften ausgeführt und nach diesem Video zu beurteilen, sieht das spassig aus.

Hoffen wir einfach, dass wir nächstes Jahr Lenzerheide im UCI Downhill Kalender sehen!

Red Bull wird die Events erneut Live übertragen.

UCI Webseite: http://www.uci.ch/

 

UPDATE: DIE RENNEN FINDEN NEU AM SAMSTAG STATT

Der Schnee war suboptimal, wie scheinbar immer auf der Mörlialp. Die gut 80 Fahrer haben sich dennoch köstlich amüsiert und Alles gegeben. Der Sieger bei den Herren (Roger Sigrist) hatte eine Zeit von unter 2:40, was wirklich beeindruckend ist.

Aus Luzern haben sich gleich zwei Damen aufs Podium gekämpft, Mirjam von der Freeride Connection holte sich den Sieg und Niggi von Flowzone den zweiten Platz! Wir gratulieren herzlichst zu dieser herausragenden Leistung. Die Jungs haben ihr Bestes gegeben, aber es war ein harter Kampf. Dafür hatten wir viel Spass und haben das ganze Ambiente auf der Mörlialp genossen.

Danke www.auerpower.ch für die tolle Organisation.

Besten Dank auch an FreerideTours.ch für den Shuttle-Service und allen, die dabei waren!

Hier noch die Rangliste: http://my1.raceresult.com

Noch mehr Fotos gibt’s bei auerpower.ch

Dass wir Fans vom Engadin sind, sollte nach den vielen Berichten vom Engadin eigentlich klar sein. Nun hat Claudio Caluori mit Velosolutions noch einen weiteren Grund gegeben, um in die kanadische Schweiz zu reisen: Einen grossen Pumptrack gleich beim Bahnhof Pontresina.

Pumptrack Pontresina, Switzerland, by Velosolutions.ch from Claudio Caluori on Vimeo.

Die Eröffnung des Pumptracks fand am 5. Oktober 2013 statt. Seither kann sich jeder täglich frei auf der Strecke austoben. Vor Allem, wenn man mal auf einen Anschlusszug warten muss oder mal etwas Abwechslung sucht.

Was ist ein Pumptrack?

Ein Pumptrack ist eine bis zu 2 Meter breite Piste für Mountainbiker und BMXer, bestehend aus Bodenwellen und Steilwandkurven. Diese Bodenwellen werden genutzt, um durch schwungvolle Bewegungen Geschwindigkeit zu generieren, sodass die ganze Runde beliebig oft gefahren werden kann, ohne dabei pedalieren zu müssen. Wird ein Pumptrack richtig gebaut, besteht die Möglichkeit, dass fortgeschrittene Fahrer, anstatt nur zu rollen, von Bodenwelle zu Bodenwelle springen können.

Es existieren Pumptrackvarianten aus natürlicher Erde, aus Holz, Beton oder mit Asphaltbeschichtung. Ein Pumptrack wird als Endlosschleife mit verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten gebaut, sodass der Biker so lange darauf fahren kann, wie es ihm seine Kondition erlaubt. Weil das Ziel ist, nicht pedalieren zu müssen, wird stattdessen die gesamte Muskulatur beim Schwung generieren beansprucht. Das ganze klappt aber nur, wenn auch der Rhythmus und das Timing stimmen, dadurch wird zusätzlich die Koordination geschult.

Einen Pumptrack zu fahren ist einfach. Die Benutzung ist intuitiv ersichtlich und wer bei den ersten Versuchen auf einmal den Schwung verliert, kann sich mit pedalieren helfen. Es dauert kaum eine halbe Stunde und man hat den Dreh raus und rollt locker über den Pumptrack. Trotzdem bietet ein Pumptrack genug  Herausforderung, um auch die nächsten Jahre noch attraktiv zu bleiben, indem Hindernisse gesprungen oder auf dem Hinterrad gerollt werden können. Zudem kann ein Pumptrack in beide Richtungen gefahren werden und es ergeben sich diverse Varianten innerhalb des Rundkurses.

