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Weitum bekannt und sehr erfolgreich sind die Neckbraces, welche sich in den letzten Jahren enorm verbreitet haben. Nun mischt der Protektorenhersteller auch bei den Helmen mit. Mit einer als neu angepriesenen Technologie, welche jedoch verblüffend ähnlich aussieht, wie das Omni-Directional-Suspension System (ODS) von 6D. Aber schauen wir mal genauer hin…

Leatt, in der MTB-Welt als Erfinder der Neckbrace bekannt, bringt zur 2016er Saison erstmals eine eigene Helmlinie auf den Markt. Langjährige #LeattFamily Athleten wie Filip Polc, Sam Hill, Mike Jones oder Joe Smith tragen diese neueste Helm-Generation.

Die DBX 6.0 Carbon und 5.0 Composite Helme verfügen über eine komplett neue, von Leatt entwickelte 360° Turbine Technologie, zur Verbesserung des Schutzes vor Gehirnerschütterungen und Rotationskräften. Insgesamt elf 360° Turbines sind strategisch zwischen Kopf und EPS-Schale des Helmes positioniert.

Diese Stoßdämpfer sind aus weichem Armourgel gefertigt, welche unter Krafteinwirkung verhärten. Sie dämpfen hierbei nicht nur hintereinander auftretende Schläge (Multi-Impact), sondern verringern vielmehr die Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung um bis zu 30% und die schädlichen Rotationsmomente auf Kopf und Gehirn bis zu 40%.

Durch die Kombination mit einem im 3D-InMold Verfahren gefertigtem V-Foam EPS, gelang es den Leatt Produktentwicklern Volumen und Gewicht des Helmes zu reduzieren, wodurch die auf den Kopf wirkenden G-Kräfte zusätzlich sinken. Dies wird wohl nebst der Bekanntheit der Marke ein grosser Vorteil gegenüber dem zurzeit einzigen Konkurrenten in diesem Sektor sein: Die 6D Helme, welche diese Funktionalität ebenfalls bieten, fallen von den Dimensionen her grösser aus.

Die DBX 6.0 Carbon und 5.0 Composite Helme sind ab sofort für einen Preis von €539 (Carbon) und €431 (Composite) verfügbar. Es gibt sechs unterschiedliche Größen, von XS bis XXL, von 53cm bis 64cm Kopfumfang. Je nach Größe variieren die Gewichte, beginnend bei 950g (DBX 6.0 Carbon) bzw. 990g (DBX 5.0 Composite).

 

Auf www.leatt.com/leatt-dbx-helmet-launch sind weitere Informationen zu finden.

 

Das könnte dich ebenfalls interessieren: 6D – Helme

Das beliebteste Velofestival der Schweiz, die Bike Days, geht mit 25’000 Besuchern zu Ende. Das Publikum bekam noch nie gezeigte Tricks zu sehen. Die Velo-Expo mit 250 Marken und vielen Neuheiten zog eine Vielzahl an Velointeressierten an und sorgte für zufriedene Aussteller. Hauptsponsorin Migros verlängert ihr Engagement. Damit sind die Weichen für eine erfolgreiche Weiterführung gestellt.

bike days 2016

Grosser Andrang – aber lockere Stimmung. Immer viele Leute hier, aber die Location lässt es zu. Man fühlt sich nie eingeengt..

Die Bike Days 2016 sind vorbei. Komplett regenfrei und ungewöhnlich spät im Mai waren dies wohl die heissesten Bike Days der Geschichte. «Heiss war es unter den Zelten der Aussteller, aber ebenso heiss waren die Contests! Das Niveau der internationalen Wettkampfserien war unglaublich, der Konkurrenzkampf enorm!», kommentiert OK-Präsident Erwin Flury die drei Festivaltage.

bike days 2016

Action wird rund um die Uhr geboten

Matt Jones beendet Rogatkins Siegesserie
Der Final des MTB-Dirtjump-Contest mutierte zum Duell zwischen dem Sieger 2015 und dem Sieger 2014, zwischen Nicholi Rogatkin aus den USA und dem Briten Matt Jones. Rogatkin galt als Sieger der Qualifikation und dank seinem neuen Trick, dem Twister, als Favorit. Aber auch Matt Jones hatte neue Tricks im Ärmel: Er zeigte in Solothurn einen 720-No-Hand. «Es ist das erste Mal, dass ich diesen Trick gemacht habe und das erste Mal überhaupt, dass jemand diesen Trick an einem Contest zeigt!», kommentiert Matt Jones seinen Siegessprung.

Viki Gomez schafft Titelverteidigung
Der gebürtige Spanier Viki Gomez entschied das unglaublich knappe Battle der BMX-Flatlander für sich. Bereits das Publikum in der Solothurner Rythalle, welche trotz dem schönen Wetter bis zum Bersten voll war, jubelte am meisten für den Vorjahressieger. Die Judges überzeugte er mit kurzen, knackigen Combos und dem neuen Trick 720-Pivot. Auf Platz zwei und drei klassierten sich der Franzose Matthias Dandois und der Tscheche Dominik Nekolny.

Zufriedene Aussteller der Velo-Expo
Dank dem guten Wetter erfreuten sich die 120 Aussteller der Velo-Expo über zahlreiche, interessierte Besucher an ihren Ständen und durften eine Vielzahl an Beratungsgesprächen führen. Auch auf den Teststrecken und in der Acitve Zone herrschte während aller drei Tage hoher Betrieb: Jung bis Alt vergnügte sich auf Pumptrack, Mini Drome, Slow Race und und und.

Hauptsponsorin Migros verlängert Engagement
Die nächsten Bike Days finden vom 5. bis 7. Mai 2017 statt. OK-Präsident Erwin Flury: «Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste Ausgabe, wenn das Zuschauermagnet, der Swiss Bike Cup wieder komplett ist und sich mit den Elite-Stars der ganze Cross-Country-Tross um den Schanzengraben schart.»
Der Weiterführung der Bike Days steht nichts im Wege. Hauptsponsorin Migros verlängerte ihren Vertrag mit den Bike Days um weitere drei Jahre. Die Dachmarke Migros tritt als Hauptsponsorin sowie mit den Marken SportXX und FlowerPower als Co-Sponsoren auf. Vor Ort sind sie zudem mit Famigros und mit Catering Services Migros als Gastronomiepartner unterwegs. Reto Wüthrich, Leiter Sponsoring der Migros Aare: «Die Bike Days sind eine grossartige Plattform, um unser vielfältiges Engagement und Angebot in den Bereichen Bikesport, Fitness, Ernährung und Gesundheit gezielt präsentieren zu können.»

