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Freight Train

Canada

Wir waren ja dieses Jahr in Whistler und hatten die grosse Ehre, den wohl berühmtesten Trail dieser Erde zu bespringen. Die A-Line!!!
(In unserem Movie-Bereich könnt Ihr dieses Schmankerl auch downloaden).

Nächsten Sommer wird alles noch geiler..

The Freight Train is comin!

A-Line hoch 3!! Die Whistler-Jungs wollen die A-Line bis zum Garbanzo-Lift hochziehen! Wir können es kaum erwarten, diese Strecke zu befahren! Stellt euch das folgendermassen vor: Ein BMX-Track für Downhiller und Freerider..
2 Meter breit..
1000 Höhenmeter hoch..
Weit über 60 Doubles, Tables und Kicker!!

..oder wie die Kanadier sagen:
More Hits than the Bee-Gees

Link zum Bericht über den Freight Train

Link zur Bike-Homepage von Whistler

Aaron Chase

Birthday 1978-11-17
Sponsors Cannondale, Red Bull, Fox, Manitou, Smith, Maxxis; Lake
Interests Video Editing, Snowboarding, 50er
Main Bike Cannondale Chase
Highlights 1st Red Bull Bike Battle, 1st Rye Airfield Comp, 1st Superfest
Website https://www.facebook.com/aaronchase17

Aaron Chase ist vermutlich einer der vielseitigsten Bikeprofis auf diesem Planeten. Er gewinnt Street-und Dirtcontests und schneidet auch an Freeride Events sensationell ab.

Er sass nach eigenen Angaben schon mit süssen zwei Jährchen das erste Mal auf einem Fahrrad, und die Begeisterung für die zwei Räder haben ihn nie mehr losgelassen. Aaaron Chase begann seine Mountainbike Karriere mit Cross Country Rennen, aber schon bald ergänzte er sein Training mit Trials. Ein Hans Rey Video hatte ihn dermassen inspierert, dass er wie wild an Bunnyhops, Manuals und Pedalkicks rumtüftelte. Mit 15 Jahren mischte er in Cross Country und Trails schon vorne mit, und auch im Dual Slalom kamen einige Erfolge dazu.

Mit Downhill kam später noch eine weitere Disziplin dazu. Im Jahre 2000 wurde er in Profi für DH und DS Rennen im NORBA Cup und konnte auch dort bald Erfolge vorweisen. Aber richtig abräumen konnte Aaron Chase in der neuen Disziplin Speed Trials, also beim möglichst schnellen Überwinden von Hindernissen gegen einen Gegner. Als er 2002 den Gott der Trials Fahrer, Jeff Lenosky, beim Sea Otter Contest schlug, begann für ihn eine neue Ära. Aus den Speed Trials entwickelten sich die Bike Battles und vereinten so die besten Fahrer aus Street, Dirt und Freeride. Auch hier zeigt Aaron Chase an den meisten Contests deutlich, wer der Meister in der Runde ist.

Seine Begeisterung und Freude am Fahren kann man schnell erkennen. Seinen Drang, Unmögliches möglich zu machen, lassen ihn unermüdlich an neuen Tricks arbeiten. So war er beispielsweise der erste Mountainbiker, der einen Backflip-to-Manual gezeigt hat. Auch seine Handplants über Äste gab es vorher noch nicht. Wer ist schon verrückt genug, einen Bunnyhop-to-one-footed-manual-to-180 über eine kleine Mauer zu versuchen?

Neben seinen unglaublichen Fähigkeiten auf dem Bike hat Aaron Chase noch andere Talente. Er hat fast im Alleingang das „Killing Time“ Movie produziert. Als Fahrer, Produzent, Editor, Kameramann und Mädchen für alles. Ein unglaubliches Energiebündel und ein sehr angenehmer Typ. Leute wie Aaron Chase sind es, die den Freeride Sport ständig wieder einen Schritt vorwärts bringen.

