Am Samstag 21. November 2015 findet bei Velociped der 2. Luzerner Veloteile-Flohmarkt statt. Von 10.00 bis 16.00 Uhr ist wieder Zeit zum Schmökern, Stöbern und Dealen.
Hier finden gebrauchte Teile, Raritäten, Velo-Zubehör, Verstaubtes und Trouvaillen den Weg zu neuen Besitzern und damit wieder auf die Strassen und Trails.
Bist du auf der Suche nach alten schönen Komponeten, nach schwer erhältlichen Ersatzteilen, nach längst vergessenen Zeitzeugen und alten Schätzchen: Dann lohnt sich ein Besuch beim Veloteile-Flohmarkt. Die Preise werden günstig sein, und an Möglichkeiten zum Fachsimpeln wird es auch nicht fehlen. Den Veloteile-Flohmarkt findest du auch auf Facebook.
Willst du Veloteile kaufen?
Dann merke dir das Datum und komm zum frohen Stöbern und Schnäppchen-Jagen vorbei.
Der Termin liegt ja bestens: Wenn du im Winter wieder etwas mehr Zeit im Velokeller beim Herumscharuben verbringst, dann kannst du dich dafür am Veloteile-Flohmarkt noch rechtzeitig mit Material eindecken.
Lust auf mehr?
Unser Veloteile-Flohmarkt ist ja nicht der einzige in der Schweiz. Gerne weisen wir bei der Gelegenheit auf den Teilchenbeschleuniger in Zürich hin, welcher jeweils Ende März stattfindet.
Der Luzerner Veloteile-Flohmarkt ist eine gute Ergänzung dazu. Zum Einen soll es ja Innerschweizer geben, welche nicht gerne in die Grossstadt Zürich reisen. Da wäre ja schade, wenn die nicht in den Genuss des fröhlichen Gebrauchtteile-Kaufens und -Verkaufens kämen. Zum Anderen ergänzen sich die Termine sehr gut: Die erworbenen Teile vom Luzerner Veloteile-Flohmarkt, die man doch nicht verbauen konnte, kann man Ende Winter beim Teilchenbeschleuniger wieder unter die Leute bringen, oder dort nachkaufen, was zum Vollenden des Bike-Projekts noch fehlt …
An deinem Bike sind Teile, welche du gar nicht benötigst. Entferne sie und profitiere von massiven Vorteilen, wie mehr Grip, mehr Federweg, mehr Bremspower und geringeres Gewicht. Go Tubeless!
Wie immer war ich auch gegenüber diesem Trend sehr skeptisch. Ich habe in den vielen Jahren auf dem Bike gelernt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – und die Hersteller keine Skrupel haben, die Käufer als Beta-Tester zu missbrauchen. Deshalb lasse ich immer etwas Zeit vergehen und warte die ersten langfristigen Feedbacks ab, bevor ich auf den Zug aufspringe. Genau so habe ich es auch wieder mit dem Tubeless-Trend gehalten. Inzwischen habe ich von einigen Bikern äusserst positive Feedbacks erhalten, welche bereits eine bis zwei Saisons auf Tubeless-Systemen unterwegs waren und wurde hellhörig.
Viel mehr Grip, bessere Bremseigenschaften, gefühlt mehr Federweg und leichter ist es auch noch
Solche Aussagen darf man nicht einfach ignorieren. In der selben Zeit habe ich jedoch auch viele Horrorstories von ständigem Luftverlust, mühsamen Unterhaltsarbeiten und abspringenden Reifen gehört. Deshalb habe ich mich vor einigen Wochen dafür entschieden, Tubeless selber auzuprobieren. Meine folgende Lobesrede sollte klarmachen, wie sehr mich das System in kürzester Zeit überzeugt hat.
Snakebites ade – Kein Schlauch = Keine Snakebites
Ich habe mit Ausrüstung ein Kampfgewicht von über 90 Kilogramm und musste daher immer viel Luft in meine Reifen füllen. Mit dünnwandigen Reifen und leichten Schläuchen fuhr ich nie unter 2,5 Bar. Dicke Schlappen und schwere Schläuche kamen für mich bei meinem All-Mountain Bike nicht in Frage, da mich das Übergewicht störte. Vor Allem im Bereich der rotierenden und ungefederten Masse, hat Gewicht einen grossen Einfluss. Nach ein paar Monaten musste ich jedoch merken, dass diese Kombination zu fehleranfällig ist. Ein kleiner Fehler bei hohem Tempo und ich fuhr mir einen Platten ein. Abgesehen davon, musste ich mit vielen Nachteilen leben, da Reifen mit viel Luft nicht optimal arbeiten. Mit mehr als 40 PSI im Schlauch hatte ich zwar weniger Durchschläge, aber die Performance war nicht gerade überwältigend. Die Kontaktfläche verringert sich, das Rad hüpft in der Gegend rum, rollt nicht optimal und bietet wenig Halt in Kurven.