Dieser Pumtrack ist jedoch keine einmalige Sache, denn Velosolutions hat in Zusammenarbeit mit Allegra Tourismus 2008 einen gesamtheitlichen Masterplan für das Mountainbiking im Engadin über die nächsten 10 Jahre ausgearbeitet. Wir sind gespannt, was da noch folgt…

http://velosolutions.ch/

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die gängigsten aktuellen Downhill Federgabeln 2014 nebeneinander aufzulisten und miteinander zu vergleichen. Erfahrungsberichte dazu gibt es leider keine, da ich bisher nur die Fox 40 und die Rockshox Boxxer RC2 persönlich kenne, welche ich beide ausnahmslos weiter empfehlen würde.

Das Gewicht der Downhill Federgabeln ist in den letzten Jahren nicht enorm gesunken, was aber auffällt ist, dass sich die meisten Modelle inzwischen unter 3 Kilogramm eingependelt haben, was sicherlich ein wichtiges Kaufargument ist.

Grosse Unterschiede bei den zentralen Eigenschaften findet man praktisch keine. Marzocchi ist noch der einzige Hersteller, welcher konsequent auf Stahlfeder setzt.

downhill federgabeln 2014

Schön, leicht, steif, funktionell, hochwertig, belastbar.. Downhill Federgabeln müssen viele Ansprüche erfüllen

Ansonsten findet man bei sämtlichen Modellen eine getrennte Low- und Highspeed-Dämpfung vor. Der Federweg ist ebenfalls bei allen Gabeln nahezu identisch, die Steckachsen sind alle die selben (20 mm), jedoch mit unterschiedlichen Schnellspann-Systemen. Bei den Steckachsen ist aus meiner persönlichen Sicht ein Schnellspannsystem weitaus attraktiver, als das mühsame Geschraube vor und nach jedem Verladen (vorausgesetzt, man muss das Vorderrad für den Transport abmontieren).

Hier also die bekanntesten Downhill Federgabeln 2014 im Überblick

Um den Vergleich einigermassen fair zu halten, habe ich jeweils die teuerste Gabel der Hersteller ausgewählt.

Manitou Dorado Fox 40 Float RC Fit2 Rockshox Boxxer Worldcup Marzocchi 888 RC3 EVO V2 DVO Emerald SR Suntour Rux BOS Idylle Rare
Federweg 203mm (180) 203mm 200mm 200mm 200mm 200mm 200mm
Feder Luft Luft Luft Stahlfeder Luft Luft Luft
Gewicht 2974g 2710g 2714g 3310g 3250g 2890g 2695g
Low-Speed Compression Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
High-Speed Compression Ja Ja Ja Ja (intern) Ja Ja Ja
Steckachse 20mm Schraubachse 20mm Schraubachse 20mm Maxle Light 20mm Schraubachse 20mm Schraubachse 20mm Schnellspanner 20mm Schnellspanner
Einbauhöhe 591 (567mm) ca. 570mm k.A. 581mm k.A. 575mm 565 – 575mm
Standrohre 36mm 40mm 35mm 38mm 36mm 38mm 36mm
Website  external-link-transparent  external-link-transparent  external-link-transparent  external-link-transparent  external-link-transparent  external-link-transparent external-link-transparent

 

downhill federgabeln 2014

Sicherlich eine der schönsten Gabeln auf dem Markt: Die DVO Emerald

 

sr suntour rux downhill federgabeln 2014

Absolute Neuheit auf dem Markt mit viel versprechenden Eigenschaften: SR Suntour RUX

 

Marzocchi 888 Ti Downhill Federgabeln 2014

Bei dem Gewicht und mit der veralteten Technologie hinkt Marzocchi leider immernoch hinter der Konkurrenz

bos rare downhill federgabeln 2014

BOS Idylle Rare – Nicht ganz günstig, aber eine der derzeit begehrtesten Downhill Federgabeln

 

Links:

www.marzocchi.com

www.sram.com

www.ridefox.com

www.manitoumtb.com

www.dvosuspension.com

www.srsuntour-cycling.com

www.bosmtb.com

 

Welche Gabel fährst Du? Aus welchem Grund und würdest Du sie weiter empfehlen?

Deine Meinung ist uns wichtig! Schreib uns bitte einige Zeilen im Kommentar

Urs Mani, unser Freund von FreerideTours.ch, war im November 2013 auf einer Marokko Expedition und berichtet euch von der 27 stündigen Anreise, dem Land, den Leuten, dem Biken und vielen Erlebnissen.