Link: https://www.facebook.com/aaronchase17

Onterrible

Zu Weihnachten hält euch Alwaysmad.com ein besonderes Geschenk bereit:

Onterrible For Free!!

Der low-budget Bike-Film einiger kanadischer Jungs aus Ontario dauert ca. 1 Stunde und ist recht unterhaltsam. Es sind hauptsächlich Street und Park-Sequenzen. Wenn die Jungs sich mal im Wald verirren, dann bleiben sie bestimmt nicht auf dem Boden.. Dirts, Drops oder Northshore-Trails sind ihre Elemente. Achja.. und die Ich-hüpf-jetzt-mal-von-deinem-Dach Nummer ist hier auch oft vertreten. Naja, wem’s gefällt.
No brain, no pain.

Bei Alwaysmad.com kann sich jeder sein 175 Megabyte grosses Geschenk abholen. Kein Verpackungsmüll, kein kämpfen mit dem Geschenkpapier.. einfach nur pure Freude!

Link zum Movie

Link zu Alwaysmad.com

Link: http://www.alwaysmad.com

Komet Gerlinde

Laughin‘ out loud and rollin‘ on the floor!

Wir dachten ja, wir hätten mit unserer Santa-Clauz-Weihnachtskarte die Lacher auf sicher..

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Aber die Jungs von 23th.ch haben nicht nur den grösseren Knall, sondern mit ihrer „Weihnachtsgeschichte“ auch den Vogel abgeschossen!

Grosses Kompliment an dieser Stelle!!!

Zieht euch das Teil rein und lacht euch tot:

Link  zur Homepage von 23th.ch

Link  zum Movie „Komet Gerlinde“

Link: http://www.23th.ch

Ryan Leech

Ryan Leech

Birthday
Sponsors Norco, Marzocchi, Ryders Eyewear, Kenda, SixSixOne, Magura, IDUN
Interests Climbing, Woodcarving, PS2
Main Bike Norco Moment
Highlights Auftritt im Cirque de Soleil
Website

Ryan Leech ist einer der Ausserirdischen im Trialsport. Ein Ausnahmetalent auf zwei Rädern. Wie zur Hölle ist es möglich, dass man auf einem Geländer fahren kann, das schmaler als ein Reifen ist? Und wie kann man eine ca. 1 m hohe Rampe raufhüpfen und dort einen Manual anhängen????

Fragen über Fragen… und Ryan überrascht die Bikewelt mit immer extremeren Manövern. Wer meint, dass Streetriding erst seit „JIB“ & Co. existiert, soll sich mal „Revolution“ oder „Evolve“ genauer anschauen. Ryan war dort gerade mal 19 Jahre alt..

Fahrer wie Ryan Leech oder Jeff Lenosky haben Biketrials wieder einem grössen Publikum nähergebracht. Welcher Biker träumt nicht davon, so mühelos und geschmeidig alle möglichen Hindernisse zu überwinden oder mit ihnen zu spielen? Jaja, diese Jungs fahren definitiv in einer anderen Dimension!  Sehen seine Tricks nicht aus wie Zirkus-Kunststücke? So weit daneben ist das auch nicht… er war mal eine Zeit lang Gaststar beim „Cirque de Soleil“. Mit Sicherheit hat er auch dort die Leute in ungläubiges Staunen versetzt.

Eine grosse Aufmerksamkeit ist er sich ja inzwischen gewohnt. Schliesslich tourt er ein paar Monate im Jahr mit diversen Bikeshows durch Kanada. Dann sehen die Kunden der Bikeshops gleich vor Ort, was sie jetzt alles mit diesen Dingern anstellen können.

Ryan betreibt diesen Sport in einer komplett anderen Dimension. Hat sich schon jemand geachtet, dass die ganzen Sachen bei ihm weder anstrengend noch anspruchsvoll aussehen? Dabei fährt er Linen, die sich nicht mal jemand vorzustellen vermag. Ryan Leech wird das Level in diesem Sport noch massiv nach oben schrauben. Und es werden unzählige Leute seinem Beispiel folgen und die Grenzen des Möglichen ausreizen.