Ohne Schlauch kann ich einen Luftdruck von weniger als 2 Bar fahren und profitiere von vielen Vorteilen:
Ohne Schlauch entfällt die Reibung zwischen Schlauch und Reifen – der Reifen kann sich freier bewegen und schluckt Unebenheiten viel besser
Kein Schlauch – kein Snakebite
Mit dem Verzicht eines Schlauches, verringert sich das Gewicht um mehrere Hundert Gramm – an der ungefederten und rotierenden Masse des Laufrads hat dies einen enorm positiven Effekt, was Agilität und Beschleunigung angeht
Ein Reifen besitzt ohne Schlauch bessere Rolleigenschaften (schneller, bessere Verformung)
Bei Pannen verliert das Tubeless-System die Luft langsamer – somit verringert sich die Unfallgefahr
Weitere Vorteile, wie weniger Ventilabrisse (hatte ich zum Glück noch nie), autmatisches Abdichten bei Einstichen, weniger Flickzeug und schnellere Reparatur von Pannen gibt’s gratis dazu.
Ohne Schlauch kann sich der Reifen freier bewegen – mehr Grip und besseres Rollverhalten sind die Folge (Bildquelle: mtb-news.de)
Mehr als nur Pannenschutz
Ich will dir hier nichts verkaufen. Ich will dir auch nicht aufbinden, dass du einen besseren Pannenschutz brauchst. Bisher war ich mit genügend Druck im Schlauch immer zufrieden mit der Performance der Reifen-Schlauch Kombi. Einen solchen Aufwand zu treiben, um den gelegentlichen Plattfuss zu eliminieren, schien mir einfach zu umständlich. Ich kenne mich mit Flickzeug und dem Wechsel eines Schlauches seit Jahren aus und erledige das auf dem Trail in wenigen Minuten. Ganz okay so… ohne rumspritzende Milch und kompliziertes Flickzeug. Die Vorteile eines Schlauchlos-Systems gehen jedoch über den simplen Pannenschutz hinaus.
Aber:
Durch den optimalen Luftdruck, verbessern sich die Rolleigenschaften jedes Pneus. Durch die erhöhte Eigendämpfung des Pneus, fühlt es sich an, als hätte man mehr Federweg. Bei Unebenheiten hebt sich das Rad nicht gleich vom Boden, sondern stülpt sich um das Objekt – somit bleibt ein Grossteil der Reifenoberfläche weiterhin auf dem Untergrund und man kann an Stellen bremsen, wo es vorher nicht möglich war. Grundsätzlich läuft es darauf hinaus, dass man sich mit Tubeless viele Reserven erkauft und ein rundum gelungeneres Bikeerlebnis hat.
Mehr Reserven, mehr Spass. Wer will das nicht?
Tubeless Reparaturkit löst das traditionelle Flickzeug ab
Dennoch gilt der hohe Pannenschutz als eines der wichtisten Argumente für das Tubeless-System. Kleine Löcher werden dank der Dichtmilch im Reifen automatisch verschlossen, grössere Löcher kann man mit speziellen Reparatur-Sets (bekannt aus Auto- und Motorrad-Industrie) innert weniger Sekunden flicken. Also im besten Fall bemerkt man ein Loch gar nicht erst, in den meisten Fällen kann man es schneller reparieren als mit Schlauch und im schlimmsten Fall kann man einen Schlauch einsetzen. Keine Nachteile, viele Vorteile.
Gegenargumente
Dickere Schläuche: Viele argumentieren mit dickeren Schläuchen gegen die Nachteile der herkömmlichen Systeme. Mit einem Downhillschlauch über 1,5mm Dicke kassiert man weniger Durchschläge und somit auch weniger Platten. Auch damit kann man mit weniger Luftdruck fahren – dennoch profitiert man nicht so sehr davon, als wenn ein Schlauch komplett fehlt. (Eigendämpfung, Reibungswiderstände, Rolleigenschaften, mehr rotierende ungefederte Masse)
Dickere Reifen: Wie bei den dickeren Schläuchen, beugt man damit gegen Durchschläge vor – die weiteren Vorteile bleiben auf der Strecke.
