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Nun sind wir bereits beim zweiten Teil der Sonderangebote, welche man momentan bei Erich Mächler – Wheels and More bekommt.

Beim letzten Mal berichteten wir vom Rocky Mountain Flatline 2 und vom Scott Gambler. Diesmal werden wir zwei weitere Rocky Mountain Bikes vorstellen. Das edle All-Mountain Fullsuspension-Bike Slayer und die Dirt- und Street-Waffe Flow.

Rocky Mountain Slayer SXC 50
Die beste Definition eines Super Cross Country Bikes. Das Slayer SXC klettert dank des geringen Gewichts wie eine Bergziege. Oben angekommen, fährt es mit vollem Tempo bergab und verschlingt dank den über 150 mm Federweg alles, was sich ihm in den Weg stellt. Die Geometrie des Slayer SXC und der niedrige Schwerpunkt helfen dabei, enge überhöhte Kurven und technische Passagen mit vollem Tempo zu durchfahren.

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

Rahmen: 7005 Aluminium + Carbon Fiber seatstay
Gabel: Fox Float R, 160 mm
Dämpfer: Fox Float RP23 Custom Valved
Steuersatz: FSA Orbit
Vorbau: Race Face Evolve AM 31,8 mm
Lenker: Race Face Evolve AM 31,8 mm
Bremsen: Avid Juicy 5
Bremshebel: Avid Juicy 5
Schalthebel: Sram X.7 Trigger
Schaltung: hinten Sram X.9, 9-fach; vorne Shimano LX
Kurbel & Kettenblätter: Race Face Evolve X-Type
Innenlager: Race Face Evolve X-Type
Pedale: Shimano PDM520
Naben: hinten Shimano 525 / vorne RMB 20 mm
Kassette: Sram PG-970
Kette: Sram PC-951
Speichen: DT Champ
Felgen: WTB Speed Disc All Mountain
Reifen: vorne und hinten WTB Prowler XT, 2.3 Zoll
Sattelstütze: Race Face Evolve
Sattel: WTB Pure V Race
Preis: Verhandlungssache

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

 

Rocky Mountain Flow DJ
Ich besass vor einigen Jahren ein Rocky Mountain Flow, welches ich geliebt habe und welches mich über Jahre hinweg auf den wildesten Downhill-Strecken begleitet hat. Ein gutes Allround-Bike mit Freeridequalitäten. Dieses Modell ist jedoch speziell auf Dirtjump ausgelegt und wird eher die Springer- und Streeter-Fraktion ansprechen.

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

Frame: RMB Custom 7005 RAD aluminum
Fork: Marzocchi Dirt Jumper 3
Front Travel: 100mm
Head Set: FSA DH PIG
Stem: FSA GAP OS Alloy
Handlebar: FSA Gravity Maximus
Brakes: Avid Juicy 5 w/7
Brake Levers: Avid Juicy 5
Cranks & Chainrings: FSA Gravity Moto-X Mega EXO 34T
Bottom Bracket: FSA Mega EXO
Pedals: Wellgo Big Flats
Hubs (FR): RMB Alloy Disc
Hubs (RR): RMB Alloy Disc
Cog-Set: 14T Sprocket
Chain KMC: 510X Heavy Duty
Spokes: DT Champion
Rims: Mavic EX325 Dbl Wall 26
Tires (RR/FR): Maxxis Holy Roller 2.4 A.V.
Seat Post: FSA FR-270 27.2mm
Saddle: WTB Jaxon V
Preis: Verhandlungssache

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

Beide Bikes sind für die spezifischen Einsatzgebiete ausgerüstet und machen einen soliden und durchdachten Eindruck.

SCHAUT EUCH DIE BIKES SELBER AN. DIE PREISE SIND VERDAMMT FAIR!

Ausserdem haben die Jungs noch eine riesige Auswahl an weiteren Bikes und vielen Komponenten und Kleidern.

Erich Mächler - Schnäppchenjagd

Hier findet Ihr übrigens den Laden:

Das nächste Mal stellen wir wieder zwei Scott Bikes vor. Das Scott Ransom in der edlen Carbonversion und das Scott Voltage. Stay tuned!

Link: http://www.erichmaechler.ch/

Home sweet Home

Wochenlang waren wir nun wieder unterwegs auf der Suche nach geilen Singletrails. Vergebens.

In Portes du Soleil waren es die diversen Traversen von Ort zu Ort, die uns besonders gut gefallen haben. In Österreich waren es natürlich die vielen Wanderwege, welche für Biker offiziell gesperrt sind. Ansonsten fährt man entweder über Millionen von Bremswellen (Siehe Das Bremswellen Massaker) oder über zwei Meter breite, absolut langweilige Schotterstrassen. Darauf waren wir nicht aus…

Nun sind wir wieder zurück in good old Switzerland und rocken die Trails an unserem Hausberg, dem Pilatus. Renggpass, Rothenfluh, Krienseregg.. und uns steht das Grinsen wieder im Gesicht. Zu Hause ist eben doch am Schönsten!

Local Spots - Home sweet Home
Kein Lift, keine Gondel und auch kein Shuttle – Auf den Pilatus kommt man nur mittels Muskelkraft.

Am vergangenen Weekend waren wir beispielsweise gleich zweimal auf dem Renggpass und es war – abgesehen vom Bike-Attack und dem Singletrail in Leogang – eines der geileren Erlebnisse auf dem Bike in letzter Zeit. Am Samstag war’s noch feucht und regnerisch. Der Drang auf’s Bike zu steigen, um diesen Trail seit langem wieder einmal unter die Räder zu nehmen, war jedoch grösser. Zum Glück! Eine Stunde hochfahren und stossen ist eigentlich ein geringer Preis für eine solche Abfahrt. Dafür hat man einen RICHTIGEN Trail, mit fetten Steinen und Wurzeln und Absätzen und Spitzkehren. Keine Schotterstrasse. Keine Bremswellen. Rock ’n Roll!!!

Der Lopper-Loop ist ein sehr steiniger Trail, der kaum nass wird und auch schnell trocknet. Aus diesem Grund hat es uns auch nichts ausgemacht, dass es oben am Aussichtspunkt regnete und wir im dicken Nebel standen. Die Strecke war trotzdem sehr gut befahrbar und das Johlen und Schreien meiner Mitfahrer bestätigte meinen eigenen Eindruck. Das rockt! Jeder hatte nach der Abfahrt ein seeliges Lächeln im Gesicht und war mit Glückshormonen vollgepumpt.

Local Spots - Home sweet Home
Traumhafte Aussichten und Singletrails, wie sie im Buche stehn. Manchmal ist das Gute so nah.

Am Samstag Abend war grillen bei uns auf der Terasse angesagt. Es gibt nach wie vor keinen besseren Abschluss für einen perfekten Biketag, als gemeinsam zu grillieren und bei Bier und Wein die Geselligkeit zu geniessen. Deshalb gingen wir am Sonntag wieder erst am Mittag los – wieder auf den Renggpass. Das Wetter war sehr angenehm, um die 20 Grad und Sonnenschein. Oben angekommen, war ganz nach unserer Tradition Geniessen angesagt. Schnell ein Feuerchen gemacht und Würste gebraten – was für ein Leben!

Die anschliessende Abfahrt hatte dann mit Rock gar nix mehr zu tun. Das war schon richtig Heavy Metal. Der Trail war bereits komplett abgetrocknet und der Grip optimal. Nicht zu nass und nicht zu trocken, perfekt eben, um so richtig Stoff zu geben. Herrlich!
Leider bin ich hier etwas ins Schwärmen gekommen und vom Thema abgewichen.. Sorry. Wer den Renggpass kennenlernen will, soll ihn selber mal in Angriff nehmen. Beschreiben lässt er sich nur sehr schwer.

Local Spots - Home sweet Home
Belohnt wird man mit einem atemberaubenden Panorama. Hier auf der Rothenfluh.