Vielen Dank für deine Inspiration!

In der Zwischenzeit werden wir alle ein wenig üben….

Transport Gondelbahn oder Muskelkraft
Höhe 700 Höhenmeter
Gallery http://www.flowzone.ch/images/thumbnails.php?album=17
Website

Ab Engelberg bis zum Hotel Waldegg stetig leichter Anstieg, danach die Tour fortsetzen Richtung Schwand (leichte Steigung), Zeit für eine kurze Verschnaufpause beim Picknickplatz Spisboden einberechnen. Die Aussicht lohnt sich wirklich sehr, denn spätestens hier ist man aus der Nebelsuppe raus. Weiter geht die Fahrt auf asphaltierter Strasse bis zur Bergstation Ristis. Hier ist ein feines Kafi ein Muss.

maesi_roli_engelber3

Die rasante Talfahrt führt entlang dem Wanderweg (bitte auf Wanderer Rücksicht nehmen) oder entlang der Alpstrasse zurück ins Tal. Die Abfahrt ist überaus witzig und unkonventionell.. man kann sich seine Linie frei wählen oder den Wanderweg hinunterheizen. Spass ist jedenfalls garantiert.

serki12-engelberg

Unterwegs lässt sich auf jeden Fall noch das Restaurant Fürenalp empfehlen, wo man sensationelle ‚Älplermagrone‘ bekommt. Oder weiterfahren und sich im Yucatan auf mexikanisch verpflegen. Viel Spass!!

Hayes Hydraulic Discs

Preis CHF 450.-
Gewicht 500 g
Website http://www.hayesbrake.com/

Also… ich suche: hydraulische Scheibenbremse. Fein dosierbar. Kein grosser Wartungsaufwand. Stabil und zuverlässig.

Gibt es das?

Ja, das gibt es inzwischen seit ein paar Jahren. Hayes hat die Erfahrungen aus dem Motorradsektor (war jahrelang Bremsenlieferant von Harley Davidson) aufs Mountainbike übertragen. Kein grosser Schnickschnack, keine designtechnischen Überraschungen, einfach eine gute und zuverlässige Bremse. Dieses Ziel haben sie bravourös erreicht.

Ich habe ziemlich lange gewartet, bis ich meine erste Scheibenbremse installiert habe. Zu schlecht waren die Erfahrungen meiner Bikekollegen mit Bremsen à la Formula, Dia Compe & Co. Ja, bis ich mal die Hayes Discs an meinem Kona richtig ausprobieren konnte. Sensationelle Bremsleistung, gut dosierbare Verzögerung, und vor allem wartungsarm. In drei Jahren bloss zweimal die Bremsklötze gewechselt und die Leitungen entlüftet. Und noch immer Power wie am ersten Tag. So sollte jede Bremse sein!

NPJ Budda 4130

Preis CHF 500.-
Gewicht 3200 g
Website http://www.npj-dirtbikes.de/

Als ich mir dieses Teil reinzog, wusste ich gar nicht recht, was ich erwarten soll. Meine kühnsten Erwartungen wären sowieso übertroffen worden!

Mag ja sein, dass 3.2 Kilo für einen so kleinen Rahmen ein wenig viel sind, ABER: Das Teil ist dafür aus Stahl und Massiv! Die Grösse ist etwa 14″, es hat horizontale Ausfallenden (Adapter für Schaltung gibt’s natürlich dazu), untenliegende Felgenbrems-Befestigungen, Scheibenbremsenaufnahme nach internationalem Standard und eine Bomb-Proof NPJ-Singlespeed-Nabe mit 14 mm Stahlachse gab’s gratis dazu!