Installation – Wechsel auf Tubeless
Ich liess den Umbau auf Tubeless vom Bikeshop machen – ohne eigene Erfahrungen schien mir das sinnvoller. Für wenig Geld wird ein neues (luftdichtes) Felgenband eingelegt und ein Ventil für die Luftzufuhr eingesetzt. Danach braucht es nur noch etwas Dichtmilch um allfällige Luftverluste zu vermeiden und den Reifen bei Löchern automatisch zu verdichten (Funktioniert tatsächlich). That’s it. Für einen Betrag von unter CHF 100.- ist der Umbau erledigt und man kann sofort von den vielen Vorteilen profitieren. Einen Ersatzschlauch nehme ich trotzdem immer mit, man weiss ja nie. Ausserdem habe ich spezielles Flickzeug und zusätzliche Dichtungsflüssigkeit erhalten, für den Notfall. Sobald ich selber mal Hand anlegen oder einen Reifen flicken musste, werde ich darüber berichten.
Grundsätzlich braucht es kein besonderes Material, um auf Tubeless zu wechseln. Das Internet ist voll von DIY Montageanleitungen und mit dem entsprechenden Know-How lässt sich jede Reifen/Felgen-Kombi auf Tubeless trimmen. Jedoch sind bei weitem nicht alle Arten so fehlerfrei und sorglos – deshalb am Besten darauf achten, dass Felge und Reifen tubeless-ready sind (TR), dann steht für den Wechsel nichts im Weg. Wer das selber machen will, bekommt im Netz viele Anleitungen, wie diese Montageanleitung für Tubeless von Schwalbe
Die Zukunft
Dieses relativ neue System wird sich sicherlich noch weiterentwickeln. Wohin weitere mögliche Lösungen führen? Zum Beispiel gibt es bereits Systeme, welche ganz ohne Luftkammern auskommen. Leider bringen diese noch viele Probleme mit sich und bringen nicht die Vorteile eines Tubeless-Reifens (Rolleigenschaften, Verformung, Dämpfung). Bereits auf dem Markt, aber noch in den Kinderschuhen steckt Schwalbes Procore – zwei ineinanderliegende Reifen, der Äussere wird für mehr Komfort mit wenig Druck gefahren, der Innere sorgt mit 4-6 Bar für den Durchschlagsschutz. Einziger Hacken dabei ist das Mehrgewicht.
Endlich kann ich mein Bike mit dem gewünschten Luftdruck fahren (1.8 Bar zur Zeit), profitiere von vielen Vorteilen und fahre sorgloser. Ich bin schneller, sicherer und habe mehr Spass – indem ich zwei Teile entfernt habe. Ich kann es nur empfehlen, vorallem für schwerere Biker.
Willst du mehr Grip, mehr Speed, mehr Sicherheit und weniger Probleme. Go Tubeless.
Jetzt spinnen sie endgültig, die Flowzoner. Machen Werbung für einen Helm, mit dem man aussieht wie ein Teletubby. Ein Helm der so teuer ist, wie zwei Helme zusammen und auch noch über 1,3 Kg schwer?! Da hat jemand wohl viel bekommen, um darüber zu schreiben.. Falsch. Think again. Think different.
Teuer, schwer und gross
Die ersten Argumente, welche bei diesem Helm von so ziemlich jedem Biker genannt werden. Falls Preis und Design für dich die wichtigsten Faktoren eines Full-Face Helms sind, lohnt sich das Weiterlesen nicht.
Ja, ein 6D-Helm kostet viel Geld. Ein Troy Lee ist jedoch nicht viel günstiger und bringt lediglich den Vorteil, hübscher zu sein.
Ja, er wiegt 1310 Gramm. Das mag etwas mehr sein, als dein jetziger Karbonhelm, aber das ist nur eine Schale aus Kunststoff. Im 6D befindet sich ein ausgeklügeltes Dämpfungssystem. So gesehen verdammt leicht, oder?
Ja, er ist gross. In Nordamerika gab es deswegen bereits einen grossen Aufschrei. Wie ist das mit der Optik, wenn einem von einem Sturz auf den Kopf im schlimmsten Fall das halbe Gesicht runterhängt?
Du siehst, dass da viele Kontroversen bestehen und es an der Betrachtungsweise des Bikers liegt – was ist deine Priorität? Deshalb hat die Firma bewusst den äusserst treffenden Slogan #ThinkDifferent gewählt. Sollte der bessere Schutz des Gehirns die optischen Aspekte nicht überwiegen? Sind ein paar Franken wichtig, wenn es um die Sicherstellung deiner Zukunft auf dem Bike geht?
6D geht unkonventionelle Wege, um Helme zu entwickeln, welche ihren Hauptzweck besser erfüllen als andere: Den Kopf zu schützen. Die geltenden Normen werden mit diesem Helm übertroffen und er wird auch den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Bezug auf Kopfverletzungen gerecht.