Meine Freundin Daniela und ich machen uns auf zu einem Drivemarathon von Luzern nach Algeciras in Spanien, 2200 Km ununterbrochene Autofahrt in 27 Stunden – das Ziel: Ferien machen und neues Terrain mit dem Bike befahren.
Bei der zweistündigen Überfahrt auf der Strasse von Gibraltar, kommt bereits der erste Maroc Flair auf. Nachdem wir am Zoll von Büro A und Büro D wieder ins Büro A und anschliessend noch ins Büro C und schliesslich erneut ins Büro D müssen, wissen wir: Wir sind nicht mehr im durchorganisierten Europa.

sidi ifni wüste dromedar

Wilde Dromedare in der Wüste von Sidi Ifni

Nach der ersten Übernachtung im fremden Land haben wir bereits erste Kontakte geknüpft – das geht hier schnell. Nach der Weiterfahrt über Rabat, Casablanca und Agadir landen wir an unserem Ausgangsort Sidi Ifni – ein cooler Spot zum Biken und Surfen. Bei unseren 2 Übernachtungen, hatten wir leider nicht die Gelegenheit die Trails auszutesten. Das hügelige Hinterland von Sidi Ifni wäre äusserst geeignet zum Biken, bei so heftigem Morgendunst bis 2 Uhr Mittags (20-30m Sicht) und der eintreffenden Dunkelheit um 18 Uhr, ist das Biken in unbekanntem Gelände jeoch nicht sehr erfolgsversprechend. Scheinbar zieht dieser morgendliche Dunst in dieser Jahreszeit täglich bis zu 30Km ins Landesinnere, also ziehen wir weiter…

Nach der Verabschiedung von unserem marokkanischen Freund, der uns genial in die Sitten und Bräuche des Landes eingewiesen hat, machen wir uns auf in die menschenleereren Regionen.

Erste Übernachtung im Outback, wilde Dromedare, echte Nomaden und bettelnde Kinder. Die Schönheit der Natur liegt in einem krassen Kontrast zur Armut des Landes.

Sidi Ifni

Sidi Ifni

Ankunft in einem „Ksar“, einer alten Siedlung und sogenannter Speicherburg der Berber, welches von einem Luxus und Offroad liebenden Franzosen in ein Hotel und Camping umgebaut wurde. Erste geile Spots zum Biken in einem ausgetrockneten Flussbett entdeckt (Oued Draa).

ksar

Ein altes Ksar dient uns als Unterkunft

Endlich aufs Bike! Kann es kaum erwarten, denn das Terrain sieht aus wie aus einem Bikemärchen. Der Anstieg ist aufgrund der losen Steine und viel Staub kaum tretend zu bewältigen – Tragen ist angesagt. Der Aufstieg vom Flussbett Draa auf die umgebenden Plateaus die der ausgetrocknete Fluss eingeschnitten hat, ist äusserst eindrücklich. Man kann sich an den frei wählbaren Linien und Landschaftsformen nicht satt sehen.

Hart erkämpfter Aufstieg

Hart erkämpfter Aufstieg

Siegesgefühle auf dem Gipfel

Siegesgefühle auf dem Gipfel

Das erste ernüchternde Fazit meiner Freeride-Tour: Eine Geröllhalde in den Alpen wäre einfacher zu befahren, da der Untergrund hier aus uralten runden Bachkieseln besteht, welche sich kaum verkeilen und somit dem Reifen wenig Halt bieten. Beim zweiten Run wähle ich die Aufstiegsroute als Abfahrt und habe enormen Spass. Das ist jedoch nicht die Freiheit, die ich hier suche.

Adrenalin und spielerische Trails auf der Abfahrt

Bei der ersten Abfahrt sorgt der Untergrund für Adrenalin

Die Bodenbeschaffenheit lädt förmlich zum Spielen ein

Wenn man sich an die Trampelpfade hält, läuft es wie geschmiert

Ich und mein einsames Bike in der menschenleeren Einöde

Ich und mein einsames Bike in der menschenleeren Einöde

Bei der Rückkehr zum Ksar, haut mich der Küchenchef an: Das sei ja das extremste Biken, dass er je gesehen habe! Und erzählt mir, dass er sehr viel Zeit auf dem Bike verbracht hat, sich aber nun zu alt fühle. Als ich ihn nach seinem Alter frage, antwortet er mit:  „28 Jahre“. Als ich mein Alter mit 35 angebe, will er es mir kaum glauben, da in diesem „hohen“ Alter kein Marokkaner noch so extremes Zeug machen würde…