Zurück zu den einheimischen Strecken im Allgemeinen. Ich kann nicht mit dem Finger darauf deuten, was mir an unseren Hometrails nun so gut gefallen hat. Vielleicht ist es die Verbundenheit mit der Gegend, vielleicht die Vertrautheit der Trails.. Vielleicht vergleiche ich hier ein mit Liebe zubereitetes, auserlesenes, mehrgängiges Menü mit einem 0815-Burger und fettigen Fritten um die Ecke. Sei es drum. Fakt ist: Keiner der Trails in unseren Ferien hat mich biketechnisch so sehr befriedigt, wie diese Abfahrten in unserer Gegend.

Diese Strecken sind wild, abwechslungsreich, nicht komplett ausgefahren und technisch anspruchsvoll. Man findet fast keine Anlieger, Drops oder Kicker.. keine Man-Made Obstacles à la North Shore oder Bike Park und trotzdem komme ich automatisch in einen Flow, den ich in vielen Bikeparks vermisse. Was ist der Grund?

Diese Frage kann jeder nur für sich selbst beantworten. Die Frage sollte lauten: Was suche ich? Was gefällt mir am Besten und wo finde ich meinen Flow? Die Antworten darauf sind wohl so zahlreich, wie es Biker gibt.

Ich glaube nun jedenfalls zu wissen, wo ich und mein Hobel hingehören.

Local Spots - Home sweet Home
Runter geht’s nur mit entsprechenden Skills.

Es ist ziemlich sicher, dass ich nächstes Jahr keine Ferien in „verbauten“ Gebieten machen werde. Nein, ich werde Orte mit schönen Naturtrails und Wanderwegen suchen, welche nicht gesperrt sind, wo sich keine Horde Downhiller herumtreibt, wo Biken noch Biken ist.. ohne Wenn und Aber.

 

Sommerschlussverkauf

Erich MächlerIm Krienser Bikesportgeschäft von Erich Mächler (Mehrfacher Tour de France Etappensieger und Träger des gelben Trikots) bekommen Freerider, Downhiller, Streeter und Dirter in den nächsten Wochen einige sehr verlockende Angebote zu sehen.

Wir werden in den nächsten Wochen ein paar Bikes näher vorstellen, welche man bis zur Eurobike Anfangs September zu vergünstigten Konditionen erwerben kann. Darunter befinden sich sowohl Anfänger- und Kinderbikes, als auch ausgewachsene Spassmaschinen für den Neuzeit-Gladiator. Schaut euch die Bikes mal genauer an und geht sie testen. Die Mächler-Crew wird euch die Bikes bei einer Probefahrt gerne näher vorstellen.

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Links: Erich Mächler. Immer noch schnell unterwegs. Rechts: Pascal ist ein passionierter und langjähriger Bikemech.

Unsere ersten Kandidaten sprechen auch gleich die eben erwähnten Gravity-Junkies an. Zwei Scott Gambler in der Freeride-Version und das Rocky Mountain Flatline.

Scott Gambler FR 10 & FR 20
Das Bike ist an mehreren Stellen verstellbar – zum Beispiel kann der Radstand durch ein austauschbares Ausfallende um 10 Millimeter variiert werden – der Winkel des Steuerohres lässt sich ebenso einstellen (von 64° bis 66°) wie der Federweg im Heck (190mm-230mm).

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Scott Gambler FR 10: Massive Spassmaschine.

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Solide Ausstattung. Eine e-Thirteen Kettenführung gibt’s nicht an jedem Bike.

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Scott Gambler FR 20: Noch bulliger und noch besser ausgestattet.

Die Ausstattung ist seriengemäss, kann aber nach Absprache natürlich auch modifiziert werden.

Technische Spezifikationen:
Grössen: Short & Long
Gewicht: 19.00 kg
Rahmen: New Gambler Alloy 7005, hydroformed, FR geometry, ISCG 05, Einstellbares Steuerrohr für 1 1/8 and 1.5 Zoll
Federweg: 190-230mm
Gabel: RockShox Totem IS 180mm
Dämpfer: Rock Shox Vivid 5.1 coil
Steuersatz: Syncros Hardcore 1.5″
Schaltwerk: SRAM X9 9 Speed
Schalthebel: SRAM X9, Trigger Shifter
Bremsen: Avid Code Disc, 4 piston, 203mm

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Liebe zum Detail: Sowohl die Decals auch die kleinen Schweissarbeiten sind liebevoll umgesetzt worden.
Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Hinterbau des Gambler FR 10

Kurbel: Truvative Holzfeller DH 1.1, 36T, E.thirteen Supercharger
Tretlager: Truvative HowitzerTM 83mm shell
Kettenfuehrung: E.thirteen SRS ISCG05 Chainguide
Lenker: Scott Pilot FR 1.5 Pro, D.B, 38mm rise, 710mm
Vorbau: Truvative Holzfeller OS 1.5″, 0° angle, 55mm.
Pedale: Shimano PD-M545, Clipless pedal
Sattelstütze: Scott Pilot FR (telescope)
Sattel: Scott Gambler / 7mm CROMO rails, soft Tail protection
Vordernabe: Scott Pro 20mm thru axle
Hinternabe: DT Swiss FR 340 12mm thru axle / 150mm wide
Kette: SRAM PC-971
Kassette: SRAM PG-980, 11-34 T
Speichen: DT Swiss Champion black 2.0mm
Felgen: Mavic EX 325, 32H / FR disc rim
Reifen vorne: Maxxis Minion DHF 26 x 2.5 supertacky
Reifen hinten: High Roller 26 x 2.5 60a, Wire Bead, 2-ply DH casing, butyl insert, 60TPI
Preis: Verhandlungssache

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
4 Kolben. Bremsen wie ein Porsche.
Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Der dynamische Steuersatz: Durchmesser und Winkel verstellbar.

Die Liste gibt schon ordentlich was her und deutet auf ein schweres, aber robustes Bike, das man sowohl auf die Trails, aber auch in den Bikepark mitnehmen kann.

Ob Euch das Bike in der braunen FR 10 Version oder in der etwas besser ausgestatteten (und meiner Ansicht nach schöneren) FR 20 Version gefällt, bleibt euch überlassen.

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Einfach nur schön: Die Details am Scott Gambler sind sehr liebevoll umgesetzt worden.

Rocky Mountain Flatline II
Eines der Bikes, die bereits letztes Jahr für Aufsehen und Furore gesorgt haben. Die einen loben es als neue Downhill Wunderwaffe von Rocky Mountain, die anderen belächeln das schräge und gewöhnungsbedürftige Design und schreiben das Bike bereits im Vorfeld ab. Ich war einer der Letzteren, muss mich aber für mein Vorurteil entschuldigen. Auf den Bilder machte das Teil einen regelrecht hässlichen Eindruck. In Natura muss man sich aber eingestehen, dass es eine fette Abwärtsmaschine ist und auch als solche gesehen werden will.

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Rocky Mountain Flatline 2: Ein reinrassiger Downhiller.

Technische Spezifikationen
Rahmen: FORMtm 7005 Aluminium
Gabel: Marzocchi 66 RCV w/ Rebound Adjusters 180mm
Dämpfer: Fox DHX 3,0
Größen: SX, S, M, L
Farbe: Copper
Steuersatz: FSA Orbit Z 1,5
Vorbau: Race Face Evolve DH 6 DEG
Lenker: Race Face Evolve DH 660mmx40mm Riser
Bremsen: Avid Juicy 5 w/ 8″ Rotor
Bremshebel: Avid Juicy 5
Schalthebel: Sram X9
Schaltung Hi/Vo: Sram X9 9spd / n/a
Kurbel & Kettenblätter: Race Face Ride DH 36T w/ Gravity Chain Device
Innenlager: Race Face X-Type
Pedale: Wellgo Big Flats
Naben Hi/Vo: RMB Alloy Disc 12mm Axle / 20mm
Kassette: Sram PG-950 11/32
Kette: Sram PC-951
Speichen: DT Champion
Felgen: Mavic EX325 Dbl Wall 26″
Reifen Hi/Vo: WTB Dissent 2,5 DNA
Sattelstütze: Race Face Evolve DH 30,9mm w/c
Sattel: WTB Pure V Race
Preis: Verhandlungssache

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Massive Attack
Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Die komischen Winkel und Formen wirken in Wirklichkeit nicht so störend.

