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Der schottische Street-Trials-Fahrer Danny MacAskill ist für seine Experimentierfreudigkeit bekannt. Seit seinem Durchbruch 2009 überraschte er seine Fans immer wieder aufs Neue, seine Online-Videos erreichten über 150 Millionen Views. Für Danny ist es normal, über Bänke zu springen oder von Wänden und Treppen zu hüpfen. Aber manche Hindernisse müssen extra gebaut werden, wie zum Beispiel ein Looping. Ein neu erschienener Clip zeigt Danny dabei, wie er seinen bisher größten Looping fährt

Das erste Mal versuchte sich Danny 2012 in dem Red Bull Videoprojekt „Imaginate“ an einem Looping. Später wiederholte er den Stunt für den Rennrad-Clip „Road Bike Party 2“. Als ihm die Idee kam, das Ganze auf ein neues Level zu bringen, beschloss der Software- Hersteller Microsoft, ihn dabei zu unterstützen. Um den Launch des Windows Phone Sprachassistenten Cortana zu feiern, versuchte sich Danny an einem fünf Meter hohen Looping. Der Stunt sollte auf dem Wasser, mitten in London, gezeigt werden:

Das ist eines der größten Hindernisse, das ich jemals gefahren bin und die Location war unglaublich. Ein fünf Meter hoher Looping auf der Themse fühlt sich ziemlich unwirklich an. Ich halte immer Ausschau nach neuen Herausforderungen und ich bin sehr stolz, dass ich mich an diese riesige Konstruktion gewagt habe.

Cortana, Microsoft's Personal Assistant Software, Has Danny MacAskill In A Spin

In der Tat – das Projekt war eines der größten, an dem Danny je beteiligt war. Es dauerte über zehn Tage, die Rampe und den Looping zu errichten. Die Crew hatte die Aufgabe, 120 Tonnen an Materialien auf der Themse zu verbauen. Nach fünf Tagen Bauarbeiten in den Docks wurde die Konstruktion in seine Position direkt vor dem London Eye in der Nähe der Westminster Bridge gebracht.

Eine Woche Training in einer Flugzeughalle und zwei nächtliche Generalproben auf dem tiefschwarzen Wasser der Themse waren nötig für den einen, entscheidenden Run vor dem Londoner Publikum. Die Herausforderung war alles andere als klein: Das Team musste hart arbeiten, um die Rampe vor der hohen Luftfeuchtigkeit zu schützen und durch den Gegenwind war es besonders schwierig, den nötigen Schwung richtig einzuschätzen. Damit seine Reifen nicht die Haftung im Looping verloren, musste Danny vom 15 Meter hohen Startturm mindestens 19,5 km/h erreichen. Nicht zu vergessen, dass die Konstruktion gerade mal 1,5 Meter breit war und von links nach rechts schwang. Als dann die Scheinwerfer den Himmel Londons erleuchteten, füllten sich die Straßen. Die Musik setzte ein und die Show ging los. Es war Dannys Moment, jetzt hieß es #MakeItHappen.

Cortana, Microsoft's Personal Assistant Software, Has Danny MacAskill In A Spin

Es ist schwer vorstellbar, wie es sich anfühlt auf dem Startturm zu stehen, mitten in London mit flackernden Lichtern, tosender Musik und hunderten von jubelnden Zuschauern. Dieser Clip zeigt, wie Dannys Idee Realität wurde: http://bit.ly/Cortana_Loop

Saalfelden Leogang, Österreich, 10. Dezember 2014 – Winterzeit ist White-Style-Zeit. Am 30. Januar 2015 treffen sich die Mountainbike-Größen in Leogang und zeigen, welche Tricks sie für die neue Saison parat haben. Der Silver Event auf Schnee ist Startschuss für die FMB World Tour und die Zuschauer dürfen sich auf ein internationales Fahrerfeld freuen.

Daryl Brown Whitestyle 2014 (by Christoph Laue)

Daryl Brown Whitestyle 2014 (by Christoph Laue)

Wenn Slopestyler über Schnee-Kicker whippen und mit ihren Mountainbikes Backflips und andere Moves im Flutlicht machen, ist wieder White Style in Saalfelden Leogang. Der FMB Silver Event verkürzt den Bike-Fans die Off-Season – und das bereits seit neun Jahren. Am 30. Januar dürfen sie sich dann endlich wieder über neue Tricks und bekannte Rider freuen.

Das Fahrerfeld steht zwar noch nicht final fest, dürfte sich aber erneut sehen lassen. Denn die Athleten sammeln bei dem Event nicht nur wertvolle Punkte für das FMB-Ranking, sondern auch Fahrpraxis für die bevorstehenden Contests und suchen die besondere Herausforderung, die das Fahren auf Schnee mit sich bringt. In den vergangenen Jahren zeigten auch unbekanntere Fahrer und Rookies zudem immer wieder außergewöhnliche und großartige Tricks, darunter der Russe Pavel Alekhin mit seinem Backflip Double Tailwhip im Jahr 2013 oder Nicholi Rogatkin (USA), der mit seinem Signature Trick, der Cashroll, bereits Anfang dieses Jahres für gewaltigen Aufruhr sorgte.

Antoine Bizet Whitestyle 2014

Antoine Bizet Whitestyle 2014

Den besten Run im Jahr 2014 legte Antoine Bizet aus Frankreich hin. Er katapultierte sich unter anderem mit einem Double Backflip ganz oben aufs Podium und fuhr damit seinen ersten Sieg bei einem internationalen Contest ein. Nachwuchstalent Nicholi Rogatkin freute sich über den zweiten Platz und zeigte der Szene, dass mit ihm in Zukunft noch zu rechnen ist. Der Schwede Anton Thelander heizte dem Publikum unter anderem mit einem 360 Tailwhip ein und sicherte sich Platz drei.

Solch ein Trickspektakel der besonderen Art wartet auf die Zuschauer auch im kommenden Jahr wieder. Los geht’s am 30. Januar ab 16:30 Uhr am Leoganger Schanteilift. Dann wird sich zeigen, wer sich in der Off-Season gut vorbereitet hat und welcher Rider sich am besten auf den ungewohnten Untergrund einstellen kann.

