Latest Entries »

Am 16. Juli haben Téléverbier und HEXO+ gemeinsam einen Medienevent durchgeführt, in dessen Zentrum die Demonstration der ersten autonom fliegenden Kameradrohne stand. Der Hexocopter HEXO+ ist kompatibel mit einer GoPro3 oder 4 und kann bis zu 15 Minuten am Stück ohne Fremdsteuerung filmen, was ihn für Sportler zu einem unverzichtbaren Gadget macht.

Journalisten aus dem In- und Ausland reisten für einen Tag nach Verbier, um die Drohne in Action zu sehen und auch selbst auszuprobieren.
Co-Founder, Profi-Snowboarder und Xtreme Verbier-Gewinner Xavier de Le Rue war ebenfalls persönlich anwesend. Die Partnerschaft zwischen dem in Verbier verwurzelten Franzosen und Téléverbier gründet auf dem langjährigen Sponsoring. Als de Le Rue HEXO+ mitgründete, zeigte Téléverbier von Anfang an Interesse daran, ein Teil des Projektes zu sein.

Durch Crowdfunding realisiert

Für die Realisation kamen durch Crowdfunding mehr als 1.3 Millionen Dollar zusammen. Xavier de Le Rue: «Da unser Projekt in den letzten Monaten einen Riesensprung nach vorne gemacht hat, entschieden wir, mit dessen Lancierung nicht bis zum Winter zu warten. Zusammen mit Profi-Bikern wie Fabrice Tirefort, Xavier Rosset und Ludo May konnten wir am Kickoff-Event den Speed und die Reaktionsfähigkeit zeigen.»
Für Verbier war dies ebenfalls ideal, um das Potenzial der HEXO+ zu zeigen, da das Sommerangebot für Mountainbiker momentan ausgebaut wird. Zurzeit stehen ihnen diverse Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden über total 833 Kilometer zur Verfügung.

Gäste können HEXO+ testen

Verbier, als Ski- und immer mehr auch als Sommerparadies bekannt, wird den HEXO+ als erste Feriendestination seinen Besuchern zugänglich machen: Die Drohne wird in einer Form zum Testen angeboten werden. Eric Balet, Geschäftsleiter von Téléverbier: «Hier in Verbier haben wir uns immer an den neusten Entwicklungen orientiert. Ich bin überzeugt, dass unsere Kunden begeistert sein werden von der Möglichkeit, mit der autonom fliegenden Kamera von HEXO+ einzigartige Momente festzuhalten.»

hexo plus drohne helikopter hexokopter quadrocopter verbier followme

Teste den HEXO+ selber in Verbier

Handling durch Smartphone-App

Das innovative Gadget wird vom Sportler durch eine Smartphone-App (iOS und/oder Android) hinsichtlich Höhe, Blickwinkel, Aufnahme und Bildeinstellung vorprogrammiert und befolgt danach ebendiese Einstellungen. Während sich der Sportler mit dem Smartphone in der Tasche frei seinen Moves hingeben kann,  filmt die bis zu 70 km/h schnelle Kameradrohne alles ohne zusätzliche Steuerung.

Markteinführung im Januar

Zur Markteinführung gibt Matthieu Giraud von HEXO+ folgende Auskunft: «Anfang Januar 2016 wird der Hexocopter für ein Äquivalent von $ 1500 in der Schweiz erhältlich sein, bis dahin ist er online vorbestellbar und kostet dank 10% Rabatt nur $ 1349.»

HEXO+ from Hexo+ on Vimeo.

Mehr Infos zu Hexoplus sowie Vorbestellung: https://hexoplus.com
Mehr Infos zu Verbier: http://de.verbier.ch
Promovideo: https://vimeo.com/132374704 , Passwort: HEXO+

Nachdem vor zwei Wochen der Weltcup in Lenzerheide gastierte, kehrte nun der iXS Swiss Downhill Cup in das Graubündner Bergdorf ein. 300 Fahrer aus 20 Nationen folgten der Einladung, wobei am Ende Lutz Weber und Carina Cappellari als Sieger hervorgingen.

Nachdem bereits im letzten Jahr auf der von Trailworx neu gebauten Downhillstrecke das Renndebüt mit dem iXS Swiss Downhill Cup stattfand, hat Lenzerheide nun mit der Austragung des Weltcups vor zwei Wochen die Bühne des internationalen Mountainbikesports betreten. Diese große Rolle wird der auf etwa 1500 m ü.M gelegene Ort auch in den kommenden Jahren weiterspielen, denn es folgen noch zwei weitere Jahre mit dem Weltcup, bevor dann 2018 mit der Weltmeisterschaft das Highlight ansteht. Doch Lenzerheide hat sich nicht nur dem absoluten Profisport verschrieben, sondern man bot am vergangenen Wochenende mit dem zweiten Lauf des iXS Swiss Downhill Cups erneut auch dem Breitensport eine Plattform.

ixs downhill cup lenzerheide 2015

Der Sieger vom iXS Lenzerheide: Lutz Weber

Die Strecke wurde in den letzten zwei Jahren mit großem Aufwand direkt unter der Gondelbahn errichtet und natürlich überließ man auch dabei nichts dem Zufall. Das Ergebnis dieser Arbeit konnte nun bereits zum wiederholten Mal überzeugen und somit scheint es ein perfektes Rezept gewesen zu sein, dass man sich sowohl Claudio Caluori als auch Steve Peat als Berater an die Seite geholt hat. Auch wenn Start und Ziel nicht denen des Weltcups entsprachen, so fand das Rennen bis auf diese zwei Ausnahmen komplett auf dem Weltcupkurs statt. Damit konnte sich der relativ neue Veranstaltungsort direkt in die Schweizer Serie eingliedern, die schließlich weit über ihre nationalen Grenzen hinaus für ihr hohes organisatorisches Niveau und die anspruchsvollen Strecken bekannt ist.