npj-buddha

Aufgebaut hab ich dieses Spielzeug mit Teilen, die ich noch an Lager hatte:
– Manitou Black 100 mm
– Race-Face-Kurbeln, -Innenlager, -Lenker & -Vorbau
– Truvativ-Pedale
– Hayes-Scheibenbremsen
– Chris King – Steuersatz
– 24″ Singletrack-Felgen
– XT-Nabe vorne, NPJ-Singlespeed-Nabe hinten
– DT-Swiss-Speichen
– BMX-Kette
– Azonic-Sattel
– BBB-Sattelstütze
– DMR Moto-Reifen
– Oury Clamp-On Griffe

Fazit:
Ein Spielzeug!!!! Wahnsinn! Dank diesem Bike gehen alle Tricks, die ich bereits draufhatte fast wie von alleine und neue Tricks lassen sich spielerisch und mit viel Fun lernen. Wer glaubt, es käme NUR auf den Fahrer an, soll mal ein paar Tricks mit einem solchen Bike ausprobieren. Nein, meins bekommst Du dafür nicht! My precious!

Transport Shuttle oder Muskelkraft
Höhe Variiert
Gallery http://www.flowzone.ch/images/thumbnails.php?album=43
Website keine offizielle

Unterkunft

Ausserhalb Downtowns auf Campings, in B&Bs oder Motels und innerhalb der Stadt in Hotels, Jugendherbergen und Inns. Die Möglichkeiten in und um Vancouver sind einfach unbeschränkt. Da kommt es auf die Vorlieben und das Budget an. Empfehlen können wir das Century Inn in Downtown. Mitten in der Stadt, sehr hilfreiche und äusserst aufgestellte Mitarbeiter, günstiger Preis.

Vancouver by Night - Skyscraper

Vancouver by Night – Wunderschöne Stadt mit hohem Lebensstandard

Bikeshops

Die geilsten und kultigsten Shops Besonders erwähnenswert und unbedingt einen Besuch Wert:

Simon’s Bikeshop – Vancouver – Kultiger Laden in Downtown
Sehr hilfreiche Anlaufstelle. Simon weiss einfach Bescheid. Er besorgt Dir jeden Ride, die besten Guides oder auch mal ein paar Bikekisten für den Flug. Thanks.

On Top – North Vancouver – Ultimativ geiler Laden mit superaufgestellten Typen.

Trails

Welche Trails muss man unbedingt gefahren sein? Ganz oben auf der Liste stehen da die inzwischen doch ziemlich in die Jahre gekommenen Trails des Mount Seymour. Viele kennt man aus so kultigen Filmen wie NSX, Kranked und NWD. Namen wie Boogieman, Corkscrew und Team Pangor sagen bestimmt jedem etwas, der sich ein wenig auskennt. Diese Trails muss man einfach gefahren sein, auch wenn man unter Umständen alle paar Meter absteigen oder den Chickenway nehmen muss.

north vancouver mt. seymour parking lot rv motorhome

North Vancouver Mt. Seymour Parkplatz. Gleich geht’s los!

Alleine schon der imposante nordamerikanisch Urwald mit z.T. über 1300 jährigen Mammutbäumen ist ein Erlebnis. Die Trails sind einfach unbeschreiblich und deshalb werde ich es auch nicht versuchen, das Gefühl zu vermitteln.. evt. könnt Ihr mit unseren Movies mehr
anfangen. Grundsätzlich kommt man überall runter.. aber um die Hindernisse zu befahren, die sich einen in den Weg stellen braucht es halt schon einigen Mut und einige Skills. Stichwort: Skills. Ein gewisses Niveau sollte man halt schon vorzeigen können, was man dort aber in kurzer Zeit dazulernt ist unglaublich. Kein Wunder, wir haben hier einfach nicht die Möglichkeiten wie die Kanadier.. nicht nur, dass sie schon seit über einem Jahrzehnt am North Shore rumbasteln, es kommen jedes Jahr neue Trails und neue waghalsigere Obstacles hinzu. Jeder hilft mit und keiner mischt sich ein. Schön wärs. Doch dazu später mehr, beim West Vancouver Chainsaw Massacre.