Nico Sholze Whitestyle 2014 (by Christoph Laue)

Nico Sholze Whitestyle 2014 (by Christoph Laue)

Als besonderes Schmankerl wird es 2015 zudem zum ersten Mal ein Fatbike-Rennen für die Besucher geben. Daran können alle teilnehmen, die diesen neuen Trend einmal ausprobieren wollen. Ziel ist es, einen abgesteckten Slalom im Schnee möglichst schnell mit den Bikes und ihren besonders dicken Reifen zu meistern. Und das alles in der außergewöhnlichen Atmosphäre der winterlichen Steinberge in der Urlaubsregion Saalfelden Leogang.

Weitere Informationen zum White Style stehen auf bike.saalfelden-leogang.com/de/ zur Verfügung.

Alle News zum White Style 2015 finden sich auch auf der offiziellen Facebook Fanpage: www.facebook.com/White.Style.Leogang

Das dritte Bergamont GREENHOUSE Pumptrack Rennen findet am 9. & 10. Januar 2015 in der Alten Gärtnerei in Ostermundigen statt. Erneut hat der Organisator Adrian Kiener die Elite im Bikesport für ein Pumptrack Rennen der besonderen Art zusammengeführt.

Am 9. und 10. Januar 2015 geht das Mountainbike Rennen mit der wohl kürzestesten Piste der Welt in die dritte Runde. Nach der erfolgreichen Premiere im 2012 (Highnoon im Gewächshaus) , wird das Format beibehalten und das Gelände noch weiter ausgebaut. Es erwarten dich ein erweiterter Pumptrack Kurs mit Live-Screens und eine DJ-Party. Duelle, wie sie im Mountainbike Sport noch nie geboten wurden, viel Spass, Musik und eine fette Stimmung sind zu erwarten.

Hier der Film zum Bergamont Greenhouse Pumptrack Race 2013:

Programm

Am Samstag geht’s ab 12.00 Uhr los. Zuerst sind die Damen dran, ab halb sieben geht es dann los mit den Herren.

Dazwischen gibt es aber noch viele Sideevents. Hier das Programm vom Samstag

 greenhouse race 2015 flyer

 

Riders

Lasst euch überraschen! 30 der schnellsten Athleten aus der ganzen Welt werden das Greenhouse rocken!

Sound

NACH den Rennen ist VOR der Party!

FRIDAY

DJ ER:BSE

SATURDAY NIGHT GREENHOUSE DJ LINE UP

DJ KERMIT &
DJ FONKEE CHILD

greenhouse race 2015

Der Streckenplan für 2015 sieht verlockend aus!

Anfahrt / Lageplan

Gärtnerei Kiener
Bernstrasse 86
3072 Ostermundigen
(Google Maps Link)

Du kannst dabei sein!

Willst du am Greenhouse Race am Start stehen? Bewirb dich für einen der begehrten Startplätze! Schicke ihnen ein Foto von dir beim Biken und einen kurzen Beschrieb deiner bisherigen Resultate. Sie geben auf ihrer Website bekannt wer die Qualifikation bestreiten wird und somit die Chance bekommt sich am Samstag mit den weltbesten Pros zu messen. Mindestalter 16 Jahre. Die Anmeldung vor Ort ist nicht möglich.

registration(at)greenhouserace.com

Links und weitere Infos

https://www.facebook.com/pages/GREENHOUSE/183923525064853

http://greenhouserace.com/

Wie immer um diese Jahreszeit betreiben viele MTB Websites Adventsgewinnspiele. Von teuren Fullface Helmen bis zu kleinen Spielsachen fürs Bike gibt es auch dieses Jahr eine Menge zu gewinnen. Schau dafür täglich bei den folgenden Webseiten rein und melde dich für die jeweiligen Gewinne an.

Santa claus santa cruz weihnachten xmas bike

Das grösste Advents-Gewinnspiel mit den besten Preisen gibt es bei Pinkbike.com

Auch das Dirt Magazin hat begehrenswerte Weihnachtsgeschenke für euch!

Das Schweizer MTB Magazin Ride stellt ebenfalls täglich neue Goodies für euch bereit

Auch das deutsche Bike-Magazin hat eine Weihnachtsverlosung

 

Wir wünschen euch viel Spass und viel Glück und eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

In den letzten Jahren hat sich viel getan, was die Technologie bei Mountainbikes angeht. Nebst den Laufradgrössen hat sich vor allem bei der Geometrie viel verändert.

Das vitruvianische Bike

Das vitruvianische Bike (Full Resolution hier herunterladen)

Bevor wir zum Kern des Themas vorstossen, müssen die Grundlagen geklärt werden. Stichwortartig die wichtigsten Informationen zur Geometrie eines Mountainbikes, damit die Anfänger eine Grundlage haben und die älteren Semester auf dem neusten Stand sind.

MTB Geometrie – Die Eckdaten

Die meisten stellen es sich komplizierter vor, als es in Wirklichkeit ist. Zugegeben, es sind ein Haufen Fremdwörter, Abkürzungen und Zahlen. Wenn man aber weiss, worauf man achten muss und seine eigenen Bikes kennt, kann man davon profitieren – egal ob man ein neues Bike kaufen, sein altes aufrüsten oder bestehende Probleme ausfindig machen möchte.

mtb geometrie reach

Stack und Reach

Reach

Der horizontale Abstand vom Tretlager (Mitte) bis zur Oberkante des Vorbaus (Mitte Steuerrohr). Beschreibt die Position auf dem Bike besser als die reine Oberrohrlänge (top tube length) von Sattelrohrmitte bis Steuersatzmitte, da bei dieser der Sitzwinkel berücksichtigt werden muss.
Merkmale: Länger = laufruhig | Kürzer = agil

Abhängig von der Länge der Arme und des Oberkörpers, benötigen gewisse Biker ein längeres Oberrohr oder eben einen längeren Vorbau. Dieses Merkmal ist eines der ausschlaggebensten für die Agilität des Bikes und den Wohlfühlfaktor.