bike sahara marokko

Ein schräges Gefühl, in dieser Einöde sein Bike auszupacken

Auf der Weiterfahrt nach Süden, passieren wir El Oatia und Tarfaya, wo wir Wasser, Diesel und Lebensmittel auffüllen. Danach treffen wir immer vermehrt auf Polizeisperren – die Leute sind jedoch immer sehr freundlich und hilfsbereit. Man fühlt sich sicher.

Marokko Bike Freeride

Endlich Biken!

Jetzt geht es los. Wir fahren noch weiter Südlich Richtung Laayoune. Auf halber Strecke in Dawra biegen wir nach Osten ab und versuchen das erste mal nach Kompass Auto zu fahren.

Achtung Dromedare

Achtung Dromedar, Achtung Freeridetours.ch

Nach einigen Erkenntnissen (Der Kompass zeigt einem leider die Hindernisse nicht an), erreichen wir dennoch zügig die gesuchte Strasse von Laayoune nach Hagunia. Auf dieser Landstrasse fährt man elend lange geradeaus – bei Tempo 100 überraschte uns dann die erste kleine Düne (ca 30cm hoch), welche quer über der Strasse lag. Uff – Das hätte ins Auge gehen können! Daniela ist gefahren und hat zum Glück sensationell reagiert (Lenkrad fest halten, Augen zu und auf dem Gas bleiben).

Von nun an kommen wir kaum mehr voran – die geteerte Strasse wird alle 500m durch grosse Dünen versperrt, welche man weiträumig umfahren muss. Endstation Strasse. Ab jetzt geht es wieder nach der Kompassnadel Richtung Osten mit dem Ziel Smara.

Irgendwo im Nirgendwo - 27°24'6.66", -12°14'31.56

Irgendwo im Nirgendwo – 27°24’6.66″, -12°14’31.56

    Jetzt sind wir richtig weit in der Pampa

Jetzt sind wir richtig weit in der Pampa

Sahara wüste bike

Ich seh etwas, was Du nicht siehst

Als wir an unserem Lagerplatz ankommen, ist es leider schon später Abend. Ich kann mich kaum sattsehen an den den Lines im Gelände, also schiesse ich vor dem eindunkeln ein paar Bilder, welche ich bis spät in die Nacht immer wieder betrachte und vom nächsten Tag träume.
Kaum geht die Sonne auf, mache ich mich nach einem Kaffe zum Biken ready.

Es fühlt sich komisch an – ein Auto, zwei Personen und ein Bike in dieser Einsamkeit fernab jeglicher Zivilisation – da wo die einheimischen nur durchreisen, wenn sie müssen – und wir Spassgesellschaftsmenschen herkommen, um Extremsport zu betreiben. Ganz abgesehen vom Risiko, sich hier zu verletzen.

Kaum bin ich im Sattel, verflüchtigen sich diese Gedanken schnell. Die erste Abfahrt ist auch die genialste des Tages. Da dies nur eine  Aufwärm- und Kennenlernrunde ist, habe ich leider keinen Fotoapparat am Start. Auf den weiteren Lines ist das Licht bereits so stark, dass es kaum brauchbare Bilder gibt. Ich hatte jedoch viel Spass. Eine Abfahrt in einem staubigen Hang mit supergeilen Turns zum Staubfahnen produzieren, eine andere durchzogen von Felsbändern von einem Meter Höhe und wieder eine andere Line mit Single Trail Charakter – entstanden vom Wildwechsel der Esel und Dromedare.

mtb freeride sahara marokko

Keine Wegweiser, keine befestigten Wege – da muss man schon mal schauen, wohin man eigentlich will

mtb freeride sahara marokko

Springen, fahren oder drum herum – So viele Möglichkeiten alle paar Meter

Nächster Stop Smara: Durch Shopping, Flanieren und Kaffe Trinken die Zeit vergessen, also heisst es suchen nach einem Nachtlager im Dunkeln. Am nächsten Tag geht es quasi auf Zehenspitzen weiter nach Zag, denn die Warnungen vor Minen haben uns imponiert (Don’t leave the road!).