Die nächsten Bike Days finden vom 5. bis 7. Mai 2017 statt.

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Spektakuläre Shows, atemberaubende Battles, wilde Partys und viel viel Velo – das sind die Bike Days. Das schweizweit grösste Velofestival findet vom 20. bis 22. Mai in Solothurn statt. Publikumsmagnet der Bike Days in Solothurn sind die Velo-Expo mit Testmöglichkeiten und abwechslungsreicher Active Zone, der Swiss Bike Cup und die internationalen Wettkampfserien MTB-Dirtjump und BMX-Flatland. Am Freitag startet der beliebte Velozirkus mit dem traditionellen Öufi Cup.

bike days 2016 solothurn übersicht von oben luftbild

Neben den zahlreichen Ständen findet sich auf der Chantierwiese auch Platz für die umfangreiche Active- und Chillout Zone. Bild: Bikechannel.ch/Pixair.ch

Mit ihrem dreitägigen Vollzeitprogramm begeistern die Bike Days tausende Veloverrückte jeder Generation. Die schmucke Barockstadt Solothurn im Herzen der Schweiz bietet perfekte Voraussetzungen für das schweizweit grösste Velofestival: Durch die autofreie Innenstadt cruist der Springride, auf den Trails vom Weissenstein testen Downhill-, Enduro- und Fatbikefahrer die neusten Modelle, im Schanzengraben springen die Dirtjumper und in der Rythalle tanzen die BMX-Flatlander. Die Chantierwiese und der Kiesplatz rund um die Rythalle bieten genügend Platz für die Active Zone und die grosse Velo-Expo mit 120 Ausstellern und 250 Marken. Am Swiss Bike Cup kämpfen sich mehrere Hundert Teilnehmer über die Runden der 6 Kilometer langen Cross-Country-Strecke, die im Schanzengraben startet und endet.

Skistar, Hockeyaner, Kunstturnerin – alles fährt Velo
Der Öufi Cup ist der actionreiche Auftakt der Bike Days. Namensgebend ist Solothurns Glückszahl Elf ausgesprochen im hiesigen Dialekt. Elf Tore, elf Kirchtürme, elf Zünfte, ein Öufi-Bier und der Öufi Cup mit – wie könnte es anders sein – elf Teams. Um 18:30 Uhr wird der Startschuss von Solothurns Stadtpräsidenten Kurt Fluri abgefeuert. 
Auf die Räder schwingen sich u.a. die Enduro-Profis und Gehrig-Twins Carolin und Anita, Kunstturn-Europameisterin Ariella Käslin, SCB-Verteidiger und Schweizer Meister Justin Krüger und Ski-Weltcupsiegerin Zoë Haas. Zum ersten Mal dieses Jahr stellt sogar die Stadtpolizei Solothurns ein eigenes Team.

Jocub Vencl - Bike Days 2015

Jocub Vencl – Bike Days 2015

Bike Nights sorgen für Action bis spät in die Nacht
Am Abend gibt es einen ersten Vorgeschmack auf den BMX-Flatland-Contest vom Samstag und Sonntag: Mit dem Battle of Nations eröffnen die BMX-Flatlander die erste Bike Night. An der Bike Night vom Samstag treten sie im Disziplinen-Duell gegen fünf Kunstradfahrerinnen und -fahrer an, unter ihnen Junioren-Europameister und Weltrekordhalter Lukas Kohl und Junioren-Schweizermeisterin Nathalie Walter. An beiden Abenden sorgen DJs dafür, dass die Action und Party in der Rythalle noch bis in die frühen Morgenstunden weitergeht.

Topplatzierte der Weltrangliste am Auftakt des BMX Flatland World Circuit
Der BMX Flatland World Circuit macht insgesamt fünf Stopps rund um den Globus. Den Bike Days kommt die Ehre zu, Auftakt der Tour zu sein. Entsprechend werden die Topplatzierten der Weltrangliste in der Solothurner Rythalle gegeneinander antreten und diese zum Kochen bringen: Der amtierende Weltmeister Viki Gomez (ESP), die dreifachen World Circuit Champions Matthias Dandois (FRA) und Yohei Uchino (JAP) sind nur drei davon.

Viel Action und Unterhaltung in allen Bereichen wird geboten

Viel Action und Unterhaltung in allen Bereichen wird geboten

Nicholi Rogatkin tritt zur Titelverteidigung im MTB-Dirtjump an
Er räumt alles ab, was es abzuräumen gibt! Der Amerikaner Nicholi Rogatkin begeisterte bereits letztes Jahr an den Bike Days und holte mit seinem Corked 720 den ersten Platz. Seinen Konkurrenten Matt Jones, Tomas Zejda und Co. dürfte es dieses Jahr nicht leicht fallen, ihm den Titel streitig zu machen: Erstens führt der junge Rogatkin aktuell die Weltrangliste an. Zweitens reist er mit einem neuen Trick im Gepäck nach Solothurn: Der sogenannte Twister, eine Dreifach-Umdrehung, die Rogatkin selber erst seit wenigen Wochen beherrscht.
Rogatkins Tricks sind aber nicht das Einzige, das neu ist: Mit Kathi Kuypers vom Team Gravity Girls startet dieses Jahr auch eine Frau in der männerdominierten Disziplin des MTB-Dirtjump!

Nachwuchsförderung durch Schweizer Qualifikation
Am Samstag findet zum ersten Mal in der Geschichte der Bike Days eine Schweizer Qualifikation statt. 8 Fahrer zwischen 15 und 27 Jahren werden an dieser um die Teilnahme am internationalen Contest kämpfen.
Es starten: Stephen Brullé aus Le Bouveret (VS), Dario Thierstein aus Münsingen (BE), Lucas Huppert aus Niederweningen (ZH), Oliver Hertach und Josiah Rohrer, beide aus Zürich (ZH), Lukas Studer aus Steffisburg (BE), Baldur Mündli aus Bäretswil (ZH) und Chris Räber aus Bremgarten (AG).