Nachdem im letzten Jahr den Teilnehmern durchweg schlechte äußere Bedingungen geboten wurden, hatte man diesmal etwas mehr Glück und das Wetter zeigte sich zumindest an den Renntagen von seiner besten Seite. Nach den offiziellen Trainingssessions am Freitag und Samstagmorgen stand dann wie gewohnt am Nachmittag der Seeding Run auf dem Programm. Sowohl in der Elite Men als auch in der Elite Women Klasse konnte sich das Team Radon Magura Factory über die schnellsten Zeiten freuen. Nick Beer legte mit 2:51.282 Minuten die Tagesbestzeit fest, während Carina Cappellari mit einem Vorsprung von über 12 Sekunden ihre Überlegenheit eindrucksvoll demonstrierte. Würde also auch am Sonntag im Finale ein Doppelerfolg für das Schweizer UCI Elite Team herausspringen?

ixs downhill cup lenzerheide 2015

Carina Cappelari – Neue Schweizer Hoffnung

Bevor diese Frage geklärt wurde gingen als erste lizenzierte Kategorie die Masters auf den Kurs. Eindrucksvoll, aber doch erwartungsgemäß lieferte Thomas Ryser (SUI – Radon Hot-Trail Racing) erneut die Bestzeit ab. Er brauchte 3:05.612 Minuten für die Strecke und verweis mit 6,5 Sekunden Vorsprung Felipe Saenz (CHI – Wu Lon Downhill Team) auf den nachfolgenden Rang. Jerome Crottaz (SUI – Cyclone DH Team) beendete das Rennen auf Platz vier.

In der U17 Klasse konnte sich Jerome Müller (SUI – Magic-Downhill/Fox) sich in Szene setzen und entschied mit knappen Vorsprung das Rennen für sich. Auf Platz zwei reihte sich Baxter Maiwald (AUS – Yara Valley Cycles) ein, gefolgt von Pascal Reusser (SUI – Radon Hot-Trail Racing).

Die Dominanz von Janis Lehmann (SUI – aendus-bike-gallery.ch) in der Klasse U19 wurde von Leivo Petteri (FIN – HHCMB/Reispo) gestoppt, der mit einer Zeit von 3:02.842 Minuten sich den Tagessieg holen konnte. Der bisher mit voller Punktzahl auf sein Gesamtwertungskonto ausgestattete Lehmann wurde Zweiter, während sein Teamkollege Constantin Ruetsch (SUI – aendus-bike-gallery.ch) den dritten Platz einfahren konnte.

In der Elite Women Klasse kam es am Ende zu keiner Überraschung, denn wie schon am Vortag legte Carina Cappellari die schnellste Zeit hin und verwies damit ihre Konkurrentin Lea Rutz (SUI – iXS Gravity Union) auf Platz zwei, was ihr wiederum reichte, um den Vorsprung in der Gesamtwertung weiter auszubauen. Dritte wurde Geraldine Fink (SUI – Biroma Racing Team), die damit das rein Schweizerische Podest perfekt machte.

ixs downhill cup lenzerheide 2015

Nick Beer – Aktuell führend in der iXS Gesamtrangliste

Die Elite Men Klasse begann direkt mit einem kaum zu verbessernden Lauf. Lutz Weber (SUI – Swiss Downhill Syndicate), der aufgrund von Problemen am Vortag als Erster auf den 2 Kilometer langen Kurs ging, legte mit 2:48.363 Minuten eine Zeit vor, die schon weit unter der Bestzeit des Vortages lag. Somit konnte es sich der Thuner für eine halbe Ewigkeit im Red Bull Hot Seat bequem machen. Und was seine Zeit wirklich wert war, sah man erst, als die Top Ten Fahrer auf den Kurs gingen und einer nach dem anderen nicht annähernd an die vorgegebene Zeit heran kam. Fahrer wie Felix Klee, Basil Weber (beide SUI – Team Project) oder Martin Frei (SUI – Akira-tuning Racing) konnten zwar ihre Zeiten des Vortages unterbieten, aber eben nicht die vom im Hot Seat Sitzenden. Noel Niederberger (SUI – Swiss Downhill Syndicate) konnte seiner Favoritenrolle leider auch nicht gerecht werden und reihte sich am Ende des Feldes ein. Somit war es nur noch Nick Beer, der etwas am Ergebnis hätte ändern können. Doch auch er biss sich an der vorgelegten Zeit die Zähne aus und trotz eines soliden Laufes, der fast zwei Sekunden schneller als der am Vortag war, musste sich der amtierende Schweizer Meister hinter Lutz Weber einreihen und beendete somit das Rennen auf dem zweiten Platz. Damit wurde es also nichts aus dem Doppelsieg des Radon Magura Factory Teams, wobei man natürlich trotzdem von einem sehr erfolgreichen Wochenende für die Equipe reden kann. Nick Beer übernimmt damit die Spitze in den iXS Standings, einer serienübergreifenden Rangliste aus allen iXS Cups, wobei die einfließenden Punkte aus den Seriengesamtwertungen ein Zeitjahr Gültigkeit behalten. Dritter wurde im Übrigen Martin Frei, der damit die Führung in der Gesamtwertung verteidigen konnte.

Lenzerheide ist auf jeden Fall eine wichtige und schöne Bereicherung im Mountainbike Kalender und man darf sich auf die Veranstaltungen in den nächsten Jahren freuen. Weiter geht es mit dem iXS Swiss Downhill Cup Ende August in Verbier.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.

Das weltweit einzige 24 h Downhill „race the night“ geht in die 9. Runde: Das 9. 24h Downhill „race the night“ presented by ENERGY ÖSTERREICH
wird von 8. bis 9. August 2015 am Zauberberg Semmering über die Bühne gehen!

Über 350 Fahrer aus 10 Nationen werden den Semmering wieder zum Glühen bringen und sorgen nach dem Startschuss von Bürgermeister Horst Schröttner für Downhill-Performance auf höchstem Niveau. Die nie endende Power der Fahrer sowie die Rennaction und das umfangreiche und unterhaltsame Rahmenprogramm bieten Spaß rund um die Uhr.

24h downhill race the night semmering zauberberg 2015

Das Rennen – Die Fakten

Der Semmering ist nicht nur beim Damen-Skiweltcup im Winter hell erleuchtet. In den Abend- und Nachtstunden ist der Zauberberg spektakulär erhellt und bietet für Rennfahrer und Zuschauer eine beeindruckende Kulisse.
Streckenlänge: 2700 Meter

Start:               Samstag, 8.8.2015 – 12.00 Uhr – Le Mans Start

Ende:              Sonntag, 9.8.2015 – 12.00 Uhr
Kategorien:     Einzelwertung, 2er, 4er, 6er Teams
Starter:                       350 Fahrer – 10 Nationen

Start in verschiedenen Kategorien

Die Einzelwertung, die Königsdisziplin des 24 h Rennens, ist nur etwas für hart Gesottene, denn um dieses Rennen im Alleingang bewältigen zu können, ist nicht nur physische, sondern auch psychische Stärke gefordert. Stets angefeuert von Familie, Betreuern und Fans, müssen die Fahrer nicht nur die rund 2,7 km lange Strecke, sondern auch die eigene Müdigkeit und Erschöpfung besiegen.