Auch hier hätte es viele potentielle Spots, aber nach den Minenwarnungen und vielen UN Fahrzeugen, habe ich ein mulmiges Gefühl, mein Bike ins Gelände zu befördern.

Don't leave the road - Alte Minen zu entdecken steht nicht auf dem Reiseplan

Don’t leave the road – Alte Minen zu entdecken steht nicht auf dem Reiseplan

Etwas Falknerlehre in der Wüste bei Zag

Etwas Falknerlehre in der Wüste bei Zag

Bei unserer Ankunft in Zag empfängt uns die Polizei mit offenen Armen und lädt uns zum Tee ein. Sie seien froh, dass wir es geschafft haben.

Wir fahren gleich nach Assa weiter, wo eine kleine Demo stattfindet – also schnell auftanken und fluchtartig Richtung Fam el Hisn. Dort treffen wir Mohamed, einen Einheimischen, welcher uns sofort zu sich nach Hause einlädt. Mohameds Vater hat in Genf gearbeitet und er gilt als der Reichste im Dorf – gerade nach dieser Aussage beeindruckt es uns, wie einfach diese Leute leben.

mtb freeride sahara marokko

Ein solcher Anblick ist für uns ungewohnt und daher unheimlich eindrücklich

Am ersten Tag in Icht besteigen wir den nächstbesten Berg. 400 Höhenmeter Aufstieg im verblockten Gelände lohnen sich für die Abfahrt leider nicht. Der Hotelbesitzer meinte anschliessend nur: „Descente de Mort!“

Den nächsten Tag nutze ich, um das jahrtausendalte Schwemmland dieser Oase zu erkunden. Das ist mitunter das geilste natürliche Gelände, welches ich je befahren habe. Ein 5 Quadratkilometer grosses Gelände ohne Vegetation, ausser ein paar Palmen.

Es fühlt sich an, wie eine Mischung aus Pumptrack und Jumppark. Ich hätte nie geglaubt, in einem solchem Gelände ohne Gefälle so viel Spass zu haben. Ich kurve und hüpfe rum, wie ein kleiner Junge in einem Vorgarten.

Es gibt unzählige natürliche Wellen, Gruben, Stufen, Wasserläufe, welche man durchfahren oder überspringen kann. Zum Teil steile, schulterbreite Couloirs mit 10-15 Metern Höhendifferenz ins ausgetrocknete Flussbett. Kein Big Biken, aber dennoch ein unvergesslicher Traum!

mtb freeride marokko

Endlich Spass!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf diesen Lines kann man sich austoben – Spielplatz für Biker

mtb freeride sahara marokko

Jipppiiieeeeeh!!

mtb freeride sahara marokko

Sobald man sich an den Untergrund und das Gelände gewöhnt hat, macht es richtig Spass

Zurück in Assa ist die Demonstration zum Glück wieder vorbei und wir decken uns wieder mit Lebensmitteln ein und fahren gleich wieder raus in die Pampa mit dem Ziel, den Anti Atlas zu durchqueren. Geplante Zeit zur nächsten Zivilisation: 3 Tage.

bike sahara marokko

Mit dem Bike eine eigene Line suchen zu können, ist ein seltenes Privileg

Endlich können wir ein Bild machen mit unserem treuen Weggefährten, der uns mittlerweile fast 7500Km weit ohne jegliche Pannen transportiert hat und uns Schutz und ein Zuhause bietet. Auch dieser eher kleine Spot (Hügel ca. 30Hm) hat mir extrem viel Spass bereitet, in alle vier Himmelsrichtungen konnte man da runterheizen und etwas Neues entdecken.

Natural Jumppark

Unser treuer Weggefährte

Da das Wetter endlich umgeschlagen hat, fahren wir nochmal an die Küste. Endlich kann ich die zu Hause auf Karten entdeckten Berge erkunden, welche mit dem Auto zu erreichen sind. Endlich Höhenmeter! Leider keine Action Bilder, da das „Kamerateam“ nun als Shuttledienst agierte. Was ich da fand, war genau das, was ich von Marokko erwartet hatte.

Wilde Naturtrails im Angesicht des Atlantiks bis ans Meer runterfahren, jubelnde Kinder, die hinterher rennen – der unvergessliche Kontrast zwischen mir mit dem modernen Highend-Bike und den Leuten in den Eselskarren im wilden Markttreiben.

