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Vor vier Wochen rockten die Profis den Bikepark Lenzerheide, letztes Weekend schenkten sie sich nichts in Mont-Sainte-Anne und dieses Weekend treten sie in New York gegeneinander an: UCI Downhill World Cup 2015, Runde 6 – Windham

Claudios Streckenvorschau

Wird Loic Bruni wieder den zweiten Platz für sich beanspruchen? Schafft es Aaron Gwin zurück aufs Podest? Kann Josh Bryceland seinen Überraschungssieg von Kanada wiederholen? Fragen über Fragen, welche die Spannung im Weltcup 2015 erhöhen.

Die Gewinner der bisherigen Downhill Weltcup Rennen 2015 auf einen Blick:

#1 Lourdes
Aaron Gwin
Loic Bruni
Michael Jones

#2 Fort William
Greg Minnaar
Aaron Gwin
Marcello Guitierrez Villegas

#3 Leogang
Aaron Gwin
Connor Fearon
Remy Thirion

#4 Lenzerheide
Gregg Minnaar
Loic Bruni
Dean Lucas

#5 Mont-Sainte-Anne
Josh Bryceland
Loic Bruni
Troy Brosnan

Das letzte Weltcup Rennen findet in 2 Wochen in Val di Sole statt, eine Woche danach sind bereits die Downhill Weltmeisterschaften 2015 in Andorra. Bald ist Winterpause! 🙁

Hier noch die UCI Downhill Weltcup Termine 2015 und die UCI Downhill Weltcup Termine 2016

Vor Kurzem gab UCI die Termine für die Saison 2016 bekannt. Es gibt nächstes Jahr sieben Events für die DH Weltcups, die Weltmeisterschaft findet in Val di Sole in Italien statt.

uci downhill lenzerheide 2015

UCI Downhill World Cup Termine 2016: 

9.-10. April: (DHI) Lourdes, Frankreich
23.-24. April : (DHI/XCO) Cairns, Australien
4.-5. Juni: (DHI) Fort William, Schottland
11.-12. Juni: (DHI) Leogang, Österreich
9.-10. Juli: (DHI) Lenzerheide, Schweiz
6.-7. August: (XCO/DHI) Mont-Sainte-Anne, Kanada
3.-4. September: (DHI) Vallnord, Andorra

6.-11. September: (DHI/4X) UCI Weltmeisterschaft, Val di Sole, Italien

Zusätzlich finden noch an folgenden Terminen die Crosscountry Weltcups statt:

21.-22. Mai: (XCO) Albstadt, Deutschland
28.-29. Mai: (XCO) La Bresse, Frankreich
28. Juni – 3. Juli: (XCO/XCE) UCI Weltmeisterschaft, Nové Mesto, Tschechien
20.-21. August: (XCO) Olympische Spiele, Rio de Janeiro, Brasilien

 

www.uci.ch/mountain-bike

Viele tun sich schwer mit der Frage, welche Bremsbeläge sie an ihr Bike montieren sollen: Resin? Sinter? Das sagt dir nix? Hier ein paar aufklärende Worte zum Thema.

Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass man Original-Beläge des Herstellers einsetzt, da der Trend immer mehr in die Richtung geht, dass die Bremsscheiben auf spezifische Beläge ausgerichtet sind. Wer in einem solchen Fall die falschen Bremsbeläge einsetzt, kann seine Bremsscheiben in kürzester Zeit zerstören. Daher unbedingt darauf achten, dass keine metallischen Beläge für reine Resin-Scheiben verwendet werden oder umgekehrt. Das eine führt zu einer enorm hohen Abnutzung, das andere resultiert in hohem Verschleiss mit mangelndem Bremseffekt.

Ausserdem sollte man sich informieren, was der Hersteller bezüglich „Einfahren der Bremsen“ vorgibt. Während gewisse Kombinationen fast keine Einfahrzeit benötigen, kann es bei gewissen Systemen zu Problemen führen, wenn man diese Vorgaben missachtet (Verglaste Scheiben bspw.).

bremsbelag organisch metallisch resin sinter

Metallisch oder organisch? Der Unterschied ist von blossem Auge kaum erkennbar

Metallische Bremsbeläge – Sinter Brake Pads

Die metallischen Elemente von Sinter Bremsbelägen werden mit Hitze und Druck in das Bremsmaterial eingearbeitet. Diese Beläge sind besonders gut im Handling von hohen Temperaturen und nutzen sich weniger schnell ab.