Wenn man Spacer unter den Vorbau klemmt, verringert sich der Reach um ungefähr 40% (10mm Spacer = 4mm weniger Reach)

Der Reach ist dafür verantwortlich, wie wohl man sich platzmässig auf dem Bike fühlt, fühlt man sich eingeengt, ist der Reach oft zu kurz. Muss man sich strecken, ist ziemlich sicher der Reach zu lang. Mit Spacern unter dem Vorbau lässt sich der Reach minimal verringern, ansonsten bleibt nur die Justierung durch die Vorbaulänge.

Stack

Der vertikale Abstand vom Tretlager bis zum Steuerrohr (Mitte Tretlager bis Mitte Steuerrohr Oberkante)
Merkmale: Höher = Entspannte Haltung. Das Vorderrad hebt sich früher bei steilen Anstiegen | Tiefer = Mehr Druck auf dem Vorderrad, agressive Haltung

Kettenstrebenlänge (Chainstay Length, CS)

Der horizontale Abstand vom Tretlager bis zur Hinterradnabe
Merkmale: Länger = laufruhig | Kürzer = agil

Ein weiters Hauptmerkmal für die Laufruhe oder Agilität eines Bikes. Zusammen mit dem Reach und dem Lenkwinkel hat sie Einfluss auf den Radstand, welcher bestimmt, ob ein Bike eher spielerisch oder speedorientiert ist.

Tretlagerhöhe

Tretlagerhöhe

Tretlagerhöhe (Bottom Bracket Height, BB Height, BB Dropdown)

Der vertikale Abstand vom Tretlager bis zum Boden. Da dieser Richtwert je nach Reifen und Laufradgrösse unterschiedlich ausfällt, wird meistens der Drop oder Rise angegeben, also der Höhenunterschied zwischen Tretlager und Radnabe.
Merkmale: Tiefer = besserer Schwerpunkt, laufruhig, bessere Kurvenlage | Höher = weniger Bodenkontakt, agileres Handling

mtb geometrie lenkwinkel

Lenkwinkel – Head tube angle

Lenkwinkel (Head Tube Angle, HA)

Der Winkel der Federgabel zur Horizontalen
Merkmale: Flacher = laufruhig | Steiler = agil, besser bergauf

Einer der wichtigsten Punkte für das Lenkverhalten eines Bikes. Hier muss man bei einem All-Mountain Bike spätestens entscheiden, was der Einsatzzweck sein soll. Ein flacher Winkel ist zum berghochfahren sicherlich nicht optimal, aber die Vorteile bei der Abfahrt sind nicht zu unterschätzen. Der Trend geht eindeutig zu flacheren Winkeln.

Während bei den Downhillern Lenkwinkel von 62-65° keine Ausnahme darstellen, kann ein Enduro-/Freeride-Bike mit zu flachem Winkel zum Kippen neigen und zu ungewöhnlichem Kurvenverhalten führen (im Zusammenhang mit dem längeren Radstand). Wenn Du den Lenkwinkel Deines Bikes einstellen kannst (mit Flip-Chips ist das oft möglich) dann unbedingt ausprobieren. Ein halbes Grad kann hier schon Wunder wirken.

mtb geometrie sitzwinkel

Sitzwinkel – seat tube angle

Sitzwinkel (Seat Tube Angle, SA)

Winkel des Sitzrohrs gegenüber dem Boden
Merkmale: Flacher = laufruhig | Steiler = agil

Einer der wichtigsten Einflussfaktoren fürs Hochfahren. Die Sitzposition bestimmt die Haltung und somit die Kraftübertragung auf die Pedale. Bergab hat dieser Wert keinen Einfluss.

Radstand (Wheelbase)

Länge des gesamten Bikes von Achse bis Achse
Merkmale: Länger = laufruhig | Kürzer = agil

Kurzer Geschichtsausflug – Was hat sich verändert?

Im Verlaufe der letzten Jahre hat sich viel getan in diesem Bereich. Die markantesten Veränderungen fanden beim Lenkwinkel, der Tretlagerhöhe und der Oberrohrlänge statt.

Während man früher noch auf kurze Oberrohre und längere Vorbauten setzte, geht der Trend immer mehr in die Gegenrichtung. Bikes mit einem Reach von 450mm (im L) sind Normalität, dafür sieht man zum Teil 0-mm Vorbauten wie bei Mondrakers Forward Geometry. Das Ziel ist es, ein möglichst laufruhiges Bike herzustellen, welches seine Agilität nicht verliert. Ein schier unmöglicher Spagat, den man mit kürzeren Kettenstreben versucht zu erreichen, damit das Bike nicht zu lange wird.

Auch beim Lenkwinkel hat sich enorm viel getan – wenn man bedenkt, dass vor wenigen Jahren ein Downhiller mit 62° Lenkwinkel undenkbar war, fährt man heute auch auf Allmountain Bikes mit bis zu 65°. Der flachere Winkel sorgt für mehr Laufruhe, bessere Federungsperformance und unterstützt einen aggressiven Fahrstil. Es wird weniger mit dem Lenker gelenkt, als viel mehr mit dem ganzen Bike, quasi aus der Hüfte.

Hingegen werden die Sitzwinkel steiler, wenn das Bike auch zum bergauf fahren dienen soll.

Bei all diesen Punkten gibt es Vor- und Nachteile, egal in welche Richtung man geht – so auch bei der Tretlagerhöhe. Theoretisch ist ein Bike optimal, welches am Boden klebt – in der Praxis ist das ungünstig, da die Federung und Kurbeln auch noch Platz benötigen. Hier wird zur Zeit die Tretlagerhöhe dermassen heruntergesetzt, dass sich mancher Biker beim Treten umgewöhnen muss. Die effektive Tretlagerhöhe wird neu mit „BB Dropdown“ (oder BB Rise) angegeben, was den Höhenunterschied von Radnabe und Tretlager beziffert.

slayer sxc geometrie

Mit ein wenig Übung lässt sich aus jeder Geometrietabelle erahnen, was für eine Art Bike es ist

Worauf sollte ich achten?