Zurück zu den Trails: Unser absoluter Favorit und noch ziemlich neu ist der CBC. Dieser Trail ist der eigentliche Einstieg für die Seymour-Trails. Der Start ist bei schlechtem Wetter fast unfahrbar und meist sehr ausgewaschen. Bei schönem Wetter bringt er einen ins richtige Feeling. Ab ungefähr der Hälfte der Strecke kommen dann die wohl schönsten und flowigsten Logrides, Skinnies und Bridges, die der North Shore zu bieten hat. Der Wald ist nicht ganz so dicht und der Trail schlängelt sich auf paralell laufenden Pfaden hindurch. Nach einer ungefähr 200 Meter langen und flüssigen Brückenpassage mit mehreren Varianten, fühlt man sich einfach wie im Himmel! Danach kommen technische, zum Teil ziemlich steile und verwinkelte Abschnitte, bis man nach wenigen Minuten wieder auf der Hauptstrasse landet. Kurz vorher geht es rechts zum TNT ab, den wir bis jetzt noch nicht gefahren sind.

Von der Hauptstrasse geht es rein in den Incline oder den Corkscrew. Incline heisst Gefälle und das sollte für eine Streckenbeschreibung wohl ausreichen.. ..ausser, dass es eher Rocky Incline heissen müsste 🙂 Mit dem Hardtail und genügend Speed eine Heidenfreude! Nein, im Ernst: Ich kann es kaum erwarten, mit einem vollgefederten Bike dort runterzuheizen. Der Corkscrew ist ziemlich heftig, mit schmalen Logrides, die zum Glück in nicht allzu grosser Höhe liegen. Er führt nach kurzer Zeit wieder zurück auf den Incline. Nach der Hälfte der eigentlichen Länge des Incline kann man nach links abzweigen und sich den Pingu gönnen.
Eine mittelschwere Strecke mit ein paar kleinen Drops, der nach kurzer Zeit auf den berühmten Baden Powell Trail führt. Von dort aus kann man den Team Pangor fahren. Ein sehr berühmter und alter Trail, der es aber noch immer in sich hat. Auch ein kleiner Uphill ist dabei, aber die geilen Drop-Ins und Logs und der dichte, wundervoll riechende Wald sind es allemal wert.

north vancouver mount seymour mtb freeride drop

Viel Spass garantiert – aber nur mit den nötigen Skills

Wer sich die volle Dröhnung geben will, nimmt es mit dem Boogieman auf. Auch schon ein älterer Trail, den sich aber bestimmt nicht jeder traut. Drops bis 7 Meter Höhe, von schmalen Holzgestellen aus, fast ohne Anfahrt oder Landung. Unglaublich steile Abschnitte, schräg über nackten Fels. Too much! Es verfolgt mich jetzt noch in meinen Träumen. Boogieman. Der Name passt. Im mittleren Teil gibt’s eine im Vergleich einfache, aber sehr schöne und über 200 Meter lange Brückenpassage.

Es gibt ungefähr noch 30 andere offizielle Biketrails auf dem Seymour, die jedoch mehrheitlich Singletracks mit relativ wenigen Obstacles sind. Die Meisten der „schwarzen“ Strecken sind oben aufgeführt.

Fromme Mountain hat Legenden geboren.
Die 55 Trails bestehen zu Drei-Vierteln aus schwarzen Pisten (Black Diamond) und diese wiederum zur Hälfte aus Double Black Diamonds! Zu den Bekanntesten und Gefürchtesten gehören die Boundary-Trails, Air-Supply und The Flying Circus. Die beiden Letzteren sind mit drei roten Diamanten gekennzeichnet und mit „Professionals only“ gekennzeichnet. Wir haben sie uns mal angeschaut. Die Skinnies auf über 5 Meter Höhe sind keine 10 cm breit und hören meist ziemlich abrupt auf. Drops und Gaps all over. Zum Teil erinnern die wilden Holzbauten an Achterbahnen. Unglaublich, dass man sowas fahren kann. Wir beliessen es mal beim Betrachten.