Lange Haltbarkeit und gleichbleibende Bremspower unter unterschiedlichen Bedingungen. Die metallischen Beläge werden von Regen und Schnee weniger beeinflusst, die Bremspower bleibt die selbe – Hayes Components

Vor- und Nachteile

+ Weniger anfällig auf Hitze und weisst daher weniger Fading auf
+ Besser in extremen Bedingungen wie Schlamm, Regen, Schnee und Staub
+ Besser im Nassen, da die Beläge Wasser absorbieren können
+ Längere Haltbarkeit

– Kann schneller Geräusche verursachen
– Weniger Bremspower vor dem Einfahren
– Höhere Abnutzung der Bremsscheiben
– Benötigt mehr Zeit zum Einfahren

Praxistipps:

Bist Du ein schwerer Fahrer oder gehst härter mit Deinen Bremsen um? Fährst Du oft im Nassen oder auf sehr staubigen Trails? Dann sind die metallischen Beläge auf Dich zugeschnitten.

Diese Beläge sind auch besonders gut bei langen Abfahrten, wo man sich eine konstante Bremsleistung wünscht.

Geräusche können (je nach Kombination) ein grosses Problem bei metallischen Pads sein. Solltest Du dieses Problem haben, dann versuch zuerst die Oberflächen der Beläge zu schleifen. Durch hohe Hitzeentwicklung, in Kombination mit dem Bremsmaterial, dem Abrieb der Scheibe und Dreck von aussen, kann es zur Bildung einer verhärteten Oberfläche auf den Belägen führen, welche Geräusche erzeugt. Sollte dies nichts bringen, ist es eventuell an der Zeit, die Resin-Beläge auszuprobieren, welche dieses Phänomen zwar auch aufweisen können, aber grundsätzlich leiser sind.

bremsbeläge shimano sinter resin

Viel Know-How und Entwicklung in einem unterschätzten Kleinteil

Organische Bremsbeläge – Resin Brake Pads

Diese Beläge werden aus organischen Fasern und Kunstharz hergestellt. Auch wenn sie weniger hart sind, als metallische Beläge, bieten sie mehr Biss und erzeugen weniger Geräusche.

Vor- und Nachteile

+ Geräuscharm
+ Keine Einfahrzeit notwendig
+ Geringere Abnutzung der Scheibe

– Mehr Abnutzung unter staubigen und sandigen Bedingungen
– Schwache Leistung im Nassen, da sich Wasser auf der Oberfläche sammelt
– „Verglasung“ der Beläge

Praxistipps:

Fährst Du eher Crosscountry und All-Mountain oder bist Du ein Leichtgewicht? Dann sind diese Beläge besser für Dich geeignet.

Sie halten nicht so lange wie metallische Beläge, aber beissen von Anfang an gut zu und tendieren zu weniger Bremsgeräuschen. Bei längerem oder härterem Einsatz, kann es zur Verglasung der Beläge kommen: Mit einem Schleifpapier oder einer Feile lässt sich das jedoch schnell beheben. Es ist wichtig, diese Beläge regelmässig zu kontrollieren oder ersetzen.

Allgemeine Tipps:

Beläge reinigen: Es kann vorkommen, dass Fremdstoffe auf den Belägen landen (Öl, Schmutzwasser oder Staub und Dreck), diese sollte man verbrennen. Einfach etwas Alkohol oder Brennsprit auf die Beläge und anzünden. Versteht sich von selbst, dass die Beläge zuerst aus dem Bike entfernt werden sollten. Die Beläge danach leicht anzuschleifen, kann ebenfalls nützlich sein.