Hast Du beim Biken Schmerzen in den Händen, im Rücken, im Nacken oder an den Schultern? Dann muss das nicht zwingend an deinem Körper liegen, die Ursache könnte genauso gut in der Geometrie deines Bikes zu finden sein.

Du fühlst dich unwohl auf deinem Bike, vor allem bei Highspeed oder in technischen Passagen? Ist dein Bike zu quirlig oder zu wenig agil? Dann kannst du das meistens mit wenigen Handgriffen oder dem Wechsel von Komponenten optimieren. Vorausgesetzt, du weisst wo das Problem liegt und wie man es beheben kann.

Aus diesen Gründen ist es enorm wichtig, dass du dein Bike kennst. In Zahlen. Nur so kannst du Vergleiche anstellen, Probleme exakt analysieren oder mögliche Lösungen finden.

Beim Kauf von neuen Bikes ist man überfordert, wenn man sich nicht wenigstens an einigen Kennzahlen orientieren kann. Es gibt im Endeffekt wenig Auskunft darüber, wie gut ein Bike ist – aber man kann dessen Einsatzzweck leichter erkennen und herausfinden, ob es ins eigene Beuteschema passt. Sofern man weiss, was man will.

Worauf du achten solltest:

  • Wie lang ist mein Bike?
  • Was habe ich für einen Lenk-/Sitzwinkel?
  • Wie lang ist mein Oberrohr?
  • Wie lang ist meine Kettenstrebe?

Das ist das Minimum. Diese Daten sind nicht nur beim Kauf eines Bikes wichtig, du kannst dir mit der Zeit ein gutes Bild von deinen Vorlieben machen und lernst dich, deinen Fahrstil und dein Bike besser kennen. Wenn du die Gelegenheit bekommst, auf ein anderes Bike zu sitzen, dann achte darauf, was dir in Bezug auf die Geometrie auffällt und was sich besser oder schlechter anfühlt.

Was habe ich für Möglichkeiten?

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die Geometrie deines Bikes zu modifizieren.

  • Spacer unter den Vorbau um die Front zu heben (Bei zu viel Druck auf dem Vorderrad).
  • Spacer wegnehmen, wenn Du zu wenig Druck auf das Vorderrad bekommst.
  • Lenkerhöhe, -breite, -Kröpfung – Das Cockpit ist wohl der meistunterschätzte Bereich des Bikes!
  • Vorbaulänge: Du fühlst dich auf dem Bike beengt oder sitzt viel zu gestreckt? Dann schau mal andere Vorbauten an.
  • Angle Set – Ein Steuersatz, mit dem man den Lenkwinkel eines Bikes verändern kann
  • Flip-Chips – einige Bikes besitzen am Hinterbau Möglicheiten, um Sitz- und Lenkwinkel anzupassen. Fast immer hat das auch Auswirkungen auf die Tretlagerhöhe
  • Dämpferaufnahme – Mit einer anderen Anlenkung des Dämpfer, können die selben Effekte erzielt werden, wie mit einem Flipchip. Dies kann man natürlich nur bei Bikes verändern, die alternative Befestigungspunkte besitzen.
  • Verstellbare Ausfallenden – Viele moderne Bikes bieten die Möglichkeit, die Länge des Hinterbaus und somit die Gesamtlänge des Bikes anzupassen.

Haarspalterei?

Alles nur Haarspalterei? Sicherlich nicht. Die Hersteller bekriegen sich nicht umsonst mit den neusten Trends und kopieren alles, was ansatzweise besser funktioniert – das ist wohl auch der Grund, weshalb die Geometrie der Bikes im Allgemeinen näher zusammengerückt ist. Es ist nun mal nicht zu unterschätzen, was wenige Millimeter an einem Bike ausmachen können. Dies bestätigen die vielen Diskussionen unter uns und auch an unseren Bikekursen.

Trau dich, dein Bike zu verändern! Ein Spacer am Vorbau ist in wenigen Sekunden entfernt.

Fahr dein Bike nicht einfach so, wie du es gekauft hast – experimentiere etwas herum und achte dich darauf, ob es sich danach besser oder schlechter anfühlt. Ein gutes Bike ist okay – ein passendes Bike ist genial.

Viel Spass beim tüfteln und lass uns wissen, wie es ausgegangen ist.

Ich habe hier bewusst nicht alle Geometrie-Aspekte aufgeführt, um nicht mehr Verwirrung zu stiften als nötig.
Hast Du spezifische Fragen? Dann schreib uns einen Kommentar

Sam Hill, Danny Hart und Neko Mulally müssen erwähnt werden, wenn es um die unvergesslichsten Runs der UCI Downhill Geschichte geht. Diese Jungs messen sich bei ihren halsbrecherischen Abfahrten mit den besten Fahrern der Welt. In einem solchen Spitzenfeld herauszuragen, bedarf besonderer Umstände und einer Leistung jenseits von Können.

uci mtb downhill 2014 mont sainte-anne

Danny Hart

Sam Hill

Sam Hill lieferte 2007 in Champéry einen unvergesslichen Run.

Für die ersten 30 Fahrer war es ein normales, trockenes Rennen – wenn auch auf der anspruchsvollsten Strecke der Saison. Die Zeiten purzelten bis der Regen einsetzte. Die Strecke wurde regelrecht gefährlich und von den letzten Fahrern schaften es nicht mehr viele ohne Sturz ins Ziel, von einem Podestplatz ganz abgesehen.

Dann kam Sam Hills legendärer Lauf. Er fuhr dermassen losgelöst, punktgenau und schnell, dass er noch auf den zweiten Platz kam! Es wurde bestimmt noch an keinem Rennen der zweite Platz mehr gefeiert als der Sieg – dazu braucht man nur das Gesicht von Matti Lehikoinen anzuschauen, der nach seinem Sieg völlig perplex ist.