Ebenfalls eine solide und einsatzorientierte Ausstattung, auch wenn mir hier einige Komponenten nicht ganz so gut gefallen, wie beim Gambler (WTB, Wellgo, FSA).

Was ich an dieser Stelle unbedingt noch anfügen möchte: Die Bilder werden dem Flatline nicht gerecht. Die komischen Linien und Winkel wirken auf den Fotos sehr störend und wirr. In echt macht das Bike auf jeden Fall eine bessere Gattung. Nur der Mickey Mouse-Schriftzug ist auch in Wirklichkeit so hässlich.. 😀

Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Baby got back!
Erich Mächler - Sommerschlussverkauf
Close Up: Riesige Lager und fette Teile halten den Hinterbau zusammen.

Nächste Woche stellen wir noch 2 Rocky Mountain (Slayer und Flow) und zwei weitere Scott-Bikes (Ransom und Voltage) vor, welche momentan ebenfalls zu Schnäppchenpreisen zu haben sind.

Link: http://www.erichmaechler.ch/

Clawworx 2008

Bearclaw InvitationalDarren Berrecloth hat ein paar weitere Infos zum dritten jährlichen Bearclaw Invitational am Mount Washington online gestellt, welches dieses Weekend durchgeführt wird. Er bedankt sich bei seinen Sponsoren, die ihm geholfen haben diese Idee zu verwirklichen, vor allem auch dem Resort Mount Washington, der das Gelände und die Helfer zur Verfügung gestellt hat.

Eine der überraschenden Neuigkeiten, ist die obligatorische Helmpflicht. Way to go Darren! Ausserdem soll es einen Punkteabzug für zu enge Hosen geben. Darren’s Tipp: „Passen sie deiner Freundin, dann sind sie zu eng“. Sehr sympathisch.

Bearclaw Invitational - Clawworx 2008

Am 22. August wird ein freier Slalom Event durchgeführt, wo jeder mitmachen kann. Das Format ist ziemlich simpel: Es ist ein Dual Slalom Kurs mit drei bis vier Dirtjumps. Die Bewertung soll nicht nur den Rang sondern auch die Sprünge beinhalten, genauso wie beim Mogul Skiing. Dafür soll offenbar extra ein Mogul-Ski Judge organisiert werden.

Bearclaw Invitational - Clawworx 2008

Am 23. August beginnt der richtige Spass. Ab 12.30 Uhr hat jeder Fahrer zwei Runs um sich zu beweisen und die 18’000 kanadischen Dollares einzusacken. Geheimtipp: Cam McCaul, der bereits die ersten beiden Male gewann.

Bearclaw Invitational - Clawworx 2008

Danach geht es mit dem High Air Jump Contest weiter. Ein Latte wird immer höher gesteckt, bis keiner mehr drüber kommt. Letztes Jahr lag der Rekord bei fast 6 Metern über der Absprungkante.

Bearclaw Invitational - Clawworx 2008

Alles in allem ist zu erwarten, dass auch die dritte Ausgabe des Bearclaw Invitational ein grosser Erfolg sein wird. Nicht nur wegen der imposanten Riderliste:

Berrecloths CAN
Jordie Lunn CAN
Ryder Kasprick CAN
Thomas Vanderham CAN
Dave Smutok USA
Brandon Semenuk CAN
Alex Pro CAN
Kyle Strait USA
Ben Boyko CAN
Eric Porter USA
Geoff Gullevich CAN
Ross Mcmaster CAN
Kurt Sorge CAN
Andreu Lacondeguy ESP
Wayne Goss CAN
Benny Korthaus GER
Trond Hansen NOR
Grant Fielder UK
Lance McDermott UK
Adam Hauck USA
Alex Reveles USA
Andrew Taylor USA
Cameron McCaul USA
Cameron Zink USA
Greg Watts USA
Jamie Goldman USA
Phil Sundbaum USA
Paul Basagoitia USA
Tyler McCaul USA

Bearclaw Invitational - Clawworx 2008

Hier noch ein Filmchen mit den Highlights aus dem letzten Jahr:

More bike videos on BikeMag.com

Link: http://www.bearclawinvitational.com

Ein sensationelles Rekordstarterfeld von ca. 300 Teilnehmer aus 8 Nationen nahm am legendären 24 Stunden Mountainbike Downhill „race the night“ im Bikepark Zau[:ber:]g Semmering teil. Martin Strasser verteidigt mit sensationellen 159 Abfahrten souverän seinen Einzeltitel aus dem Vorjahr und krönt sich erneut zum Hero of Zau[:ber:]g!

Die zweite Austragung des Generali 24 Stunden Downhill „race the night“ powered by Almdudler lockte am 16. und 17. August ca. 300 Mountainbiker aus 8 Nationen auf den Zau[:ber:]g Semmering, um sich der unglaublichen Aufgabe des 24 Stunden Mountainbike Downhill Rennens zu stellen. Los ging’s am Samstag punkt 12.00 Uhr mit dem Le Mans Start am Gipfel des Zau[:ber:]gs, bei dem die Starter zunächst einige hundert Meter zu Fuß überwinden mussten, bevor sie ihre Bikes erreichten und sich dann ins Tal stürzten. In den verschiedenen Wertungsklassen, Einzelstarter, 2er, 4er und 6er Team wurde bei Tag und Nacht um den Titel des Hero of Zau[:ber:]g gefightet.

Chrisu_Kogelbauer_Team_Bikepark_semmering-24h-DH_BAUSE.jpg

Die Teilnehmer schenkten sich auf der ungefähr 3500m langen, eigens für diesen Event kreierten, bei Nacht beleuchteten Downhill Strecke keinen Meter und zeigten heiße Duelle. Selbst der Einstieg in die Zau[:ber:]g Kabinenbahn, welche die Teilnehmer nonstop 24 Stunden lang auf den Gipfel des Zau[:ber:]gs brachte, wurde für taktische Platzierungskämpfe genutzt.

LeMans_Start_semmering-24h-DH_Foto_BAUSE.jpg

In der Einzelwertung lieferte sich Martin Strasser Stunden lang ein Rad an Rad Duell mit dem Tschechen Pavel Cep um die Spitzenposition. Nach 12 Stunden musste sich der Tscheche allerdings wegen schlimmer Rückenschmerzen geschlagen geben und das Rennen beenden. Somit war der Weg frei, zur Titelverteidigung für den Oberösterreicher aus St. Pankratz. Die 2. Hälfte des Rennens legte Martin Strasser alleine, in gewohnt souveräner Manier ab und fuhr Runde um Runde, ohne eine einzige Pause zu machen, mit konstant schnellen Runden (schnellste Rundezeit mit 3:17 min!). dem Sonnenaufgang am Zau[:ber:]g Semmering entgegen. Nach 159 Runden und einer reinen Downhill Zeit von 9:24:30 Stunden holte er sich erneut den Titel des Hero of Zau[:ber:]g. Sein Kommentar nach 24 Stunden am Bike: “Der Kampf mit Pavel in den ersten Stunden hat mich voll gefordert und wir haben uns nichts geschenkt, nach seinem Ausscheiden war ich sehr erleichtert. Danach konnte ich befreit, ohne Druck weiter fahren und freute mich nur noch auf die Zielankunft. Eine wunderbare, anspruchsvolle Strecke, die 24 Stunden fahrbar war und eine perfekte organisierter Event, nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei.“

24h downhill semmering 2008

Sensationell schlug sich die einzige Damen Einzel-Starterin. Patrizia Posch fuhr 59 Runden und belegte in der Einzel-Gesamtwertung den 13. Rang.

