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Wir waren am vergangenen Weekend wieder mal im Wallis unterwegs und lernten die Vorzüge der Bikeregion erneut schätzen. Die geniale Infrastruktur, das moderate Klima und nicht zuletzt die unvergleichlichen Trails haben uns erneut in ihren Bann gezogen.

Ohne viele Worte, dafür mit schönen Bildern um das Fernweh zu wecken. Es gibt keine schönere Saison als den Herbst, um die Berge auf dem Bike zu geniessen. Aber schau selbst:

Was soll man bei dieser Pracht noch anfügen? Zmutt - Zermatt

Was soll man bei dieser Pracht noch anfügen? Zmutt – Zermatt

Rothorn - Bereits ins Winterkleid gehüllt

Rothorn – Bereits ins Winterkleid gehüllt

Let's play!

Let’s play!

Bei solchen Verhältnissen ist Spass garantiert :)

Bei solchen Verhältnissen ist Spass garantiert 🙂

Oben ist man im Schnee rumgerutscht - aber es wurde schnell sehr flowig

Oben ist man im Schnee rumgerutscht – aber es wurde schnell sehr flowig

Schöne Aussichten auch ohne das Hora

Schöne Aussichten auch ohne das Hora

Habe ich den abartig geilen Grip erwähnt?

Habe ich den abartig geilen Grip erwähnt?

Herbstschönheit

Herbstschönheit

Spassige Trails und schöne Natur mit Freunden geniessen - besser geht kaum

Spassige Trails und schöne Natur mit Freunden geniessen – besser geht kaum

The Light Fantastic

The Light Fantastic

Spiel, Spass und Spannung - Besser als jede Kinderüberraschung

Spiel, Spass und Spannung – Besser als jede Kinderüberraschung

Am Weekend am Besten gleich nochmal hin 🙂

Die Fahrer für Anthills neustes Werk unReal waren allesamt mit Actioncams von Sony bestückt. Jetzt gibt’s die ungeschnittenen Aufnahmen, Stürze und Hintergründe auch online, um sich ein Bild machen zu können, was die Fahrer und Produzenten durchmachen mussten.

Anthills unReal gibt es auf iTunes zu kaufen: https://itunes.apple.com/us/movie/unreal/id1016604515?ign-mpt=uo%3D4

Der beste Film des Jahres.

www.anthillfilms.com

PM RideSide: Die Tage werden allmählich kürzer und die Nächte wieder länger, die Sonne wird müder und der Wind frischt langsam wieder auf, die Sommerferien sind vorbei und der goldene Herbst zieht wieder besinnlich in unseren Breitengrad ein.

Die Zeit ist gekommen uns am RideSide Season Closing in die Arme zu schließen, uns auf die glorreiche Saison zurückbesinnen und frei dem Motto „Bike z bode ga, Party richtig z Bode ga“ zusammenzufinden.

ride side season closing party

IHR SEID EINGELADEN

Folgendes Programm haben wir uns ausgemalt:

Am Tag treffen wir uns in unserem kleinem aber feinen Bikecamp, im Morschacher Wald, an der großen Feuerstelle am Axenstein zum Bikeplausch, mit all unseren Freunden der RideSide Bande und deren Anhang.

Unsere Festwirtschaft wird uns vom Grill kulinarisch verköstigen und bietet für groß und klein alles an Heiß- und Kaltgetränken.

Wie jedes Jahr richten wieder einen Freeride Shuttel ein.

Treffpunkt Dettling Brennerei, Brunnen ab 09.00 Uhr.

Zudem möchten wir mit verschiedenen Enduro Touren, geführt von unseren Lokalen Vorlümmlern, die Umgebung erkunden.

Für alle Mitglieder ist der Shuttelservice und die Enduro-Touren gratis und alle anderen können eine ½ Jahres Mitgliedschaft (aus Versicherungsgründen) für 20,- lösen.

Am späten Nachmittag ist Gedacht uns im Kulturm zu treffen und bei einem gemütlichen Apéro uns für den Abend gebührend einzustimmen.

DENN ES WIRD WIEDER HEISS!!! VERDAMMT HEISS!!!

Unsere legendären Freunde aus dem fernen Wuppertal, alias Shoyou, Chris Brown und Reflex werden uns mit ihren musikalischen Köstlichkeiten aufs schönste verwöhnen.

Soviel geballte Energie verspricht, dass es ein Fest der Extase wird.

Nebst der schweisstreibenden Rythmusgymnastik soll es euch bei unserem Grillör, unserer feucht fröhlichen Kaffeestube und nicht weniger amüsanten Bistro an nix fehlen.

Wir freuen uns auf euch.

Cheers RideSide Crew

http://www.rideside.ch/

Die Saison 2015 ist nun endgültig zu Ende. Zum letzten Lauf der iXS Serie fanden sich knapp 400 Fahrer aus 15 Nationen im schweizerischen Bellwald ein. Emilie Siegenthaler und Lutz Weber konnten das Rennen für sich entscheiden. Die Seriensieger heißen Martin Frei und Carina Cappellari.

ixs downhill cup bellwald 2015 lutz Weber

Lutz Weber

Seit neun Jahren gibt es bereits Mountainbike Downhill Rennen in Bellwald und schon seit einigen Jahren hat es sich eingebürgert, dass in dem hoch gelegenen Walliser Ort auch das Finale des iXS Swiss Downhill Cups ausgetragen wird. Die Strecke mit etwa 2200 Metern Länge und einer Höhendifferenz von 400 Metern wird jedes Jahr in einen perfekten Zustand versetzt und ist damit der optimale Schauplatz für die Kämpfe um den Tagessieg und um die letzten wichtigen Punkte für die Gesamtwertung. Zusätzlich ist allein schon das Abendprogramm mit stets guter Livemusik diesem Anlass würdig. Aber auch das eigentlich immer gute Wetter Anfang Oktober in dieser Region ist ein Grund für die jährliche Terminwahl. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und von dieser Regelabweichung wurden in diesem Jahr die Veranstalter heimgesucht. Schon die Vorhersage ließ nichts Gutes erwarten. Bereits am Freitag zum Track Walk konnte man sehen, auf was man sich am Wochenende einzustellen hatte. Nasskalte Bedingungen machten es nicht gerade angenehm, obwohl der Spaß im Schlamm natürlich zum Downhill dazugehört.