north vancouver mount seymour cbc millennium log mtb freeride

Nicht alles ist meterhoch und praktisch unfahrbar – Viele Trails sind ein Genuss für jeden Biker

Nicht minder bekannt und grösstenteils auch für Normalsterblich fahrbar: Ladies Only, Oil Can und Upper & Lower Digger. Der Aufstieg zu den Trailheads ist vergleichsweise easy, da die Forest Service Roads in Kanada sehr gut ausgebaut sind und nicht allzu steil ausfallen. Schafft man also auch mit Big Bikes. Die sind dann auch dringendst empfohlen, damit die zahllosen Gaps und Drops sicher gemeistert werden können. Andererseits gibt es auch viele Passagen, in denen wendige Bikes vorteilhaft sind. Es findet sich für jeden was. An diesem Berg alleine kann man sich wochenlang austoben und wird bestimmt nie in Langeweile versinken.

Die Trails am Cypress Mountain fielen dem West Vancouver Chainsaw Massacre zum Opfer. Das Hin und Her mit Bikern, Behörden und Landbesitzern endete im Jahre 2001, als sämtliche „man-made obstacles“ praktisch über Nacht abgeholzt wurden. Seither sind Trails wie Sex Boy und Stupid Grouse „inoffiziell fahrbar“, liegen aber auf Privatgelände. Man sollte sich also nicht erwischen lassen.

 

Über den Daumen gepeilt sind wir seit 15 Jahren am Biken. Ist klar, dass sich in dieser Zeit einiges tat. Angefangen hat’s mit gemütlichen Ausflügen in der Gegend. Einfach bei schönem Wetter zusammen mit Freunden auf’s Bike und ab in die Natur. Es ging hauptsächlich darum, an einen schönen Badeplatz zu fahren, abzuhängen und zu geniessen.

Damals hiess es noch: „Bei schlechtem Wetter mit dem Bike raus?!? Bist Du nun voll durchgeknallt?“ Heute wird nicht mal nachts vor Eis und Schnee haltgemacht.

Bei Eis und Schnee aufs Bike zu steigen ist ein besonderes Abenteuer und macht mächtig Spass!

Es machte höllischen Spass durch die heimischen Wälder zu rasen um es danach an einem schönen Plätzchen zu geniessen. Es dauerte nicht lange, bis der Weg zum Ziel wurde und das Biken unbewusst zum Hobby.

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Als die Touren immer länger und technisch anspruchsvoller wurden, musste ein Fahrtechnikkurs her. Der lokale Bikemech organisierte gleich einige Tage mit Gleichgewichtsübungen, Kurven-, Brems- und allgemeiner Fahrtechnik und abschliessend einer knackigen Ausfahrt an den Hausberg. Wir waren schon lange auf den Geschmack einer schnellen Abfahrt gekommen, was dann aber von den Profis des lokalen Bikeclubs gezeigt wurde, war schlicht und einfach schockierend.

Die Eggberge waren am Anfang des Jahrtausends unsere Lieblingsdestination. Enge, steile, verwinkelte Bergwanderwege waren damals noch Hardcore!

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Es eröffnete sich eine neue Welt. Downhill? Worldcup? Fullsuspensions? Pro-Flex? Rock Shox? Bikehefte? Mit der Luftseilbahn? Was denn..? was denn..? das klingt aber hööööchst interessant! Der Hausberg Pilatus wurde mal rundherum erkundet und es kam schon bald die Lust auf mehr. Bald wurde das erste vollgefedertes Bike gekauft: Pro-Flex. Wow! ;o)

Der Schritt zu einer Woche Bikeferien im Tessin war eine Selbstverständlichkeit. Monte Tamaro! Rauf-runter-rauf-runter… oh mein Gott… das ist ja wie im Himmel. Spätestens ab da wurde klar: Das Biken lassen wir uns nie mehr nehmen!
Über die Jahre hatten wir nun doch schon die Gelegenheit einige Gegenden in der schönen Schweiz zu erkunden, unter anderem Eggberge, Silenen, Surenen, Arnisee, Brüsti, Biel (UR), Laax, Flims, Scuol (GR), Wiriehorn, Schwanden, Steffisburg, Lauterbrunnen, Winteregg (BE), Monte Tamaro, Monte Lema (TI), Chateau d’Oex (FR), Engelberg, Wirzweli, Aecherli (NW), Zermatt, Riederalp, Rosswald (VS), Filzbach (GL), Payerne (NE).