In der 2er Teamwertung holte sich das Team Ötschabärn, mit Philipp Feldbacher und Andreas Jelinek den Sieg vor den Lokalmatadoren am Semmering, den Zau[:ber:]g Bikers mit Stefan Hirschler und Thomas Stickler. Den dritten Platz holte sich Alois Ehrenreich und Harald Stiegler im Team der Downhill- Rangers.com.

24h downhill semmering 2008

Bei der 4er Teamwertung ging es bis zur letzten Minute sehr knapp zu, wobei sich schließlich das Team Gstö mit einer Runde Vorsprung, vor 2 Teams mit gleicher Rundenanzahl, den Titel sicherte.

Kris Rosenberger und Hannes Danzinger, die im 4er Team mit Birgit Braumann und Werner Jessner (3. Platzierter der Einzelwertung im Vorjahr!) an den Start gingen, holten sich schlussendlich den 8. Rang, mit zum Teil sensationell schnellen Rundenzeiten.

Die nie endende Rennaction und das umfangreiche und unterhaltsame Rahmenprogramm boten Spaß rund um die Uhr für die zahlreichen Zuschauer. Für die musikalische Unterhaltung und Partystimmung während des 2. Generali 24 Stunden Downhill Rennen powered by Almdudler sorgten Dj’s von Soul Rebel Sound im Slope-Inn an der Strecke sowie die Rock / Powerpop Band Nevermind mit ihrem Live-Act in der ZauberBAR. Spaßig und feucht ging es bei der Jetski Show im Beschneiungsteich neben der Zielarena zu, bei dem zwei Akrobaten auf ihren Jetskis unglaubliche Tricks auspackten. Bei der Bike-Expo in der Zielarena konnte man die neuesten Produkte diverser Hersteller unter die Lupe nehmen und bei der großen Verlosung während der Siegerehrung, gewann ein überglücklicher Jugendlicher das Specialized Big Hit FSR 1 Downhill Mountainbike im Wert von € 1700,-

Bikepark Semmering - Race the Night - Review

Der einzigartige 2. Generali 24 Stunden Downhill „race the night“ powered by Almdudler im Bikepark Zau[:ber:]g Semmering sorgte mit dem ganz speziellen Flair, wiederholt für ein Eventhighlight in Österreich und Europa. Die 3. Austragung des 24 Stunden Downhill im kommenden Jahr wird erneut zahlreiche nationale und internationale Mountainbiker auf den Zau[:ber:]g bringen.

Doch die Organisatoren rund um Markus Merz haben sich zuvor bereits einen neuen Event zum Abschluss der Saison einfallen lassen. So wird es am 11. Oktober den 1. Zau[:ber:]g Mountainbike Dual Night Slalom auf der FIS-Panorama Weltcup Piste geben, bei dem die Mountainbiker im KO System gegen einander antreten werden. Im Rahmenprogramm des Dual Night Slalom wird es einen spektakulären Vergleichswettkampf des Mountainbike Staatsmeisters, Matthias Haas gegen den Motocross Staatsmeister Michael Staufer, auf der Downhill Strecke im Bikepark am Zau[:ber:]g Semmering geben.

 

Martin Strasser - Gewinner des 24h Downhill Semmering 2008

Martin Strasser – Gewinner des 24h Downhill Semmering 2008

 

LINK: Ergebnis des 2. Generali 24 Stunden Downhill „race the night“

Nähere Informationen und unter www.zauberberg.at

Link: http://www.bikeparksemmering.at

Letzte Woche verwandelte sich der Dorfplatz des grössten Bikemekkas im Westen wieder in ein Tollhaus: Für das Kokanee Crankworx 2008 in Whistler!

Während der Festwoche finden unzählige kleine Wettkämpfe statt, an denen auch Zuschauer und deren Kiddies teilnehmen können. Whistler Crankworx ist nicht umsonst der grösste und bekannteste Event in dieser Richtung und macht seinem Namen alle Ehre. Ganze 7 Tage lang wird Unterhaltung im grossen Stil geboten. Livebands, Parties, geführte Touren, Testdays mit diversen Herstellern, und und und… Auch wenn das Dorf völlig von Bikern und Zuschauern überflutet ist, lohnt sich ein Besuch.

Brian Lopes Air DH Whistler Crankworx

Brian Lopes dominiert beim Air DH in Whistler (Crankworx)

Auch wir konnten den Event dieses Jahr nur von der Ferne betrachten und möchten allen anderen, die ebenfalls zuhause geblieben sind, einige Eindrücke und Highlights vermitteln.

Einer der ersten und prestigeträchtigsten Rennen ist der Jim Beam Air DH, den Brian Lopes bereits zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden konnte. Gratulation Bri-AN! Eine ganz schön beeindruckende Leistung für einen alten Mann. Der Glasfaser des 4-Cross hat’s scheinbar immernoch drauf!

crankworx 2008 whistler

Greg Watts beim Airprentice. Die Jungen zeigen jedes Jahr enormes Potential und Kampfgeist.

Das Resultat des Jim Beam Air DH:
04:22.10 Brian Lopes
04:23.42 Greg Minnaar
04:27.60 Chris Kovarik

Erstaunt hat mich ebenfalls die Teilnahme von Cédric Gracia. Mit einem siebten Platz darf er sich nach der langen Ruhepause verdammt zufrieden geben.

Link: Alle Resultate vom Jim Beam Air DH

crankworx 2008 andreu lacondeguy whistler

Andreu Lacondeguy beim Abräumen am Slopestyle

Den Monster Energy Garbanzo Downhill haben die Athertons für sich entschieden. Rachel gewann bei den Frauen, Gee bei den Männern. Gee Atherton wies im Ziel einen Abstand von 17 Sekunden auf, Rachel sogar eine halbe Minute!!

crankworx 2008 whistler

Cam McCaul schaffte es dieses Jahr leider nicht auf’s Podest.

Die grösste Zuschauerschar war ziemlich sicher für den Hauptevent nach Whistler gereist: Den Crankworx Slopestyle, der sich dank des Sponsors nun Monster Energy Slopestyle nennen darf/muss.

Die Resultate waren etwas überraschend, denn diesmal hat es die spanische Fliege tatsächlich ohne Sturz ins Final geschafft, um dort die Slopestyle-Krone an sich zu reissen. Reife Leistung Andreu!!!

1 Andreu Lacondeguy
2 Lance Mcdermott
3 Brandon Semenuk (!!!)
4 Cameron McCaul

crankworx 2008 andreu lacondeguy girl autogram

Andreu liebt es Autogramme zu verteilen. Kein Wunder.

Da hier Worte überflüssig und Bilder unzureichend sind, schaut Ihr euch am Besten die Filme vom Event an.

Hier ein angenehm anzuschauender Film mit den Highlights aus dem Slopestyle-Contest von Freecaster.tv:

Hier noch einige Links zu weiteren Filmen im Netz:
Best Trick
Downhill

Details zum Event und weitere Resultate und Bilder findet Ihr auf der offiziellen Website des Kokanee Crankworx in Whistler

Die Bilder sind übrigens allesamt von Yorick Carroux.

Link: http://www.crankworx.ca

Local SpotsWir waren wieder einmal für eine ganze Woche in Portes du soleil stationiert und haben es ganz schön krachen lassen. Wie der Titel bereits erahnen lässt, waren wir jedoch nicht restlos begeistert.

Schon 2007 waren die Strecken in Morzine und Les Gets mit Bremswellen gepflastert, aber irgendwie hat man sich damit abgegeben. Klar ist es kein Genuss, aber das gehört nunmal dazu. Ist das so?

Local Spots - Das Bremswellen Massaker
Wenn die Anlieger mal sauber waren, konnte man so richtig Gas geben.

Schlimmer sind die Bremslöcher eigentlich nicht geworden, aber mehr. An vielen Stellen kann man sie mit mehr Speed oder einer anderen Linienwahl locker umgehen oder zumindest entschärfen. Aber vor und nach dem nächsten Anlieger kommen ja schon wieder neue. Vor und nach dem nächsten Table ebenfalls. Was soll denn der Scheiss?