Nicht mehr aufs Bike steigen zu können, ist eine meiner grössten Ängste
Think Different
Vor wenigen Jahren wurde die Neckbrace-Fraktion in den Bikeparks belächelt. „Die sehen ja aus wie Terminator“, „Keine Schoner, aber Hauptsache einen Neckbrace tragen“, „400 Stutz für eine Plastikhalskrause?“… aber der Trend hat sich durchgesetzt. Warum? Weil ein gebrochener Halswirbel verdammt viel grössere Konsequenzen nach sich zieht, als ein aufgeschürftes oder sogar kaputtes Knie. Ist doch logisch.
Diese Denkweise sollte man auch anwenden, wenn es um den Kopf geht. Schleudertraumas, vor allem wenn sie öfter auftreten, können mindestens so fatale Folgen haben. Es gibt sogar Biker, die mit nur einem Arm oder Bein auf dem Bike sitzen.. aber ohne ein funktionierendes Gehirn läuft gar nix.
Nachholbedarf
Unser Sport hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Die neuen Technologien fördern aggressive Fahrweisen und bringen die Fahrer auf immer mehr Speed. In Folge davon kamen zwar auch neue Schutzmassnahmen wie die Neckbraces auf den Markt, aber bei den Helmen hat sich kaum etwas verändert. Im Prinzip ist es wirklich nur eine Schaumstoffschale mit einer dünnen Kunststoffschicht drüber. Einem direkten Aufschlag kann er standhalten, dafür sorgen die Richtlinien und Kontrollen der EU. Aber Aufschläge mit flacheren Winkeln sind laut neusten Studien dafür verantwortlich, dass Gehirnerschütterungen entstehen – die selben Studien besagen, das konventionelle Helme diesen Kräften so wenig entgegenwirken, als hätte man keinen Helm an (MIPS ausgenommen). Diesem Missstand will das revolutionäre ODS System entgegenwirken.
Lieber lustig aussehen mit Helm, als abschreckend auszusehen ohne..
Wer kauft sich so einen Helm? Bisher sind es Biker, welche bereits schlechte Erfahrungen mit bestehenden Produkten gemacht haben. Fahrer welche bereits mit negativen Auswirkungen von heftigen Stürzen leben – welche heilfroh sind, dass sie noch auf dem Bike sitzen dürfen. Diesen Bikern ist der Preis und die Optik absolut Wurst, was sie wollen, ist für viele weitere Jahre auf dem Bike sitzen zu können – normal Leben und das Leben geniessen zu können. Mit chronischer Migräne oder anderen Langzeitfolgen von Schleudertraumas ist das manchmal unmöglich. Diesen Bikern ist das den Mehrpreis und die komischen Blicke der anderen Biker wert. Wäre es Dir doch auch? Wenn’s dann nicht zu spät ist…
Zugegeben, wir haben uns komisch gefühlt im Bikepark mit diesem eher ungewöhnlich grossen Helm. Da es leider noch unbekannt ist, erntet man viele verdutzte und belustigte Blicke. Das wird sich legen, sobald klar ist, worum es sich hierbei handelt und weshalb sich ein Biker für einen solchen Helm entscheidet.
Ein Helm mit Fokus auf das Wesentliche: Maximaler Schutz
Den Grössenunterschied sieht man, das Mehr an Sicherheit leider nicht (TLD vs. 6D)
ODS – Omni-Directional Suspension
MIPS kennt man heute und es zählt bereits zu den Standards im Bereich Mountainbikehelme. Die Innovation ist lediglich eine kurzfristige Reaktion auf das ODS System von 6D. Vor Kurzem wurde nämlich anhand von Studien festgestellt, dass ein Schleudertrauma nicht direkt aus einem Aufprall resultiert, sondern vielmehr aus den wenigen Millisekunden gleich nach dem Aufschlag, wo der Helm vom Untergrund festgehalten wird, während das bewegliche Objekt (dein Kopf) sich nach den Gesetzen der Physik weiterbewegen möchte. Diese Diskrepanz überträgt sich auf das Gehirn, welche mit den hohen Kräften nicht fertig wird. In der Folge können heftige Schädel-Hirn-Traumas auftreten – was in der Umgangssprache lediglich Gehirnerschütterung genannt wird, kann Gehrinblutungen mit sich ziehen und zum Tod führen.
Weitere Auswirkungen von Schleudertraumas gefällig? Funktionsstörung des Gehirns. Bewusstseinsstörung. Gedächtnisverlust. Koma. Bei schwerwiegenden Verletzungen am Gehirn, kann es zu dauerhaften Schäden kommen.