Danny Hart

2011 konnte Danny Hart die unglaubliche Leistung von Sam Hill sogar noch toppen. Bei widrigsten Verhältnissen schlägt Danny das ganze Fahrerfeld in einem atemberaubenden Lauf an der UCI DH Weltmeisterschaft in Champéry. Wir waren live vor Ort und keiner von uns wäre mit dem Bike auf die Strecke gegangen, es war ein einziges Schlachtfeld mit Bächen und Wasserfällen.

Die meisten Fahrer waren bereits im Ziel und konnten die Strecke noch vor dem grossen Regen hinter sich bringen. Es war abartig matschig und die Profis quälten sich wie Anfänger über die anspruchsvolle Strecke von Champéry. Dann kam Danny und machte sämtliche Leistungen zunichte. Bei strömendem Regen flog er über die Strecke. Wo vor und nach ihm mehrere Topfahrer zu Boden gingen, machte Danny Zeit gut. Mit über 11 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten kam er bei strömendem Regen ins Ziel und wurde Weltmeister.

Neko Mulally

Neko Mulally ist kein Niemand, aber so richtig bekannt war er vor seinem Lauf am letzten Rennen der UCI DH Saison 2014 in Hafjell nicht. Er hatte die Nummer 13 auf dem Rücken. 5 Sekunden nach seinem Start riss lautstark seine Kette – er sah noch im Flug hinunter und fluchte laut.

Was danach in seinem Kopf vorgegangen sein muss, ist wohl der Schlüssel zum Erfolg. Angst, Druck, Hoffnungslosigkeit gepaart mit dem Willen, noch das Beste herauszuholen. Dritter bei der ersten Zwischenzeit, erster bei der zweiten Zwischenzeit und eine Sekunde Vorsprung im Ziel. Ohne Kette stellte er die Bestzeit auf! Mulally erzählte danach selbst, dass er es nicht fassen konnte und sogar Rob Warner war sprachlos. Nur 3 Fahrer konnten ihn danach noch überholen, aber sein Run war safe – er war in die Geschichte eingegangen.

Ein weiterer spektakulärer Run: Aaron Gwins verrückte fahrt auf der Felge in Leogang

 

Auch dieses Jahr findet wieder ein Snowdownhill Rennen auf der Mörlialp statt. Reserviere dir den Samstag, 10. Januar 2015. 31. Januar 2015

Wir hoffen, dass du auch dieses Jahr den Weg auf die Mörlialp findest. Anmelden kannst du dich wie gewohnt auf www.auerpower.ch. Dort findest du auch alle weiteren Informationen zur Snow Downhill Night 2015. Neu wird auch eine Fat Bike Kategorie geführt (Damen und Herren gemischt)!

Immer schön Vollgas, obwohl es einen fast ständig aushebelt

Immer schön Vollgas, obwohl es einen fast ständig aushebelt

Was ist Snow Downhill auf der Mörlialp?

Die Teilnehmer fahren mit dem Bike die beleuchtete Skipiste hinunter. Als Orientierung sind einige Tore gesteckt. Eingebaut sind ebenfalls zwei bis drei spektakuläre Sprünge. Die Piste verspricht also auch den Zuschauern und Fans einen interessanten Wettbewerb. Spass und Fun sollen nicht zu kurz kommen. Dafür sorgt bei der Sesselliftbergstation auch die Bully Bar, die zu einem „Mutdrink“ einlädt.

Die Strecke

Die Rennstrecke startet bei der Sesselliftbergstation und führt die Skipiste Hale hinunter. Es sind ca. 2 km und 300 Höhenmeter, die mit dem Bike bewältigt werden müssen. In der Piste eingebaut sind zwei bis drei Sprünge.

Ausrüstung

Jede Art von Bike ist zugelassen. Keine Spikes montieren. Helm tragen ist obligatorisch.

Alien Landing - beim Zielsprung hat es viele verhauen

Alien Landing – beim Zielsprung hat es viele verhauen

Zeitmessung

Die Zeitmessung erfolgt mittels Transponder. Die Teilnehmenden haben eine Stunde Zeit die Piste kennenzulernen. Anschliessend beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. In der Zeit von 18.30 bis 20.00 Uhr können sie rauf und runter soviel sie wollen und können. Die schnellste Abfahrt zählt.

Teamwettbewerb

Neben der Einzelwertung können die Teilnehmer auch am Teamwettkampf teilnehmen. Ein Team besteht aus drei Mitgliedern. Die Zeiten der drei Mitglieder werden zusammengezählt. Das Team mit der tiefsten Zeit gewinnt. Bei der Anmeldung für die drei Personen denselben Teamnamen erfassen, dann seid ihr automatisch dabei.

Fatbike

Zum ersten Mal wird es eine Fat Bike Wertung geben. Damen und Herren in der gleichen Wertung.

Go for it - bei diesen Bedingungen gibt's nur eines: Speed

Go for it – bei diesen Bedingungen gibt’s nur eines: Speed

Zeitplan Snow Bike Downhill Night Mörlialp 2015

Startnummernausgabe: 17.00-18.30 Uhr
Training: 17.30-18.15 Uhr
Rennen: 18.30-20.00 Uhr
Rangverkündigung in der Gadä Bar: 21.00 Uhr

www.auerpower.ch

 

KOBLENZ, 25.11.2014 — Das Canyon Factory Freeride Team braucht sich mit seiner Debütsaison nicht verstecken. Bepackt mit fetten Tricks und jeder Menge Style waren die Jungs bei zahlreichen FMB World Tour Contests am Start, filmten einen neuen Edit, und shooteten an ausgefallenen Locations. Das machte ihr erstes gemeinsames Jahr zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Canyon Freeride Factory Team

Peter Henke – Canyon Freeride Factory Team

Die Premiere als Team feierten Thomas Genon (BEL), Anton Thelander (SWE) und Peter Henke (GER) im Februar, als sie ins französische Terre Rouge reisten, um dort zu trainieren und zu shooten. Im Mai lud Pete seine Kollegen zu seinem Homespot ein, wo sie ihren ersten gemeinsamen Clip „Hashtag Goodtimes“ drehten. Dieser Edit demonstriert einmal mehr das Talent der Athleten und gibt einen Vorgeschmack auf das, was von den Jungs noch alles zu erwarten ist.
Mit dem Release einher ging der Launch des seit langem erwarteten „Stitched“ Dirt-Bikes. An dessen Entwicklung war das Team maßgeblich beteiligt und verbrachte Stunde um Stunde mit den Canyon Ingenieuren, um das ultimative Dirtjump-Set-Up zu kreieren.