Was ist bloss passiert? Werden wir zu alt? Oder weshalb stören uns die Bremswellen in den Bikeparks plötzlich so sehr? Ich liebe sowohl die Strecke von Pleney (Morzine) als auch die von Chavannes (Les Gets). Sie sind beide schön breit in den Hang gepflügt worden und bieten eine Vielzahl an spielerischen Möglichkeiten und Speedpotential bis zum Abwinken. Dennoch war ich dieses Jahr lieber auf Strecken unterwegs, die weniger grobe Action boten, dafür aber eine schöne Linienwahl gewährleisteten und daher zu mehr Flow führten. Vorallem suchte ich jedoch Strecken ohne Bremswellen. Mag sein, dass einem diese mit 20 Zentimeter Federweg nicht so schlimm vorkommen. Dennoch bremsen sie den Fahrfluss und den Fahrspass.

Local Spots - Das Bremswellen Massaker
Evolution of a line.

Ich sehe ja ein, dass die Entstehung von Bremswellen bei einer solchen Frequenz völlig natürlich ist und man vorallem in einem gut besuchten Bikepark nicht viel dagegen machen kann (Ein paar Ansätze gäbe es ja schon). Aber ich will mich nicht mehr damit abfinden. Biken ist für mich mehr, als Bremswellengehoppel gekoppelt mit mehr oder weniger langen Flugphasen – aber so sehen die meisten „Freeridetrails“ in den Bikeparks heutzutage nunmal aus.

So sehr ich auch auf Speed, Anlieger und Kicker stehe, entschädigen mich diese positiven Erlebnisse leider nicht in dem Mass, dass ich mich mit Hunderten von Bremswellen auf jeder Abfahrt abfinde. Da fahre ich lieber einen holprigen und kniffligen Singletrail mit Wurzeln, Steinen und Absätzen. Es rüttelt wohl genauso – nur ist das natürlich, abwechslungsreich und macht viel mehr Spass.

Local Spots - Das Bremswellen Massaker
Pretty fly for a white guy!

Da bot sich uns im Gebiet Châtel schon eine weitaus angenehmere Trail-Infrastruktur. Von Grün bis Schwarz waren die Trails in einem weitaus besseren Zustand (weil neuer) und bereiteten uns erheblich mehr Spass. Klar sind auch diese Trails ziemlich ausgewaschen und zum Teil enorm verbremst. Aber alleine schon die Anzahl an unterschiedlichen Trails sorgt für eine angenehme Verteilung der Bikerschar und dadurch weniger Trailverschleiss. Ob Downhill, Singletrail-Cruisen oder Northshore-Action, im grossräumigen Bikegebiet Chatel wird alles geboten. Ich empfehle es jedoch nicht jedem, den sonst sieht es auch dort bald so aus, wie in Morzine und Umgebung.

Local Spots - Das Bremswellen Massaker
Yours truly.

Die besten Trails? Die sind versteckt. Nur mit Zufall, einem Insider-Tip oder einer guten Karte findet man die besten Singletrails und Verbindungswege. Diese sind weitaus weniger befahren und bieten genau das Erlebnis, das Normalo-Biker wie wir suchen: Eine Liftverbindung, eine schöne Landschaft und eine spassige Abfahrt, die vorzugsweise bis ins Tal führt. Davon findet man in der Region noch unzählige. Vorausgesetzt man sucht danach…

Abgesehen davon hat es uns in Portes du soleil wieder sehr gefallen. Wir hatten dank Madam Röpon wieder eine einzigartig geile Unterkunft: Eine ganze Hütte für uns allein, einen Katzensprung von der Talstation des Pleney-Lifts entfernt und unmittelbar beim Burger Place! Kulinarisch haben wir uns selbst verwöhnt, da man in den Restaurants leider nur Standardfood à la Pizza, BBQ und zweifelhafter ‚einheimischer‘ Küche bekam. Wir liessen es uns die ganze Woche mit bestem Fleisch vom Grill und sonstigen selber zubereiteten Leckereien gut gehen.

Local Spots - Das Bremswellen Massaker
Good times, eh?

Da Morzine ausgangsmässig nicht viel zu bieten hat und uns das Biken ziemlich erschöpft hat, waren die Abende eher ruhig. Beim gemütlichen Bier (oder drei, oder vier) sassen wir bei uns im Garten, liessen die übersäuerten Arme und Beine hängen und quatschten meist bis in die Nacht hinein. Alles sehr relaxt und unterhaltsam.

Fotos Portes du soleil 2008 – flowzone.ch

Ob wir so bald wieder dort Ferien machen? Eher nicht. Das nächste mal gehen wir wohl lieber ins Wallis oder ins Bündnerland und geniessen dort die Besinnlichkeit, Abgeschiedenheit und Natur für uns. Ohne Heerscharen von anderen Bikern. Ohne eine Touristen-Einkaufsmeile. Ohne Bremswellen.

Trek Bike Attack 2008

Bike AttackWOW WOW WOW. Nie im Leben hätte ich mir träumen lassen, dass ein Bikerennen so viel Spass machen kann. Trek Bike Attack rules!

Samstag – Qualifying

In aller Herrgottsfrühe brechen wir auf Richtung Bündnerland und kommen bereits um 9 Uhr an der Talstation der Rothornbahnen an. Es tümmeln sich gut und gerne schon 100 Autos auf dem Parkplatz. Ausnahmslos gefüllt mit Bikes und Bikern. Das Wetter ist noch nicht so der Hammer. Geschätzte 15 Grad bei Hochnebel. Die Freude hält sich in Grenzen, vor allem weil ich noch keine Ahnung habe, was mich erwartet.

Bike ausgepackt und notdürftig auf Vordermann gebracht, geht es bereits zum Rennbüro um die Startnummer abzuholen. Boah ey, die haben sogar an die Kabelbinder gedacht. Clever clever. Dazu gibt’s noch eine Einladung zur Rock Shox Party am Abend und natürlich das offizielle TBA-Shirt. Noice!

Trek Bike Attack 2008 Start

600 Biker stürzen sich gleichzeitig auf den Trail. Ein unbeschreiblicher und unvergesslicher Moment.

Der kleine Serkan mit einer Startnummer. Was für ein kometenhafter Aufstieg. Gestern noch ein Hobbyfahrer ohne Ambitionen, heute schon im Renneinsatz gegen die Weltelite. So kam es mir jedenfalls vor..

Um meine Nervosität und Euphorie zu bremsen, half mir nur ein Gedanke „Funrace, Funrace, Funrace“. Keine Stürze, keine Hektik und auf keinen Fall eine Verletzung. Das sind meine Prioritäten.

Gemütlich machen wir uns auf zum Gipfel. Das Ziel ist es, eine sehr lockere Trainingsrunde zu absolvieren, um im Qualifying nicht gleich verloren zu gehen. Das haben sich auch gut und gerne 300 andere Biker gedacht und so stehen wir vor der Gondelbahn auf der Mittelstation und warten eine geschlagene Stunde, bis wir hinauf dürfen. Oben angekommen wurde es mir schon mal ein wenig mulmig. Das Rothorn präsentiert sich auf einer Höhe von 2800 Metern als karge Steinwüste. Da ich keine Ahnung habe, wo es da runter geht, stelle ich mir die wildesten Routen vor. Bloss keinen Stress, die Abfahrt sei technisch scheinbar anspruchslos.

Nach einer körperlichen und geistigen Vorbereitungsphase, düsen Mäsi, Jörg und ich mal los, um uns die Eigenheiten der Strecke anzuschauen und die schwierigsten Passagen einzuprägen. Nach einer guten halben Stunde kommen wir im Tal an und haben allesamt ein Grinsen im Gesicht. Geiler Trail. Technisch nicht zu anspruchsvoll, dafür aber schön lange und schön schnell. Wir haben uns kaum etwas einprägen können. Wie immer kam der Flow und der Speedrausch dazwischen und wir waren schneller im Ziel, als geplant.

bike attack trek kurve rennen

Während die ersten bereits Vollgas geben, kämpft sich das Mittelfeld noch in 8er-Reihen durch die erste Kurve.