Bremsscheiben auswechseln: Grundsätzlich lässt sich jede Bremsscheibe mit jeder Bremse kombinieren, solange die Einbaugrösse identisch ist. ACHTUNG: Es gibt Scheiben, welche ausdrücklich für Resin- oder Sinter-Beläge konzipiert wurden: Diese sollte man nicht mit falschen Belägen verwenden.

 

Ich persönlich bevorzuge die hohe Bremskraft und Langlebigkeit der metallischen Bremsbeläge, bin aber auch nicht der leichteste Fahrer und benötige das Mehr an Bremspower besonders bei langen Abfahrten. Ansonsten würde ich mich für Resin-Beläge entscheiden. Wichtig ist es, dass man die Unterschiede kennt und für sich selbst die optimale Variante wählen kann.

Viel Glück beim Probieren und Fragen einfach wie immer im Kommentarfeld hinterlassen.

 

Weitere Infos zu Scheibenbremsen:

Bremsen einstellen – Kompatibilität von Scheiben

AVID Bremsen entlüften

Shimano Bremsen entlüften

Bremsen korrekt einstellen

 

Wer das neuste Werk von Anthill noch nicht gesehen hat, sollte dies sofort nachholen. So viel hochkarätige Filmtechnik gabs noch in keinem Bikevideo, aber das ist nicht der alleinige Grund dafür, denn auch inhaltlich lässt der Film nichts zu wünschen übrig. Von unglaublichen Abfahrten und Sprüngen auf Gletschern, über Downhills inmitten einer Herde von Rössern bis zum unglaublich faszinierenden Segment von Brandon Semenuk, welcher in nur einer Aufnahme gemacht wurde – dieser Film ist mehr als sehenswert und sicherlich das Bikemovie-Highlight des Jahres.

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Diese Drohne wurde nur für das Making-of benutzt. Schau im Video, wie sie die Aufnahmen in den Kasten bekommen haben.

Wer es bereits gesehen hat, musste sich bestimmt auch fragen, wie es zu dieser Aufnahme von Semenuks Segment kam. Drohnen? Kabel-Kameras? Oder gar ein Helikopter? Wie haben die das gemacht?

Brandon Semenuks unReal Segment: The One Shot

Hintergründe

Mal abgesehen davon, dass man auf einem Berg filmtechnisch sowieso eingeschränkt ist und dies auf einem solchen Niveau wohl noch heikler ist, hatte Semenuk mit einer Verletzung zu kämpfen und konnte die ganze Abfahrt nur ein einziges Mal komplett durchziehen. Dass die Filmer dies in einer solchen Perfektion einfangen konnten, beweist ihre Professionalität. Beeindruckend!

Hier ein paar Hintergründe, wie es dazu kam und welchen Aufwand die Anthill-Crew betreiben musste. Wir sind der Meinung, dass es sich mehr als gelohnt hat.

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Waffen

Kaufe den teuersten Gyro den es gibt, baue 3 Wochen lang einen Trail extra für die Aufnahmen und dazu noch eine eigene Strasse nur für das Kamerafahrzeug und übe, wie man einen Biker über 3 Minuten lang verfolgt, ohne ihn aus den Augen zu verlieren. Achja, das soll dann auch noch hammermässig gut aussehen natürlich.. Respekt!

Wem das nicht genügt, der findet bei Pinkbike eine schöne Fotostrecke von Sterling Lorence dazu.

Den Film gibt es übrigens bei iTunes und Google Play zu kaufen. Ausserdem gibt es zur Zeit auf der ganzen Welt Premieren, wie zum Beispiel am 22. August in Glarus

Das Bikemovie Highlight des Jahres: http://anthillfilms.com http://www.tetongravity.com

Einen Monat nach dem spannenden und actiongeladenen ersten Downhill-Weekend in Lenzerheide, messen sich die weltbesten Fahrer wieder in der Abfahrtsdisziplin. Diesmal in Kanada, Mont-Saine-Anne. 2015 ist Mont-Sainte-Anne das 25. Jahr in Folge Schauplatz von Mountainbike-Events der UCI – ein Rekord, der für die Qualität der XCO- und DH-Tracks des kanadischen Ski-Resorts spricht.