Canyon Freeride Factory Team

Anton Thelander (Foto: Christoph Laue)

Auch die FMB World Tour Saison hatte es in sich: Wochenlang dominierte das CFFT das neue FMB Factory Team Ranking, bis ein Schlüsselbeinbruch Anton und ein Rippenbruch Pete außer Gefecht setzten. Thomas hingegen fuhr verletzungsfrei vier Siege sowie je zweimal Silber und Bronze ein. Dies brachte ihm den vierten Platz der FMB Diamond Series und dem Team den dritten Platz im FMB Factory Team Ranking.

Wir sprachen mit Thomas, Anton und Pete sowie dem Team Supervisor Flo Goral über 2014 und ihre Pläne für die kommende Saison.

Wie beurteilt ihr die erste Saison des CFFT?

Flo: Die Saison war in jeglicher Hinsicht extrem abwechslungsreich. Mit unserem Neuzugang Pete haben wir wohl eins der besten Line-Ups im Slopestyle-Bereich, das man sich überhaupt wünschen kann. Viel besser zu sehen ist noch, dass die Jungs nicht nur auf dem Papier als Team fungieren, sondern auch bei Contests zusammen abhängen und auch viel zusammen trainieren. Nach einem starken Saisonstart hatten wir dann allerdings ein ziemliches Verletzungspech. Das war echt eine Seuche. Ich bin auf jeden Fall richtig happy, dass wir uns mit dem Canyon Factory Freeride Team einen Namen gemacht haben und ganz oben an der Weltspitze mitspielen.

Thomas: Sie war gut, aber leider haben sich meine Teamkollegen während der Contest-Saison verletzt. Immerhin haben wir es geschafft, zusammen den Clip zu drehen. Das war ziemlich cool!

Anton: Super! Es ist wirklich cool, Teil der Canyon Family zu sein und es fühlt sich gut an, dass sie an uns und an das, was wir tun, glauben.

Pete: Ich denke, wir sind ein super Team und wir drei verstehen uns alle super gut. Ob ich mit Thomas und Anton zusammen trainiere oder auf Contests bin, wir haben immer eine coole Zeit! Das hatte ich die Jahre davor nicht, da war man immer eher alleine unterwegs.

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Thomas Genon (Foto: Christoph Laue)

Seid ihr mit eurer eigenen Performance zufrieden?

Thomas: Ich bin vergangenen Winter viel gefahren und habe mich das ganze Jahr über gut auf dem Bike gefühlt. Ich bin happy mit meinen Fortschritten. Die erste Hälfte der Saison lief ziemlich gut für mich, außerhalb von Europa kam ich dann ein wenig ins Straucheln. Aber daran werde ich für 2015 arbeiten.

Anton: Ich bin mit meiner Leistung zu Saisonanfang zufrieden, aber leider hab‘ ich mich dann verletzt und ziemlich viel verpasst.

Pete: Diese Saison ist aus fahrerischer Sicht nicht so gelaufen wie ich mir das vorgestellt habe. Ich war häufig verletzt und habe somit nicht die perfekte Performance auf den Contests zeigen können. Medial war es hingegen ein echt spannendes und aufregendes Jahr. Ich habe für ProSieben FUN bei der Sendung Wild Ones mitgemacht. Sowas könnte ich mir in Zukunft öfter vorstellen!

Wie seid ihr mit euren Verletzungen umgegangen und was habt ihr daraus gelernt?

Anton: Verletzungen können dich immer treffen, vor allem aber, wenn du erschöpft bist und zu viel gefahren bist. Am Anfang war es echt hart – vor allem, wenn ich als Zuschauer auf Events war. Ich hab dennoch versucht, es langsam anzugehen, die Verletzungen ausheilen zu lassen, um dann stark genug für das Rehab-Training zu sein. Zum Glück war das Wetter in Schweden gut und ich konnte viel Zeit mit meiner Familie und am Strand verbringen.

Pete: Jeder von uns weiß, dass Verletzungen zu unserem Sport dazugehören, aber es ist trotzdem unglücklich, wenn man dadurch wichtige Contests verpasst. Ich habe mich mit anderen Sachen abgelenkt, aber nach zwei Wochen wollte ich zurück aufs Bike. Viel zu früh, wie ich leider lernen musste. Es hilft nichts, man muss seine Verletzungen auskurieren. Unsere Sportart ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass wir Stürze aus großen Dimensionen abfangen müssen. Daher muss man Motivation aus seiner Pause schöpfen, auf den Körper achten, fit werden und dann wieder Vollgas geben.

canyon factory freeride team

Rider: Peter Henke, Thomas Genon, Anton Thelander (Copyright: Markus Greber)

Was erwartet ihr euch für die nächste Saison?

Flo: Der dritte Platz im FMB Factory Team Ranking ist natürlich nicht schlecht, aber mit voller Manpower sollte 2015 noch mehr drin sein. In erster Linie hoffe ich aber, dass Thomas, Anton und Pete gesund bleiben. Klar gehören Verletzungen zu diesem Sport dazu, aber bei den Dreien konnte man auch ein Umdenken und Learning feststellen. Für 2015 geht‘s viel mehr in die Prävention, es wird anders trainiert und schon jetzt in der Off-Season derartig Gas gegeben, dass ich es kaum erwarten kann, sie wieder bei Contests starten zu sehen.

Thomas: Mein Tricklevel ist mittlerweile sehr hoch, aber es gibt natürlich immer Dinge, die ich noch verbessern oder steigern möchte. Ich probiere auch gerne neue Sachen aus und übe sie solange, bis sie richtig sitzen. Das Wichtigste ist jedoch, mir keine Verletzungen zuzuziehen und genauso viel Spaß zu haben wie dieses Jahr.