Nach einer kurzen Pause machen wir uns erneut auf den Weg zum Gipfel. Es ist bereits Mittag. Um viertel vor drei müssen wir zur Qualifikation antreten. Also machen wir es uns auf dem Gipfel bequem und geniessen die Stimmung ein wenig, welche wirklich aussergewöhnlich locker und kameradschaftlich ist. Die Sicht vom Gipfel ist leider nebelverhangen. Schade.

14.00 Uhr. Bischen mehr als 40 Minuten bis zu meinem Start. Mann bin ich aufgedreht und nervös! Locker bleiben. Am besten gehe ich noch mal kurz Wasser lassen. Schon zum dritten Mal innerhalb einer Stunde. Was ist bloss los? 🙂

14.40 Uhr. Mäsi steht bereits in der Kolonne. Ich starte nur gerade eine Minute nach ihm. Vor und hinter uns stehen ein paar Flying Mortadellas. Auch Roli Leiser (Interbike) und andere bekannte Gesichter stehen rund um uns. Daher muss ich genau an dieser Stelle ein riesiges Kompliment an die Organisatoren aussprechen. Die Leute nach Ortschaften zu ordnen ist ein Geniestreich. So hat man sicher ein paar Leute um sich, die man kennt und kann den gesamten Event noch mehr geniessen, etwas rumblödeln oder fachsimpeln. WELL DONE!

trek bike attack

Roland Leiser (Interbike), der älteste und schnellste Luzerner. R.E.S.T.E.P.E.

14.40 Uhr. Ich stehe in der Schlange. Alles eingestellt, angezogen und geschmiert. Von mir aus kann es losgehen. Wie beim Start einer Skiabfahrt piepst die Zeituhr. 3, 2, 1.. GO!

14.59 Uhr. IM ZIEL! GESCHAFFT!!! Sämtliche körpereigenen Drogen werden gleichzeitig ausgeschüttet. Ich komme mir vor, als würde sich die Welt um mich in Zeitlupe bewegen. So einen Rausch hatte ich selbst mit Hilfsmitteln noch nie! WOW

Was dazwischen war? Kann ich unmöglich ausreichend in Worte fassen. Sorry.

Vielleicht helfen ein paar Impressionen, aber ich empfehle jedem Freerider, dieses Erlebnis selber auszukosten. Losgefahren bin ich in einem für mich angenehmen Tempo. Schon nach Sekunden setzte jedoch der unterschwellige Druck ein und ich kam in den üblichen Speedrausch.

Voller Konzentration, aber viel zu schnell, schiesst man über eine Piste, die man kaum kennt. Alle paar Sekunden hat man das Gefühl, gerade noch mit dem Leben davongekommen zu sein. Ein kleiner Ausrutscher da, ein spitzer Felsen dort oder Kies und Schotter wohin man blickt.

Wenn man nur schon für einen Bruchteil einer Sekunde die Konzentration verliert, ist es aus. Man ist in seinem eigenen Film und das für ganze 20 Minuten ohne Unterbruch. Die Arme brennen, die Finger glühen vor Schmerz und man ringt verzweifelt nach Luft. Trotzdem schiesst man mit hohem Tempo in Anlieger und über Kicker ohne auch nur eine Sekunde nachzugeben. Einfach Wahnsinn! Ich hätte schreien, lachen und johlen können – alles zur selben Zeit.

trek bike attack 2008

Tunnelblick. Vorne ein Schleicher, hinten ein Raser. Man darf sich einfach nicht aus der Fassung bringen lassen.

Im Zielgelände gingen die ersten vier Bier runter wie Sirup. Die Konsequenz spürte man ebenfalls augenblicklich. Bis um 17.30 Uhr trafen noch Fahrer ein. Wir hatten bis dahin schon ziemlich einen in der Krone 😀
Aber nicht nur deshalb gefiel uns die Stimmung im Zielgelände so gut. Die Leute waren sowas von locker drauf, man hatte auf jeden Fall das Gefühl von Zusammengehörigkeit und keiner musste sich oder anderen etwas beweisen, sondern freute sich mit ihnen. So eine Stimmung hab ich bisher noch an keinem Event erlebt. Alleine das ist die Teilnahme schon wert. Sogar die letzten Fahrer wurden mit Jubel empfangen und obwohl jeder körperlich ziemlich am Ende war, stand ein Lächeln auf jedem Gesicht.

Danach bezogen wir unsere Zimmer in der Jugendherberge von Valbella (übrigens sehr empfehlenswert, schön gelegen, modern und sauber) und machten uns nach dem Duschen auf die Suche nach einem Restaurant. Da ziemlich viel los war in der Gegend, wurden wir erstmal in einer Weinstube abgestellt, bevor wir gegen neun Uhr einen Platz erhielten. Nach dem Essen ging es noch kurz an die Rock Shox Party. Leider war da vor Mitternacht nicht viel los, so dass wir uns bald mal verabschiedet haben. Schliesslich wurde am nächsten Tag doch noch etwas Kondition gefordert, auch wenn man keine grossen Ambitionen hatte. Die Flying Mortadellas haben sich da anscheinend die Kante gegeben und bis in die Morgenstunden durchgefeiert. Gut, dass wir rechtzeitig gegangen sind 😀

trek bike attack parpan rothorn aussicht panorama

WAS FÜR EIN AUSBLICK! Landschaftlich ist die Gegend eine Augenweide.

Sonntag – Das Rennen

Mann mann mann. 8.00 Uhr. Schon wieder so früh auf? Verdammt… Ein Blick aus dem Fenster heitert die Stimmung jedoch schnell wieder auf: Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. GEIL!

Die einen hauen sich ein riesiges Frühstück rein, während sich andere mit Kaffe und Tabak begnügen. Wir machen uns um 9.00 Uhr auf, um rechtzeitig bereit zu sein und es auf dem Gipfel noch etwas geniessen zu können. Mäsi und ich haben es in den dritten Sektor geschafft. Während sich Mäsi fragt, ob es nicht zu mehr hätte reichen können, bin ich völlig überrascht, dass über 200 Leute im Quali langsamer runter kamen als ich. Stolz verkünde ich, dass ich wohl der schnellste Türke im Starterfeld bin. Was für eine Leistung 🙂

Die Zeit bis zum Start vergeht wie im Fluge. Vielleicht weil man so lange am Herrenklo anstehen muss.. Etwas essen, nicht zuviel trinken und immer locker bleiben. Das ist jedoch einfacher gesagt, als getan. Neben uns analysieren ein paar Deutsche die Streckencharakteristik und geben Anleitungen, wie gewisse Stellen zu fahren sind. Who cares?!? Es haben scheinbar noch nicht ganz alle den Sinn eines Spassrennens begriffen. Aber auch das ist egal.. Meine Prioritäten fürs Rennen? Spass haben, durchkommen und nicht stürzen.

trek bike attack rennen 2008

Bloss nicht nachlassen. Eigentlich kann man fast nicht mehr. Trotzdem heisst es: Durchbeissen.

10 Minuten vor dem Start machen wir uns also auf zu unseren Bikes. Das Gefühl, zwischen 600 anderen Bikern zu stehen, kann ich nun wirklich nicht in Worte fassen. Es ist einfach zu verrückt.

Die einen sind völlig in sich gekehrt und man sieht ihnen die Spannung förmlich an. Andere pfeiffen gemütlich vor sich hin oder plaudern mit den Nachbarn. Plötzlich: DER STARTSCHUSS! Vorne düst die Spitzengruppe mit Vollgas ins Tal. Bei uns? Keine Regung. Es geht gut und gerne ein paar Minuten, bis sich der Tross in Bewegung setzt. Im Schrittempo wohlgemerkt. Man wird rechts und links angerempelt, hört jedoch fast gleichzeitig eine Entschuldigung. Rechts von mir pfeifft einer eine Melodie, einer hinter mir singt irgendwas Unverständliches. Es ist einfach surreal.