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Am Weekend wird eine neue offizielle Strecke in der Zentralschweiz eröffnet. Der Zugerberg wird von Bikern rege genutzt seit es Mountain Bikes gibt – das Einzugsgebiet ist riesig und genauso die Zahl der Biker um den schönen Zugersee. Trotz dieser Umstände dauerte es fast 20 Jahre, bis am Zugerberg ein Trail legalisiert werden konnte. Die tragikomische Geschichte eines jeden Biketrails in der Zentralschweiz.

Genau wie am Üezgi und auch am Gütsch hört man in der Bikeszene seit gut 20 Jahren von coolen Trails rund um den Zugerberg – eine eingefleischte Schar Biker kümmert sich um den Unterhalt und schaut nach dem Rechten, ein paar Jugendliche bauen hie und da ein paar Kicker und Drops. Alles relativ chaotisch und höchst illegal. Überall die selbe Story… bis dann eine Behörde oder ein analfixierter Förster an der Türe klopft und den Rückbau verlangt. Keine Alternativen, keine Diskussionen und keine Kompromisse. Biker werden nicht gerne gesehen, Trails werden nicht akzeptiert und trotz enormem Aufwand sind den Betroffenen die Hände gebunden. Der Weg über die Bürokratie ist nicht nur extrem aufwändig, sondern auch selten von Erfolg gekrönt.

zugerbergtrail

Biketrail Pioniere beim Spatenstich für den Zugerbergtrail

Darum ist es umso erfreulicher, dass es wieder einmal eine Organisation geschafft hat, in der Zentralschweiz einen offiziellen Biketrail zu bauen. Hut ab und Danke dafür!

Die IG Mountainbike Zug hat sich stark gemacht für dieses Projekt, hat weder Kosten noch Aufwand gescheut und mit Hilfe eines Crowdfundings, dem Zuger Regierungsrat und dem Lotteriefonds einen ordentlichen Biketrail am Zugerberg gebaut. Der Spatenstich war Ende Februar und Mitte Mai findet bereits die Eröffnung statt. Respekt!

Wir werden uns das natürlich persönlich anschauen gehen – gleich am Eröffnungstag am 14. Mai 2016 – und danach vom Trail berichten. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, sollte am Samstag früh an der Bahn stehen oder selbst auf den Zugerberg radeln und an der Eröffnung teilnehmen. Eine hohe Teilnehmerzahl ist sicherlich wünschenswert, damit der Impact und das Bedürfnis auch für Aussenstehende sichtbar wird.

Infotafel Zugerbergtrail

Also, nichts wie los auf den Zugerberg am 14. Mai 2016!

Ein Trailreview gibt es dann nach ersten Testfahrten.

Bis dahin gibt es weitere Infos und Fotos auf https://zugerbergtrail.ch

Eröffnung Zugerbergtrail auf Facebook

Johannes Fischbach und Veronika Widmann sind die Sieger des ersten iXS Europacup Rennens der Saison. 400 Fahrer aus 32 Nationen gingen bei perfekten Bedingungen an den Start im slowenischen Kranjska Gora.

Der Saisonauftakt des iXS European Downhill Cups wurde am zurückliegenden Wochenende in Kranjska Gora ausgetragen. Somit hat nun wieder der Kampf um den Titel des Europacupsiegers begonnen. Insgesamt stehen für 2016 sechs Rennen auf dem Programm und führt die Athleten nach dem Auftakt in Slowenien noch nach Deutschland, Österreich, Frankreich und die Tschechische Republik.

Kranjska Gora – Streckenvorschau

Die ersten wertvollen Punkte für die Serienwertung sind also schon eingefahren und hinter den Teilnehmern liegt ein hartes Stück Arbeit. Bereits im letzten Jahr, als der slowenische Ort erstmals Gastgeber eines Europacup Rennens war, offenbarte die Strecke ihren Anspruch, nicht zuletzt durch einen Charakter, den man am Treffendsten als Oldschool bezeichnen könnte. Für die zweite Ausgabe des Rennens wurden einige sinnvolle Änderungen am 2000 Meter langen und 300 Höhenmeter umfassenden Kurs vorgenommen.

Auch wenn die Saison an der einen oder anderen Stelle schon in vollem Gange ist, war es doch das erste Aufeinandertreffen der Protagonisten des Europacups. Und wie jedes Jahr ist der erste Schlagabtausch auch einer der interessantesten, denn keiner weiß so recht, wo er sich hinsichtlich der Konkurrenz einordnen wird. Über den Winter wurden die Karten neu gemischt, und dies nicht nur aufgrund des Trainings und der Vorbereitung, schließlich standen viele Sponsorenwechsel an und somit für viele neues Material und ein neues Umfeld.

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Allein wenn wir die zwei Top Favoriten Johannes Fischbach (GER), letztjähriger Europacupsieger, und Markus Pekoll (AUT), früherer Europacupsieger, betrachten. Fischbach wechselte nach mehr als einer Dekade und einer eher unzufrieden stellenden Saison den Arbeitgeber zum Radon Magura Factory Team und somit seine gewohnte Basis. Pekoll blieb zwar dem MS Mondraker Team weiterhin treu, doch wurden dort einige Änderungen im Sponsoren Lineup vorgenommen und somit musste sich der Schladminger auf ein neues Fahrwerk, neue Reifen und neue Protektoren einstellen. Man könnte meinen, sicherlich für beide keine leichte Aufgabe, allerdings zeigten die Ergebnisse der zwei ersten bereits gelaufenen Weltcups, dass diese Neuerungen ihnen gut getan haben.

Bei bestem Wetter begannen am Samstag die Qualifikationsläufe. Bei den Elite Women unterstrich einmal mehr Veronika Widmann (ITA – Bike Club Egna Neumarkt) ihre Form und sicherte sich mit knapp 3 Sekunden Vorsprung die Bestzeit. Hinter der Italienischen Meisterin platzierte sich Carina Cappellari (SUI – Radon Magura Factory Team) und die Europameisterin Jana Bartova (CZE – RRP). In der Klasse Elite Men lag zusätzlich viel Spannung darin, ob das Wetter halten würde. Immer mal sah es danach aus, dass sich die Bedingungen in Richtung Regen ändern würden. Schlussendlich hat des Wetter mitgespielt, die Bedingungen blieben fair und Slawomir Lukasik (POL – NS Bikes FroPro) sicherte sich den letzten Startplatz am Sonntag im Super Final. Mit knapp 2 Sekunden Rückstand brachte sich Markus Pekoll (AUT – MS Mondraker) in eine gute Ausgangsposition. Die drittbeste Zeit konnte Johannes Fischbach (GER – Radon Magura Factory) einfahren.