24h downhill race the night semmering zauberberg 2015

Rahmenprogramm bei freiem Eintritt

Neben dem Rennen wartet ein bewährter Programm-Mix bei freiem Eintritt auf die Gäste.
Die Zuschauer haben die Möglichkeit, die gesamte Strecke zu begehen, und können das Renngeschehen hautnah miterleben. Preisreduktionen für Berg- und Talfahrt mit der Kabinenbahn.

  • Helikopter-Rundflüge
  • Human Wuzzler Turnier
  • ENERGY ÖSTERREICH live vor Ort am Samstag von 10.00–16.00 Uhr
  • Riders Party mit Live DJ, Grill & Chill in der Zauberbar
  • Party im Slope Style Park
  • Gewinnspiel

Interessante Zahlen und Details

  • 24 h Video-Live Berichterstattung direkt aus dem Bikepark – auf Facebook, YouTube und Twitter
  • 60 Streckenposten im 3-Schicht-Plan
    10 Stunden reine Downhillzeit –160 Abfahrten und 430 Kilometer – in der Einzelwertung
  • 60’000 Downhill-Kilometer – erreichen alle Fahrer zusammen
    100 Kilo Nudeln für Fahrer und Betreuer – um fehlende Energiereserven aufzufüllen
  • 1000 Eier und 1500 Stück Gebäck – Bikerfrühstück

www.panhans.at

www.zauberberg.at

www.semmering.com

Es gibt immer Trends auf dem Bikemarkt – ob diese langfristiger Natur sind, ist stets abzuwarten. Mal gibt es mehr Federweg, später dann wieder weniger, es gibt neue Laufradgrössen und in jüngster Zeit – elektrische MTB. Elektrische MTB? Wie jetzt – ist das noch Mountainbiken oder schon Töff fahren? OK, wir standen der Thematik durchaus skeptisch gegenüber…

View full article »

86 Kilometer und mehr als 3.000 Höhenmeter: Der Alta Valtellina Bike Marathon am 26. Juli 2015 fordert auch gut trainierten Mountainbikern einiges ab. Die Strecke führt die Teilnehmer von Valdidentro durch die abwechslungsreiche Landschaft des Nationalparks Stilfserjoch rund um Bormio, vorbei an historischen Stätten und zu azurblauen Seen. Nicht weniger aufregend ist die kürzere Strecke von 52 Kilometern und auch die Kleinen schwingen sich beim Kids Marathon aufs Rad.

Alta valtellina bike marathon 2015

Wer möchte hier nicht Biken gehen? Laghi di Cancano (Gianluigi Sosio)

Acht Seen, vier Pässe, zwölf Täler und fünf Almen liegen auf dem Weg der Sportler, die die Marathon-Distanz (die längste Strecke mit 86 Kilometern und 3.000 Höhenmetern) beim Alta Valtellina Bike Marathon bewältigen. Es geht größtenteils über unbefestigte, aber gut ausgebaute Wege auf bis zu 2.350 Meter Höhe. Startpunkt ist Valdidentro im Veltlin. Von dort schlängelt sich der Weg vorbei an den Türmen des Val Fraele zu den Cancano Seen. Weiter geht es mit dem Ziel Alpisella Pass auf 2.350 Metern Höhe. Der höchste Punkt der Strecke eröffnet einen fantastischen Blick auf die umliegenden Bergketten und testet einmal mehr die Ausdauer der Sportler. Eine Abfahrt trägt die Teilnehmer bis zum Livigno See und von dort geht es wieder bergauf auf den 2.300 hohen Trela Pass.

Alta valtellina bike marathon 2015

Mountainbiken in den schönsten Tälern Europas – Val Verva

Auf dem folgenden Single Trail kommen dann die passionierten Freerider auf ihre Kosten. Weiter geht es bergauf, bergab ins Val Viola und hinauf ins Val Verva. Nach einigen Kilometern auf unebenem Gelände steigt der Weg zur Alpe Boron und danach bis zum Colombano Pass mit seinem Panoramablick an. Von hier aus lässt eine aufregende Abfahrt die Herzen der Adrenalin-Junkies höher schlagen. Nach einigen Kilometern erreichen die Sportler schließlich wieder Isolaccia und damit das Ziel ihrer Reise durch das Veltlin.

Auch die Classic-Strecke von 52 Kilometern führt die Teilnehmer durch die großartige Landschaft des Veltlins. Höchster Punkt der Rundfahrt ist wie bei der Marathon-Strecke der Alpisella Pass. Die Cancano Seen und der Trela Pass stehen ebenfalls auf dem Programm. Auch die Nachwuchs-Mountainbiker kommen nicht zu kurz. Sie können sich am Samstag, den 25. Juli an den Marathon Kids, einen Granfondo für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren, wagen.

Alta valtellina bike marathon 2015 Alta valtellina bike marathon 2015

Am Freitag und Samstag vor dem Event starten zwei kürzere Rundfahrten. Das Herz des Ortler-Massivs ist am Freitag das Ziel der 36 Kilometer langen Ausfahrt. Am darauffolgenden Tag entdecken die Biker die Gegend zwischen Valdidentro und Valdisotto.

Drei Tage Mountainbike-Abenteuer – eine großartige Gelegenheit, eine der schönsten Landschaften der Alpen im Veltlin zu entdecken.

Weitere Informationen zu Bormio finden Sie auf http://www.bormio.eu/?lang=en

Die dritte Runde des iXS European Downhill Cups war am vergangenen Wochenende Teil des Crankworx Festivals in Les Deux Alpes. 260 Fahrer aus 30 Nationen gingen an den Start, wobei sich am Ende Myriam Nicole und Loic Bruni auf heimischem Boden durchsetzen konnten.

Bereits im letzten Jahr gastierte der iXS European Downhill Cup im französischen Les Deux Alpes. Eingebettet in den europäischen Ableger des Crankworx Festivals ist das Rennen eines der Highlights des sportlich absolut hochkarätigen Programms. Schon im Vorfeld zeichnete sich ein Starterfeld ab, welches wohl eher an ein Weltcuprennen erinnerte. Viele der ganz großen Namen fanden sich in der Startliste und somit war ein spannendes Rennen zu erwarten.

ixs downhill cup les 2 alpes

Gleich eine Woche nach Lenzerheide wieder auf dem Podest – Loic Bruni in Les 2 Alpes

Bereits beim Track Walk wurde vielen der Teilnehmer deutlich, dass die ziemlich lange Strecke mit etwa 700 Metern Höhendifferenz hohe Geschwindigkeiten zulassen wird, allerdings aufgrund der extremen Trockenheit das Gripniveau im staubigen Boden wohl eher gering ausfällen würde. Im Training zeigte sich dann, dass es für viele das Staubigste war was sie jemals gefahren sind. Und wenn man solche Aussagen von Australiern hört, dann hat das definitiv was zu heißen.