ixs downhill cup bellwald 2015

Martin Frei

Der Seeding Run wurde in der Klasse Elite Women so eindeutig dominiert, wie es schon lange nicht mehr bei einem iXS Cup vorkam. Emilie Siegenthaler (SUI – Pivot Factory) zeigte bei diesen Bedingungen perfekte Radbeherrschung und deklassierte ihre Konkurrentinnen so sehr, dass Carina Cappellari (SUI – Radon Magura Factory) unglaubliche 25 Sekunden Rückstand verkraften musste. Im Gegensatz dazu, war es in der Elite Men Klasse richtig knapp, denn Basil Weber (SUI – Team Project) konnte gerade mal mit 8 Zehntelsekunden Vorsprung sich den letzten Startplatz für Sonntag sichern. Damit war die Ausgangslage hinsichtlich der Gesamtwertung ziemlich offen, Martin Frei (SUI – Akira Tuning Racing) lag mit 387 Punkten in Führung, dahinter Basil Weber mit 385 Punkten und dann kam auch schon Lutz Weber (SUI – Swiss Downhill Syndicate) mit 343 Zählern. Spannender konnten es die Drei nicht machen.

Am Sonntag ging es wettertechnisch dann wieder genau so los, dass viele sicherlich am liebsten gar nicht erst aufgestanden wären. Allerdings war die Vorhersage endlich um einiges besser und die Meteorologen sollten diesmal auch recht behalten. Pünktlich mit dem Start der Finalläufe um 11.30 Uhr klarte es auf und die Sonne setzte das Veranstaltungsgelände ins rechte Licht.

Wie immer war als erste lizenzierte Klasse das ältere Semester an der Reihe. Einmal mehr ließ Thomas Ryser (SUI – Radon Hot-Trail Racing) nichts anbrennen und sicherte sich an diesem Wochenende mit zweimal der schnellsten Zeit die volle Punktzahl und damit auch den Seriensieg. Zweiter der Gesamtwertung wurde Luis Ribeiro (POR – Penacova DH), gefolgt von Jérôme Crottaz (SUI – Cyclone DH Team).

In der Klasse U17 Youth war der Kampf um die Gesamtwertung bis zur letzten Minute nicht entschieden und an Spannung und Drama kaum zu überbieten. Drei Fahrer lagen auf einer hoffnungsvollen Position und konnten mit dem Ergebnis in Bellwald die Serienwertung für sich entscheiden. Loris Michellod (SUI – Verbier Bikepark), Federico Monzoni (ITA – Smile Bike) und Jerome Müller (SUI – Magic Downhill) waren die Namen, wobei am Ende der Italiener den Tagessieg einfuhr und somit auch den Pokal des Seriensiegers mit nach Hause nehmen konnte. Michellod wurde nur Sechster, was ihm allerdings trotzdem noch mit einem Punkt Vorsprung den zweiten Platz in der Serie vor Müller einbrachte.

In der Kategorie U19 hatte Janis Lehmann (SUI – aendus-bike-gallery.ch) die gesamt Saison über eine gute Bilanz eingefahren und konnte somit es ziemlich entspannt angehen. Der angehäufte Vorsprung auf dem Gesamtwertungskonto war vor dem Finalrennen bereits so groß, dass der Sieg ihm sicher war. Am Ende schloss der Juniorenmeister mit dem dritten Platz ab und geht als Seriengewinner 2015 in die Geschichtsbücher ein. Den Tagessieg konnte Ari Montanier (SUI – Speed racing) einfahren, was ihm am Ende dann noch den zweiten Gesamtrang einbrachte. Pascal Kempf (FRA – Sabma/Devinci) komplettierte das Podest der Tageswertung auf dem zweiten Platz.

ixs downhill cup bellwald 2015

Emilie Siegenthaler

Die Klasse Elite Women konnte Emilie Siegenthaler erwartungsgemäß für sich entscheiden. In der Gesamtwertung konnte sie jedoch keine große Rolle spielen, da die Schweizer Meisterin nur an zwei der vier Rennen teilgenommen hatte. Zweite wurde Laura Lohner (FRA – RVTT Morillon Pitstop), aber auch sie konnte um den Seriensieg nicht mitreden. Den dritten Platz sicherte sich Carina Cappellari, die in diesem Jahr wohl ihre stärkste Saison ablieferte und somit den Sieg der Gesamtwertung wohlverdient mit in die Off-Season nehmen kann. Im Übrigen führt Cappellari bereits seit einiger Zeit unangefochten die iXS Standings an. Dabei handelt es sich um eine serienübergreifende Rangliste aller iXS Rennen mit einer Punktegültigkeit von 365 Tagen. Lea Rutz (SUI – iXS Gravity Union) reichte heute der fünfte Platz für den Vizetitel des Gesamtklassements.