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Markus Pekoll

Am Sonntag gingen wie gewohnt als erstes die Masters Fahrer auf die Strecke. In dieser Klasse setzte sich Michal Sliwa (POL – Myslenice-Top Riders) durch, dahinter platzierten sich Rowan Sorrell (GBR – Bikepark Wales) und Frank Hedwig (GER – RAD-ART). Die Zeiten verrieten schon einmal, dass die Verhältnisse auf der Strecke ähnlich derer des Vortages waren. Die nächste Klasse U17 female bestand aus vier Fahrerinnen. Auch wenn dies auf den ersten Blick eher wenig erscheint, ist es erfreulich, dass diese Nachwuchsklasse so besetzt ist, schließlich scheint hier eine hoffnungsvolle weibliche Zukunft heranzuwachsen. Die Namen kennt man zumindest aus dem iXS Rookies Cup, da für drei Athletinnen dies das allererste internationale Rennen überhaupt war. Am Ende setzte sich Valentina Höll (AUT – YT Industries) durch und verwies Anna Newkirk (USA – Team Project) und Paula Zibassa (LAT – M9 Racing) auf die nachfolgenden Plätze.

Die männliche U17 Klasse war hingegen wie immer gut gefüllt. Am Ende gewann Marcel Merkeli (GER – Solid National Racing) vor Giacomo Masiero (ITA – 3Stars) und Balazs Muszula (HUN – LiMiT Racing Team). In der U19 Klasse sicherte sich Sylvain Cougoureux mit 2:32.382 Minuten den Sieg, wobei er immerhin 25. im Super Final geworden wäre. Zweiter wurde Jannik Abbou (GER – Sports Nut DH Team), gefolgt von Moritz Ribarich (AUT – Swiss Downhill Syndicate).

Als vorletzte Klasse gingen die mehr als 20 angereisten Elite Women auf die Strecke. Am Ende setzte sich erneut Veronika Widmann durch und unterstrich mit einer Zeit von 2:51.762 und einem Vorsprung von 4,6 Sekunden ihre Klasse. Zweite wurde Carina Cappellari, die mit einem knappen Vorsprung Monika Hrastnik (SLO – Blackthorn) auf den dritten Rang verwies.

ixs edc european downhill cup 2016 kranjska gora

Johannes Fischbach

Wie immer im Europacup stand als letztes Rennen das Super Final der Elite Men auf dem Programm. 32 Fahrer haben sich dafür am Samstag qualifiziert. Die erste krasse Zeit legte ein sehr junger Fahrer vor. Johannes von Klebelsberg, der Italienische Meister von 2014, hatte schon an der Zwischenzeit einen guten Vorsprung rausgefahren und konnte diesen bis ins Ziel verteidigen, als für ihn die Uhr bei 2:25.767 Minuten stehen blieb. Was diese Zeit wert war, wurde bei den nachfolgenden Fahrern deutlich. Als Fünftletzter kam Faustin Figaret (FRA – Radon Magura Factory), der 2015 mit einem Top Ten Ergebnis beim Weltcup in Lourdes auf sich aufmerksam machte. Seine Zwischenzeit sah gut aus, aber im Ziel musste er sich vorerst auf dem dritten Platz einreihen. Danach war es Jure Zabjek (SLO – Unior Tools Team), der aber auch die Möglichkeit verpasste und sich mit einer Sekunde Rückstand hinter Klebelsberg platzierte. Jetzt standen noch die Top Drei des Vortages aus. Als Erster war Markus Pekoll auf den Kurs gegangen. An der Zwischenzeit hatte er vier Tausendstelsekunden Vorsprung, im Ziel allerdings eine Zehntelsekunde Rückstand. Dann kam Fischbach. Der amtierende Deutsche Meister legte mit mehr als einer Sekunde Vorsprung an der Zwischenzeit den Grundstein, der ihm im Ziel den ersten Platz sicherte. Auf der Anzeigetafel leuchtete eine Zeit von 2:23.106 Minuten auf, somit also etwa 2,5 Sekunden schneller als der Italiener. Aber da fehlte noch der Schnellste des Vortages und der unterbot die Zwischenzeit noch einmal um ein paar Zehntel. Doch die Anzeige offenbarte bei Überquerung der Ziellinie ein Plus von 3 Zehnteln und somit gewann Fischbach vor Lukasik und von Klebelsberg. Pekoll wurde Vierter, gefolgt von Zabjek.

Damit ging bei perfekten Wetterbedingungen der erste Lauf der diesjährigen Europaserie über die Bühne. Spannend war es auf jeden Fall und somit darf man sich schon auf die nächste Ausgabe Ende Mai in Willingen, Deutschland freuen.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.

Fotos: © extreme-pics / Benjamin Prescher

Das diesjährige Swatch Rocket Air ging am Weekend erfolgreich zu Ende. Nach dem Teambattle am Freitag ging es für die Fahrer am Samstag um wichtige Punkte für die FMB Worldtour. Gewinner des Swatch Rocketair 2016 ist der Amerikaner Nicholi Rogatkin. Die verschiedenen Sideevents komplettierten den ganzen Event und machten ihn zu einem spektakulären Erlebnis im Thuner Urwald vor 10’000 Zuschauer.

Rogatkin gewinnt Final

Die Atmosphäre am Swatch Rocket Air war gigantisch. In einer ausverkauften Eishalle zeigten die Fahrer ihre besten Tricks und beeindruckten mit spektakulären Runs. Sieger des diesjährigen Swatch Rocket Air ist der letztjährig Zweitplatzierte Nicholi Rogatkin mit 95 Punkten. Er startete mit einem Tailwhip vom Startdrop gefolgt von einem Cork 720 auf dem grossen Sprung und einem 180 Tailwhip auf den Step Up. Mit einem Footplant 360 sprang er vom Flatdrop, zeigte einen Tripple Tailwhip über den Hip Sprung, einen Barspin aus der Stilkurve, auf dem letzten Sprung eine Cash Roll und abschliessend einen double Tailwhip in der Quarter.  Mit diesem ausserordentlichen Run konnte er das Publikum und die Judges für sich gewinnen. Obwohl bereits vor seinem zweiten Run klar war, dass er das Swatch Rocket Air gewinnt zeigte er für das Publikum einen Siegesrun mit dem von ihm bekannten Twister.