Anton: Ich freue mich schon voll auf die nächste Saison, nachdem ich dieses Jahr einen Großteil verpasst habe und ich bin mir sicher, dass sie großartig wird – ich kann es nicht erwarten!

Pete: Im Frühjahr werde ich mich erstmal etwas weniger auf Contests konzentrieren. Ich habe vor, einige aufwendigere Videoprojekte umzusetzen und die möchte ich auf jeden Fall durchziehen. Mehr kann ich leider darüber nicht verraten –  außer dass es wirklich fett werden wird und ich mit einem meiner Partner zusammenarbeiten werde. Ende Mai werde ich natürlich in die Contest-Saison einsteigen. Die letzten Jahre bin ich fast nur Wettbewerbe gefahren. Ich will auch mal in der Lage sein, andere Projekte zu realisieren. Das geht allerdings nicht, wenn man mitten in der Saison steckt. Roadtrips, Teamtrips und Videoprojekte, darauf freue ich mich am meisten. Einfach mal ein wenig von der Welt sehen und nicht immer nur die gleichen Contest-Locations. Jetzt habe ich die Gelegenheit dazu und das möchte ich auch ausnutzen.

Wer nicht bis zur nächsten Saison darauf warten will, die Jungs wieder zu Gesicht zu bekommen, sollte sich in der Zwischenzeit (noch mal) deren Clip „Hashtag Goodtimes“ ansehen: http://youtu.be/cw9bGdrkzwk

Alle Infos rund um das Canyon Factory Freeride Team gibt’s auf der CFFT Website und auf der Facebook-Fanpage.

Livigno (ITA), 25. November 2014 – Die Bike-Welt traf sich in der Saison 2014 einmal mehr auf zahlreichen Highlight-Events von Livigno. Das italienische Bike-Resort war Heimat für Rad-Ritter, trickste auf der Eurobike und wurde zum Ziel von Fat-Bike-Liebhabern.

Geoff Gulevich - Nine Knights Livigno 2014

Geoff Gulevich – Nine Knights Livigno 2014

Das italienische Resort Livigno startete im Mai in die Saison und reiste zum BIKE Festival nach Riva. Im Gepäck hatte das „Italienische Tibet“ einen Workshop mit Nine Knights Fotograf Markus Greber sowie eine Signing Session mit Trials-Pionier Hans Rey, Freeride-Profi Andi Wittmann und 4X-Legende Guido Tschugg.

Beim Suzuki Nine Knights MTB suchte Livigno den Herrscher über die Burg und lud die Größen der Mountain-Bike-Szene ein. Zahlreiche Ritter reisten zum Freeriden und Tricksen an. In der illustren Runde fanden sich Top-Profis wie Martin Söderström (SWE), Yannick Granieri (FRA) und Sam Pilgrim (GBR). Begleitet und festgehalten wurde das Spektakel von den besten Fotografen der Szene. Heraus kamen großartige Shots vor der Bergkulisse Livignos mit Holzburg und einer riesigen Rampe in Form einer Armbrust. Den Award für den besten Action-Shot sicherte sich der deutsche Fotograf Christoph Laue, der den „Ruler of the Week“ Geoff „Gully“ Gulevich (CAN) bei einem massiven Tabletop ablichtete.

Andi Wittmann - Nine Knights 2014 Livigno

Andi Wittmann – Nine Knights 2014 Livigno

Alle Gewinner gibt es hier: http://nineknightsmtb.com/2014/06/23/photo-competition-winners/
Der Highlight-Clip und alle anderen Videos sind hier zu finden: http://nineknightsmtb.com/video-2/

Livigno 2014

Fatbikes in Livigno

Auch abseits der Ritterburg ging es in und um Livigno hoch her. Trials-Legende Danny MacAskill ist ein großer Freund des italienischen Resorts und vor zwei Jahren lud Livigno-Botschafter Hans „No Way“ Rey ihn zu einem Bike-Wochenende in den Ort ein. In diesem Jahr im August brachte Danny dann zusammen mit seiner Drop and Roll Tour Crew Livigno-Flair auf die Eurobike in Friedrichshafen. In vier Shows führte der Schotte vor ingesamt 1.600 staunenden Besuchern seine Tricks vor, während Livigno das Publikum neben dem Parcours mit lokalen Spezialitäten verwöhnte. Die Fans konnten sich im Anschluss an die Vorführungen im Livigno-Zelt noch ein Autogramm von Danny und seinem Team holen und die Bike-Helden live erleben.

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Ganz besondere Bikes standen Ende September im Mittelpunkt des Interesses. Mit den 26 Zoll großen, sehr dicken Reifen von sogenannten Fat Bikes geht es mühelos über unwegsames Gelände wie Sand und Schnee. Beim Funny Fat Festival konnten sich die Besucher selbst von ihren Qualitäten überzeugen. Livigno lud gemeinsam mit Miss Grape, der größten Gruppe von Fat-Bike-Liebhabern aus ganz Europa, in die Region ein. Auf dem Programm stand neben Ausflügen, Bike-Tests und gemeinsamen Abendessen natürlich auch jede Menge Spaß.

Danny Macaskill - Drop and Roll @ Eurobike

Danny Macaskill – Drop and Roll @ Eurobike

Auch im kommenden Jahr können sich Biker auf zahlreiche Highlights freuen. Im Moment wird ein neuer „Flow Country“ Trail im Gebiet Carosello 3000 gebaut, der in der kommenden Saison eröffnet wird. Außerdem plant Livigno den Bau von noch mehr Purpose-Built-Trails. Auch die Nine Knights stehen wieder auf dem Programm. Im Winter tricksen die Knights (5. – 10. April) auf dem Snowboard und vom 30. August bis zum 5. September zeigen dann die Mountainbike-Athleten vor dem Alpenpanorama Livignos ihr Bestes.