Ein Helm ist dazu da, dieses Verletzungsrisiko zu minimieren. Minimieren, nicht eliminieren. Je besser der Wirkungsgrad des Helms und dessen Sicherheitskomponenten, desto eher kommt man mit Glück davon. Die heutigen Helme bieten laut Normierung genügend Sicherheit, die Messmethoden sind jedoch fraglich, da sie sich nur auf direkte Einschläge konzentrieren (Mountainbike-Magazin über Testnormen).
Es wird ein bestimmtes Gewicht aus einer bestimmten Höhe auf einen fixierten Helm fallen gelassen (EN 1078). Aussage der Experten: Wenn ein so hohes Gewicht auf den Kopf eines Bikers trifft (umgerechnet über 1 Tonne), treten im Normalfall tödliche Verletzungen auf, welche mit einem Helm unzureichend abgemildert werden können.
Wer von uns ist schon mal ganz gerade und ohne Scherkräfte auf den Kopf gefallen? Ein solcher Test ist nicht realitätsnah, weil die Rotationskräfte ausser Acht gelassen werden.
Nach neusten Forschungsergebnissen muss ein Kopf mit konventionellem Helm fast den selben Scherkräften standhalten, wie ein Kopf OHNE Helm. Das gibt einem zu denken.
Trotzdem wird viel Geld dafür ausgegeben und man erhofft sich davon insgeheim Absolution von jeglichen Verletzungen. Auch ODS kann nicht sämtliche Schäden bewahren, aber holt mit simplen Mechanismen einen höheren Wirkungsgrad heraus.
ODS – Kurz erklärt: Durch die direkte Dämpfung beim Einschlag, verzögert sich der effektive Einschlag auf den Kopf – ein Teil der Energie wurde bereits abgegeben. Durch die multidirektional bewegliche Innenschale werden anschliessende Querkräfte kompensiert – dies wirkt den Scherkräften entgegen. Die zeitliche Verzögerung dieser Abläufe ist ein weiterer positiver Effekt.
Im Bereich des Mountainbiking übernimmt 6D mit dem ODS System somit die Führungsrolle in Sachen Schutzfunktion. Das Design und die Grösse des Helms mussten der veralteten Euronorm 1078 gerecht werden, da der Helm ansonsten nicht zugelassen würde.
Innenansicht des Helms – ODS
Verarbeitung
Kurz zusammengefasst: 1A. Verarbeitung, Materialien, Technik – alles einwandfrei und auf höchstem Niveau. Natürlich erwartet man das bei einem Produkt in dieser Preisklasse, dennoch ist es nicht selbstverständlich. Die Helme sind aus hochwertigen Materialen gefertig, solide gebaut und sind ganz offensichtlich durchdacht bis ins kleinste Detail.
Funktion
Abnehmbare Kinn-Pads, ODS, Lüftung, Schutz, Haptik, Tragekomfort, Gewicht – wir konnten an keinem Aspekt rütteln, obwohl wir es versucht haben.
Das Gewicht ist mit 1300 Gramm ganze 400 Gramm höher, als bei meinem aktuellen Helm (Specialized Dissident). Auch wenn man natürlich einen Unterschied spürt, ist er bei weitem nicht so markant, wie erwartet – das Gewicht scheint im Helm gut verteilt worden zu sein.
Die Lüftung war äusserst effizient, man konnte den Fahrtwind auf der Haut spüren und fühlte sich nicht eingepackt. Kein Wunder, denn diesem Aspekt haben die Entwickler viel Zeit und Ressourcen gewidmet. Nebst den normalen Einlassöffnungen, befinden sich noch jeweils 2 sehr grosse Auslässe an den Seiten und einer oben am Helm. Die Zwiebelkonstruktion der beiden Schalen sorgt ausserdem für einen weiteren Ausgleich von Luft und Hitze. Durchlüftung: TOP.
Der auswechselbare Liner (Innenpolsterung) ist aufwändig genäht, gut und dick gepolstert und kaum spürbar. Selten fühlten sich alle Tester in einem Helm so wohl, einige meinten sogar, das sei eine Seltenheit. Die Passform ist von Anfang an sehr gut und lässt sich mit unterschiedlichen Pads sogar noch individuell verbessern. Die Liner lassen sich kinderleicht entfernen, waschen oder ersetzen.
Nachteile
Was ist mit den Schwächen des Helms? Nebst den bereits erwähnten, gab es bei den Testern nur wenige kritische Anmerkungen.
Mit einem Rucksack oder Neckbrace lässt es sich teilweise schlecht fahren, da der Helm hinten weiter hinunter reicht, als andere Modelle.
Einige Tester fanden, dass das obere Gesichtsfeld durch die massive Bauweise etwas mehr eingeschränkt ist, als bei anderen Modellen.