Als letzte Klasse ging wie immer die Elite Men Kategorie auf den Kurs. Obwohl nun mittlerweile die Sonne seit einigen Stunden geschienen hatte, konnte man von einem Abtrocknen der Strecke nicht sprechen und somit waren Schlammreifen immer noch die beste Wahl. Als erster legte Maxime Chapuis (SUI – Cyclone DH Team) eine Zeit deutlich unter 4 Minuten vor. Damit konnte der Schweizer Meister es sich im Red Bull Hot Seat bequem machen, denn erst der als fünftletzter startende Martin Frei unterbot die Zeit und legte mit 3:51.677 Minuten eine neue Messlatte vor. Dann startete Alexandre Lohner (FRA – RVTT Morillon Pitstop), war aber 4 Sekunden langsamer. Dann kam Janik Rebmann (GER – Team Bikepark Albstadt) und schob sich zwischen die beiden. Nun war Lutz Weber an der Reihe und legte eine Zeit vor, die mit über 5 Sekunden Vorsprung wohl kaum zu schlagen sein würde. Basil Weber war nun also als Letzter auf dem Kurs, aber bereits als er über die extra fürs Rennen gebaute Brückenkonstruktion kam, war klar, es wird bei weitem nicht reichen. Mit zehn Sekunden Rückstand fand er sich letztendlich auf dem sechsten Rang wieder. Der Tagessieg ging also an Lutz Weber, vor Martin Frei, der damit den prestigeträchtigen Serientitel gewinnen konnte. Lutz Weber erreichte den zweiten Platz im Serienranking, während Basil Weber schlussendlich sich auf dem dritten Rang wieder fand.

Freilich waren es nicht die besten Bedingungen für das große Abschlussrennen, aber trotzdem war es erneut ein absolut würdiges Finale in Bellwald. Fest steht bereits jetzt, die Serie wird im kommenden Jahr wieder zum Abschlussrennen an diesen Schauplatz zurückkehren, dann zum zehnjährigen Jubiläum. Jetzt heißt es erst mal für alle Aktiven die Off-Season genießen, aber die verdiente Pause nicht zu lang werden zu lassen, denn die Grundlage für Siege wird im Winter gelegt. An dieser Stelle gilt es zu erwähnen, dass man das Engagement von iXS kaum hoch genug einschätzen kann, denn bereits seit 2003 unterstützen sie den iXS Swiss Downhill Cup und haben somit aktiv die Disziplin Downhill gefördert.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.

Fotos:  © extreme-pics / Thomas Dietze

Ergebnis: http://www.ixsdownhillcup.com/media/7982.pdf
Gesamtwertung: http://www.ixsdownhillcup.com/de/Ergebnisse/Gesamtwertung/iXS-Downhill-2015/iXS-Swiss-Downhill-Cup

Bald ist es wieder soweit. In Chur treffen sich die verschiedensten Gruppen um den Mountainbikesport um 2 Tage lang zu diskutieren, Meinungen auszutauschen und sich zu informieren.

flyer ride mountainbike kongresse 2015

Beim Ride Mountainbike-Kongress in Chur 2015 (15. – 16. Oktober) wird mit dem Leitthema «Digital MTB» aufgezeigt, wie die digitale Welt den Mountainbikesport verändert und welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben. Während den zwei Tagen werden Fachreferate, Showcase-Präsentationen und Vertiefungs-Sessions geboten.

Das detaillierte Programm und sämtliche weiteren Infos findest Du über folgende Links

Ride Mountainbike Kongress – Programm 2015

Ride Mountainbike Kongress – Teilnehmer 2015

 

Der Red Bull Foxhunt fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt und erneut musste Rachel Atherton auf die Jagd. 100 Mädels starten vor ihr und sie musste möglichst viele überholen. Tolles neues Rennformat mit grossem Spassfaktor für alle Teilnehmer.

Mit dem letzten Startplatz (und gehörigem Abstand), auf einer Strecke von unter 4 Minuten länge, hat Rachel ganze 65 Fahrerinnen überholt. Respekt!

rachel atherton foxhunt

Die Gejagten (© Rutger Pauw / Red Bull Content Pool)

rachel atherton foxhunt

Die Jägerin – Rachel Atherton (© Rutger Pauw / Red Bull Content Pool)

Für die schnellste Mountainbikerin der Welt muss es jedoch ein komisches Gefühl sein, plötzlich auf Platz 35 ins Ziel zu kommen. Letztes Jahr waren es nur 17 Damen, die es vor Ihr über die Linie geschafft haben. Aber Rachel schaut den Event als das an, was es ist: Ein Spassrennen, um mehr Mädels zu motivieren. Sie hatte jedenfalls grossen Spass, das hört man im Video.

http://athertonracing.co.uk/

http://www.redbull.com/uk/en/bike/events/1331726423300/red-bull-foxhunt-rachel-atherton

Am letzten Wochenende (19./20.9.2015) war die Bluegrass Enduro Serie zu Gast im schweizerischen Jura. Das Motto der Bluegrass Serie „One World – Race it blind“ beschreibt wohl eines der interessantesten Rennformate im heutigen Mountainbikesport.

Photo by Maxime Schmid

Die Bluegrass Enduro Tour zu Gast in der Schweiz

Endurorennen beinhalten eine Reihe von Wertungssprüfungen/Stages, die grösstenteils bergab gefahren werden, am Ende zählt die die Summe der Stagezeiten. Das besondere am Blindformat: Es gibt kein Training auf den Strecken und jede Besichtigung der Strecke vor dem Rennen ist verboten. Der besondere Charme – man sieht die Strecke erst im Rennen.

„Dieses Rennen ist schwierig“ – der schweizerische Jura entpuppt sich als anspruchsvolles Terrain auch für erfahrene Teilnehmer.
Erstmals wurde das Rennen im schweizerischen Jura im Rahmen der internationalen Bluegrass Enduro Tour ausgetragen – doch es war nicht das erste Rennen in der Region – bereits seit 2010 werden hier Endurorennen als  Equinoxx Enduro ausgetragen. Nicht zuletzt merkt man das am reibungslosen Ablauf von der Registrierung bis zur Siegerehrungszeremonie. Die Region lädt zum Biken ein – obwohl das Relief in der Region grundsätzlich gemässigt ist, hat das Faltenjura seine Eigenheiten. In der Regel durchziehen lange Bergrücken die Region, die in Faltenrichtung verlaufen, einseitig sind diese oft steil und weisen auch Felsabbrüche auf. Vier dieser Bergrücken beherbegen die 8 Stages des Rennens. Aufstiegshilfen gibt es keine, die Teilnehmer müssen alle Anstiege mit Muskelkraft bestreiten. Ein weiterer Faktor ist der vorherrschende Kalkstein, der für schwindenden Grip bei zunehmender Nässe bekannt ist.
bluegrass enduro delémon