Neben dem Preisgeld gewann Rogatkin auch wichtige Punkte für Freeride Mountainbike World Tour (FMB). Dank des Gold Events zählen die Resultate jetzt auch neu für die Diamond Series. Zweiter wurde der Schwede Max Fredriksson mit einem super hohen Cork 720 auf dem grossen Sprung. Überaschenderweise Dritter wurde der Italiener Diego Caversazi, der hier am Swatch Rocket Air einen seiner besten Runs hinlegte. Der Sieger des Swatch Rocket Air wurde für die Siegerehrung auf einem hölzernen Sessel durch die Eishalle gefahren und vom Publikum bejubelt. Rogatkin ist begeistert vom Thuner Publikum und freut sich riesig auf das nächste Jahr.

Mehrere Weltmeister unter einem Dach

Das Swatch Rockt Air war auch dieses Jahr ein grosser Erfolg. Die Organisatoren blicken glücklich auf einen gelungenen Event zurück, der jedes Jahr immer mehr Fortschritte macht und das Publikum begeistert. Neben dem Geschehen in der Eishalle waren auch die Side Events ein wichtiger Teil des Swatch Rocket Air. Der BMX Weltmeister Viki Gomez zeigte zusammen mit Dan Hennig und Billy Withfield eine spektakuläre Show vor der Eishalle und begeisterte die Zuschauer.

Noël Niederberger stellte während des Pumptrack Worldcups mit 7.206 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und hat damit grosse Chancen am Finale in Amsterdam teilnehmen zu können. Trotz des Wetterumschwungs am Samstag erschienen die Zuschauer zahlreich und trugen zu einer fabelhaften Stimmung bei.

Fotos von andremaurer.ch, Manuel Lopez

http://rocketair.ch

Allegra Tourismus ist eine sehr engagierte Schweizer Consulting-Firma, welche sich aktiv in die Gestaltung und Konzeption vieler Bikedestinationen in der Schweiz einbringt und bereits grosse Erfolge vorzuweisen hat. Sie konnten mehrmals unter Beweis stellen, dass sie die Anforderungen der Biker UND der Anbieter in den Regionen genaustens verstehen und funktionierende Gesamtlösungen anbieten können. Danke tiefgehendem Know-How, geknüpft mit einem Flair für Kommunikation sind sie erfolgreich und prägen das Bild vom Biken in der Schweiz.

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Allegra Tourismus nimmt zur Zeit viele Destinationen unter die Fittiche – Hasliberg, Engelberg, Andermatt uvm.

Perspektive

In einem ihrer Pionierprojekte geht es um „New Kind Of Farming“, was wir an dieser Stelle etwas erläutern möchten, da wir grosses Potential darin sehen und es als wichtig erachten, dass sowohl der Durchschnittsbiker, als auch der potentielle zukünftige Trail-Anbieter die Einfachheit dieser Formeln versteht und dadurch zum Denken angeregt wird. Die Denkweise ist zwar auf den ersten Blick etwas fremdartig, aber visionär – es geht um ein äusserst wichtiges Thema in der Schweiz: Die Zukunft der Landwirtschaft – die Trailwirtschaft.

Dass in unserem Sport viel Geld steckt ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr – wieviel davon in den Taschen von Landwirten und Tourismusvereinen landen könnte, verstehen aber nur wenige. Für die Meisten sind Biker immernoch die komischen Aussenseiter, ohne grosse Schulbildung, mit einem Teilzeitjob als Velokurier, einem verrosteten Hippie-Bus und ohne Geld in der Tasche. Dass aber der Schweizer Bikemarkt pro Jahr fast EINE MILLIARDE FRANKEN umsetzt und der durchschnittliche Biker ein über 40 jähriger, gut verdienender Familienvater ist, scheinen sie noch nicht verstanden zu haben.

Der vierseitige Bericht von AllegraTourismus ist derart verständlich und transparent aufgebaut, dass keine Erläuterungen nötig wären. Dennoch möchten wir mit dem Finger darauf zeigen, damit es auch wirklich jedem klar wird, welche Chancen auf einen warten.

Wir richten uns hier insbesondere an die Landwirte, welche sich über die sinkenden Milch-Preise und steigenden Kosten beschweren. Vielleicht bist Du daran interessiert, nicht mehr von Subventionen abhängig zu sein? Dann lies bitte aufmerksam weiter.

Was, wenn die traditionelle Landwirtschaft seine Blütezeit bereits hinter sich hat?

Was, wenn die Bauern neue Wege gehen müssen, um weiterhin Landwirte bleiben zu können?

Was, wenn Bauern Trails pflegen würden, anstatt Vieh und Getreide?

Was wäre, wenn Landwirte in Zukunft touristische Produkte anbieten würden, anstatt Milch, Fleisch und Getreide zu verkaufen?

In einer Zeit, wo Landbesitz eine der wertvollsten Güter im dicht besiedelten Zentraleuropa ist, wäre es doch sinnlos, das Land über lange Zeit geringe Mengen an Naturprodukten produzieren zu lassen, welche unter Wert verkauft werden müssen. Dieses Land ist wertvoll, nicht nur für die Landwirtschaft. Warum also nicht Trails pflanzen und pflegen, die wiederum grosse Massen anziehen, die ihr Geld liebend gerne einem Bauern überlassen, der sich für eine solche Randgruppe einsetzt. Denk mal drüber nach.

Denk an die Zukunft

Es gibt heute viele Unternehmen, welche Behörden und Vereine beim Bau von Trailnetzwerken unterstützen – von der Planung bis hin zu langfristigen Lösungen zur Zufriedenheit aller Beteiligter. Zugegeben, es ist nicht leicht, diese Mühlen in Gang zu bringen, besonders in der Schweiz. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Und da es dem Bauernstand in Zukunft eher noch schlechter gehen wird, ist es an der Zeit umzudenken.

„New Kind Of Farming“ ist genau auf die Betroffenen zugeschnitten und zeigt Wege auf, wie man das Potential erkennt und was man unternehmen muss, um erfolgreich Trailwirtschaft zu betreiben. Wir hoffen, dass es den einen oder anderen anregt neue Wege zu gehen.