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Wir waren jedoch auch im Ausland nicht untätig und waren an folgenden Destinationen auf dem Bike unterwegs: Saalbach, Leogang (AU), Morzine, Morgins, Champéry, Les Gets, Avoriaz (Portes du soleil, FR). Im Sommer 2004 und 2006 waren wir in Kanada: Comox Valley, Cumberland, Nanaimo (Vancouver Island), Kamloops, Penticton, Silver Star (Okanagan), Nelson, Banff, Golden (Kootenays), Vancouver, Whistler, Squamish (British Columbia).

Das Tessin ist ideal zum Biken und überrascht uns auch heute noch mit den schönsten Trails.

Bei all diesen neuen Strecken lernten wir ständig dazu und fühlten uns immer sicherer. Na klar, das lag bestimmt zu einem grossen Teil daran, dass wir plötzlich Integralhelm und Körperpanzer trugen. Führt ganz automatisch zum Tunnel-Blick und verleitet dadurch zu mehr Speed bei gleichzeitiger Vermittlung falscher Sicherheit. Aber man muss halt seine Grenzen nicht nur kennenlernen und ausreizen, sondern regelmässig erweitern. Wie macht man das denn nun? Die Antwort liess nicht lange auf sich warten, auch wenn es nicht die war, die wir hören wollten: Üben, üben, üben… Na vielen Dank auch. Da wären wir selbst bestimmt nicht drauf gekommen. ABER: Es ist tatsächlich so. Nicht einfach kopflos den Berg hinunterstürzen, sondern sich mal gründlich überlegen was man fahren will und wie man es fahren will. Dazu brauchts halt noch eine Menge Sicherheit auf dem Bike. Damit ist nicht der Schutz gemeint, sondern das Gefühl der Kontrolle.

Wir fahren auch heute noch Strecken, die wir in den Anfängen gefahren sind, einfach ein wenig anders. Kontrollierter und selbstsicherer und somit mit mehr Spass. Wie? heeheeeee… üben üben üben 😉 Nicht nur immer in die Gondel und runter. Ab und zu mal raus auf den Parkplatz um einen Wheelie oder Bunnyhop zu üben. Mal auf die BMX- oder Dirt-Bahn und das Gefühl für Jumps und Wellen bekommen. Ein wenig auf dem lokalen Schulhausgelände rumfetzen.

Schon früh haben wir erkannt, dass es nichts bringt, einfach nur schnell zu fahren. Fahrtechnik und Kontrolle sind durch nichts zu ersetzen.

kaegi_bunny_charcoal

Erstaunlich was man mit einem Bike alles anstellen kann. Aber das kennt Ihr bestimmt auch schon alle, wenn Ihr mal das eine oder andere Bike-Movie gesehen habt. Das meiste frustriert einen mächtig. Aber vieles, was gezeigt wird, wirkt auch als Ansporn, etwas Neues zu lernen. In meinem Beispiel führte dies dazu, dass ich in meinem Alter (30+) ein ‚Kinderbike‘ kaufte, um damit in regelmässigen, zum teil nächtlichen Aktionen auf Kinderspielplätzen und Schulhausplätzen zu spielen. So what?! Man lebt schliesslich nur einmal und gönnt sich ja sonst nix.

Unsere Kanada-Besuche haben uns dazu angestiftet, selber an den Trails Hand anzulegen. Leider wird das hierzulande nicht so gerne gesehen…

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Das Biken ist für uns heute weitaus mehr als ein Hobby. Es bringt uns einen beträchtlichen Teil unserer Lebensfreude und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.