Was sonst in Livigno los ist, erfährt man auf: www.livigno.eu oder https://www.facebook.com/LivignoFeelTheAlps

Der grösste Indoor Bike Park Europas ist seit Samstag, 22. November 2014 in Pfäffikon/ZH offiziell eingeweiht. An der Eröffnungsfeier zeigten Profi-Biker wie Sam Reynolds (UK), Simon Moratz (D) und Roger Rinderknecht (CH) ihr Können. Zahlreiche Nachwuchsbiker konnten den brandneuen Pumptrack auf Herz und Nieren testen. Die Verantwortlichen freuten sich über den grossen Besucheransturm. Die Tore des Indoor Bike Park stehen den Besuchern ab sofort täglich offen.

indoor bike park pfäffikon

Im Indoor Bike Park gibt’s alles, was das Bikerherz begehrt. Bild: Michael Suter / Lightmoment.ch

Während Monaten setzten sich nebst Partnerfirmen auch zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer mit viel Engagement und Herzblut für den Umbau der ehemaligen Tennishalle in Pfäffikon/ZH ein. Dabei erhielten die Verantwortlichen des Indoor Bike Park auch Unterstützung von Profis aus der Bikeszene: Claudio Caluori und sein Team von Velosolutions planten und bauten das Herzstück der Halle, ein komplett geteerter Pumptrack. Zudem bieten sich den Besucherinnen und Besuchern eine Jumpline mit Foampit, eine Terrasse mit Billardtisch und Bistro, ein Bikeshop sowie eine Saunalandschaft und Physiotherapie. Weitere Attraktionen wie Miniramp und Trampolins sind bereits auf das kommende Jahr angekündigt.

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Dirtbike-Pro Sam Reynolds (UK) fliegt regelrecht über den Pumptrack. Bild: Piotr Staron

Ein bepacktes Programm für die Besucher

Der Zuschaueransturm bei der Eröffnungsfeier des Indoor Bike Park war riesig. Zum ersten Mal war dieser für die Öffentlichkeit zugänglich und befahrbar. Nebst den Attraktionen des Indoor Bike Park selbst boten sich den neugierigen Besuchern spektakuläre Showfahrten von weltbekannten Profis auf BMX, Mountainbike und Roller Blades. Musikalisch wurden HipHop-Tanzeinlagen geboten, Rapper Knackeboul und DJs heizten dem Publikum ein.

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Dirtbike-Rider wie Sam Reynolds (UK) gefällts im Indoor Bike Park. Bild: Piotr Staron

Inhaber des Parks sind zufrieden

Geschäftsleiter und Gesamtplaner Thomas Wildling zeigt sich überwältigt und erfreut über den grossen Zuschauerandrang: «Mit so vielen Leuten haben wir nicht gerechnet.» Schon am Eröffnungstag hätten sich über 200 junge Biker eine Mitgliederkarte gelöst und der Familienbrunch vom Sonntagmorgen sei bereits komplett ausgebucht. Auch Jasmina Kull, Organisatorin der Eröffnungsfeier und Mitglied der Geschäftsleitung freute sich über den Ansturm: «Wir sind mit Herzblut dabei und nun können wir Bike-Begeisterten einen Trainingsplatz fürs ganze Jahr bieten.»

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Der BMX-Nachwuchs freut sich über die neue Trainingsanlage im Indoor Bike Park. Bild: Piotr Staron

Pumptrack an der Eröffnungsfeier schon voll in Betrieb

Über 70 Nachwuchsbiker von verschiedenen BMX- und Bikeclubs kurvten und sprangen nach der Begrüssung durch Thomas Wildling durch den Park. Die Clubs aus Winterthur, Littau, Zug und Volketswil werden nach der Eröffnung regelmässig im Indoor Bike Park trainieren. Auch Profibiker wie Sam Reynolds (UK), Simon Moratz (D) und Roger Rinderknecht (CH) zeigten an der Show ihr Können. In den Gesichtern der Zuschauer war grosse Begeisterung zu sehen. Zwischen den Shows durften auch die ersten Besucher den brandneuen Pumptrack testen. Im Publikum waren viele Eltern der jungen Biker, die ihrem Nachwuchs beim ersten Training zuschauten. «Ich finde es super, dass wir eine solche Trainingsmöglichkeit in der Region haben. Mein Sohn hat sich schon seit Wochen auf die Eröffnung gefreut», erzählt eine Einheimische. Auch der achtjährige Ben Gwerder, der bei der Show mitgefahren ist, ist begeistert. Der BMX-Schweizermeister U8 schwärmt vor allem vom Foampit: «Hier kann ich auch mal einen komplizierten Sprung ausprobieren.»

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BMX Clubs aus der ganzen Schweiz nahmen mit über 70 Nachwuchsfahrern an der Eröffnungsshow teil. Bild: Piotr Staron

Vielseitiges Angebot im neuen Bike-Mekka

Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf das breite Zielpublikum, das der Indoor Bike Park anspricht. «Profis und velobegeisterte Hobbysportler kommen gleichermassen auf ihre Kosten», erklärt Thomas Wildling. Familien freuen sich einerseits auf den Familienbrunch, der jeden Sonntagmorgen auf der Terrasse stattfindet. Andererseits können Kinder und Jugendliche in Ruhe und Sicherheit ihre Tricks auf Mountainbike oder BMX üben. Zuschauer können sich kostenlos auf der Terrasse und im Bistro bewegen und den Sportlern beim Training zuschauen. Sicherheit wird gross geschrieben, so gilt eine Helm- und Handschuhtragepflicht im Park, Hindernisse auf der Bahn sind mit Matten eingepackt und es werden nur 30 Fahrer gleichzeitig im Park zugelassen. Bikes der renommierten Marke Polygon, E-Bikes von Smart und Zubehör wie Helme und Handschuhe können vor Ort gemietet und getestet werden. Vor dem ersten Training im Pumptrack muss ein zweistündiger Crash-Kurs besucht werden, für den man sich im Voraus anmelden muss.

Die Tore des heute eröffneten Indoor Bike Park stehen der Bevölkerung ab sofort täglich offen.
Mehr Informationen auf www.indoorbikepark.ch oder unter www.facebook.com/indoorbikepark.ch