Wie immer beim European Cup waren die Trainingssessions ziemlich entspannt und somit blieb genug Zeit, sich auch den anderen Attraktionen des Festivals zu widmen. Für viele Teilnehmer standen sowieso mehrere Wettbewerbe auf dem Programm. Los ging es am Donnerstag mit den Whip-Offs, bei dem sich Bernardo Cruz (BRA) und Casey Brown (CAN – Bergamont Hayes) mit viel Style als Sieger in den Geschichtsbüchern des Festivals verewigten. Freitag stand dann neben den ersten Trainingsruns auf der DH-Strecke auch der Dual Speed & Style sowie die Pumptrack Challenge an, beides absolut zuschauerfreundliche und unterhaltsame Rennen. Beim Speed & Style setzte sich erneut ein Downhiller durch, diesmal allerdings Bernard Kerr (GBR – Pivot Factory Team). Beim Pumptrack hatten Adrien Loron (FRA – Scott Velosolutions) und Anne Caro Chausson (FRA – Ibis) die schnellsten Zeiten.

ixs downhill cup les 2 alpes

Gee Atherton

Der Samstag begann erneut mit den Trainingsläufen, bevor dann die Qualifikation anstand. Die Bedingungen wurden natürlich nicht einfacher, die Strecke war extrem ausgefahren und sobald man nicht genug Abstand zu einem Vorausfahrenden einhielt, war sowohl die Sicht eingeschränkt, als auch das Atmen nicht gerade angenehm. Die frische Bergluft wurde ersetzt durch einen Zustand als würde man als Letzter in einem Sahara Konvoi fahren. Auf jeden Fall konnte man bei diesen Bedingungen viel Spaß haben, denn es war wie Fahren im Schlamm, nur ohne nass zu werden. Aber irgendwann war der Spaß vorbei und die ernstzunehmenden Zeitläufe waren an der Reihe. Insbesondere die Fahrer der Klasse Elite Men mussten ordentlich Gas geben, denn nur die Top 30 würden am Sonntag im Super Final um den Tagessieg fahren. Und gerade bei einem so hochkarätig besetzten Rennen, waren die Plätze hart umkämpft, nicht zuletzt, da neben den Top Elite Women eben nur das Super Final live übertragen wurde.

Schnellster des Tages war Wyn Masters (NZL – Team Bulls), gefolgt von Sam Blenkinsop (NZL – Norco) und Remi Thirion (FRA – Commencal). Opfer der erhöhten Erdanziehung war Vorjahressieger Gee Atherton (GBR – GT Factory Team), der bei Vollspeed einmal ordentlich im Staub abtauchte und wahrscheinlich sogar beim nächsten Essen noch Sand zwischen den Zähnen gehabt haben dürfte. Bei den Frauen war es Tracey Hannah (AUS – Polygon UR), die sich mit knapp fünf Sekunden vor Myriam Nicole (FRA – Commencal) die Bestzeit sicherte. Somit schien die Französische Meisterin wieder vollständig genesen zurück im Rennzirkus zu sein und hatte sich schon mal in eine gute Ausgangslage gebracht, um ihren Sieg des Vorjahres zu verteidigen. Finn Iles (CAN – Lapierre Gravity Republic) und Alex Marin (ESP – Giant Factory) waren die Schnellsten der U17 bzw. U19 Kategorie und hätten mit ihren Zeiten beide entspannt die Qualifikation für das Super Final geschafft.

ixs downhill cup les 2 alpes

Myriam Nicole

Die erste Startgruppe am Sonntag waren wie gewohnt die Masters Fahrer. Mads Weidemann (DEN – madweidemann.com) dominierte mit 7 Sekunden Vorsprung vor Paolo Alleva (ITA – Scout/Nukeproof), Dritter wurde Jerome Crottaz (SUI – Cyclone DH Team). Die gut besetzte Klasse der U17 Fahrer entschied mit 13 Sekunden Vorsprung der aus Whistler, der Geburtsstätte des Crankworx Festivals, stammende Finn Iles für sich. Kaos Seagrave (GBR – FMD Racing) sicherte sich den zweiten Rang, gefolgt von Andrea Bianciotto (ITA – Korax Lapierre Dirty Team), der damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter behaupten konnte. In der U19 Klasse konnte Loris Revelli (ITA – Argentina Bike) den Platz als Sieger und Serienführender verlassen, Alex Marin wurde Zweiter, Max Warshawsky (AUS – Bergamont Hayes) platzierte sich auf dem dritten Rang. Im Small Final der Elite Men konnte sich Boris Tetzlaff (AUT – Sports Nut Team) als Einziger mit einer Zeit unter 4 Minuten ins Rampenlicht rücken.

Das Finale der Elite Women war an Spannung kaum zu übertreffen. Als Erste ging Anneke Beerten (NED – Specialized Racing) auf den Kurs und konnte sich für einige Zeit im Red Bull Hot Seat behaupten. Die nächste ernstzunehmende Bestzeit konnte Emilie Siegenthaler (SUI – Pivot Cycles) runterbringen, danach kam Casey Brown, die allerdings unterwegs ein paar Federn lassen musste und mit Absperrband am Lenker und einem zerrissenen Trikot die Ziellinie überquerte und somit nicht bei der Vergabe des Sieges mitreden konnte. Anschließend waren es nur noch die zwei Schnellsten des Vortages, die im Zielbereich erwartet wurden. Für Myriam Nicole offenbarte die Anzeigetafel einen Vorsprung von über 8 Sekunden und somit war klar, dass Tracey Hannah wohl ordentlich am Gas drehen muss, um da noch etwas entgegenzusetzen. Die Zwischenzeit zeigte einen Rückstand von etwa 2 Sekunden, aber im nachfolgenden Abschnitt sah sie um einiges schneller aus als Nicole. In der Nähe des Zielbereichs schien es, als hätte sie ihren Rückstand wieder aufholen können, aber der Blick auf die Anzeige klärte auf: Myriam Nicole konnte mit 3 Hundertstelsekunden Vorsprung ihren Sieg des Vorjahres verteidigen und verwies Tracey Hannah auf Platz zwei, Emilie Siegenthaler wurde Dritte. Mit diesem Ergebnis sicherte sich Tracey Hannah die Führung in der Crankworx Downhill Wertung und zugleich in der iXS European Cup Wertung.

ixs downhill cup les 2 alpes

Bruni on top!