Erwartungen

Welches Potential steckt in meiner Region? Mit welchen Einnahmen darf ich rechnen und welche Kosten kommen auf mich zu? Genau mit solchen Fragen setzt sich das Projekt auseinander und liefert nützliche Orientierungswerte.

Mittels einfacher Formeln kann man das Marktpotential berechnen und daraus den möglichen Gewinn abschätzen. Dank einer transparenten Kosten/Nutzen-Rechnung kann sich jeder Landwirt den möglichen Erfolg errechnen.

Ein Beispiel:

Wie sieht das Potential in meiner Region aus? Dank bereits erhobener Daten, können hier verlässliche Aussagen gemacht werden, wenn man in Betracht zieht, dass der Durchschnittsbiker durchaus gewillt ist, eine Stunde Fahrzeit auf sich zu nehmen, um Biken zu können. Ganze sieben Prozent der Einwohner betreiben regelmässig Bikesport und somit lässt sich ermitteln, wie gross das Marktpotential ist. Mit nur ein paar wenigen Rechenübungen kommt schnell auf aussagekräftige Zahlen, mit denen man durchaus budgetieren kann.

Solche und viele weitere nützliche Tipps findet man im Schreiben „New Kind Of Farming“ von AllegraTourismus. Grossen Dank unsererseits für eine so hilfreiche Guideline!

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Landwirtschaft und Trailwirtschaft könnten auch parallel betrieben werden…

Hier der Link zum oben genannten Dokument NEW KIND OF FARMING

Wer sich für das Thema interessiert findet im Netz unter dem Keyword und Hashtag „Trailwirtschaft“ mehr Infos. Einen äusserst guten Einblick in die Thematik gab es auch beim Ride Kongress 2015 mit perfekten Fallbeispielen und Erklärungen:

Nun liegt es an Dir, ob Du einer unsicheren Zukunft im Bauernstand entgegensiehst oder mit der Zeit gehst und in die Zukunft investierst.

www.allegra-tourismus.ch

Dieses Wochenende darf man sich auf einen spektakulären Bike Event in der Thuner Eishalle freuen.  Unter dem Motto „Welcome to the Jungle“ wird die Thuner Eishalle für das bevorstehende Spektakel zum Urwald. Als einziger Schweizer Gold-Event zieht er prominente Namen aus der ganzen Welt an und begeistert das Thuner Publikum.

Unter dem Motto „Welcome to the Jungle“ wird die Thuner Eishalle im Grabengut derzeit vollständig in eine Dschungel-Oase für Mountainbiker umgestaltet. Mit dem neuen Thema verändert sich auch der Kurs an einigen Stellen. Der altgediente Whale Tail wird durch einen progressiveren Flat Drop ersetzt. Der sieben Meter hohe Turm bildet als Maya Tower gestaltet den Mittelpunkt der Halle und verlangt den Fahrern alles ab. Auch die Quarterpipe bekommt ein neues Feature und wird um einem Rainbow Wallride erweitert, auf dem die Fahrer ihre Tricks zeigen können. Ganz besonders freut sich der 26-jährige Kanadier Drew Bezanson: „Der Kurs sieht fantastisch aus, ich freue mich wirklich sehr darauf ihn zu fahren.“ Bisher zeigte er auf dem BMX Bike Manöver in schwindelerregenden Höhen und gewann so die grössten BMX Contests der Welt. Dieses Jahr stellt er sich erstmals auf einem Mountainbike seiner Konkurrenz. Er habe viel auf dem grösseren Bike trainiert und konnte viele seiner BMX Tricks übertragen.

Action at the Swatch Rocket Air 2015 at Eishalle Grabengut in Thun, Switzerland on May 1st, 2015 / Photo: André Maurer Photography / www.andremaurer.ch

Action at the Swatch Rocket Air 2015 at Eishalle Grabengut in Thun, Switzerland on May 1st, 2015 / Photo: André Maurer Photography / www.andremaurer.ch

Er gibt aber auch zu, dass es keine leichte Aufgabe war. Im Teambattle tritt er gegen die grossen Namen im Mountainbike Slopestyle an. Kontrahenten wie Nicholi Rogatkin, Peter Henke und Sam Pilgrim werden es ihm nicht leicht machen. Für das Motto „Welcome to the jungle“ werde Bezanson sich garantiert noch ein passendes Kostüm besorgen, versichert der immer strahlende Kanadier.

Neben dem Profiaufgebot im Rahmen des Slopestyle Contests finden sich auch in anderen Disziplinen einige bekannte Gesichter ein. Die Pump Battle World Series macht nach Zürich nun auch in Thun halt und bringt unter anderem Fahrer wie Noel Niederberger, Simon Waldburger und der deutsche Four Cross Meister Daniel Anger auf den mobilen Pumptrack. Dieser ist jedoch nicht nur Profis vorbehalten. Jeder ist eingeladen sich während des Events anzumelden und sich per Onlineranking mit der Internationalen Konkurrenz zu messen. Mit 7.815 Sekunden liegt die aktuelle schweizer Bestzeit bereits sehr nahe an der weltweiten Bestzeit.

Um die Veranstaltung abzurunden wird kein geringerer als der aktuelle BMX Flatland Weltmeister Viki Gomez aus Spanien den Boden vor der Eishalle in eine Manege für Bikeakrobatik auf höchstem Niveau verwandeln.

Neu ist in diesem Jahr der Online-Vorverkauf. Zusätzlich zur Tageskasse sind die verschiedenen Tickets ab sofort auf rocketair.ch/tickets erhältlich.

Wir landeten durch reinen Zufall im Vinschgau und wie es so ist, wenn man keine Erwartungen hat, wurden wir bis ins letzte Detail positiv überrascht.

Unser Pech mit dem Wetter verhinderte ein verlängertes Weekend in Finale, wo wir auch schon zum Shutteln waren. Wenn bei uns noch das wechselhafte Frühlingswetter vorherrscht, ist es am Mittelmeer oft ein paar Grad wärmer. Unser Weekend stand aber unter dunklen Regenwolken und so haben wir kurzerhand umgebucht – aufgrund eines Tipps von einem Kollegen, der die Woche zuvor im Südtirol bei Sonnenschein in Shirts und Shorts am Biken war. Das klang verlockend – also ab zum Biken ins Vinschgau!