Bis zur ersten Kurve kriechen wir geradezu. Danach streckt sich das Feld bereits ein wenig und man kann Tempo aufnehmen. Für höchstens 100 Meter. Danach steht man schon wieder in einer Schlange. Zugegebenermassen kommt so nicht wirklich Flow auf, was aber kein Grund ist, sich aufzuregen oder gar mit dem Bike auf der Schulter an allen vorbeizulaufen. Immer locker bleiben.

Nach 10 Minuten hat sich das Feld so sehr auseinandergezogen, dass man tatsächlich fast sein eigenes Tempo fahren kann. Kurz darauf ist man bereits bei der Mittelstation und kriegt die erste Chance, die Hände auszuschütteln und etwas zu Atem zu kommen. Nur für ein paar Sekunden. Danach geht es bereits ab auf den zweiten und anstrengenderen Teil der Strecke. Immer wieder hat man jemanden vor sich, den man kaum überholen kann oder jemanden hinter sich, der einen mehr oder weniger freundlich bittet, auf die Seite zu gehen. Immer locker bleiben.

trek bike attack face after race

Marcel Mortadella gleich nach dem Rennen. Dieser Blick spricht Bände.

Genau wie am Vortag bin ich nach der Abfahrt völlig verkrampft, ausgelaugt und atmungstechnisch etwas gefordert. Trotzdem heisst es jetzt: Sattel rauf und weiter Richtung Churwalden. Diesen Streckenteil habe ich sowas von unterschätzt. Das passiert mir nächstes Jahr nicht mehr.

Bis Churwalden sind es noch ungefähr 6 Kilometer. Mehrheitlich geradeaus, CC-mässig über die Singletrails und immer wieder ein paar Höhenmeter hinauf. Hier fand man nicht nur die technisch anspruchsvolleren Streckenabschnitte, sondern auch jede Menge Matsch und Schlamm. Ich kam mit meiner Maschine kaum vom Fleck und liess mich von gut und gerne 100 Leuten überholen. Schwindlig und körperlich völlig am Anschlag rette ich mich unter einer Stunde ins Ziel. Mit Stolz geschwellter Brust. Meine Ziele habe ich allesamt erreicht. 2000 Höhenmeter und 20 Kilometer. Unter einer Stunde, ohne Platten, ohne Sturz, ohne Verletzung, ohne Pause. YESS!
Das Gefühl lässt sich weder beschreiben, noch nachempfinden. Erschöpfung, Freude, Spass und Schmerzen. Ein riesiges Wirrwarr an Gefühlen. Hunderte von Mitbikern, die sich ebenso über die Strecke kämpften und nun das selbe Grinsen im Gesicht haben. Einfach geil.

Die anschliessende Siegerehrung ging etwas an mir vorbei. Ich war noch bis zum nächsten Tag in einem tranceartigen Zustand und musste die vielen Erlebnisse und Eindrücke erst mal verarbeiten.

Nun habe ich etwas Abstand dazu gewonnen, bin aber noch immer völlig begeistert. Die Stimmung, das Rennen, die Quali, der Trail, die Gegend, die Leute, die Organisation, die Schmerzen, die Euphorie, der Rausch. Ich finde keinen Aspekt dieses Weekends, der mir nicht gefallen hätte. Daher ist es wohl klar, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde. Die Ziele? Mindestens soviel Spass wie dieses Jahr haben und wieder der schnellste Türke sein. 😀

trek bike attack 2008 start

Gleich geht es los. Mit zwei Mortadellas im Rücken. Entspannung pur 😀

Ich gratuliere an dieser Stelle JEDEM FAHRER, der die Strecke durchgefahren ist. Egal in welchem Tempo – sich non-stop einer solchen Strapaze auszusetzen verdient grössten Respekt.

Unsere interne Rangliste sieht übrigens folgendermassen aus:
41.30,6 Roland Leiser (Interbike) Rang 65.
46.07,0 Marcel Müller (flowzone.ch) Rang 132.
47.26,3 Martin Meier (Flying Mortadella) Rang 148.
54.06,5 Jörg Krusche (flowzone.ch) Rang 247.
55.13,3 Serkan Ucmak (flowzone.ch) Rang 261.
1:02.18,9 Daniel Achermann (Flying Mortadella) Rang 348.
1:12.05,6 Marcel Casutt (Flying Mortadella) Rang 409.
1:12.54,1 Mario Graber (Flying Mortadella) Rang 413.

Herzliche Gratulation an dieser Stelle an Roli Leiser! Der alte Mann und sein Bike haben die Ehre der Luzerner gerade noch gerettet.

Die offizielle Rangliste, Fotos und Infos findet man auf der Trek Bike Attack Website:

Trek Bike Attack Website

Unsere Fotos sind auch bereits online.
Ihr könnt auch nach eurer Startnummer suchen.

Bike Attack Fotogallerie

Ausserdem wurde von Mountainbiker.ch bereits ein Film vom Bike Attack 2008 online gestellt. Hier der Link dazu:

Bike Attack Movie 2008

Link: http://www.bike-attack.ch

Hier noch ein Eindruck vom Rennverlauf und der Strecke:

Bike Attack 2012 – Gopro from Filme von Draussen on Vimeo.

Bike Attack„Ou Shit!“ war mein erster Gedanke, als ich meine Startnummer auf der Fahrerliste des Trek Bike Attack heute entdeckte. 187? Kenn ich doch. „187 – eine tödliche Zahl“. Ist das nicht der schräge Ghettofilm mit Samuel L. Jackson?

Die Zahl bezieht sich auf den Paragraphen, der im amerikanischen Gesetzbuch für Mord steht. Ich deute das jetzt mal als gutes Omen.. als Hals- und Beinbruch quasi.

Nicht dass ich jetzt Stress vor dem Bike-Attack hätte, aber da es mein erster Contest ist, bin ich schon sehr gespannt auf die Atmosphäre und das Rennen. Auf der offiziellen Website kann man sich schon ziemlich gut auf das Bevorstehende vorbereiten. Die Bilder und Infos sind schon sehr aussagekräftig, aber erst der Film macht einen so richtig an. Ich kann es kaum mehr erwarten, am Samstag mal die Strecke auszukundschaften und am Sonntag mit Hunderten von Gleichgesinnten den selben Trail zu rocken.

Bike Attack - 187 - Eine tödliche Zahl

Bike Attack - 187 - Eine tödliche Zahl

Über 20 Kilometer Länge und über 2000 Höhenmeter Downhill. Der Schnellste benötigte dafür letztes Jahr nicht einmal 35 Minuten. Ein gewisser Wildhaber. Glaube nicht, dass ich seine Zeit schlagen kann. Aber im Stau unter einer Stunde durchzukommen setz ich mir schon als Ziel. Zumal die Strecke dieses Jahr sogar noch um 40 Höhenmeter Uphill gekürzt worden sei.

Jörg, Mäsi und ich werden am Samstag das Training und die Quali fahren. Madam Röpon wird mit dem Fotoapparat zugegen sein und ein paar Impressionen einfangen. Übernachtet wird in der lokalen Jugendherberge und am Sonntag bin ich dann mal gespannt darauf, was das Bike Attack zu bieten hat. Und was ich dagegenhalten kann.

Bike Attack - 187 - Eine tödliche Zahl

Wir sehen uns auf der Lenzerheide!

Link: http://www.bike-attack.ch

So, nun sind wir zurück aus Saalbach/Hinterglemm und haben neben ein paar zusätzlichen Kilos Körperfett auch einige wenige Bilder und Filmaufnahmen mitgebracht.

Der Event konnte dieses Jahr trotz wechselhaftem Wetter durchgeführt werden und wurde wieder ein grosser Erfolg. Gross? Nunja, mein persönlicher Eindruck war, dass der Event geschrumpft ist. Die Gründe dafür kann ich natürlich auch nennen. Das Expo-Gelände war sehr überschaubar. Es standen so um die 10 Zelte auf dem Platz. Einen bleibenden Eindruck hat eigentlich nur www.stylefish.eu hinterlassen, die Markenware mit viel Rabatt verschleuderten. Kein Reifenhersteller, kein ein Gabelhersteller und von den Bikemarken waren gerade mal Kona und Intense vertreten.. (jaja, Rotwild auch. Iss ja gut.) im kleinen Rahmen versteht sich.