Direkt nach den Frauen gingen die Super Final Fahrer der Klasse Elite Men auf den Kurs. Als erster war George Brannigan (NZL – Trek World Racing) an der Reihe, der schon am Vortag Probleme hatte  und ebenso wie Gee Atherton nur aufgrund des Protected-Status im Super Final um den Tagessieg antreten konnte. Aber das Glück schien an diesem Wochenende nicht auf seiner Seite zu sein, denn nach einem kapitalen Sturz musste er die Strecke verlassen und überquerte somit nicht die Ziellinie. Direkt nach ihm kam Gee Atherton, der in allen drei Jahren zuvor den Platz als Sieger verlassen konnte. Mit einer Zeit von 3:52.529 Minuten lag er schon dicht an der Bestzeit des Vortages, aber würde dies auch reichen? War die Strecke im Vergleich zum Vortag langsamer geworden? Darüber konnte sich der Brite eine längere Zeit im Hot Seat Gedanken machen. Als Erstes kam an der Zwischenzeit Ferran Jorba (ESP – Intense Factory) gefährlich nahe an die Bestmarke von Atherton heran, konnte dies aber nicht bis ins Ziel halten. Der nächste Fahrer war Bernhard Kerr, und auch bei ihm leuchtete die Zwischenzeit grün. Kerr behielt jedoch die Nerven und rettete einen hauchdünnen Vorsprung bis ins Ziel. Dann kam Guillaume Cauvin (FRA – Giant Factory Team) und auch er konnte unterbieten. Als Nächster war Marcelo Gutierrez (COL – Giant Factory Team) an der Reihe, landete mit seiner Zeit aber weit abgeschlagen.

Nun standen noch vier Fahrer am Start. Bei der Fahrt von Loic Bruni (FRA – Lapierre Gravity Republic) tobte die Menge, denn es sah nicht nur spektakulär aus, was er da vor Heimpublikum zeigte, es war auch noch die Bestzeit mit 3:44.759 Minuten und über 5 Sekunden Vorsprung. Dann kam mit Remi Thirion erneut ein Franzose und auch er brachte eine erstaunliche Zeit ins Ziel. 4,6 Sekunden hinter Bruni bedeuteten vorerst der zweiten Rang. Sam Blenkinsop war auf dem Kurs, seine Zwischenzeit war vielversprechend, aber für den Sieg schien es auch dort schon nicht mehr zu reichen. Im Ziel setzte er sich an die dritte Stelle hinter Thirion. Nun war es also nur noch Wyn Masters, der Schnellste des Vortages. Doch die Uhr lief und lief und als er endlich im Sichtfeld des Zieles erschien, war zusehen, dass das vordere Rad platt war und der Neuseeländer wohl einen tiefen Krater im staubigen Boden der Strecke hinterlassen haben musste. Somit machte Loic Bruni den französischen Doppelerfolg perfekt und übernahm damit die Führung im iXS European Downhill Cup sowie in der Crankworx Downhill Wertung.

Die Strecke des Downhill Rennens im Rahmen des Crankworx Festivals hatte es definitiv in sich und hat so manchen Fahrer an die Grenzen geführt. Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter den Athleten, die wieder einmal ordentliche Action geboten haben. Weiter geht es mit dem Europacup Mitte August im tschechischen Spicak bevor dann nur noch im September das Finale in Leogang auf dem Programm steht.

Die Resultate gibt es hier: Ergebnis: http://www.ixsdownhillcup.com/media/6500.pdf

iXS EDC 2015 #3 Les Deux Alpes Course Check from Racement on Vimeo.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.

Nach dem Saisonauftakt in Rotorua, Neuseeland und der zweiten Runde in München rufen nun die Französischen Alpen zum dritten Tour-Stopp der FMB Diamond Serie: Crankworx Les 2 Alpes. Mit zwei Siegen führt Brett Rheeder die Wertung an, dicht gefolgt von den punktgleichen Nicholi Rogatkin und Thomas Genon.  Das Canyon Factory Freeride Team steht an der Spitze der  FMB Factory Team Rangliste, was sich in Les 2 Alpes allerdings ändern könnte, da das Trek C3 Project Team wieder mit dem gesamten, hochkarätigen Team an den Start geht. Für alle Fans, die nicht selbst vor Ort sein können, wird das Event live auf Red Bull TV und fmbworldtour.com übertragen.

Nicoli Rogatkin (Ale DiLullo)

Nicoli Rogatkin (Ale DiLullo)

Einen Vorgeschmack auf die Action am kommenden Wochenende gibt der neue Teaser-Trailer

Bereits seit gestern treffen die ersten Athleten im französischen Les 2 Alpes ein und bereiten sich auf diesen wichtigen Contest vor. Mit nur noch zwei weiteren Slopestyle Events vor dem großen Big Mountain Finale am 17. Oktober, der Red Bull Rampage, kann sich keiner der Titelanwärter einen Fehler erlauben.  Für den Sieg bei einem Diamond Series Event winken dem Gewinner 1000 Punkte für die Gesamtwertung und die Top 3 trennen im Augenblick nur ganze 300 Punkte – das Rennen um die FMB Krone könnte also nicht knapper sein.

Crankworx Les deux Alpes 2015 Rider Line-up

Tomas Zejda (4.) und Logan Peat (5.) könnten mit einer guten Performance in Les 2 Alpes ihre Platzierungen in der Diamond Serie ebenfalls verbessern und noch in den Titelkampf eingreifen. Aber auch Sam Pilgrim, der FMB World Champion von 2013, hat noch Blickkontakt zum Podium, dicht gefolgt von Paul Genovese aus Kanada auf Rang sieben. Tomas Lemoine, derzeit Achter im Ranking, will seinen Heimvorteil nutzen und die Fans mit einer guten Show begeistern. Im vergangenen Jahr reichte Sam Reynolds ein einziger Lauf für den dritten Platz. Kann er 2015 noch weiter vorne landen? Titelanwärter auf den Pechvogel des Jahres ist der Schwede Martin Söderström. Eine erneute Verletzung bedeutet für ihn eine Zwangspause von einigen Wochen und frühestens Ende August wird wieder mit ihm zu rechnen sein. Gute Besserung, Martin!