Das nächste Ziel heisst Foum Zugid, durchfahrt über einen ausgetrockneten See und Biken in den ausgedehnten Dünenfeldern, 30 Kilometer von der algerischen Grenze entfernt. Der See stellt einen enormen Kontrast dar, auf der einen Seite komplett verlassen und menschenleer, auf der anderen Seite tümmeln sich Offroad-Touristen mit Quads, Motorrädern und 4×4 und produzieren kilometerweit sichtbare Staubfahnen. Was für ein Zirkus.

IMG_3982 OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sand soweit das Auge reicht. Solches Gelände habe ich mir sehnlichst gewünscht. Nun wollte ich ausprobieren, wie sich das anfühlt. Bike ausgepackt erste Düne erklommen und rein in den ersten Hang. Sofort Luftdruck auf 0.5 Bar abgesenkt. Die Auflage reicht nun, um nicht mehr so arg einzusinken. Die Optik der Reifen war dann krass, funktionierte aber. War ein geiles Erlebnis!

IMG_3958

Man lernte mit der Zeit, den Sand richtig zu lesen und nicht immer in die weichsten Felder zu fahren. Mit etwas Übung macht das sicherlich viel Spass oder mit einem Fat-Bike mit dicken Reifen. Fazit: Es müssen höhere Dünen her! Die höchsten hier waren ca. 30Hm und da man praktisch nur straightline fahren kann, ist das jeweils ein sehr kurzer Spass.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Leider müssen wir langsam ans Heimreisen denken und begeben uns allmählich wieder in belebtere Gebiete. Von Mhamid via Zagora, Oarzazate, Marrakesch, Casablanca, Rabat nach Tanger zur Fähre. Von Algeciras nach Luzern schaffen wir es diesmal in 25h.

Kulturschock in Spanien. An den Tankstellen ist das Personal hinter Panzerglas eingesperrt  und Polizeisperren sind nicht mehr freundlich und die Waffen stecken nicht mehr im Halfter. Nein es sind MP`s auf dich gerichtet… Sicheres Europa? Da fühlten wir uns im tiefsten Marokko besser aufgehoben.

Ich war sicherlich nicht das letzte mal in dieser Region – die Natur und die Leute haben mich enorm beeindruckt und biketechnisch besteht noch viel Potential.

Website von FRT – FreeRideTours.ch

Enduro Rennen sind noch neu, der erste Weltmeister Jérôme Clementz wurde erst kürzlich gekürt und auch dieser ist ein praktisch unbeschriebenes Blatt. Deshalb hier mal ein paar Hintergründe zum französischen Newcomer mit dem schnellen Fahrstil.

Jerome Clementz

Jérôme Clementz beim Training zur Enduro World Series

Jérôme JEY Clementz kam am 31. Mai 1984 zur Welt, ist 1.69 Meter gross und lebt mit seiner Freundin Pauline Dieffenthaler in Buhl, Frankreich. Zu seiner Biografie ist nicht viel mehr bekannt, als dass er auf Metallica steht, gerne unter Freunden ist, äusserst gerne herumreist und seit 1996 auf dem Bike sitzt.

Etwas mehr Einblick über seine Leistung in der ersten Enduro World Series und seine Aktivitäten ausserhalb bekommt man aus der Web-Dokumentation 12 MONTH – 12 STORIES.

Gefilmt und produziert von Jérémie Reuiller (www.reuiller.com), stellt 12 MONTH – 12 STORIES eine Art Dokuserie der EWS aus Sicht von Jey Clementz dar – darüber hinaus sieht man jedoch auch, wie diese Jungs trainieren, was sie in ihrer Freizeit anstellen und während dieser Zeit sonst noch erlebt haben.

jerome clementz enduro mtb action

Vollgas – Dieser Franzose liess sämtliche Gegner der EWS im Staub stehen

Vordergründig sieht man jedoch echtes Mountainbiking – in Perfektion und an den schönsten Orten der Welt. Lass Dich ein auf diese 12 Episoden à je 5 Minuten und Du wirst etwas über diesen jungen wilden Enduro-Weltmeister und seine Freunde erfahren, lachen, staunen und ausserdem erstklassige Mountainbike Action auf beneidenswerten Trails in wunderschönen Landschaften sehen.