Region und Klima

Nach einer nur vierstündigen Fahrt von Luzern, kamen wir in Goldrain bei Latsch an und waren überrascht über die Landschaft und Vegetation. Man erwartet so tief in den Alpen nur Alphütten und Bergspitzen – das Vinschgau ist zwar bergig, aber besitzt äusserst lange Ausläufer. Dies bietet hochalpine Trails mit einem Flechtwerk aus auslaufenden Trails in gemässigtem Gelände. Trockenheit ist hier ein grosses Problem, denn obwohl das Klima fast schon mediterran ist, sorgen die wenigen Regentage im Jahr für kahle Hänge wie im Wallis und ebenso staubige Trails. Dafür ist fast immer schönes Wetter, was zum Biken auch nicht verkehrt ist. Die Guides meinten, dass sie hier an Sonnenhängen auch im Winter Biken können.

Wald und Steppe wechseln sich ab - wie im Wallis.

Wald und Steppenlandschaft wechseln sich ab – wie im Wallis. Am Himmel eine seltene Erscheinung namens Regenwolke…

Trailbauern

Das Vinschgau hat eine besondere Infrastruktur zu bieten: Shuttles am Laufmeter. Da viele Schulkinder in höheren Lagen wohnen, müssen diese am Vormittag eingesammelt und an den Schulen abgeladen werden. Bis diese am Nachmittag wieder zurück müssen, sind die ‚Schulbusse‘ unausgelastet und chauffieren daher neuerdings Biker auf die Berge. An gewissen Tagen tummeln sich da scheinbar gut und gerne zwei Dutzend Shuttlefahrzeuge an den Treffpunkten.

Die Region steht geschlossen da, was den Bike-Tourismus angeht: Sowohl die Hotelbetriebe, als auch Gasthöfe, Tourismusbüros und Shuttle-Anbieter stehen gemeinsam hinter dem Angebot und können mittels gemeinsamem Budget und einer einheitlichen Marschrichtung ein unkompliziertes und nachhaltiges Angebot für Bike-Touristen anbieten. Man kann als Hotelgast gemütlich an der Reception die Tour für den nächsten Tag buchen und kann sich auch bei geringen Teilnehmerzahlen sicher sein, dass man nicht im Regen stehen gelassen wird. Wir wurden am Nachmittag auch nochmal für eine private Shuttlefahrt hochkutschiert und genossen die Trails alleine mit dem Guide.

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So butterzart wie auf diesem Bild sind die Trails nicht immer – aber oft.

Trails

In der kurzen Zeit konnten wir nur gerade mal drei Trails probefahren, waren aber durchaus entzückt von deren Spassfaktor.

Holly Hansen – Zum Einfahren am Vormittag war dieser Trail geradezu perfekt. Das kurze Hochstrampeln vor der Abfahrt hat die Muskeln auf Betriebstemperatur gebracht und den Kopf frei gemacht. Die Abfahrt war sehr flowig und der Trail intuitiv und übersichtlich gebaut. Man kann bereits bei der ersten Abfahrt ans Limit gehen – fahrtechnisch nicht anspruchsvoll aber mit hohem Spassfaktor. Der Untergrund ist trocken und sandig – was für uns zwar ungewohnt war, aber nicht ausserordentlich schwierig. Hohes Tempo mit moderaten Richtungswechseln – nicht allzu steil und schön verspielt. Perfekt zum Aufwärmen! (Hier ein kleiner Eindruck)

Propain – Der Name deutet in diesem Fall zum Glück nicht auf grosse Schmerzen hin, sondern wurde als Würdigung für den Hauptsponsor von VinschgauBike so benannt. Dennoch ist er im Vergleich zum Holly Hansen nicht ganz ohne. Wer sonst nur auf Kies- und Waldwegen unterwegs ist, kommt sicherlich schnell ans Limit. Wer es gerne mal krachen lässt, ist hier genau richtig. Immernoch speedlastig, aber mit technischen Herausforderungen – der Propain bietet jedem ambitionierten Biker das gewisse Etwas. Ein flowiger Trail mit steileren Abschnitten und ordentlichen Steinfeldern. Als Vergleich kamen uns da relativ schnell die Trails im Wallis in den Sinn.

Sunny Benny – Der Latscher Sonnenberg ist ein Ausläufer der Ötztaler Alpen und bietet von Mals bis Meran unzählige Trails – nicht nur für Enduristen und Downhiller, sondern auch für CCler und Genussbiker. Wir fuhren den Sunny Benny und waren auch von diesem Trail sofort angetan. Rauhe Steinformationen wechseln sich mit Wurzelteppichen ab und bieten technische Herausforderungen für jedes Fahrlevel an. Der Untergrund ist auch hier sandig und trocken, deshalb immer schön Abstand zum Vordermann halten und etwas mehr Bremsweg einrechnen. Eine saubere Kurventechnik ist hier von Vorteil.

Es gibt noch viele Trails in der Gegend, welche zu dieser frühen Jahreszeit leider noch nicht zugänglich waren. Wir werden die Region auf jeden Fall bald wieder besuchen, um auch die anderen Trail-Schmuckstücke zu entdecken. Die drei von uns gefahrenen Trails boten jedoch allesamt viel Spass und sind speedlastig und verspielt.

Gemütlichkeit

Im Gegensatz zur hektischen Art der ligurischen Shuttle-Firmen, nehmen es die Südtiroler wie in vielen anderen Lebenslagen gemütlich – genau nach unserem Geschmack. 15 Abfahrten am Tag waren noch nie unser Ziel und passt aus unserer Sicht auch nicht zum Naturerlebnis, welches wir beim Biken verfolgen. Rauf auf den Berg, schnellstmöglich runterheizen und gleich wieder aufladen? Das mag für einen Tag mit dem Downhiller okay sein, aber es ist nicht vergleichbar mit einer Tour, welche Dank dem Shuttle ein wenig abgekürzt wird, aber dennoch das Bergerlebnis und die Schönheit der Natur als wichtige Komponente beinhaltet. Genau nach diesem Prinzip funktionieren auch die Shuttle-Dienste im Vinschgau.