Anziehen des Helms geht sehr gut, aber beim Abziehen merkt man, wie sehr man im Helm integriert ist und muss fester ziehen. Macht man das mehrmals am Tag, kann es ein wenig scheuern.
Die Mädels im Team fanden den Helm zu schwer, den Jungs machte das Gewicht wenig aus.
Vorteile
Nebst den bereits erwähnten Vorteilen in Bezug auf den Wirkungsgrad bei Stürzen, gibt es weitere Aspekte, welche dieser Helm besonders gut kann:
Der Helm sitzt deutlich besser, als seine Karbon-Pendants der gängigen Marken
Die Luftzufuhr ist konstruktionsbedingt höher, als der aktuelle Standard
Austauschbare Polster (in diversen Grössen kombinierbar)
Zwei Schalen schützen besser als eine, deshalb darf das Material etwas weicher sein und bietet somit noch mehr Dämpfung und Schutz
Im Grossen und Ganzen also ein Helm, dem technisch kaum etwas vorzuwerfen ist. Er tut, wofür er gebaut wurde und ist diesbezüglich den meisten Helmen auf dem Markt überlegen. Die Argumente gegen den Kauf dieses Helms muss jeder selber bewerten. Vielleicht braucht es auch noch etwas mehr Zeit, bis sich Sicherheit wieder als Trend durchsetzt und man sich nicht schämen muss, wenn man sich besser schützt.
Neu ist die Marke 6D übrigens keineswegs. Wer sich mit Motocross auskennt, hat sicherlich bereits davon gehört (Travis Pastrana fährt einen 6D). Sie haben den Motocrossmarkt vor 4 Jahren in Angriff genommen und möchten diese Erfahrungen nun auch im Bikesport nutzen. In ein paar Monaten soll übrigens auch ein Open-Face Trailhelm von 6D mit ODS auf den Markt kommen. Halte Ausschau nach dem ATB-1A oder schau bei uns wieder vorbei, sobald wir ihn testen konnten.
Die absenkbare Sattelstütze ist bald schon an jedem Bike. Sie hatte anfangs einen schweren Stand, da niemand das Bedürfnis für eine fernbediente Sattelstütze sah, welche während der Fahrt verstellt werden konnte. Schliesslich wog das Teil mehrere Hundert Gramm mehr, als eine übliche Stütze und diese waren ja mit einem Schnellspanner auch schnell zu verstellen. Nach den ersten Weiterentwicklungen und den ersten funktionierenden Modellen, stieg die Nachfrage enorm an und ist heute nicht mehr wegzudenken.
Ein verstellbarer Vorbau.. Die Zukunft – oder zukünftiger Schrott?
Ob das auch das Schicksal der neuen Innovation von 3FStech sein wird? Ein verstellbarer Vorbau sorgt für individuelle Positionen des Lenkers und kann während der Fahrt eingestellt werden. Die Absicht dahinter, ist die Möglichkeit, den Lenker vorallem in der Höhe verstellen zu können, damit steile Anstiege leichter zu bewältigen sind. Die Nachteile sind momentan noch zu gross, um einen wirklichen Nutzen zu bringen, aber die Frage ist ja auch: Braucht es sowas?
3FStech AIM Vorbau
Absenkbare Gabeln gibt es ja bereits und auch bereits mit Fernbedienung. Leider schwächeln solche Systeme unter Dauerbelastung und führen zu fehleranfälligeren Produkten. Aber das Bedürfnis, das Cockpit auf langen Aufstiegen tiefer zu legen, ist auf jeden Fall vorhanden. Eine spanische Firma hat sich dem ‚Problem‘ angenommen und eine unkonventionelle Lösung auf den Markt gebracht. Leider noch nicht sehr leicht und optisch ebenfalls gewöhnungsbedürftig, aber wie erwähnt, war das bei den ersten Teleskopstützen nicht anders. Die Frage ist, ob sich jemand findet, der für dieses Produkt Betatester spielt? Wir werden sehen.
Technische Details:
3 Positionen
1: 120mm Vorbaulänge (-20° Winkel)
2: 95mm Vorbaulänge (-7° Winkel)
3: 55mm Vorbaulänge (+6° Winkel)
Gewicht ca: 400g (normaler Vorbau ca. 150g)
Während der Fahrt einstellbar (Fernbedienung)
Preis soll um die 250 Franken sein.
Was denkst Du? Hat das Produkt Zukunft? Würdest Du es ausprobieren? Lass es uns in den Kommentaren wissen…
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies zur Zeit auf Kickstarter tun: AIM Stem
Bike Unchained ist ein kostenloses Handy-Game von Red Bull für Android und iOS Geräte. Voll gepackt mit Berühmtheiten, echten Bikes und Parts und vielen Strecken rund um den Globus, ist das Spiel äusserst kurzweilig und spassig.