Mischa Breitenstein Adidas Slopestyle 2008

Mischa Breitenstein beim Adidas Slopestyle 2008

Ein weiterer Grund für die eher familiäre Atmosphäre waren die Rider. In früheren Jahren schafften es zum Teil nicht einmal die grossen Namen unter die Top 15. Dieses Jahr landete sogar der eine oder andere Rookie aus dem Ticket2Style unter den ersten zehn. Ich bin nicht geil auf Prominenz, aber das fahrerische Niveau war eindeutig etwas tiefer angesiedelt, als in den Vorjahren. Das Fehlen der Weltelite dürfte einer der Gründe dafür gewesen sein..

Adidas Slopestyle

Mischa Breitenstein mit stylischem 360

Die daraus entstandenen Vorteile darf man jedoch auch nicht von der Hand weisen. Somit sind ein paar Fahrer aufgefallen, die ansonsten in der Menge untergegangen wären. Allen voran ist da wohl der äusserst symphatische Franzose Christopher Hatton (www.hattonbike.com) aufzuführen. Keiner hat so hart gekämpft und so hart trainiert wie er.

Aus meiner Sicht legte auch kein anderer so saubere und stylische Läufe hin wie er. Er fuhr zwar nicht die schwierigsten Lines, aber fuhr seine Runs mit so viel Abwechslung und Sicherheit, dass man ihm einen Podestplatz gegönnt hätte. Leider stürzte er ausgerechnet im letzten Lauf und landete daher ’nur‘ auf dem fünften Platz. Trotzdem herzliche Gratulation und viel Erfolg in Zukunft!

pascal breitenstein adidas slopestyle 2008

Auch Pascal Breitenstein lässt sich nicht lumpen

Auf den vorderen Plätzen herrschte natürlich dichtes Gerangel und nur wer alles riskierte und trotzdem sauber und abwechslungsreich fuhr, konnte sich behaupten. In diesem Falle war das Sam Pilgrim und zwar zu Recht. Schöne, sauber durchgeführte Tricks mit viel Abwechslung zeichneten ihn aus. Ausserdem ging er etwas mehr ans Limit und holte sich vorallem mit dem Double Tailwhip und dem anschliessenden Robot-Dance die Symphatie der Zuschauer und wohl auch der Judges. Dass ein so kleiner, unscheinbarer Junge mit Zahnspange und scheuem Lächeln solche Moves hinlegen kann, ist schon sehr beeindruckend.

christopher hatton adidas slopestyle 2008

Autsch! So war die Landung definitiv nicht geplant

Martin Söderström mischte ebenfalls vorne mit und verdiente sich den zweiten Platz. Der Franzose Pierre Edouard Ferry war ein weiterer Aussenseiter, der es mit viel Schweiss und Kämpfen auf die vorderen Plätze geschafft hat. McDermott hatte zwar ebenfalls sehr überzeugende und fast fehlerfreie Läufe, konnte die Judges aber mit Backflip/Frontflip Kombinationen alleine nicht überzeugen. Sein spontaner Backflip vom Nacho-Drop war jedoch sehr überraschend und hat die Menge zum Jubeln gebracht.

chris hatton adidas slopestyle 2008

Christopher Hatton gab alles und stach deutlich aus der Menge heraus

Der nächste Aussenseiter war eine richtige Kämpfernatur. Jakub Vencl aus Tschechien. Ein kleiner Knirps mit engen Jeans und dem Körper eines Zwölfjährigen. Aber er hatte nach seinem fünften Platz beim Ticket2Style Blut gerochen und kämpfte wie ein wilder Stier. Mit enorm viel Kraft und Einsatz legte er fast jedes mal einen sauberen Run hin und man konnte förmlich spüren, wie er sich in die Sprünge reinlegte. Sehr eindrucksvoll. Er war auch einer der wenigen Fahrer mit Groupies. Seine Freunde halfen nicht nur beim Jubeln, sondern auch beim Hochtragen des Bikes.

Adidas Slopestyle 2008 wallride

Die Beförderung der Fahrer ist ja ein Thema für sich. Weshalb zur Hölle mussten die Rider ihre Bikes bitteschön selber an den Start hochtragen? Bei ein paar Dirtjumps mag das ja noch okay sein, aber bei brütender Hitze das Bike fast ein Dutzend mal den Hügel hinaufschieben zu müssen, ist kein Zuckerschlecken. Kein Wunder liessen die Fahrer am Abend den Rock-Jam saussen. Ich lief mit der Fotoausrüstung höchstens zwei mal auf den Hügel und hatte die Nase voll. Mir taten die Fahrer auf jeden Fall leid… Eine Schotterstrasse zum Start und entsprechnde Gefährte wären vorhanden gewesen.

adidas slopestyle 2008 wallride foot tap

Was bleibt noch zu sagen? Der Event war nett, aber nochmal würde ich nicht extra dafür nach Saalbach reisen. Irgendwie hat er den Reiz verloren.
Was waren für mich die wichtigsten Gründe?

  • Ausstellungsgelände: So lala
  • Grosse Stars und Vorbilder sehen: Naja.
  • Fahren auf internationalem Niveau: Nicht schlecht, aber was man am Crankworx Whistler und Colorado sieht, ist schon noch einiges beeindruckender.
  • Geile Biker-Party am Abend: Gähn. In Bobby’s Pub ein Bier zwitschern? Da ging die Party 2005 im Goass-Stall aber ganz anders ab!!!

Eine sehr positive Seite: Es gab viel weniger Verletze als in den Vorjahren. Der schlimmste Unfall war ein vom Bike getroffener Kameramann. Den armen Kerl hat es genau zwei Meter vor meiner Nase erwischt. Mir blieben für gute 10 Mintuen die Worte im Hals stecken. Ziemlich krass, mit wieviel Wucht so ein Bike zu fliegen kommt. Der Kameramann wurde zwar notfallmässig ins Spital befördert, tauchte am Abend jedoch mit ein paar kleineren Blessuren wieder auf. Gottseidank und gute Besserung!

adidas-slopestyle-2008-backflip.jpg

Winning Run von Sam Pilgrim:

Das Resultat des Finals:

1. Pilgrim, Sam GBR
2. Söderström, Martin SWE
3. Ferry, Pierre Edouard FRA
4. McDermott, Lance GBR
5. Hatton, Christopher FRA
6. Vencl, Jakub CZE
7. Kabbani, Amir GER
8. Leitner, Niki AUT
9. Hoppensack, Marius GER
10. Sundbaum, Philip USA
11. Zejda, Tomas CZE
12. Toth, Jan CZE
13. Fielder, Grant GBR
14. Pritzel, Timo GER
15. Wittmann, Andi GER

Die ersten Fotos sind schon mal online. Weitere werden in den nächsten Tagen folgen..

Fotogalerie Adidas Slopestyle 2008

Noch ein paar Gedanken und Anekdoten am Rande:

  • Cédric Gracia hat uns gefehlt 😀
  • Meine Canon EOS 40D stieg mitten im Event mit Error 99 aus. Scheissteil.
  • Die Österreicher können superlecker Kochen.
  • Der Goassstall ist im Sommer leider geschlossen.
  • Der Tanzhimmel in Hinterglemm ist das Lokal mit dem abgefucktesten Barman, den ich je gesehen habe.
  • Hans Rey ist ein alter Mann.
  • Das selbe gilt für Richie Schley.
  • Mike Hamel (Speaker) hat sein Englisch deutlich improved.
  • Seine Sehstärke scheint mit zunehmendem Alter jedoch nachzulassen 😉

Link: http://www.bike-circus.at

Hier noch unser Movie

Adidas Slopestyle 2008 from flowzone on Vimeo.