VinschgauBike hat beispielsweise ein Angebot, welches aus drei Abfahrten pro Tag besteht und zwischendurch immer wieder Zeit zum Erholen und Geniessen bietet. Ob das ein kurzes Kaffee zwischendurch ist oder ein leckeres Mittagessen – der Genuss steht im Vordergrund und nicht die Anzahl Abfahrten, welche man am Abend erreicht hat. Wer mit diesen drei Abfahrten (je 1000 Hm) noch nicht genug hat, kann sich immernoch die Bahn in St. Martin schnappen und den Feierabend mit ein paar Runs am Sonnenberg versüssen.

Das Südtirol gehört offiziell zu Italien, man fühlt sich aber wie in Österreich. Bodenständige Hausmannskost, superfreundliche Angestellte, Unterkünfte auf höchstem Niveau und lustige, offene und kommunikationsfreudige Einheimische. Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Ein Grund dafür war sicherlich, dass die Einheimischen darauf bestanden, dass wir schweizerdeutsch sprechen – das erleichtert die Kommunikation ungemein und man findet schnell einen gemeinsamen Nenner.

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Fazit

Die eindrückliche Natur, das mediterrane Klima, die überaus freundlichen und sympathischen Einwohner und nicht zuletzt die leckere einheimische Küche haben uns fasziniert. Biketechnisch wird hier sehr viel geboten und es scheint rasant zu wachsen. Wer noch nie in der Gegend war, sollte sich das mal antun. In nur vier Stunden ist man von Luzern aus im Vinschgau. Die Übernachtungspreise in den Hotels sind nicht gerade niedrig, aber das Angebot ist kaum zu toppen, denn was man für sein Geld bekommt, lässt sich nicht in Sternen ausdrücken: Freundlichkeit, Sauberkeit, hohe Standards, leckeres Essen und einen in der Schweiz ungesehenen Service.

Die Trails sind Oberklasse und runden das ganze Angebot perfekt ab. Wir sind bald wieder im Vinschgau, das ist garantiert. Du auch?

www.vinschgaubike.com

 

 

Wir sind seit mehr als zwei Jahrzehnten Dainese-Fans – auch wenn sie in den letzten Jahren gegen grosse Konkurrenz anzukämpfen hatten und in Sachen Innovation ein wenig in Rückstand gerieten. Ihre Oberkörperpanzer sind nach wie vor die bequemsten. Ausserdem muss man qualitativ hochwertigere Produkte im Bikesektor erstmal finden.

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Seit einiger Zeit bietet Dainese nun auch Knie- und Beinschoner an, die mit Memory-Foam bestückt sind, welches sich gegenüber den Hartschalen stark etabliert hat. Kein Wunder – denn Passform, Gewicht, Packmass und Atmungsaktivität sind wichtige Faktoren bei diesen Produkten und da hat das weiche und formbare Material die Nase vorn. Memory-Foam ist übrigens ein formbares, weiches Material, welches sich bei einem Aufprall verhärtet und dadurch den Stoss absorbiert.

Leider ist der Aufprallschutz bei Hartschalen besser gewährleistet und so erkauft man sich bei Schaumstoff-Schonern Komfort auf Kosten der Sicherheit. Dainese kombiniert die Vorteile beider Welten und baut das stossabsorbierende, harte Polystyren an den kritischen Stellen ein und sorgt für einen Prellschutz drum herum aus Memory-Foam. Das Resultat sind leichte, dünne Schoner mit optimalem Schutz und viel Bewegungsfreiraum und einer guten Atmungsaktivität.

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Der freche rote Fuchs passt sehr gut zum minimalistischen Design.

Knie- oder Beinschoner?

Ob man nun lediglich Knieschoner trägt oder das Schienbein ebenfalls schützen möchte, ist eine Frage der Präferenz. Die Mehrheit der Biker setzt heutzutage aufgrund von Gewicht und Grösse auf den reinen Knieschutz, da es bei Verletzungen anfälliger ist, als andere Teile des Beins. Eine Knieoperation kann bei einer Verletzung um ein Vielfaches komplizierter und langwieriger ausfallen, als eine gleichwertige Verletzung am Unterschenkel. Wer jedoch regelmässig Steine vom Vorderrad kassiert oder auch mal von den Pedalen rutscht, will keine Kraterlandschaft am Schienbein und fährt mit Beinschonern.

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Ausgeklügelt, hochwertig und bequem – Dainese Hybrid Knee Guard

Dainese Hybrid Knee Guard

Der Preis ist mit 120.- Franken vernünftig und über die Verarbeitungsqualtiät und Materialwahl lässt sich nicht streiten. Optik bleibt wie immer Geschmackssache, aber wir finden, dass das minimalistische Design gelungen ist und die Schoner insgesamt einen hochwertigen Eindruck hinterlassen.

Wir hatten ein Modell in Grösse M im Test, welche den meisten Fahrern auf Anhieb gepasst hat. Die Schoner sind also eher gross geschnitten, wir empfehlen eine Grösse kleiner zu bestellen. Die Passform ist – wie bei Dainese üblich – ausserordentlich angenehm und die Schoner schmiegen sich an fast jedes Bein optimal an. Nach wenigen Minuten vergisst man die Schoner komplett und das ist in Punkto Bequemlichkeit sicherlich das wichtigste. Übermässiges Schwitzen trat nicht auf und man konnte die Schoner auch bei kleinen Aufstiegen problemlos anbehalten. Die Wabenstruktur im Schaumstoff hilft bei der Luftzirkulierung, dennoch wurde es mit der Zeit natürlich ziemlich warm unter den Schonern – da darf man sich keine Illusionen machen. Aber dünnere Schoner, welche immernoch einen soliden Eindruck hinterlassen, konnten wir bisher noch nicht finden.

Einen effektiven Crashtest gab es glücklicherweise nicht, aber man fühlt sich mit der Polsterung rund ums Knie und an den Seiten gut geschützt. Die Silikonbänder mit Klettverschluss halten die Schoner an Ort und Stelle und einmal angezogen, kann man sie auch mit Kraftaufwand kaum verschieben.

Funktion, Verarbeitung, Design – check.

Fazit

Abriebfestes Obermaterial, schöne Nähte und hochwertiges Material machen diese Schoner langlebig, die clevere Schutzlösung kombiniert mit angenehmen Stoffen und elastischen Silikonbünden machen sie angenehm zu tragen – nach wenigen Minuten hat man vergessen, dass man Schoner trägt. Von uns eine klare Kaufempfehlung.

Offizielle Website: Dainese Mountainbike Schutzausrüstung