Technische Passage – Photo by Maxime Schmid

Am Samstag ist es zunächst noch trocken…
Nach der Registrierung gibt es ein kurzes Fahrerbriefing und das gesamte Starterfeld bewegt sich zum Beginn des unteren Teils von Chaud chô show (1) – Da es keine Qualifikation gibt, wird nach Startnummern gestartet. Besonders spannend – ähnlich einem 4x starten immer 3 Fahrer zeitgleich – der Antritt auf ca. 50m Forstweg entscheidet, wer als erstes in den Singletrail kommt und freie Fahrt hat. Die Stage ist kurz, ein paar kräftige Turns auf rutschigem Waldboden, das Schlussstück über einen Schotterweg. Die Zeit bestimmt das Ranking und damit die Startreihenfolge des ganzen Tages. Wow, das hat Spass gemacht.
… doch schliesslich schüttet es in Strömen!
bluegrass enduro delémon

Eine tolle Gegend – Photo by Maxime Schmid

La Béchatte (2) liegt auf der anderen Seite des Tals, die Stage wird nach etwa 350 hm Anstieg im strömenden Regen erreicht. Nach ein paar Turns kommt ein Uphill, treten ist fast unmöglich, da die Pneus im Matsch keinen Grip finden – also zu Fuss hoch. Nach ein paar Kehren wird es technisch mit steilen Passagen und fiesem Kalksteinen und Matschsosse dazu. Es gibt Wurzelpassagen, enge Traversen und flowige Turns. Viele stürzen in dieser Stage – manche Teilnehmner geben bereits nach Stage 2 auf.
Vicquemestre (3) befindet sich auf dem gleichen Berg, verläuft jedoch in anderer Richtung. Es ist ein gebauter Trail mit Anliegern und Sprüngen, es gibt auch Gaps, doch diese sind zum Glück für das Rennen (und unter diesen Bedingungen) abgesperrt. Der Belag des gebauten Trails ist durchgehend schmieriger Matsch, viele haben hier Probleme auf dem Bike zu bleiben. Wie es wohl wäre, diese Stage im trockenen zu fahren..?
bluegrass enduro delémont

Kaum einer, der nicht stürzte – Photo by Maxime Schmid

Wir wechseln den Berg für Crête des Cendres (4). Da die Transferzeit für rund 600 hm etwas knapp bemessen ist, reagieren die Organisatoren und verschieben den Start um 30min. Die Starter sind erleichtert. Bereits im Aufstieg auf dem Forstweg kreuzen wir die Strecke zweimal und sehen eine sehr technische Stelle – wer wird diese im Rennen fahren? Die Spannung steigt. Die Stage verläuft entlang eines Kamms, technische Passagen wechseln sich mit flowigen ab, es macht Spass. Zum Glück hat es etwas abgetrocknet und es ist weniger rutschig. An der technischsten Stelle stehen Zuschauer und man wird gehörig angefgeuert. Wow, eine Superstimmung.

Nach der Stage geht es zurück zum Veranstaltungsort mit provisorischem Campingplatz auf der anderen Seite von Delémont. Nochmal 120hm. Mach einer fragt sich, ob das sein muss… Doch dort warten provisorische Duschen in einem Stall und das Abendessen. Kohlenhydrate auffüllen und ein Bier trinken, denn der erste Tag ist überlebt.

Nach dem Frühstück gibt es ein kurzes Briefing und es folgen 160hm zu Le Béridier (5). Gestartet wird nun nach dem Ergebnis des Vortags. Die Stage ist kurz und endet in Delémont. Gleich zu beginn geht es etwas hakelig entlang eines Grats, bevor der Trail steiler wird. Steine, Singletrail, Treppen, Asphalt – alles dabei. Noch nicht jeder findet in den Flow. Doch der Boden ist griffiger geworden – also weniger Rutschpartie heute?
bluegrass enduro delémont

Tolle Trails – Photo by Emmanuelle Larfi

Zum Start von Vorbourg (6) geht es 500hm hoch auf einen Bergrücken. Der Anstieg ist steil, viele stossen das Bike. Der Trail startet flowig mit viel Pedalieranteil und wird dann technischer, um im Enstück schön hängend mit weiten Turns über Gras ins Ziel zu führen. Nicht jeder übersteht die Stage unbeschadet – der noch vor der Stage Zweitplatzierte scheidet hier verletzungsbedingt aus. Gute Besserung!
Wieder wechselt der Berg, der Anstieg (570hm) ist sehr steil und pedalieren ist kaum möglich. Das zehrt an den Reserven für Roc de Courroux (7) . Die Stage entpuppt sich als Flowtrail, er ist weniger technisch und dafür schnell, der Boden ist griffig – eine willkommene Abwechslung. Das hat Spass gemacht!
Der obere Teil von Chaud chô show (8) ist die letzte Stage, die mit 500hm erreicht wird. Wieder wird die Reihenfolge geändert, man startet gemäss aktueller Platzierung. Diese letzte Stage beginnt mässig steil, um dann in steile Hänge mit gebauten Kurven abzutauchen. Es folgt ein kurzer Sprint über eine Wiese, ein knackiger Anstieg, ein Stück Trail auf einem Grat, dann ein Forstweg und das Ziel.

Eine tolle Gegend mit abwechslungsreichen Trails, wechselhaftes Wetter und die perfekte Organisation des Equinoxx Teams bescherte uns ein spannendes Rennwochenende, an dem der Spass nicht zu kurz kam. Es waren 3260 Höhenmeter und 83 km – Für manche war es hart, das Fahrerfeld wurde von Stage zu Stage kleiner. Die glücklichen Sieger waren Camille Balanche (Frauen), Emmanuel Allaz (Männer), Ulysse Perrelet (Junioren) und Raphael Salamin (Masters).