Der Contest in Les 2 Alpes wird unvergesslich werden und Red Bull TV ermöglicht es jedem, live dabei zu sein: Der Livestream zum Finale am 11. Juli auf Red Bull TV und www.fmbworldtour.com startet um 16:30 Uhr MESZ.

Der neue FMB World Tour Teaser

Mehr Informationen zur FMB Diamond Serie findet ihr auf der FMB Webseite:  http://www.fmbworldtour.com

Für News und Updates folgt FMB World Tour auf:  www.facebook.com/fmbworldtour & www.twitter.com/fmbworldtour und  Instagram @fmbworldtour!

Bereits am Mittwoch Vormittag machten sich einige von uns auf den Weg Richtung Bündnerland. Den ersten Weltcup in Lenzerheide durften wir einfach nicht verpassen und warteten seit über einem Jahr auf diesen Event. Wir wurden nicht enttäuscht.

Mittwoch

Claudios POV Run haben wir leider knapp verpasst, zu gerne hätten wir unsere nackten Hintern ebenfalls in einem seiner Läufe verewigt. Am Nachmittag durften wir jedoch mit den Athertons, dem Devinci Team und den Hannah’s auf den Track Walk begeben. Nie hätten wir gedacht, dass das so spannend sein könnte.

Während sich die Junioren und auch einige Damen mit der Linienführung schwer taten, waren die Profis völlig abgeklärt und wussten genau, wovon sie sprachen und wie man die Strecke lesen musste. Das grösste Gedränge bestand eindeutig im Rock Garden, wo viele mehrmals hoch- und runterliefen um die Optionen abzuwägen.

Donnerstag

Der Trainingstag ist eindeutig der Beste an einem Worldcup Weekend, um die Action reinzuziehen und möglichst viele Fahrer zu sehen. Von morgens um acht bis am späten Nachmittag düst ein Fahrer nach dem Anderen die Piste hinunter. Manchmal im Abstand von nur wenigen Sekunden oder sogar ganze Teams gleichzeitig. Wir hatten das gesamte Gelände für uns, keine Stewards die einen wegschicken und auch keine Zuschauer.

Eindrücklich war hier, wie schnell das Spitzenfeld von Anfang an war. Während sich viele noch nicht sicher über ihre Linienwahl waren, schossen Aaron Gwin, Josh Bryceland und Greg Minnaar bereits im hohen Tempo durch die Wälder. Interessant waren auch die Praxistest vieler Teams: 3-4 Fahrer knapp hintereinander und jeder wählt eine andere Linie als der Vordermann. So finden sie schnell heraus, welche Linie zu viel Zeit kostet.

Der Himmel war erneut wolkenlos und die Temperaturen über 30° – ohne einen Tropfen Regen seit Tagen, war die Strecke für schweizer Verhältnisse ungewöhnlich staubig und trocken. Die ersten grossen Löcher kamen zum Vorschein und darunter auch einige neue Wurzelpassagen. Was am Morgen noch weicher Waldboden war, verwandelte sich im Laufe des Tages zu Staub.

Freitag

Jetzt gehts für die Fahrer bereits um sehr viel: Seit für die Qualifikations-Ränge ebenfalls Weltcup-Punkte vergeben werden, ist es vorbei mit taktieren und Geheimniskrämerei – Jeder will die Bestzeit und man bekommt einen Eindruck über das aktuelle Fahrerlevel. Loic Bruni und Aaron Gwin sind ganz gewiss nicht zufällig auf den ersten beiden Plätzen gelandet. Keiner der anderen Fahrer war so aggressiv und gleichzeitig schnell und kontrolliert. Auch wenn es am Donnerstag mehr Stürze gab, musste an diesem Tag der Helikopter öfter losfliegen – Stürze bei 60 – 70 km/h im losen Sand enden selten verletzungsfrei.

Am Abend hatte die Santa Cruz Bar endlich geöffnet und hauchte dem äusserst tristen Nachtleben in der Gegend ein wenig Atem ein. Cooler Sound, aufgestelltes Personal und superleckere Pulled Pork Sandwiches. Well done Santa Cruz!

Samstag

Heute gehts um die Wurst. Wir haben uns in Schale geworfen und zotteln treu unserem Thema mit Kuhglocken und Bauernkleidung durch die Fahrerlager. Das macht einen Heidenspass, wenn einige völlig verdutzt und verständnislos gucken, während andere sich kaum halten können und unbedingt noch ein Erinnerungsfoto schiessen wollen. Wir haben grossen Spass und können das eine oder andere Grinsen auch bei den Zuschauern und Teams herzaubern.

uci downhill world cup lenzerheide 2015

so muss das

Die Junioren geben bereits tüchtig Gas und zeigen mindestens soviel Kampfgeist wie die Grossen. Die Zuschauer sind bereits jetzt fasziniert von der Action, welche die abwechslungsreiche Strecke in Lenzerheide bietet. Die vielen Sehenswürdigkeiten der Strecke, wie die der Schräghang am Start, das Steinfeld, die fiesen Waldpassagen oder die grossen Sprünge, ziehen die Menge magisch an und bringt sie in Stimmung.

Eine knappe Stunde später starten die Damen. Rachel Atherton sticht da auch auf der Strecke aus der Menge, das sie eine überlegene Fahrtechnik an den Tag legt und auch sonst viel natürlicher mit dem Bike umzugehen scheint. Auf dieses Level kommen nur Seagrave, Carpenter und Ragot. Ragot macht kurz vor der grossen Brücke einen Fehler und somit steht die Siegerin fest: Rachel Atherton.

Bei den Herren geht dann die Post ab. Trotz der ungewöhnlich grossen Hitze klatschen, schreien und pfeiffen die Zuschauer und sind ganz angetan von der gebotenen Action und dem Speed. Wer es noch nie erlebt hat, wird von den Socken gehauen. Wenn man keine zwei Meter neben einem Absprung steht, welchen die Fahrer mit fast 70 Stundenkilometern anfahren, spürt man nicht nur den Wind, sondern auch die Vibrationen im Boden, was ganz schön eindrücklich ist.