Wer hier letztes Jahr gewonnen hat? Sam Hill! Dieses Jahr wird dies nicht wiederholt werden, da er verletzungsbedingt immernoch nicht Vollgas geben kann. Wer ist der Anwärter dieses Jahr? Bryceland ist noch nicht auf der Höhe, also kämpfen erneut Gwin, Bruni, Atherton und Minnaar um die Spitze. Langweilig wird das sicherlich nicht.. Gwin führt immernoch mit über 100 Punkten Vorsprung zu Bruni und Minnaar. Rachel Atherton führt bei den Frauen mit über 150 Punkten vor Ragot – Tracey Hannah hat sich nach Lenzerheide auf den dritten Platz in der Jahreswertung gekämpft.

Hier noch ein paar Highlights vom letzten Jahr:

Wir sind gespannt und freuen uns auf ein wenig Downhill Action am Schweizer Nationalfeiertag!

UCI Downhill World Cup Mont Sainte-Anne 2015 findet am 1. August 2015 statt.

Wie immer live auf Redbull.tv

Nach einem langen kalten Winter in dicken Bikeschuhen bin ich jetzt sehr froh, in den wärmeren Monaten meine neuen Freerider Canvas Schuhe auf  Biketouren zu tragen. Ganz im Stil der Five Ten Freerider Linie sieht man ihnen den Stempel „Bikeschuh“ nicht gleich auf den ersten Blick an. Sie könnten auch locker als bequeme Freizeitschuhe durchgehen. Und bequem sind sie – und wie!

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Five Ten Freeride Canvas – Chill Mode

 

Tragekomfort

Die Götter haben mich erhört! Sobald die Temperaturen steigen, habe ich bisher in Five Ten Schuhen ziemlich schnell geschwitzt. Die Impact Modelle fühlen sich beim Aufstieg schon nach kurzer Zeit an wie ein Gang durch einen Sumpf. Und die VX Modelle, welche zwar schön wasserdicht sind, sorgen auch schon nach kurzer Zeit für feuchte Füsse (und ensprechende Düfte). Der Freerider Canvas ist in dieser Hinsicht allerdings wie ein Wellnessurlaub. Er ist schön belüftet, sehr leicht und äusserst angenehm zu tragen. Sogar noch bequemer als mein alter Five Ten Freerider aus Leder, welcher für mich bisher die Referenz eines superbequemen Bikeschuhs war. Five Ten zeigt hier wieder mal, dass es noch besser geht.

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unglaublich bequem zu tragen – rauf und runter

Grip auf der Pedale

Egal welche Meinungen in der Welt umherschwirren, die Five Ten Stealth Sohle ist nach wie vor die Sohle mit dem besten Grip auf Flatpedalen. Punkt. Und der Freerider Canvas schliesst sich nahtlos dieser Tradition an. Kein Verrutschen, nicht mal bei sehr holprigen Prügelpassagen. Da müssen die „ich-will-auch-ein-Stück-vom-FiveTen-Kuchen“ Hersteller noch viel dazulernen. Diese Modelle sind vielleicht für die Leute okay, welche den unglaublichen Grip der Stealth Sohle als beängstigend empfinden. Aber wer einen Halt wie auf einem Clickpedal sucht, der ist bei den Five Ten Stealth Sohlen nach wie vor bestens aufgehoben.

Gripmonster - auch in der leichten Version

Gripmonster – auch in der leichten Version

Verarbeitung

Nebst der bewährten Stealth Sohle hat Five Ten auch bei den anderen verwendeten Materialen sehr auf Qualität geachtet. Der Schuh selber ist aus Polyestertextil gefertigt. Dies sorgt dafür, dass der Schuh immer gut durchlüftet wird, bei Nieselregen und nassen Wiesen aber trotzdem trocken bleibt. Jedenfalls hat er kurze Regenschauer bisher klaglos ausgehalten, genau so wie spontane Ausflüge durch Geröll und Dickicht. Der ganze Schuh ist sehr sauber verarbeitet, alles prima aufeinander abgestimmt, wie eigentlich alle Five Ten Freerider Modelle (mein anderes Freerider Modell sieht auch nach 5 Jahren fast wie neu aus).