Wir hoffen, dass das Beispiel aus dem Jura Schule macht und es in Zukunft mehr solche Rennen in der Schweiz (vor allem auch in der Deutschweiz) gibt.

www.equinoxx.ch

Bluegrass Enduro Tour

Fotos des Beitrags: Maxime Schmid, Emmanuelle Larfi, Jan Kiefer

Red Bull Rampage 2015

Seit dem Startschuss der FMB Diamond Series in Crankworx Rotorua haben sich drei Athleten um die Plätze auf dem Podium gebattelt. Brett Rheeder dominierte die Saison zunächst, aber Thomas Genon und Nicholi Rogatkin hielten den Druck aufrecht. Für den Sieg bei einem Diamond Event winken satte 1.000 Punkte. Nur 300 Punkte trennen die aktuelle Nummer eins, Thomas Genon und Nicholi Rogatkin auf dem dritten Rang. Es gibt also keinen Platz für Fehler und welches Spektakel könnte für solch ein Finale besser geeignet sein, als die Red Bull Rampage 2015?

Das Saison-Finale gibt es live und exklusiv am 17. Oktober um 18:30 Uhr auf Red Bull TV.

Aufgrund des Wetters wurde der Event VORVERSCHOBEN!

Das Saison-Finale gibt es live und exklusiv am 16. Oktober um 18:30 Uhr auf Red Bull TV.

red bull rampage 2015

Thomas Genon (by Wolisphoto)

Nicholi Rogatkin hat es sich auf dem dritten Platz des FMB Diamond Series Rankings bequem gemacht und wird weiterhin alles daran setzen, auf dem Treppchen zu stehen. Während der Lawndart Frontflip weiterhin fester Bestandteil seines Repertoires ist, hat der US-Amerikaner aus Boston eine ganze Reihe neuer Tricks parat. Die Vielfalt seiner Moves war mitunter ausschlaggebend für seinen zweiten Platz beim Red Bull Joyride in Whistler, gleich hinter Brandon Semenuk. Aber die Red Bull Rampage ist ein ganz anderer Event mit großen Bikes und harten Lines? Das mag sein, aber nach einer Woche voll viraler Videos von den Nine Knights gibt es keinen Zweifel daran, dass Rogatkin es auch auf dem Event in der Wüste Utahs krachen lassen wird. Ob er die richtige Line findet, wird die große Frage sein, während sich Zuschauer und Athleten in der Wüste versammeln. Was der Rider aus Boston über die Rampage denkt und wie er seine Chancen sieht, verrät er in einem Interview:

Wie fühlt es sich an, nur 300 Punkte vom ersten Platz entfernt zu sein?
Diese Saison war großartig. Der ganze Weg von Neuseeland bis Whistler war absolut verrückt und hat riesen Spaß gemacht. Jeder Event war überwältigend und für mich die beste Zeit überhaupt. Zum Glück hatte ich einige richtig gute Resultate und ich bin von meinem dritten Platz mehr als begeistert. Aber das ist, um ehrlich zu sein, nur ein Teil der tollen Erfahrungen, die ich in diesem Jahr auf meinem Bike gemacht habe.

Erzähl uns von Joyride – du warst so nah dran, eine lebende Legende (Brandon Semenuk) zu schlagen!
Mein erster Run war ein Safety Run, ich hätte also definitiv noch eine Schippe drauflegen können. Der platte Reifen hat mich dann sehr unter Druck gesetzt, denn der zweite Run musste perfekt werden. Trotzdem, einen Run hinzulegen, der mich selbst geflashed hat mit all den Fans in Whistler im Hintergrund war ein Gefühl, das ich niemals vergessen werde.

red bull rampage 2015

Nicholi Rogatkin Front Flip – Red Bull Rampage 2014 (by Christian Pondella)

Beim Nine Knights hast du bewiesen, dass du deine Tricks auch auf einem Big Bike zeigen kannst – was hast du für die Rampage in Petto?
Nine Knights war für mich eine der spaßigsten Wochen überhaupt und ich war total aufgeregt, als ich einen Cork 7 und die erste Cashroll überhaupt auf einem Big Bike hinlegte. Die Rampage im vergangenen Jahr hat mein Leben total verändert und auch in diesem Jahr bin ich aufgeregt, aber immerhin weiß ich jetzt, was mich erwartet. Einen guten Run bei der Rampage macht viel mehr aus als ein oder zwei gute Tricks, also werde ich mir eine fiese Line suchen und bis ans Limit gehen.

Der Kanadier Brett Rheeder war (und ist wohl noch immer) der Favorit für den FMB Titel, aber diese Dominanz hat Konsequenzen. Der Druck war zu groß, und beim Red Bull Joyride konnte Rheeder ihm nicht mehr standhalten. Er patzte und konnte keinen seiner Runs zu Ende bringen. So ließ er sich die Crankworx Triple Crown ebenso durch die Finger rutschen wie die Führung in der FMB Diamond Series – und das zum ersten Mal in dieser Saison. Aber Rheeder ist dafür bekannt, dass er aus seinen Fehlern lernt. In der Szene und unter den Ridern ist er für seine Professionalität und seine Einsatzbereitschaft bekannt. Er wird bei der Red Bull Rampage in Top Form an den Start gehen. Hier kommen einige Worte von Brett Rheeder höchstpersönlich.

Du warst während dieser Saison ohne Zweifel einer der Favoriten. Wie bist du mit dem Druck umgegangen?
So viel Spaß dieser Sport auch macht, der Druck macht es manchmal schwierig, das alles zu genießen. Ich versuche deshalb, so viel Druck wie möglich auszublenden und die Contests so zu fahren, als wäre ich zu Hause mit meinen Kumpels unterwegs.