12 MONTH – 12 STORIES mit Jérôme Clementz

Hier mal die ersten 4 Episoden zum auf den Geschmack kommen.. Alle weiteren gibt’s unten per Link.

Mal sehen, ob Jey den Sieg der kommenden Enduro World Series 2014 ebenfalls so locker in die Tasche steckt.

 

Die restlichen Episoden von 12 MONTH – 12 STORIES  findest Du hier: vimeo.com/reuiller/videos

Facebook Seite von Jérôme Clementz https://www.facebook.com/jerome.clementz

Offizielle Website von Jérôme Clementz http://jeromeclementz.com/

Fotos und Filmmaterial von www.reuiller.com

Leider darf ich an dieser Stelle den UCI Downhill Worldcup Lenzerheide 2015 noch nicht vorankündigen. Was bisher jedoch nur als Gerücht galt, wird Realität. Die Zeichen deuten seit einiger Zeit darauf hin und Lenzerheide hat klare Ambitionen in dieser Richtung. Ob es soweit kommt, hängt nur noch von der UCI ab.

Update 2014: Jetzt ist es offiziell! Lenzerheide wird ab 2015 offizielle UCI Downhill Rennen austragen und ab 2018 sogar eine Weltmeisterschaft!

Den Anfang machte der Ausbau des Bikeparks Lenzerheide 2013 und 2014. Wie bereits berichtet, enstehen von der Mittelstation Scharmoin vier neue Strecken, eine davon eine dedizierte Downhillpiste.

lenzerheide bike downhill

Das zweite Zeichen für die Entwicklung zur international bekannten Bikedestination, machte der im iXS Downhill Kalender 2014 angekündigte Downhillcup in Lenzerheide am 26. und 27. Juli 2014.

Das dritte Zeichen durfte man aus der Pressekommunikation von Lenzerheide Tourismus deuten. Da wurde von Andreas Wirth (Productmanager Bike der Lenzerheide Marketing & Support AG – siehe Video) bekannt gegeben, dass diese neue Downhillstrecke eine „eventtaugliche“ Strecke werden soll. Sich da lediglich mit einem iXS Rennen im Jahr zu begnügen, wäre wohl etwas zu kurz gegriffen.

Die definitive Bestätigung kam dann im Juli 2013, als Lenzerheide eine Pressemitteilung veröffentlichte, in der sie bekannt gab, dass sie sich für die Austragung eines UCI Downhill Worldcups ab 2015 und die Austragung der UCI Downhill Weltmeisterschaften 2018 beworben haben!

Die Pressemitteilung vom 24. Juli 2013

Am Freitag macht die Ferienregion Lenzerheide einen wichtigen Schritt Richtung Bikedestination Nr. 1. Die beliebte Bikedestination bewirbt sich über Swiss Cycling bei der UCI für jährlich stattfindende Mountainbike Weltcups ab dem Jahr 2015 und die Mountainbike Weltmeisterschaften im Jahr 2018.
Hintergrund der Kandidatur ist die Ausschreibung von Swiss Cycling für die Vergabe der Mountainbike Grossevents in den Jahren 2015 bis 2018 an potentielle Hostdestinationen. Die Ferienregion Lenzerheide bewirbt sich für die Mountainbike Weltcups in den Disziplinen Cross Country Olympisch (XCO), Eliminator (XCE) und Downhill (DH). Ebenso kandidiert Lenzerheide als Austragungsort der Mountainbike Weltmeisterschaften 2018 in den Disziplinen XCO, XCE, DH und Trial.
trek bike attack parpan rothorn aussicht panorama

WAS FÜR EIN AUSBLICK! Landschaftlich ist die Gegend sehr eindrücklich

Konsequente Umsetzung der Strategie

Nach der erfolgreichen Mountainbike Schweizermeisterschaft, welche anfangs Juli in der Ferienregion Lenzerheide stattgefunden hat, und den positiven Rückmeldungen der Funktionäre und Athleten fühlt sich die Destination bestärkt, die Bike Strategie auch auf Veranstaltungsebene konsequent umzusetzen.