Claudio Caluori ist der Guide, welcher dich vom Rookie zum Downhill oder Slopestyle Superstar macht. Diverse Spielmodi sorgen für Abwechslung und im Storymodus kann man sich ständig weiterentwickeln. Ausserdem kannst du gegen deine Freunde antreten und versuchen, ihre Zeiten zu schlagen. Mit Fahrern wie Aaron Gwin, Martin Söderström, Brandon Semenuk, Rachel Atherton, Andreu Lacondey und weiteren hat das Spiel einen realistischen Touch und das Potential zum süchtig werden.
Caluori, Semenuk, Atherton, Lacondeguy und unzählige weitere Fahrer stehen zur Auswahl
Bike Unchained Highlights:
– Weltweite Locations: 60 Tracks führen durch die Landschaften in Whistler, den Alpen oder den japanischen Hügeln. Weitere Strecken folgen.
– Bike upgrades: Viele reale Marken sind vertreten, wie Specialized, DT usw
– Intuitive Kontrolle: Einfaches aber ausgeklügeltes Tip-Spiel zum Biken. Wenig Kontrolle, aber gut umgesetzt.
– Online und offline: Diverse Spiel Modi wie Story, Schnellspiel oder Contests.
– Abwechslungsreich: Unterschiedliche Kamerawinkel halten die Optik spannend.
– Werbefrei: Abgesehen von Produkteplatzierungen ist das Spiel werbefrei
Einfach mal downloaden und selber ausprobieren! Viel Spass
Enduro One steht für innovative Rennen im Mountainbike Enduro-Format. Die fünf Events der Saison 2016 führen die Teilnehmer in coole MTB-Reviere und versprechen viel Abwechslung und Action.
Enduro spiegelt die Idee des Mountainbikens in seinen Grundzügen wieder. Verschiedene Wertungsprüfungen verlangen von den Fahrern Geschick, Schnelligkeit, aber auch Ausdauer. Die lizenzfreien Rennen mit breitensportlicher Ausrichtung sind dabei offen für alle. Einen spannenden und gleichzeitig fairen Wettkampf garantieren die verschiedenen Wertungsklassen. Neben der Einteilung nach Alter, Geschlecht und Fahrerfahrung ist auch eine Klasse für E-Bikes ausgeschrieben. Bei Enduro One geht es um unkomplizierten und innovativen Fahrspaß.
Die Termine im Überblick
28./29. Mai 2016 – Wipperfürth
2./3. Juli 2016 – Wildschönau (Österreich)
6./7. August 2016 – Dünsberg
20./21. August 2016 – Ochsenkopf
10./11. September 2016 – Bad Endbach
Enduro One – Klassen:
E1 Pro
Eingeschriebene Fahrer(innen) und Gastfahrer(innen) mit großem Fahrvermögen und -erfahrung
E1 Sport
Eingeschriebene Fahrer(innen) der Geburtsjahre 2000 oder älter
E1 Senior
Eingeschriebene Fahrer(innen) der Geburtsjahre 1981 oder älter
E1 Super Senior
Eingeschriebene Fahrer(innen) und Gastfahrer(innen) der Geburtsjahre 1970 oder älter
E1 Woman
Eingeschriebene Fahrerinnen und Gastfahrerinnen
E1 Beginner
Eingeschriebene Fahrer(innen) mit keiner oder nur geringer Sporterfahrung. Diese Klasse ist den wirklichen Einsteigern und Einsteigerinnen ohne oder mit sehr wenig Wettbewerbserfahrung vorbehalten.
E1 E-Bike
Eingeschriebene Fahrer(innen) und Gastfahrer(innen) mit Pedelecs (vgl. hierzu die technischen Voraussetzungen)
E1 Guest
Alle Fahrer(innen), die nicht in den anderen für Gaststarter freigegebenen Klassen starten können / wollen
Biken bei Nacht ist in der heutigen Zeit der lichtstarken Scheinwerfer keine Besonderheit mehr. Was Sweetgrass Productions aber in Zusammenarbeit mit Philips auf die Beine gestellt hat, geht darüber hinaus.
Wie im Vorgängerprojekt Afterglow, wo die Ski-Fahrer mit wechselnden Ambilight-Lichtern über schneebedeckte Freeriderouten fliegen, heizen nun Matt Hunter, Graham Aggassiz und Matty Miles auf ihren Bikes durch den lichtdurchfluteten Wald. Leider kommt die Schönheit der Farben nicht ganz so atemberaubend rüber, wie bei Afterglow, wo der Schnee und die Bergketten einen tollen Kontrast bieten – dennoch hüllen die mystischen Farben im dunklen Wald die Biker ein und präsentieren das bekannte Biken in wortwörtlich neuem Licht. Die Action kommt bei diesen Fahrern natürlich auch nicht zu kurz.