Thomas Genon hat bei Joyride viel Boden gutgemacht und dich im Ranking überholt. Du weißt, dass er sich auch auf dem Big Bike wohlfühlt – macht dich das nervös?
Ja und nein. Ich hab mich in den vergangenen Jahren die Rankings hochgearbeitet. Zu Beginn war ich vierter im Gesamtranking, dann dritter, dann zweiter, und in diesem Jahr bin ich so nah am ersten Platz dran. Jetzt kommt alles auf die Rampage an. Aber sollte es in diesem Jahr nicht klappen, gibt es im kommenden Jahr die nächste Chance und ich würde mich total für Genon freuen, wenn er es in diesem Jahr schafft.

red bull rampage 2015

Brett Rheeder – Rampage 2014 (by www.wolisphoto.com)

Bedeutet dein Start bei der Rampage besonders viel Druck für dich?
Ich bin kaum unter Druck, da ich kein großartiges Ergebnis vorzuweisen habe, das ich unbedingt halten muss. Im vergangenen Jahr war ich fünfter, also mal sehen, ob ich in diesem Jahr einen draufsetzen kann.

Thomas Genon führt das Ranking der FMB Diamond Series 2015 an und liegt nur 20 Punkte vor Brett Rheeder. Genon hat bewiesen, dass er die Red Bull Rampage bezwingen kann, der Contest wird also hart werden. Der stille Belgier fällt auf Contests kaum auf, macht kein Aufhebens um sich, aber verpasst fast nie das Podium. Bei der Rampage will Genon sich eine schnelle und technische Line suchen, die zum Sieg führen soll. Hier sind ein paar Gedanken von Tommy G:

Wie war deine Saison bisher?
Ich bin total happy mit meiner Saison. Ich hatte Glück und blieb verletzungsfrei, konnte richtig gut fahren und hatte das ganze Jahr über eine Menge Spaß.

Hättest du dir vorstellen können, als Führender der Diamond Series zur Rampage zu fahren?
Naja, nicht wirklich. Ich bin jeden Contest so gefahren, als wäre er eine neue Chance, ohne besonders auf das Gesamt-Ranking zu achten. Es ist ziemlich cool, jetzt bei der Rampage um den Titel zu fahren.

Brett Rheeder ist auch auf dem Big Bike richtig gut – glaubst du, du kannst den ersten Platz bei der Rampage verteidigen?
Brett Rheeder ist in allem gut, was er macht. Im vergangenen Jahr hat er bewiesen, dass er auch bei der Rampage jede Menge Punkte einfahren kann. Ich hingegen war im vergangenen Jahr von meiner Line und meinen Runs dort enttäuscht. Dieses Mal werde ich versuchen, eine Line zu finden, die zu meinem Fahrstil passt und so richtig loslegen.

Die geballte Final-Action der FMB Diamond Series läuft am 16. Oktober um 10:30 Uhr MDT / 18:30 Uhr CEST live auf Red Bull TV. Einen Blick hinter die Kulissen und alle Highlights der vergangenen neun Events findest du auf redbull.com/rampage

Wir sehen uns in der Wüste!

Nützliche Links:

Geh auf Red Bull TV für die “Road to Rampage”

Hier gibt es die News und Ergebnisse aller FMB World Tour Events: www.fmbworldtour.com

Bleibt auf dem Laufenden und verpasst keine Action! Folgt der FMB World Tour auf www.facebook.com/fmbworldtour & www.twitter.com/fmbworldtour und auf Instagram.

Endlich habe ich meine eierlegende Wollmilchsau gefunden.

Seit bald zwanzig Jahren träume ich von einem stabilen, agilen, leichten und leichtgängigen Bike, welches mich nicht nur bergauf überzeugt, sondern auch bergab happy macht. Bei einem Kampfgewicht von über 90 Kilo war das reines Wunschdenken, hauptsächlich was die Haltbarkeit anging. Unter den Entwicklern gibt es nicht umsonst den Spruch „Leicht, stabil, günstig – such Dir zwei aus“ – aufgrund der fehlenden Technologien gelang es bis vor wenigen Jahren nur wenigen Hersteller, ein haltbares Bike ohne Gewichtsexperimente hinzubekommen, welches genügend Federweg für harte Abfahrten bot, unter 15 Kilo war und sich berghoch richtig gut fahren liess. Leichtere Fahrer haben es diesbezüglich einfacher, aber sobald man nicht ins Schema passt, wird es schwierig.

Jetzt habe ich es gefunden: Mein neues Bike ist ein Banshee Spitfire, aufgebaut mit den neusten Technologien wie 1×11, versteckte Vario-Stütze, 650b und was man sich sonst noch wünscht. Das Gewicht liegt bei wenigen Gramm über 14 Kilo, runter lässt es mich meinen Downhiller kaum vermissen und hoch rollt es besser als mein Hardtail.

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Hinterbau

Die VPP Kinematik hat mich schon bei den ersten VP Free von Santa Cruz überzeugt. Trotz Kampfgewicht von über 18Kg liessen sich diese Bikes hochpedalieren, als hätte man ein CC-Bike unter sich. Aus meiner Sicht das beste Hinterbausystem. Solange man das Gewicht nicht spürt und nicht bei jeder Pedalumdrehung das Gefühl bekommt, die ganze Kraft in die Federung zu pumpen, darf man sich nicht beklagen. Bei einem Bike mit nur 140mm Federweg fallen diese Vorteile sogar noch grösser aus. Mit dem Climb Switch des CC DB Air kann man das leichte Wippen zusätzlich minimieren.

Bergab klebt das Hinterrad am Boden, wie bei keinem anderen Bike, das ich bisher gefahren bin. Der Canecreek Dämpfer tut seine Arbeit unauffällig und es stimmt einfach Alles. Einmal eingestellt muss man wirklich nichts mehr fummeln. Eine solche Performance hätte ich weder von einem 140mm Hinterbau, noch von einem Luftdämpfer erwartet. Chapeau!

banshee spitfire review

Lenkwinkel, Sitzwinkel und Kettenstrebenlänge lassen sich anpassen (FlipChip).