Mit jedem Fahrer steigt die Stimmung an der Strecke und die Bestzeiten purzeln. Bis der junge Devinci Fahrer Dean Lucas an den Start geht und mit drei Minuten und zwei Sekunden eine Wahnsinnszeit hinlegt. Keiner der folgenden zwölf Fahrer kann seine Zeit schlagen, darunter grosse Namen wie Gee Atherton, Troy Brosnan und Danny Hart. Greg Minnaar stiehlt erneut allen die Show, indem er mit seiner gewohnt unspektakulären Fahrweise nach knapp 3 Mintuen über die Ziellinie fährt. Die Sekunden, bis er realisiert dass er die Bestzeit aufgestellt hat, scheinen ewig zu dauern – danach ist die Freude jedoch riesig. Die einzigen ernstzunehmenden Gegner sind noch die beiden letzten Fahrer, Gwin und Bruni. Aaron Gwin macht im Steinfeld einen Fehler und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Loic hätte es geschafft, wenn er nicht mehrere kleine Fehler gehabt hätte. Somit kann Greg Minnaar seinen 18. Weltcup Sieg feiern und besteigt den Thron als ungeschlagener Spitzenreiter in Sachen Weltcupsiege.

Nach den Siegerehrungen und offiziellen Feierlichkeiten laufen viele Fahrer durch die Zuschauermengen und lassen es sich nicht nehmen, ein Bad in der Menge zu geniessen. Auch am Abend trifft man sie auf dem Gelände oder im Ausgang an und muss sich keineswegs scheuen, sie anzusprechen. Die Bodenständigkeit und Symphatie, welche ich früher einigen wenigen Fahrern zugeschrieben habe, scheint sich durch das gesamte Fahrerfeld zu ziehen. Keiner der Elitefahrer scheut eine Antwort und lässt einen auch nicht mit einem knappen „Ja“ stehen. Im Gegenteil, sie interessieren sich für ihre Fans und fragen auch mal nach, welches Bike man selber fährt oder wo man oft unterwegs ist. Ein grosses Lob an diese auf dem Boden gebliebenen Fahrer, welche ganz offensichtlich grossen Spass an ihrem Beruf haben.

uci downhill world cup lenzerheide 2015

Free Beer for the Winner! Der Mann kann nicht nur spitzenmässig fahren, er ist auch noch gesellig und symphatisch – Greg Minnaar – Living Legend!

Ein rundum gelungener erster Weltcup in Lenzerheide ist vorbei und wir haben es von Anfang bis Schluss genossen. Die vielen netten Leute, die wir kennengelernt haben, die vielen tollen Erlebnisse am Streckenrand, das geniale Sommerwetter und auch Lenzerheide selbst. Keine Frage, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein werden!

Vielen Dank an Lenzerheide Tourismus und Strobel PR für die Gastfreundschaft und Unterstützung! Vielen Dank aber auch an die UCI, Shimano und die Teams, dass sie das alles ermöglichen. Downhill ist ein spektakulärer und ehrlicher Sport und hat solche tollen Events verdient.

 

Fotos: David Thalmann, Serkan Ucmak, Michael Kägi (reckless-pictures.com)

Weitere Fotos vom Weekend

Mehr Fotos vom Track Walk und Training

Die offiziellen Resultate und Startlisten

Das Replay des Rennens kann man sich wie immer auf Red Bull TV anschauen

 

Gerüchten zufolge soll es in den nächsten Jahren in Engelberg zum Bau von mehreren Mounainbike Trails kommen, welche die Destination mehr in den Mittelpunkt der Bikewelt setzt. Der Bau des Trudy-Trails war bereits ein richtiger Schritt. Mit dem folgenden Event wird ein weiterer Schritt in diese Richtung unternommen. Wir sind gespannt, denn die Region hat enormes Potential, auch auf internationalem Niveau.

Zwei Tage Bike-Genuss pur mit Biker-Party auf dem Jochpass.

Programm 25. & 26. Juli 2015

  • 9 – 11 Uhr: Bikerbrunch im Bärghuis Jochpass
  • 9 – 12 Uhr: Fahrtechnik-Kurs bei Talstation Jochpass-Sessellift
  • ab 12 Uhr: Pastabuffet im Bärghuis Jochpass
  • 12 – 16 Uhr: Sprungkissen bei Jochpass Bergstation
  • Ganzer Tag Bike-Spass auf den Single Trails am Jochpass und Scott Bike-Test

Fahrtechnik-Kurs jeweils 9 – 12 Uhr

Einführen ins Single-Trail-Fahren mit ausgebildeten Guides. Treffpunkt 9 Uhr Talstation Jochpass-Sessellift. Anmeldung für den Fahrtechnik-Kurs empfohlen.

 bikergnuss-jochpass-engelberg-2015

Biker-Party Samstag 25. Juli 2015

Ab 21 Uhr im Bärghuis Jochpass: Live in Concert treekillaz

 

Weitere Infos und alle Details gibt es auf der Website: www.titlis.ch/bikergnuss

 

Die Urbikers sind ein Verein aus dem Urnerland und verantwortlich für den Downhilltrail am Haldi in Schattdorf. Für ihr neues Projekt „Bike Outdoor Anlage Uri“ versuchen sie finanzielle Mittel aufzutreiben und machen daher beim Sport-Förderungsprogramm der Urner Kantonalbank mit und sind auf eure Hilfe angewiesen.

Unterstütze das Projekt mit wenigen Klicks, ganz ohne Anmeldung oder Registration auf der Website.

Projektbeschrieb

Die «Urbikers», ein Verein zur Förderung des Bike-Sports, hat ein fehlendes Angebot erkannt und will die Herausforderung annehmen, eine nachhaltige Bike Outdoor Anlage im Kanton Uri zu realisieren. Diese Anlage, genannt Pumptrack, bietet ein Freizeit- und Sportangebot für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien. Der Pumptrack ist ein Rundkurs bestehend aus Wellen und Kurven. Er ist öffentlich zugänglich und kann von Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermassen genutzt werden. Die Anlage wird in einem Naherholgungsgebiet mit Begegnungszone realisiert.

Nur wer als Kind Radfahren erlernt hat, wird sich als Erwachsener im Alltag mit dem Velo bewegen. Auf solchen Mountainbike-Anlagen lernt man sein Fahrrad richtig zu beherrschen, wie z.B. Koordination, Balance, Kraft und Ausdauer. Zudem macht es sehr viel Spass. Geeignet ist eine solche Anlage für Jung und Alt.

  • Abenteuerlandschaft für Alle von 2 – bis über 70 Jahren
  • Sicher und ohne Umzäunung im öffentlichem Raum
  • Für Schulsport
  • Schnittstelle Verkehrserziehung: Lebenslanges Velofahren
  • Macht keinen Lärm, hohe soziale Kontrolle
  • Idealer Standort: Sportplatz, Schule oder Quartier
  • Individuelle Nutzung, Inline Skates, BMX und Skateboards
pumptrack bike outdoor anlage uri

Beispiel: Pumptrack Chur

Ausgangslage

Die Urbikers, ein Verein zur Förderung des Bike-Sports, hat das Bedürfnis und das fehlende Angebot erkannt und hat die Herausforderung angenommen, dass im Kanton Uri eine Bike Outdoor Anlage realisiert wird. Auf der Suche nach geeigneten Möglichkeiten haben wir das Projekt an der Gemeindeversammlung in Schattdorf vom 29. April 2015 vorgestellt. Das Projekt wurde zur weiteren Abklärung angenommen.