Bezüglich Infrastruktur, Angebot und Marketing verfolgt Lenzerheide bereits seit Jahren eine gezielte, strategische Ausrichtung, welche den Bikesport und –tourismus im Sommer ins Zentrum stellt. Erste Gespräche mit verschiedenen Leistungsträgern und Partner waren fruchtbar. Die Lenzerheide Bergbahnen, die Destinationsgemeinden, Lenzerheide Tourismus und die Lenzerheide Marketing und Support AG unterstützen die Grossanlässe. Weiter hat auch das Amt für Wirtschaft und Tourismus (AWT) finanzielle Beiträge zugesichert. Die Weltcup Rennen umfassen ein Budget von CHF 1.5 Mio. die Weltmeisterschaft CHF 2.8 Mio.

Aufgrund dieser positiven Vorzeichen und des weiter en Ausbaus einer eventtauglichen Downhillstrecke im Bikepark Rothorn ist die Ferienregion Lenzerheide zuversichtlich, zukünftiger Austragungsort von Mountainbike Weltcup Rennen zu werden. Mit Gstaad hat man einen versierten Mitbewerber. Darum bewerben sich beide Destinationen in einer Doppelkandidatur und fordern Swiss Cycling auf, sich gegenüber der UCI für zwei jährlich stattfindende Mountainbike Weltcups in der Schweiz stark zu machen.

Hier noch der Link zur offiziellen Seite: http://lenzerheide.com/de/top-events/bike-weltcup

Der Verein Bike Weltcup Lenzerheide

Was kann man dazu noch anfügen als YAAAY!! Wir würden uns enorm über einen solchen Event in unserer Nähe freuen. Die UCI Wettkämpfe sind legendär und die internationale Bikerelite öfter in die Schweiz zu locken, wäre äusserst förderlich für unseren Sport.

GO www.lenzerheide.com !!!

Der letzte Sturz von Cedric Gracia kursiert nun seit einigen Tagen durchs Netz und eigentlich wollte ich das Video dazu nicht publizieren, da es äusserst blutig ist. Nach einigen Tagen finde ich jedoch, dass es hilfreich sein kann, wenn man sich Gedanken dazu macht, WIE SCHNELL es einen erwischen kann und wie fatal die Folgen sein können.

cedric-gracia-tabletop

Cedric war mit Kollegen zwecks Enduro-Training auf La Réunion unterwegs, fährt losgelöst, aber nicht in Renntempo durch die Gegend, als es ihn vom Bike wirft. Ziemlich harmlos aussehender Sturz, bei dem man sich im Normalfall nur einige Schürfwunden zuzieht. Cedric erwischt es jedoch mit dem Lenker oder Vorbau (noch unklar) am Oberschenkel und es reisst ihm seine Hauptarterie auf!! Eine normalerweise tödliche Verletzung.

ACHTUNG: Nichts für schwache Nerven!!!

Schaut das Video bitte nur, wenn ihr es verkraften könnt, viel Blut und einen wirklich leidenden Cedric Gracia zu sehen. Ich konnte mir nicht alles antun…

BLOODY CG – Bleeding crash at La Réunion island from Cedric GRACIA on Vimeo.

Viel wichtiger ist es mir, dass man die Quintessenz dessen erfasst, was Cedric das Leben gerettet hat:
Die Ruhe und Hilfe seiner Mitfahrer! Bei einer Verletzung der Hauptarterie, fliessen bis zu 350ml Blut pro Minute aus dem Körper. Bei einem Volumen von geschätzten 5 Litern, ist man also nach 14 Minuten ausgeblutet. Dies im ruhenden Zustand auf dem Sofa. Nach einer Anstrengung, kann sich diese Zeit locker auf 5 Minuten verkürzen. Ohne schnellen Druckverband und der nötigen Ruhe, ist man also innert kürzester Zeit ausgeblutet. Ich hoffe, das regt den einen oder anderen zum Nachdenken an..

  • Versucht ruhig zu bleiben, wenn es ernst wird.
  • Immer schön Verbandsmaterial und Erste-Hilfe-Set dabei haben, vorallem abseits der Zivilisation.
  • Bildet euch entsprechend mit einem Nothelferkurs aus

So lange ist sein letzter heftiger Sturz leider nicht her und erholt hat er sich davon erst kürzlich. Cedric Gracia mag eine Katze sein, aber viele seiner neun Leben hat er nicht mehr übrig!

www.cedricgracia.com