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perfekt verarbeitet!

Der perfekte Sommerschuh!

Inzwischen habe ich den Five Ten Freerider Canvas auf unzähligen kürzeren und längeren Touren getragen und bin nach jeder Fahrt noch immer komplett begeistert. Das typische Schweissbad im Schuh (so wie bei den ersten High Impact Schuhen) ist Geschichte, ich habe bisher noch nie durchschwitzte Touren mit diesem Schuh gehabt. Und auch ein leichter Regen kann diesen Schuhen nichts anhaben. So ist der Five Ten Freeride Canvas bis zum nächsten Wintereinbruch ganz klar mein neuer Lieblingsschuh. Uneingeschränkt empfehlenswert!

der beste Schuh für den Sommer - Five Ten Freerider Canvas

der beste Schuh für den Sommer – Five Ten Freerider Canvas

http://fiveten.com/

Wir waren am Eröffnungstag des neuen Flowtrails in Leukerbad und sind mit einem dicken Grinsen wieder nach Hause gefahren.

Samstag Vormittag kurz nach Elf Uhr eröffnete Modest Jossen (Initiant der Strecke und Direktor der Torrent Bahnen) den neuen Flowtrail von der Rinderhütte zur Torrentalp – nach einer kurzen Ansprache und der Segnung des Trails durch Pfarrer Müller. Sekunden danach strömte ein Biker nach dem Anderen durch das schöne Starthäusschen und auf den frisch präparierten Trail.

Modeste betonte noch vor der Eröffnung, dass dies keine Downhillstrecke sei – er wurde gebaut für die Biker, welche sonst vielleicht nur Kiesstrassen fahren oder sich das erste Mal auf eine gebaute Piste wagen – oder für Familien mit Kindern und ältere Biker. Jeder soll den Trail fahren können und so wurde er auch konzipiert und umgesetzt. Wer nach technischen Passagen oder gar nach grossen Sprüngen sucht, ist hier falsch.

Dennoch gibt es für die technisch versierten Fahrer keinen Grund, dieser Strecke fernzubleiben. Auch ich war nach der ersten Abfahrt etwas konfus und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Für einen Flowtrail musste man sich ziemlich konzentrieren, da nicht alle Richtungsänderungen intuitiv waren und man an gewissen Streckenabschnitten ein hohes Tempo an den Tag legte. Das ist aber der Schlüssel für viel Spass auf diesem Trail: Jeder kann ihn nach seinem Gusto fahren, aber wer die Streckenführung kennt und sich mit der Zeit traut die Bremsen loszulassen, wird viel Fun haben.

Der obere Streckenabschnitt ist sehr verspielt und etwas sprunglastiger gebaut, dies ändert sich nach wenigen hundert Metern und man findet sich auf einem kleinen Pumptrail wieder – ohne entsprechende Körperarbeit wird es schnell langweilig, ohne entsprechende Konzentration wird es fast zu schnell. Findet man die richtige Kombination, hat man Tränen in den Augen und ein adrenalingeladenes Grinsen. Die meisten Biker kamen unten jedenfalls mit einem grossen Lächeln im Gesicht an.

Für fortgschrittene Biker bietet der Trail eher wenig Action, um den ganzen Tag hoch- und runterzudüsen, aber für zwei bis drei Abfahrten um den Biketag abzurunden, ist es optimal. Da man als Alternative den längeren und anspruchsvolleren Torrenttrail hat, lässt es sich in Leukerbad gut einen Tag verweilen. Mit den All-Mountain Trails um das Torrenthorn welche bis runter nach Leuk führen und der Möglichkeit über das Gemmi nach Sunnbüel/Kandersteg zu traversieren, lässt sich gut ein Bikeweekend füllen. Eine eindrückliche Landschaft, gutes Essen, preiswerte Unterkünfte und die berühmten Therme von Leukerbad runden das Erlebnis ab.