Der Gemeinderat Schattdorf kontaktierte daraufhin die Firma Velosolutions.ch und kam mit dem Besitzer Claudio Caluori in Kontakt, um einen geeigneten Standort zu finden. Velosolution ist schweizweit die einzige Firma, welche Pumptrack-Anlagen mit Beton oder Asphalt baut. Bei einem Treffen zwischen Claudio Caluori und Urban Renggli, Gemeinderat, wurden verschiedene Standorte begangen und beurteilt.

Als optimaler Standort wurde die Sportanlage Grundmatte in Schattdorf evaluiert. Der Gemeinderat Schattdorf ist diesem Projekt sehr positiv gesinnt und kann eine mögliche Landfläche am evaluierten Standort zur Verfügung stellen.

Vorteile des gewählten Standortes:

  • Mehrzweckgebäude mit dem Jugendlokal in der Nähe
  • Verschiedene Sportinteressierte und Vereine können Synergien nutzen
  • WC Anlagen und Parkplätze sind vorhanden
  • Gute soziale Überschaubarkeit der verschiedenen Nutzergruppen
  • Für die Dorfbewohner einfach zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar
  • Im sportlichen Umfeld, wenig Widerstand wegen Lärm zu erwarten

Der Kanton Uri hat zurzeit neben einer Downhillstrecke auf dem Haldi keinen fixen Bikepark zur Verfügung. In Schattdorf gab es vor längerer Zeit hinter dem Jugend Lokal eine kleine Dirt- Line die als Abschluss Projekt von einem Schüler gebaut wurde. Da jedoch das alte Jugendlokal saniert wurde, musste man sie abreissen.

In Andermatt ist neu, ab der Sommersaison 2015, eine mobile (transportable) Pumptrack Anlage aufgestellt. Diese ist öffentlich und gratis zugänglich. Die Eigentümerin Bike + Event GmbH könnte sich vorstellen, diese Anlage im Herbst in Schattdorf aufzustellen, damit sich alle ein Bild machen können, was für ein Erlebnis und Publikumsmagnet so eine Anlage für die Bevölkerung ist.

Gemäss der Studie „Sport Schweiz 2008“ (BASPO) ist Radfahren die beliebteste Sportart der Schweiz. Daher ist die Nachfrage eines solchen Parks sehr hoch und wird in Zukunft weiterhin ein grosses Thema sein.

Ein Pumptrack kann mit jeder Art von Fahrrad, wie auch von Skatern und Inlinern befahren werden und ist für alle öffentlich zugänglich. Pumptrack fahren ist eine kostengünstige Sportart und ein gutes Training, um die eigene Fahrtechnik und Koordination zu verbessern. Zudem ist eine Pumptrack Anlage für die Nachwuchsförderung heutzutage sehr wichtig.

Ziele

Qualitative Ziele:

  • Nachhaltige Bike Outdoor Anlage für die Öffentlichkeit
  • Gemeinsamer Treffpunkt für Sportbegeisterte schaffen
  • Sinnvolle Freizeitgestaltung langfristig fördern
  • Bike-Sport im Allgemeinen unterstützen und fördern
  • Erweiterung des Freizeitangebotes in der Gemeinde
  • Hohe Akzeptanz in der allgemeinen Bevölkerung

Quantitative Ziele:

  • Starke Auslastung der Bike Outdoor Anlage
  • Regelmässiges Angebot von Technikkursen und ähnlichen Attraktionen
  • Unterhalt der Anlage durch regelmässige Kontrolle
  • Gemeinsame Nutzung von Bikern, Skatern und Inlinern

Weitere Infos

Ergänzende Infos im PDF

urbikers pumptrack schattdorf

Urbikers.ch (v.l.n.r. Florian Geisseler, Mario Gisler, Matheo Zgraggen)

Offizielle Statements

„Wir hätten einen Vorschlag“ – mit diesen Worten eröffneten 3 mündige Jugendliche an der Frühlingsdorfgemeinde 2015 in Schattdorf ihren Vorschlag für ein Bike Outdoor Anlage in Schattdorf. Mit Planskizzen und einem mit einer Drohne erstellten Kurzfilm zeigten sie Luftaufnahmen vom Gelände und erklärten den erstaunten Teilnehmern der Frühlingsdorfgemeinde ihre Idee. Die Gemeindeordnung von Schattdorf schreibt vor, dass über Vorschläge aus der Runde abgestimmt werden muss. Das Ergebnis der Abstimmung erstaunte mich und freute mich besonders. Eine grosse Mehrheit der Schattdorfer Stimmbürger stimmte dem Projekt zu. Als Folge wird der Gemeinderat von Schattdorf nun Möglichkeiten prüfen und an einer nächsten Dorfgemeinde Bericht erstatten. Ich meine, es wäre sehr schade, wenn die Initiative unserer jungen Einwohner an örtlichen, finanziellen oder gesetzlichen Hürden scheitern müsste. Sportarten und Ideen zu Sportarten, die nur mit dem Einsatz von körpereigenen Energien ausgeführt werden, verdienen unsere Unterstützung. Ich wünsche: „ Gut pump und jump“. – Rolf Zgraggen, Gemeindepräsident Schattdorf

 

Mit knapp 600 km markierten Bike-Routen ist die Ferienregion Uri ein wahres Eldorado für Biker. Die geplante Sport- und Freizeitanlage trägt zur Attraktivitätssteigerung der Region für dieses sich immer grösserer Beliebtheit erfreuende Marktsegment bei und kann vielseitig genutzt werden. Sie ist sowohl für Gäste als auch Einheimische, für Familien, Kinder, Anfänger und Profis eine spannende Möglichkeit, die Frei- oder Ferienzeit zu gestalten. Die Uri Tourismus AG ist deshalb erfreut über diese Initiative und wünscht dem Verein Urbikers viel Erfolg bei der Umsetzung. – Martina Stadler, Uri Tourismus

 

Unterstütze das Projekt mit wenigen Klicks, ganz ohne Anmeldung oder Registrierung: http://www.unseruri.ch/alle-projekte/bike-outdoor-anlage-uri/

www.urbikers.ch