Antrieb

Lange habe ich mir überlegt, ob ich wirklich dem neuen Schaltungstrend folgen und mein neues Bike mit einer 1×11 Schaltung ausrüsten soll. Ich bin keine Bergziege und fahre eher langsam und konstant – schön gemächlich im kleinsten Gang. Die etwas kleinere Schaltungsbandbreite liess mich zweifeln, also probierte ich es auf meinem Hometrail aus und war ganz schön überrascht. Das Testbike war das Spitfire von Jan, ausgestattet mit Custom 1×10. Am steilsten Anstieg wurde mir klar: An keinem anderen Bike würde ich 11-fach fahren wollen, aber bei diesem Bike mit diesem Hinterbau war es möglich.

Nun bin ich schon ein paar Monate unterwegs und musste nirgends absteigen, wo ich vorher nicht auch abgestiegen wäre. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein Umwerfer, keine Kettenführung und ein Schalthebel weniger – einfacher lässt sich kein Gewicht einsparen. Mit dem XTR-Hebel kann ich jeweils 2 Gänge auf einmal runter- und gleich 4 Gänge auf einmal hochschalten. Die Kette ist mir auch auf den wildesten Ritten nicht abgesprungen und die Umstellung war kinderleicht. Ich vermisse Nichts.

banshee spitfire review test

Shimano XT 1×11 – Wird den Anforderungen gerecht

banshee spitfire review

Banshee Spitfire – Der bisher beste Allrounder, den ich hatte. (Hier noch im Aufbau)

Laufrad

Ein weiterer Punkt, an dem ich mir fast die Zähne ausgebissen hätte: 26 oder 27.5?

So viele Theorien und Meinungen von allen Seiten – da gibt’s nur eins: Selber ausprobieren. Bei Magma-Bike in Merveiller durften wir zwei Spitfires mit den grösseren Rädern testen und ich wurde bereits bei der ersten Abfahrt vom Gegner zum Fan. Zugegeben, Kurven und schnelle Richtungswechsel waren anfangs gewöhnungsbedürftig, aber den enormen Gripvorteil habe ich sofort gespürt.

Ich fuhr schräg auf eine nasse Wurzel zu und wusste aus Erfahrung: Jetzt muss ich absteigen – aber mit dem grösseren Laufrad rollte ich einfach drüber. Eindrücklich.

Seit ich nun mit den grösseren Rädern unterwegs bin, fällt mir vorallem die bessere Rolleigenschaft berghoch auf. Vorbei sind die Zeiten, wo ich hechelnd und mit letzter Kraft bei jeder Pedalumdrehung voll reintreten musste – Wenn mein Bike rollt, muss ich die meiste Zeit nur noch meine Beine bewegen. So fühlt es sich jedenfalls an. Es ist, als wäre ich fitter (was leider nicht der Fall ist). Bei einem Trailbike, welches auch mal Touren und längere Aufstiege bewältigen muss, würde ich wieder auf diese Radgrösse setzen.

banshee spitfire review

27.5 – you got me

banshee spitfire review test

Uptimizer – unauffällige Perfektion

Aufbau

Banshee Spitfire V2 2015, Federweg: 140mm, Grösse: L, Farbe: Raw

Dämpfer: Cane Creek Double Barrel Air

Gabel: Rockshox Pike RCT3 160mm

Bremsen: Shimano XT (200mm vorne – 180mm hinten) mit metallischen Belägen

Antrieb: Shimano XT/XTR 1×11 (30 Zähne vorne, 11-42 hinten)

Tretlager: Chris King

Steuersatz: Chris King InSet i2

Laufräder: Stan’s NoTubes ZTR Flow EX 650b (1650g)

Reifen: Maxxis Highroller II 2.3 vorne, Maxxis Ardent 2.4 hinten

Vorbau: Foride ST45 (foride.com) (125 g inkl. Schrauben)

Lenker: Thomson Downhill 12mm Rise Kore OCD 35mm Rise (765mm)

Sattelstütze: YEP Uptimizer HC

Sattel: WTB Rocket V

Pedale: NC17 Studpin Pro III

banshee spitfire review

Treue Begleiter (Shimano XT Discbrakes)

Geometrie

Die Geometriedaten haben mich (nach den vielen Lobhuldigungen von Jan) aufmerksam auf dieses Bike gemacht. In den letzten Jahren ist viel passiert, was die Geometrie von Mountain Bikes angeht und ich wollte keine falschen Entscheidungen treffen. Mit einem einstellbaren Lenkwinkel von 66 – 67 Grad, einem angenehm steilen Sitzwinkel von 74 – 75 Grad, in Zusammenhang mit dem kurzen Hinterbau und dem eher langen Oberrohr, war ich begeistert von den abfahrtsorientierten Daten bei einem Bike mit so wenig Federweg.

Eckdaten für Banshee Spitfire Grösse L mit 650b:

Lenkwinkel: 66° – 67°
Sitzwinkel: 74° – 75°
Radstand: 1191mm
Kettenstreben: 433mm – 437mm
Reach: 455mm
Lagerhöhe: 333mm – 345mm

banshee spitfire review test

Aufgeräumt

banshee spitfire

So sieht die Farbe (Raw) aus der Nähe aus. Ist aber alles andere als roh, sondern aufwändig bebürstet und lackiert.

Erfahrungen

Rockshox Pike: Meiner Madame habe ich die nötige Menge Luft eingefüllt und die Dämpfung nach Hersteller-Angaben konfiguriert – Lief auf Anhieb wie geschmiert. Bei mir musste ich nach langem Tüfteln herausfinden, dass ein Bottomless-Token hilfreich sein kann. Die Einstellungen wirken sich sofort aus und 5 PSI können einen grossen Unterschied ausmachen.

Cane Creek Double Barrel: Nach Herstellerangaben einstellen. WICHTIG: Der Sag muss genau stimmen, sonst nützen auch die Dämpfungseinstellungen nichts.