In weniger als einem Jahr hat ein einziger Mann, mit Hilfe aus Tourismus-Behörden und lokalen Unternehmen einen Biketrail an den Torrent gezaubert. Ist das nicht eindrücklich? Das haben andere in zwei Jahrzehnten nicht geschafft. Wenn man genau hinschaut, ging das sogar noch schneller: Im Februar wurde das Konzept vorgestellt, bis im Juni wurde organisiert und Geld gesammelt, im Juni wurde der Entscheid gesprochen und Ende Juli war die Eröffnung. Wahnsinn, was man alles erreichen kann, wenn man nur den Willen zeigt und gemeinsam an einem Strang zieht.

Ausserdem gefällt mir persönlich die Herangehensweise von Leukerbad – zuerst wurde ein Flowtrail für die grosse Masse hingestellt. Kinder, Jugendliche und auch Anfänger können sich ohne Stress und grosse Herausforderungen ans Hinunterfahren gewöhnen und an der Fahrtechnik arbeiten. Viel wichtiger noch: Sie haben Spass am Biken. Mit diesen Voraussetzungen ist es nur eine Frage der Zeit, bis genügend Nachfrage und ein entsprechender Markt in der Region entsteht. Darauf lässt es sich wunderbar aufbauen: Mich würde es in keinster Weise erstaunen, wenn wir in fünf Jahren ganz fasziniert vom Bikepark Leukerbad berichten, mit mehreren Trails, einer genialen Infrastruktur und einem rundum gelungenen Angebot für jeden Biker.

 

Liebe Leute aus Leukerbad, Danke! Das habt ihr toll gemacht.

Liebe Zentralschweizer, nehmt euch ein Beispiel daran…

 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von simonricklinphotography

www.torrent.ch

Wenn man sich erstmal entschieden hat, ob man mit komplett geschützten Beinen unterwegs sein will und deshalb das Mehrgewicht und das grössere Packvolumen eines kombinierten Knie-/Schienbeinschoners auf sich nimmt oder ob der kleine und kompakte Knieschoner ausreicht, ist es leider noch nicht zu Ende mit der Wahl der passenden Schoner. Viele Marken bieten seit ein paar Jahren reine Knieschoner an. Ursprünglich für die Park-Fahrer gedacht, welche auf den präparierten Pisten weniger von den Pedalen rutschen und mit dem Vorderrad auch weniger Geröll in die Schienbeine katapultieren. Inzwischen haben sie sich die Knieschoner aber auch bei den Enduristen und Touren-Fahrern eingenistet, denen die Vorzüge wie geringe Hitzeentwicklung, Packmass und Gewicht wichtig sind.

Wir haben die Produkte von einem der grössten und renomiertesten Hersteller unter die Lupe genommen und berichten euch über die Vor- und Nachteile des ION K_Cap Knieschoners ohne Schienbeinschutz.

Verarbeitung

Wie von ION gewohnt ist die Fertigungsqualität auf sehr hohem Niveau und die Funktionalität mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Zugegeben, günstig sind die Produkte von ION nicht, aber man bekommt etwas für sein Geld: Hochwertige Materialien, Verarbeitung und exklusive Features, welche mit viel Entwicklungsaufwand verbunden sind. Das kann schnell den Unterschied ausmachen zwischen bequem und nützlich oder schmerzhaft und mühsam.

Funktionalität

Dank der offenen Bauform ist der Schoner schnell angelegt. Da der Schoner komplett geöffnet werden kann, erfolgt das Anziehen ohne Schlüpferei und die Schuhe können getrost angezogen bleiben. Zwei Klettbänder sowie ein mit einem Haken eingehängtes Gurtband fixieren den Schoner sehr rasch und einfach am Knie, ohne jegliche Fummelei.

Der Schoner sitzt sofort gut und fest am Bein. Steht man mit geradem Bein, so spürt man wie der Schoner durch seine vorgeformte Passform oberhalb des Knies leicht in den Oberschenkel drückt. Doch sobald das Bein auch nur ein wenig angewinkelt ist, merkt man davon nichts mehr und der Schoner sitzt wie angegossen. Fantastisch, er rutscht keinen Millimeter und schränkt die Bewegungsfreiheit in keiner Weise ein.