Bereits zum vierten Mal fand Ende September 2015 unser Bike Fest statt. Summerbreak hiess die Party und bot ein Weekend lang Shutteln, Geselligkeit, Leckereien aus der Region und richtig gute Musik. Hier ein paar Eindrücke unseres Bike-Party Weekends.
Morgens geht’s immer ganz gemütlich los. Kafi trinken und frischen Zopf mit selbstgemachter Konfi geniessen, bevors dann auf die Trails geht.
An Bikern fehlt es zum Glück nicht – jeder schätzt einen guten Shuttlerun und auch die Transition-Testbikes von Interbike.ch
Auch wir konnten wieder einmal mitfahren – den letzten Teil mussten wir noch stossen
Wer den Trail kennt, wird wissen, dass sich das gelohnt hat
Zu wenig Luft auf diesem Trail kann fatal enden – deshalb nochmal nachpumpen
Fun, fun fun – Der Spass auf dem Bike kommt bei uns nicht zu kurz
Am Abend dann das grosse Highlight – Schweizer Singer/Songwriter Peter Finc haute uns alle vom Hocker
Was für ein Level! Bereits bei den Slopestyleevents 2015 sah man die Progression der Fahrer, aber bei der Red Bull Rampage 2015 haben sie sich gegenseitig übertroffen. Noch nie gab es so hohe Wertungen für die jeweiligen Runs und es wurde eng an der Spitze. Als im 2014 Cam Zink auf seinem Drop (mehr als zehn Meter hoch) einen Threesixty zeigte und anschliessend so überrascht war diesen auch wirklich gestanden zu haben, konnte er den Rest seiner Line nicht mehr fertig fahren. Mit diesem Run belegte er den zweiten Platz im Jahr 2014. In diesem Jahr stand er die identische Line zum Vorjahr perfekt und baute im unteren Teil noch einen Backflip auf einem riesigen Stepdown ein. Mit diesem Run belegte Cam Zink lediglich den Platz sechs.
Red Bull Rampage Rangliste 2015:
1. Kurt Sorge
2. Andreu Lacondeguy
3. Graham Agassiz
4. Brandon Semenuk
5. Thomas Genon
6. Cam Zink
7. Darren Berreclath
8. Sam Reynolds
9. Rémy Métailler
10. Kyle Straight
11. Pierre Edouard Ferry
Die Top elf 2015 sind automatisch für das Finale vom Jahr 2016 gesetzt.
Nachfolgend die Highlights in Bildern:
Ein Vogel? Ein Flugzeug? Nein, es ist ein Superman von Sam Reynolds
Bearclaw gehört zum alten Eisen, kann aber noch gut mithalten
Sam Reynolds
Kyle Strait
Brandon Semenuk gab alles und fuhr fehlerfrei, dennoch reichte es nicht aufs Podest
Brandon Semenuk
Cam Zink übertrumpfte seine Line vom Vorjahr und wurde trotzdem nur sechster
Bereits zum zweiten Mal holte sich Kurt Sorge den Sieg an der Rampage
Remy Metailler, ein ‚gewöhnlicher‘ Biker mit überirdischen Skills
So siehts aus, wenn man sich über Klippen wirft – Pierre Edouard Ferry
Brendan Fairclough – ein Racer mit viel Style
Während sich Semenuk ’nur‘ Plumpsen liess..
…flog Andreu im hohen Bogen über diesen Monsterdrop
Es war einer der besten Rampage Austragungen überhaupt und es lohnt sich, das Replay anzuschauen: Red Bull Rampage Replay 2015
Unzählige Videos kommen im Vorfeld des grössten Mountainbike Events des Jahres zum Vorschein. Die Fahrer der Red Bull Rampage 2015 bauen ihre Linien in den Berg und absolvieren die ersten Testfahrten.
Live-Stream: 16. Oktober 2015 18:30 Uhr auf Red Bull TV
Nachfolgend eine Auflistung der sehenswertesten Clips. Am Freitag Abend um halb Sieben ist es soweit!
Claudio Caluori’s Streckenvorschau
Die ersten Gehversuche
Wie sehen das die Rookies?
Kann sich Brandon Semenuk endlich wieder behaupten?
Oder wird es Agassiz dieses Jahr endlich schaffen?
Auch 2025 ist dieser Beitrag noch Goldwert und ich danke Euch allen für die nützlichen Informationen, denn sie haben enttäuschte…