Lenkerhöhe: Was in den letzten Jahren zum Trend wurde, geht wieder in die entgegengesetzte Richtung. Low-Rise Lenker sind in Mode gekommen, weil sie essentiell für einen aggressiven Fahrstil waren. Die heutigen Bikes bauen aber so tief (kurze Steuerrohre, integrierte Steuersätze), dass man eher frontlastig auf dem Bike sitzt. Zur Zeit habe ich wieder einen Lenker mit 35mm Rise und 25mm Spacer unter dem Vorbau.

Federweg: 140mm mag nach wenig Federweg klingen, aber in Zusammenhang mit der oben erwähnten Performance, fühlt es sich bergab nach mehr an. Auf der anderen Seite merkt man beim Herauspedalieren aus Kurven oder bei einer spielerischen Fahrweise keine negativen Einflüsse der Federung, sondern behält ein agiles und sprungfreudiges Bike. Was soll ich sagen, es ist ein Wunder.

Dämpfer: Ich habe mich aus Gewichtsgründen für den CaneCreek DoubleBarrel Air entschieden. Bei intensiver Nutzung mit 90Kg Kampfgewicht könnte der CCDB Inline überhitzen, habe ich gehört. Madam hat sich für für den Inline entschieden und ist sehr zufrieden damit. Hinsichtlich Performance sind beide Dämpfer sicher mehr als zufriedenstellend.

FlipChip: Auch wenn es extrem reizvoll ist, den FlipChip in der Einstellung „low“ zu montieren, sollte man sich gut überlegen, ob das nötig ist. Ich fuhr die ersten Monate in dieser Einstellung, einfach weil ich den flachsten Lenkwinkel haben wollte (66°). Nach einigen Überlegungen wechselte ich auf die neutrale Position und war überrascht, wieviel Agilität plötzlich vorhanden war. Die Kettenstrebe schrumpft um 2,5 mm, der Sitzwinkel wird noch steiler und der Lenkwinkel ist mit 66,5° immernoch flach genug. Vorläufig bleibe ich bei dieser Einstellung, da ich etwas Wendigkeit bevorzuge und bei Highspeed immernoch zufrieden bin. Ausserdem klettert es jetzt noch besser.

banshee spitfire review test

Das Cockpit: Foride ST45 Vorbau, Kore OCD, Chris King InSet, 25mm Spacer

Nachteile

Es ist ein neues Bike und somit fällt es mir natürlich schwer, Nachteile zu finden. Das Verhalten in engen Kurven habe ich ja erwähnt. Das tiefe Tretlager hat natürlich nicht nur Vorteile, aber damit steht dieses Bike nicht alleine da. Die etwas fummelige Montage des Uptimizers war ebenfalls unangenehm. Für die langen Wartezeiten bei gewissen Produkten (Sram, Schwalbe), kann das Bike auch nichts dafür. Das einzige, was man dem Bike vorwerfen kann: Es will aggressiv gefahren werden, sonst fühlt es sich schnell träge an.

banshee spitfire review

Erstaunlich wie einfach dieser Dämpfer einzustellen ist und wie unauffällig optimal er funktioniert

Fazit

Ich habe mehr Lust auf Biken. Was könnte man sich von einem Bike mehr wünschen? Noch nie habe ich ein Bike so schnell lieben gelernt und noch kein Bike gab mir ein so zufriedenes und ungestresstes Gefühl beim Biken. Gemütlich cruisen? Ohne Anstrengung. Aggressiv fahren? Mit Freude. Strenge Tagestour? Aber gerne.

Nichts ersetzt das geliebte All-Mountain Bike, welches die grössten Abenteuer mitmacht, sich auch in einem Bikepark nicht verstecken muss und die Trails am Hausberg zu einer Freude macht. Kein Bike ist besser, als jenes, das einen öfter aufs Bike hüpfen lässt. Endlich habe ich auch so eins.

Kaufabsicht?

Du hast diesen Beitrag gelesen, weil Du interessiert an diesem Bike bist? Dann würde ich vorschlagen, dass Du es bei der nächsten Gelegenheit selber testest. In Worten lässt sich das Fahrverhalten schwer erklären und meine Vorlieben und Abneigungen sollen Deine Sicht dieses Bikes nicht trüben. Also ab zum nächsten Händler (oder gleich zu magmabike.com) und einen Termin abmachen.

bansheebikes.com

magmabike.com

yepcomponents.com

bergwerk.ch

interbike.ch

40 Aussteller, 100 Marken, 5 Teststrecken für jeden Biketyp und der Lenzerheide Bikepark unmittelbar am Festgelände bei der Talstation Rothorn. Die Ferienregion Lenzerheide präsentiert zusammen mit dem Mountainbike Magazin RIDE den testRIDE 2015. Vom 19. bis 21. September 2015 können die neusten Mountainbikes, Strassenfahrräder, Trekkingbikes, E-Bikes und Komponenten getestet und jede Menge Bike-Klamotten und Accessoires anprobiert werden.

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Programm Testdays Lenzerheide

Samstag, 19. September

9.30 Besucher Akkreditierung beim Lenzerheide Zelt
10.00 Öffnung Testgelände
Ab 15.00 After-Ride in der Slalom Bar, Valbella
16.00 Schliessung Testgelände
21.30 testRIDE Party presented by Zimtstern im Obertor, Parpan. Motto: Space RIDE

Sonntag, 20. September

9.30 Besucher Akkreditierung beim Lenzerheide Zelt
10.00 Öffnung Testgelände
Ab 15.00 After-Ride in der Slalom Bar, Valbella
16.00 Schliessung Testgelände

Montag, 21. September

9.30 Besucher Akkreditierung beim Lenzerheide Zelt
10.00 Öffnung Testgelände
16.00 Schliessung Testgelände

http://testride.ch

http://lenzerheide.com/de/top-events/testride