Tragekomfort

Auf dem Bike nimmt man den Schoner kaum noch wahr, obwohl er hauptsächlich für Downhilleinsatz konzipiert wurde, sitzt er auch im Enduroeinsatz sowohl bei kurzen als auch bei längeren Uphills gut und fest. Dank der recht massiven Bauweise ist das Gewicht nicht gerade niedrig und die Durchlüftung ist – wie auch für ähnliche Schoner dieser Bauform aus diesem Material typisch – leider nur mässig und an warmen Tagen schwitzt man schon ziemlich, in der kalten Jahreszeit wird sich das dann aber bestimmt ändern.

Technische Aspekte

Grind_Cap: Eine abnehmbare Plastik-Kappe, welche bei Stürzen das Sliden auf dem Boden erleichtern soll. Eher etwas für die Dirter unter uns. Der eingebaute Schutz mit dem verhärtenden Material reicht in der Regel völlig aus.

Sanitized: Mit Zink-Salz für eine antibakterielle Wirkung und gegen schlechte Gerüche.

Tectonic_Fit: Mehrfach ausgezeichnet, bietet die abgekoppelte Bewegung der Knie- und Befestigungs-Zonen auch beim Hochfahren ein angenehmes Gefühl und verhindert ein Verrutschen des Schoners.

Praxistest

In unserem Einsatz musste sich der Schoner auch bei einem Sturz auf das Knie beweisen und funktionierte tadellos – das Knie überstand den Einschlag ohne jegliche Spuren. Somit ist wohl die wichtigste Funktion des Schoners mehr als gewährleistet – was man bei gewissen Konkurrenzprodukten leider nicht behaupten kann (rutschende Schoner, ungenügender Schutz oder einfach schlechte Verarbeitung sind keine Seltenheit)

Fazit

Der Ion K_Cap ist ein solider Knieschoner, den man für den Downhill und Enduroeinsatz uneingeschränkt empfehlen kann. Der Schoner ist kein Leichtgewicht, sorgt aber für überdurchschnittlich guten Schutz des Knies. Einzig die Belüftung könnt etwas besser sein. Wer sein Schienbein ebenfalls geschützt wissen will, greift zum grösseren Bruder, dem K_Cap_Select, welcher die gleichen Features bietet.

www.ion-products.com

Die technischen Hintergründe und noch mehr Infos zu den K_Cap Schonern gibt es hier

Livigno stockt auf: Seit vergangener Woche ist das italienische Bike-Ressort offiziell um drei neue Trails reicher. Im Val Minor wurde am Donnerstag ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Livigno und der Schweiz eingeweiht. Am darauffolgenden Samstag ließen es sich Livignos langjähriger Botschafter Hans Rey und auch Danny MacAskill nicht nehmen, die zwei neuen Flow Trails auf dem Hausberg Carosello 3000 unter die Räder zu nehmen.

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Das Val Minor verbindet die Schweiz mit Italien – und der neue Flowtrail verbindet Livigno mit dem Bernina Pass

Transalpinisten (und natürlich auch alle anderen Bike-Fans) können sich freuen: Ab sofort gelangen sie noch einfacher und schneller von der Schweiz nach Livigno. Ein neuer 5,8 km langer Trail führt sie in rund 50 Minuten über 180 Höhenmeter vom Bahnhof Bernina Hospiz zum Forcola-Pass. Von dort kann die Reise auf einem einfachen Weg nach Livigno fortgesetzt werden. Doch auch andersherum ist die Strecke von großer Bedeutung, z.B. dann, wenn Mountainbiker von Livigno aus den Berninapass anfahren möchten, um mit der berühmten Berninabahn weiterzureisen. Bisher waren die beiden Länder über konditionell anspruchsvolleren Bike-Trails verbunden, die mindestens drei bis vier Stunden für die Überquerung in Anspruch nahmen. Dank Livigno und den beiden Schweizer Gemeinden Poschiavo und Pontresina gehört dies nun der Vergangenheit an. Die neue Route durch das Val Minor führt durch unberührte Natur und bietet eine atemberaubende Sicht auf den Gletscher Vadret da Palü sowie auf dessen angrenzenden See.


Nachdem er mit einer Schar von Bikern den neuen Verbindungsweg getestet hatte, verschlug es Hans Rey kurz drauf zur Eröffnung des neuen Flow Trails am Carosello 3000. Auch Danny MacAskill, der bereits 2012 mit Hans in Livigno biken war, drehte einige Runden auf dem frisch angelegten „Coast to Coast“ (6 km) und „Roller Coaster“ (4 km). Diese sind eine wahre Evolution im Streckennetz von Livigno und verbinden eine Reihe bereits existierender Trails miteinander. „Flowig“ werden sie durch ihre fein abgestimmte Abfolge an rhythmischen Sprüngen und Anliegern, die Radfahrern das Gefühl geben, in einer Achterbahn zu sitzen. In Kooperation mit Hans Rey und dem Flow-Country-Experten Diddie Schneider shapten Alberto Clement und seine Crew eine Strecke, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und Pros bestens geeignet ist. Nach der Eröffnungsfahrt zeigten sich alle Beteiligten begeistert. „Wir haben hart dafür gearbeitet und ich bin happy, wie Carosello 3000 die Trails umgesetzt hat“, so Hans Rey. „Man erkennt sehr leicht, dass es wirklich Flow Country ist – man muss nur in die grinsenden Gesichter schauen. Die zehn Kilometer Flow Trail waren erst der Anfang – Livigno ist einer der weltweit besten Orte für Mountainbiking und die neue Anlage komplettiert das Angebot perfekt.“ Auch Danny MacAskill gefielen die beiden neuen Wege: „Ich bin gerne in Livigno, wo ich zusammen mit Hans schon einiges abgefahren bin. Ich hatte auf den Flow Trails viel Spaß und hoffe, bald zurück kommen zu können.“

Das Projekt Flow Trail ist noch lange nicht beendet: weitere Abschnitte sind geplant, von denen bereits Mitte August ein weiterer vier Kilometer langer Trail fertiggestellt wird. Dieser Clip zu den neuen Flow Trails gibt einen ersten Einblick:

Am 2. August findet zudem ein erster Wettbewerb auf dem neu angelegten Terrain statt: der 3K Up&Down Event. Im Zuge der Adventure Award Days (27. Juli – 2. August) können 100 Flow-Country-Fans beweisen, was in ihnen und ihren Beinen steckt. Wie oft schaffen es die Biker in sieben Stunden, mit den zwei Gondeln rauf- und auf den neuen Trails runterzufahren? Nähere Infos dazu gibt es unter: www.adventureawards.it

Alle Informationen rund um Livigno unter www.livigno.eu oder auch auf Facebook unter www.facebook.com/LivignoFeelTheAlps

Am kommenden Weekend wird der neue Flowtrail in Leukerbad nach nur wenigen Wochen Bauzeit eröffnet. Nachfolgend die Infos und Details zum Event.

Die Mountain Bike Strecke wird am Samstag, 25. Juli 2015 mit Festwirtschaft und buntem Rahmenprogramm vor eindrücklicher Bergkulisse eingeweiht. Vor Ort geben Instruktoren Tipps und Tricks, um den Flowtrail mit Bravour zu meistern.

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Rahmenprogramm Eröffnungstag

Es erwartet Sie ein buntes Rahmenprogramm und eine Festwirtschaft.

10.00 Uhr Begrüssung durch Verwaltungsrat und Direktion der Torrent-Bahnen
10.30 Uhr Einsegnung durch Pfarrer Jean-Marie Perrig
11.00 Uhr Offizielle Freigabe für alle Biker
ab 11.00 Uhr Festwirtschaft und Rahmenporgramm
14.00 Uhr Showprogramm durch Profi-Mountainbiker
18.00 Uhr letzte Talfahrten mit Gondelbahn und Luftseilbahn

Hier schon ein Vorgeschmack (Karte und Foto), der Flowtrail ist fast fertig und der Eröffnung steht nichts mehr im Wege.

http://www.torrent.ch